Präzisionskünstler an der Angelrute – Finale der Indoorleague South in Iffezheim

Iffezheim – Am kommenden Sonntag, den 22. März 2026, wird die Sporthalle der Maria-Gress-Schule zum Schauplatz eines besonderen sportlichen Highlights: Die Angelkameradschaft Iffezheim richtet das große Finale der Indoorleague South 25/26 aus. Beim Castingsport, dem „Trockenangeln“ auf Ziele, geht es nicht um den dicksten Fang, sondern um Millimeterarbeit und perfekte Wurftechnik.

Ein Event für die ganze Region

Dass die Veranstaltung Gewicht hat, zeigt die Liste der Schirmherren: Neben den Landesfischereiverbänden Baden-Württemberg und Bayern unterstützen auch die Fischerjugend, die Messe „Jagen und Fischen“ sowie befreundete Vereine wie der ASV Memprechtshofen und die Schweizer Experten der Castingsportgruppe Gempen den Wettbewerb.

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Das Turnier ist so ausgelegt, dass wirklich jeder teilnehmen kann. Die Altersklassen starten bereits bei den Jüngsten (ab ca. 5 Jahren) und reichen bis zu den Profis. Besonders einladend für Neulinge: Wer keine eigene Ausrüstung hat, bekommt diese vor Ort gestellt.

„In der Halle trainiert man die Genauigkeit. Da geht es nicht um Weite, sondern um das reine Gefühl für Gerät und Schnur“, erklärt Organisator und Trainer Andreas Kirchner. Wer erst einmal reinschnuppern möchte, kann bereits ab 09:00 Uhr beim freien Wurftraining zuschauen oder erste Versuche wagen. Der offizielle Wettkampf beginnt um 10:30 Uhr.

Die Details auf einen Blick:

  • Termin: Sonntag, 22. März 2026
  • Ort: Sporthalle der Maria-Gress-Schule, Iffezheim
  • Zeitplan: 09:00 Uhr Training, 10:30 Uhr Start
  • Anmeldung: Kurzentschlossene sollten sich umgehend bei Andreas Kirchner melden (Mobil: 0176 96072842 oder E-Mail: Jugend+Casting@AK-Iffezheim.de). Die Startgebühr liegt bei familienfreundlichen 14 bis 16 Euro.

Zuschauer sind herzlich willkommen, um die Sportler bei ihren präzisen Würfen auf die gelben Skishscheiben anzufeuern und mehr über diesen vielseitigen Sport zu erfahren. Weitere Infos gibt es unter www.ak-iffezheim.de

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter Bezirksreferent für die Öffentlichkeitsarbeit beim Landesfischereiverband Bezirk Südbaden

Simon.Wachter@lfvbw.de

Aufschwung bei der Aqua Fisch 2026

10.03.2026 – Mehr Aussteller und mehr Besucher lautete die Maxime für die 32. Auflage der Aquafisch und diese wurde vollumfänglich erfüllt. Trotz oder vielleicht gerade wegen einem schönen und frühlingshaften Wochenende strömten fast 18.000 Besucher zur Aquafisch und genossen sichtlich die Messe. Zum umfangreichen Informationsangebot gehörten auch wir vom LFV BW in Kombination mit unserem Fischmobil-Anhänger und in Kooperation mit Fishing-King auf unserem 100 m² Stand. Vom Andrang überwältigt stellten wir bereits Samstagnachmittag fest, dass unsere „Give-Aways“ in Form von Plakaten, Postern, Kalendern, Taschen und weiteren Infobroschüren sehr gefragt waren, sodass wir rationieren mussten, um für Sonntag überhaupt noch Material zum Verteilen übrig zu haben.

Viele schöne und informative Gespräche und Anfragen rund um das Angeln konnten geführt bzw. beantwortet werden. Auch Themen bezüglich Verbandsaktivitäten und Mitgliedschaft, gerade von „Neu-Anglern“ wurden häufig angesprochen. Bedauern wurde geäußert, dass unsere Gewässerwarte-Ausbildungen ständig ausgebucht seien und man keinen Platz bekäme, weil die Nachfrage so groß sei. Hier wurde der Wunsch nach mehr Kursen geäußert und natürlich Verständnis gezeigt, dass unsere Ausbilder schon jetzt an die Grenzen des Machbaren stoßen. Reichlich Lob bekamen wir für unsere Präsenz und unseren Stand, für das Fischmobil und die Kooperation mit Fishing-King, diese würde wohl tadellos funktionieren. Auch wurde gerne unser Angebot der kindgerechten Information über die Zusammenhänge im Gewässer als Lebensraum mittels unserem Fischmobil-Anhänger und einer kompetenten Betreuung genutzt. Eltern waren dankbar für die Verweilqualität und die Kinder begeisterten sich für das Angebot zum „Forschen“ Malen und Spielen. Auf unserem Stand war fast immer etwas los.

Ein besonderes „Schmankerl“ ist das Interview, welches vom Veranstalter mit Jörg Klausmann, Betreuer des Fischmobil-Anhängers geführt und bereits beim Zoologischen Zentral Anzeiger, Boot Magazin und Fisch & Fang veröffentlicht wurde. Link: https://www.aqua-fisch.de/medien-presse/hoerfunkservice

Überhaupt kann man zusammenfassend sagen, das Interesse am LFV BW, seinen Aufgaben und Tätigkeiten war sehr groß und dies nicht nur bei unseren Mitgliedern. Auffällig waren die vielen freundlichen und anerkennenden Worte, sodass man im Resümee sagen kann, es ist uns gelungen, ein positives Image zu vermitteln und somit war unsere Beteiligung an der Messe Aquafisch dank dem Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort wieder ein Erfolg.

 

Bericht Aquafisch 2026 © Text Wolfgang Groth / LFVBW

LFVBW-Wahlprüfsteine: Parteipositionen zur Angelfischerei und Gewässerpflege in Baden-Württemberg

Liebe Anglerinnen und Angler, Vereinsmitglieder und Interessierte,

im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 hat der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) – als Vertretung der organisierten Angelfischer im Land – den im Landtag vertretenen Parteien (Grüne, CDU, SPD, FDP und AfD) 20 gezielte Fragen zu Themen wie Gewässerschutz, Fischereigesetz, Naturschutz und wirtschaftlicher Bedeutung der Fischerei gestellt.

Die unveränderten Originalantworten der Parteien geben Ihnen einen transparenten Überblick über ihre Positionen und Pläne.

Entdecken Sie die Antworten in unserem Reader oder laden Sie das vollständige Dokument als PDF herunter. So können Sie sich bestens informieren und fundiert entscheiden – für gesunde Gewässer, starke Vereine und eine zukunftsweisende Fischereipolitik!

LFVBW_Wahlpruefsteine_Landtagswahl_2026

Finale der Indoorleague South 25/26 – Castingsportturnier in Iffezheim!

Seid dabei beim spannenden Finale der Indoorleague South am Sonntag, den 22. März 2026, in der Sporthalle Iffezheim! Von Anfängern ab 5 Jahren bis zu erfahrenen Castingsportlern – alle sind herzlich eingeladen, in Disziplinen wie Arenberg und Skish mitzumachen, inklusive Training, Wettkampf und Fuchsjagd. Meldet euch bis zum 15. März bei Andreas Kirchner (Jugend-Casting@AK-Iffezheim.de) an – Startgebühr nur 14–16 €, Geräte werden gestellt!

RecFishing-App: Vorerst keine Meldepflicht für Angler in Deutschland – Rechtsgrundlage fehlt noch

Angeln am Meer

Die EU-Kommission hat die RecFishing-App eingeführt, eine mobile Anwendung zur elektronischen Meldung von Angelfängen in der Meeres-Freizeitfischerei. Sie dient der besseren Datenerhebung zu bestimmten Fischarten und ergänzt die überarbeitete EU-Fischereikontrollverordnung (Verordnung (EU) 2023/2842 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1224/2009).

Aktueller Stand in Deutschland (Stand Januar 2026):

  • Es besteht derzeit keine rechtliche Verpflichtung für Anglerinnen und Angler, Fänge über die RecFishing-App zu melden.
  • Grund: Die notwendige nationale Rechtsgrundlage – eine Änderung des Seefischereigesetzes (SeeFischG) – ist noch nicht rechtskräftig.
  • Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) rechnet mit einem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens frühestens im Sommer 2026.
  • Erst nach Inkrafttreten dieser Änderung wird die Meldung für betroffene Meeresangler verpflichtend.

Betroffene Arten und Gebiete (EU-weit):
Die Meldepflicht gilt schrittweise für Arten mit EU-weiten Schon- oder Managementmaßnahmen, z. B.:

  • Wolfsbarsch, Aal (Nordsee)
  • Dorsch, Aal, Lachs (Ostsee)
  • Weitere sensible Arten wie Blauflossenthun

Die App soll tägliche Meldungen (inkl. Rückwürfe) ermöglichen und wird in den EU-Mitgliedstaaten nach und nach freigeschaltet – je nach nationaler Bereitschaft.

Position des DAFV:

Der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) begleitet den Prozess seit 2018 eng und setzt sich für eine praktikable, belastbare Datenerhebung ein, die Stichproben ersetzt und echten Naturschutz unterstützt. Gleichzeitig kritisiert er übermäßige Bürokratie und Verzögerungen.

Ausblick:

Sobald die SeeFischG-Änderung verabschiedet ist, informieren wir euch umgehend über die genauen Pflichten, Registrierung und Nutzung der App. Bis dahin gilt: Keine Verpflichtung in Deutschland!

Weitere Infos:

Originalartikel DAFV: RecFishing-App vorerst nicht verpflichtend

EU-Infos: Europäische Kommission – RecFishing

Wir halten euch auf dem Laufenden – bei Fragen gerne an uns wenden!

(Quellen: DAFV, EU-Kommission; Stand: Februar 2026), Foto: Shutterstock

EU Wassergesetze verteidigen – EAA bittet um Unterzeichnung von Petition

DAFV, 23.02.2026 – Flüsse, Seen und Feuchtgebiete Europas stehen zunehmend unter Druck. Auf EU‑Ebene wird derzeit diskutiert, ob wichtige Umweltvorschriften erneut geöffnet und überarbeitet werden könnten – darunter auch die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), der Eckpfeiler der europäischen Wasserschutzpolitik.

Für Angler ist dies keine abstrakte politische Debatte: Saubere Gewässer und gesunde Fischbestände sind die Grundlage intakter Ökosysteme.

Die European Anglers Alliance (EAA)

Der DAFV ist seit Gründung der EAA 1994 ein aktives Mitglied der Allianz. Die EAA unterhält in Brüssel ein Büro mit hauptamtlichen Mitarbeitern und nutzt die Leistungen einer Lobbyagentur, um im Sinne der Angler Europas, Einfluss auf Regelungen und Verordnungen zu nehmen. Die EAA vertritt die Interessen von geschätzten 25 Millionen Anglern in ganz Europa.

Warum ist der Schutz der Wasserrahmenrichtlinie für uns Angler wichtig?

Die European Anglers Alliance (EAA) begleitet die Umsetzung der WRRL seit vielen Jahren. Seit ihrer Verabschiedung im Jahr 2000 verfolgt die Richtlinie u. a. folgende Ziele:

  • Verringerung der Umweltverschmutzung
  • Wiederherstellung der Flusskontinuität
  • Verbesserung des ökologischen Zustands europäischer Gewässer

Die WRRL umfasst Flüsse, Seen, Grundwasser, Flussmündungen und andere aquatische Ökosysteme – also genau jene Lebensräume, auf die unsere heimischen Fischarten angewiesen sind.

Trotz Fortschritten erreichen viele Gewässer in der EU jedoch immer noch keinen guten ökologischen Zustand (GÖZ). Klimawandel, Lebensraumfragmentierung, Wasserentnahme und Schadstoffeinträge beeinträchtigen weiterhin unsere Süßwasserökosysteme, Fischbestände und die aquatische Biodiversität.

Was wir jetzt brauchen, ist eine konsequente Umsetzung und Durchsetzung der bestehenden Vorschriften – nicht eine Öffnung oder Überarbeitung der WRRL, wie sie die Europäische Kommission im Rahmen ihres angekündigten Überprüfungsprozesses für das zweite Quartal 2026 erwägt.

Für uns Anglerinnen und Angler ist der Zusammenhang klar:

  • Sauberes Wasser bedeutet gesunde Fische.
  • Wiederhergestellte Flussverbindungen ermöglichen erfolgreiche Fischwanderungen.
  • Starke Umweltstandards sichern nachhaltige Angelmöglichkeiten – heute und in Zukunft.

Angler gehören oft zu den ersten, die Veränderungen der Wasserqualität, des Fischverhaltens oder eine Verschlechterung des Lebensraums bemerken.

Warum die Petition unterschreiben?

Eine EU‑weite Petition europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen fordert die Entscheidungsträger der EU dazu auf, die europäischen Umweltgesetze – einschließlich der WRRL – zu bewahren und vollständig umzusetzen, anstatt sie zu öffnen und abzuschwächen. Dies steht im Gegensatz zu Überlegungen der EU‑Kommission im Rahmen ihres Aktionsplans ResourceEU.

Süßwasser ist eine unverzichtbare Ressource – für Europas Wohlstand, für Unternehmen, für die Natur und für die Menschen, die sie nutzen.

Mit Ihrer Unterschrift senden Angler eine klare Botschaft:

Europa muss strenge Wasserschutzvorschriften einhalten – und sicherstellen, dass sie umgesetzt werden!

Die European Anglers Alliance unterstützt diese Initiative ausdrücklich, denn der Schutz aquatischer Ökosysteme ist für uns Angler in Europa von zentraler Bedeutung.

Stehen Sie für Wasser, Natur, unsere Süßwasserökosysteme und heimische Fischarten ein!

Unterschreiben Sie die Petition jetzt!
Zur Petition

Beitrag und Bilder: DAFV

Kormoranbestände gefährden Fischbestände – DAFV fordert bundesweites und europäisch abgestimmtes Kormoranmanagement

Kormorane

Pressemitteilung

Berlin, 19.01.2026 – Der Deutsche Angelfischerverband e. V. (DAFV) warnt eindringlich vor den Folgen der hohen Kormoranbestände für die heimischen Fischpopulationen und bedrohte Fischarten. Die derzeit hohe Kormoranpopulation in Deutschland entspricht laut einer historischen Meta-Studie[1] keiner natürlichen Bestandsrückkehr auf Grundlage von Schutzmaßnahmen. Im Gegensatz zu den meisten heimischen Fischarten profitiert der Kormoran erheblich von der Klimaerwärmung, da die Gewässer in Deutschland heute im Winter kaum noch flächendeckend zufrieren. Der Fischartenschutz dürfe im Naturschutz nicht länger eine untergeordnete Rolle spielen. Angesichts belastbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse über den negativen Einfluss hoher Kormoranbestände auf heimische Fische fordert der DAFV ein wirksames, bundesweit koordiniertes und europäisch abgestimmtes Kormoranmanagement.

Anglerinnen und Angler wollen den Kormoran nicht ausrotten. Er ist Teil unserer aquatischen Lebensgemeinschaften“, betont DAFV-Präsident Klaus-Dieter Mau. „Doch wenn eine ehemals gefährdete Art sich infolge klimatischer Veränderungen und menschlicher Eingriffe so stark vermehrt, dass sie andere Arten und ganze Ökosysteme nachhaltig schädigt, dann ist verantwortungsvolles Management erforderlich.“

Das Ausmaß der Schäden durch Kormorane bleibt in der Regel weitgehend unsichtbar, da die Gewässer in Deutschland in den Wintermonaten nur noch selten zufrieren. Die Vögel können dadurch ungestört in tieferen Bereichen, Nebengewässern und klassischen Wintereinständen der Fische jagen, ohne dass dies öffentlich wahrgenommen wird. In diesem Winter jedoch wurden die Folgen erstmals wieder für eine breite Öffentlichkeit deutlich sichtbar, da sich große Kormorankonzentrationen an gut einsehbaren Abschnitten z.B. an der Havel, der Alten Fahrt sowie an mehreren Potsdamer Seen einstellten. Diese öffentliche Wahrnehmung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich nicht um ein neues oder einmaliges Ereignis handelt, sondern um ein seit Jahren bestehendes, strukturelles Problem mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die Fischbestände.

Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen Handlungsbedarf

Der Kormoran zählt zu den am besten untersuchten Vogelarten der Welt. Bereits seit den 1990er-Jahren wird über seinen Einfluss auf Fischbestände diskutiert. Während lange Zeit Zweifel an negativen Auswirkungen geäußert wurden, gilt der Zusammenhang zwischen hohem Fraßdruck durch Kormorane und dem Rückgang sensibler Fischarten inzwischen als wissenschaftlich belegt.

Dies wurde auch im Rahmen der öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages am 26. Juni 2024 zum Antrag „Kormoranmanagement – Schutz von Artenvielfalt und Fischereibeständen“ (BT-Drs. 20/10619) deutlich. Die geladenen Sachverständigen ließen keinen Zweifel daran, dass die derzeitigen Kormoranbestände in Mitteleuropa Fischbestände nachhaltig schädigen und die Artenvielfalt regional gefährden. Die zentrale Frage lautete nicht mehr ob, sondern wie Fischbestände künftig wirksam geschützt werden können.

Fischartenschutz gleichwertig berücksichtigen

Der DAFV kritisiert, dass Eingriffe zugunsten des Vogelschutzes im Naturschutz vielfach als selbstverständlich gelten, während vergleichbare Maßnahmen zum Schutz von Fischen häufig abgelehnt oder verzögert werden. „Fischarten dürfen nicht auf die Rolle reiner Nahrungslieferanten reduziert werden“, so Mau. „Ein moderner Naturschutz muss alle Artengruppen gleichwertig berücksichtigen.“

Besonders problematisch ist dabei die räumliche Trennung von Brutgebieten und Schadensräumen. In eigens dafür geschützten Gebieten wachsen Kormoranpopulationen vor allem in Norddeutschland stark an, während sie später in ihrem Leben in anderen Teilen Deutschlands und Europas – etwa an Voralpenflüssen – auf ihrem Winterzug enorme Schäden an Fischbeständen verursachen. Darunter leiden ehrenamtliche Wiederansiedlungsprojekte bedrohter Fischarten und darüber hinaus entstehen erhebliche fischereiwirtschaftliche Schäden.

Übergang vom Schutz zum Management als Erfolg des Naturschutzes

Bereits in den 1990er Jahren wurde dem Kormoran ein günstiger Erhaltungszustand attestiert. Infolgedessen wurde sein Schutzstatus im Jahr 1997 innerhalb der EU-Vogelschutzrichtlinie herabgestuft. Dennoch fehlt bis heute ein wirksamer europäischer Managementrahmen. Aus Sicht des DAFV ist der notwendige Übergang vom strikten Schutz hin zu einem aktiven Bestandsmanagement kein Rückschritt, sondern Ausdruck erfolgreicher Naturschutzarbeit.

Vergleichbar mit dem Umgang mit dem Wolf müsse auch beim Kormoran reagiert werden, wenn Populationen eine Größenordnung erreichen, die andere Arten gefährdet. „Gezielte Regulierung ist kein Gegensatz zum Naturschutz, sondern Voraussetzung für den Erhalt der biologischen Vielfalt“, so Mau.

Europäische Lösung dringend erforderlich

Da der Kormoran europaweit verbreitet und hochmobil ist, fordert der DAFV einen abgestimmten europäischen Managementplan. Ein solcher wird derzeit von der Europäischen Binnenfischereikommission (EIFAAC) im Auftrag der Europäischen Union erarbeitet. Der DAFV nimmt dazu an der internationalen Kormoran-Konferenz 2026 vom 03 – 06 Februar 2026 in Prag teil, bei der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Umgang mit dem Kormoran beraten. Der Verband appelliert an die Bundesregierung, diesen Prozess aktiv zu unterstützen und nationale Handlungsspielräume konsequent zu nutzen.

Kormorane kennen keine Ländergrenzen“, fasst Mau zusammen. „Wer hohe Bestände gezielt fördert, muss auch Verantwortung für die ökologischen Folgen entlang des gesamten Lebenszyklus dieser Art übernehmen. Fischartenschutz darf kein Artenschutz zweiter Klasse sein.

Deutscher Angelfischerverband (DAFV)

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. setzt sich aus Landes- und Spezialverbänden zusammen und vereint rund 9.000 Vereine mit insgesamt über 500.000 organisierten Mitgliedern.  Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung. Der DAFV ist Mitglied der European Anglers Alliance (EAA).

 Pressekontakt:

Olaf Lindner

(030) 97 10 43 79

o.lindner@dafv.de

www.dafv.de

[1] Beike, M., C. Herrmann, R. Kinzelbach & J. de Rijk 2013: The Great Cormorant Phalacrocorax carbo sinensis in the German-speaking area and in The Netherlands between 800 and 1800. Vogelwelt 134: 233–261.

Foto: Marcel Weichenhahn

Neue Partnerschaft: Landesfischereiverband Baden-Württemberg & Angelflix

Angelflix x LFVBW

Liebe Mitglieder, Vereinsvorstände und Angelfreundinnen und Angelfreunde,

wir freuen uns sehr, eine neue Werbepartnerschaft mit angelflix bekannt zu geben!

angelflix ist eine moderne Software-as-a-Service-Plattform, die speziell für Angel- und Fischereivereine sowie deren Mitglieder entwickelt wurde. Ziel ist es, die Vereinsarbeit spürbar zu vereinfachen und zeitgemäß zu digitalisieren.

Ob Mitgliederverwaltung, Arbeitsdienstplanung, Abrechnung oder der digitale Verkauf von Angelkarten – angelflix bündelt alle zentralen Vereinsprozesse in einer einzigen, intuitiven Lösung.

Für die Anglerinnen und Angler bedeutet das:

  • Digitale Angelkarten
  • Übersichtliche App
  • Direkte, einfache Kommunikation mit dem eigenen Verein – jederzeit und ohne Papierchaos

Im Rahmen unserer Kooperation erhalten alle Mitgliedsvereine des LFVBW exklusiv 10 % Rabatt auf ein Angelflix-Jahresabo ihrer Wahl. Einfach den Code BAWÜ10 bei der Bestellung eingeben – schon spart ihr bares Geld und erleichtert euch den Einstieg in die digitale Vereinsverwaltung.

Mehr Infos zur Plattform, den Funktionen und wie ihr startet, findet ihr direkt bei angelflix:

→ Zur angelflix-Website

Wir sind überzeugt: Digitalisierung muss einfach, bezahlbar und vereinsfreundlich sein – genau das bietet angelflix.

Viel Erfolg bei der Umsetzung und weiterhin Petri Heil!

Euer Landesfischereiverband Baden-Württemberg

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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