Tag des Gewässers 2026 – Fischereivereine räumen auf: Engagierter Einsatz für saubere Gewässer in Baden-Württemberg

Der Tag des Gewässers 2026 stand erneut unter dem Motto „Fischereivereine räumen auf!“. Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Angel- und Fischereivereine des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg (LFVBW) aktiv für den Schutz unserer Gewässer eingesetzt – trotz teils widrigen Wetters wie Regen, hohen Wasserständen oder Schmuddelwetter. Die Rückmeldungen zeigen eindrucksvoll das anhaltende ehrenamtliche Engagement der Anglerschaft für Umwelt- und Naturschutz.

Beeindruckende Beteiligung und Ergebnisse

Insgesamt haben sich 16 Vereine mit ihren Berichten zurückgemeldet. Mit mehreren Hundert Helferinnen und Helfern – darunter viele Jugendliche, Familien und engagierte Ehrenamtliche – wurden Uferbereiche, Flussabschnitte und umliegende Landschaften von Müll befreit. Die gesammelten Mengen liegen bei rund 20–25 Kubikmetern Unrat (basierend auf den detaillierten Rückmeldungen). Viele Vereine stellten erfreulicherweise eine Abnahme der Müllmenge im Vergleich zu den Vorjahren fest. Gereinigt wurden Abschnitte an Gewässern wie Murr, Federsee, Jagst, Brenz, Rhein, Glatt, Heimbach, Schussen, Aach, Ostrach und weiteren Bächen und Seen.

Besonders positiv: Viele Aktionen fanden in enger Kooperation mit Kommunen, Bauhöfen, Sportvereinen oder anderen Organisationen (z. B. TSV Hohebach, NABU, LEO-Clubs „Jan Hus“) statt. Die Vereine sorgten nicht nur für die Reinigung, sondern auch für Verpflegung und gemütliches Ausklingen – von Leberkäse und Bier über Linsen mit Spätzle bis hin zu gemeinsamen Vespern.

Highlights aus den Vereinsberichten

  • Anglerverein Backnang u. Umgebung: 25 Mitglieder, fast 100 ehrenamtliche Stunden, über 2,5 m² Müll an der Murr.
  • Fischereiverein Bad Buchau: Kooperation mit der Stadt, 25 Helfer, ca. 2,5 m³ Müll – Reinigung des Federsees vom Boot aus, Steg und Wanderwege.
  • Fischereifreunde Dörzbach und Umgebung: Trotz Regen ca. 50 Teilnehmer an zwei Terminen an der Jagst, über 1 m³ Müll. Rückläufige Angler-Hinterlassenschaften, aber weiterhin viel Plastik und Silofolie.
  • ASV Forelle Rielasingen-Worblingen: Jungangler-Aktion im Rahmen der Stadtputzaktion an der Aach (21.03.2026).
  • Anglergemeinschaft Gamshurst: 9 motivierte Mitglieder am Hubersee, Ziegelhütte und entlang Industriestraße/Kreisstraße.
  • Fischerei-Verein Giengen/Brenz: 28 Teilnehmer, ca. 20 Säcke auf 4 km an der Brenz.
  • SFV Petri Heil Gochsen: Ca. 25 Helfer (20 Aktive, 3 Jugendliche, 2 Rentner) trotz Wasserstandsproblemen am Kocher, kuriose Funde wie Rasierapparat oder Sturmhaube.
  • Gögemer Angelverein: 8 Angler (inkl. Jugendliche), ca. 3 m³ Müll am Jugendweiher, Ostrach und Nebenbächen – inkl. gebündelter Zeitungen und Fahrradteilen.
  • FV Gommersdorf: 35 Teilnehmer (davon 15 Jugendliche) auf 6,5 km an Jagst und Nebenflüssen, ca. 3 m³ Müll. Problematisch: Altreifen und Silofolie.
  • FV Herbolzheim Jagst: 37 Angler auf 7,4 km, ca. 2 m³ Müll – spürbare Abnahme der Müllmenge.
  • Angel- und Fischereiverein Herbrechtingen: 27 Mitglieder (inkl. Jugendlicher, einer sogar aus Freiburg angereist) an der Brenz, besondere Funde wie Gartengrill, Kindertretroller und Partybierfass.
  • ASV Konstanz: Über 30 Helfer (20 Erwachsene, 10 Jugendliche + LEO-Club „Jan Hus“) am Rhein – geringere Ausbeute dank regelmäßiger Aktionen.
  • ASV Leinstetten: 7 Erwachsene + Kinder, 1,5 m³ Müll auf ca. 3 km an Glatt und Heimbach.
  • FV March-Neuershausen: 16 Jugendliche und Erwachsene.
  • FV Marlach-Winzenhofen: 53 Personen an Jagst, Sindelbach und Angellochbach, ca. 2 m³ – starke Jugendbeteiligung.
  • Angelsportverein Meckenbeuren-Kehlen: Eine der größten Aktionen mit ca. 100 Helfern (viele Familien und Kinder) an Schussen und gesamtem Gemeindegebiet, inkl. „Kipp it clean“-Projekt (Zigarettenkippen-Recycling).

Viele Vereine hoben kuriose oder problematische Funde hervor: Autoreifen, Silofolie (Gefahr für Vögel und Fische), Gartenmöbel, Fahrräder oder Verpackungsmüll. Gleichzeitig wird deutlich, dass die kontinuierlichen Aktionen Wirkung zeigen.

Gewinnspiel und Dank

Der LFVBW hatte auch 2026 wieder ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen ausgelobt.

Die glücklichen Gewinner sind:

  • Angel- und Fischereiverein Herbrechtingen e.V.
  • Anglerverein Backnang u. Umgebung
  • Anglergemeinschaft Gamshurst

Jeder der drei Vereine erhält ein Überraschungspaket, freundlicherweise gesponsert von der Stein GmbH aus Öhringen (www.stein-promotion.net) – herzlichen Dank an das Team der Stein GmbH für die tolle Unterstützung!

Der LFVBW bedankt sich herzlich bei allen teilnehmenden Vereinen, Helferinnen und Helfern, Jugendlichen, Vorständen sowie den vielen unterstützenden Kommunen und Bauhöfen! Euer Einsatz leistet einen wertvollen Beitrag zum Gewässerschutz und macht die Anglerschaft zu aktiven Naturschützern.

Wir freuen uns bereits auf den Tag des Gewässers 2027 und weiteres starkes Engagement für saubere Gewässer in Baden-Württemberg!

 

 

 

Dem Rohrbach auf den Grund gegangen: FLOW-Projekt des LFVBW ein voller Erfolg

Furtwangen – Graue Wolken und anfänglicher Regen? Für echten Fischerei- und Naturschutznachwuchs kein Hindernis! Davon ließen sich sieben hochmotivierte Kinder und Jugendliche am Rohrbach jedenfalls nicht bremsen. Ausgerüstet mit Keschern, Klemmbrettern und jeder Menge Entdeckergeist starteten sie gemeinsam mit Jörg Klausmann (LFVBW-Bezirksreferent für Jugend) und Klaus Lachner (LFVBW-Fachreferent für Gewässer) ein ganz besonderes Naturschutzprojekt. Zum ersten Mal führte der Verband das bundesweit renommierte FLOW-Projekt durch – eine wissenschaftliche Initiative zur standardisierten Erfassung und Bewertung des ökologischen Zustands unserer so wichtigen kleinen Bäche.

Für Projektleiter Jörg Klausmann war die Aktion eine gelungene Premiere. Da das FLOW-Projekt strenge wissenschaftliche Kriterien erfüllen muss, um belastbare Daten für die Forschung (unter anderem für das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) zu liefern, stand im Vorfeld eine fundierte Ausbildung des Gruppenleiters an. Vor Ort zahlte sich das aus: Das gesamte Team ging mit einer Akribie und Professionalität zu Werke, die unserem Verband alle Ehre macht. Ein kleines Zelt diente dabei als improvisiertes Trockenlabor für die Messungen.

Drei spezialisierte Teams für die Gewässergüte

Um den rund 100 Meter langen Bachabschnitt lückenlos und wissenschaftlich sauber zu untersuchen, teilten sich die Nachwuchsforscher in drei spezialisierte Gruppen auf:

  • Gruppe 1 (Gewässerstruktur): Gemeinsam mit Betreuer Fabian Fischer, (Vorstandsmitglied AV Furtwangen) nahmen die Kinder das Bachbett unter die Lupe. Untersucht wurden der Verlauf des Bachs, die Uferbeschaffenheit und potenzielle natürliche Barrieren. Für die perfekte Dokumentation kam sogar moderne Technik zum Einsatz: Jungforscher Nils steuerte eine Drohne geschickt über den Bachlauf, um die Struktur präzise aus der Vogelperspektive festzuhalten.
  • Gruppe 2 (Chemische Parameter): Unter der fachkundigen Leitung von Klaus Lachner analysierten Betreuerin Petra und zwei Jugendliche die chemischen Werte des Wassers. Wichtige Indikatoren wie Nitrat, Phosphat und der Sauerstoffgehalt wurden genauestens bestimmt. Als Fischer ist uns der Umweltschutz eine Herzensangelegenheit, weshalb Klaus Lachner strikt darauf achtete, dass keine Testflüssigkeiten in die Natur gelangten – sämtliche Chemikalien wurden sicher in einem Extra-Behälter gesammelt.
  • Gruppe 3 (Makrozoobenthos): Bewaffnet mit Eimern und Keschern wateten Jörg Klausmann und zwei Kinder durch den Rohrbach. Ihr Ziel: Das Sammeln von Makrozoobenthos – den wirbellosen Kleintieren des Gewässergrundes. Diese Tierchen sind die perfekten Bioindikatoren, um die biologische Wasserqualität verlässlich zu bestimmen.

Große Begeisterung und ein kleines Missgeschick

Die Ausbeute am Gewässergrund war überwältigend und sorgte für leuchtende Augen bei den Kids und den Betreuern. Die enorme Anzahl und Vielfalt der gefundenen Kleinstlebewesen zeigen, wie lebendig unsere heimischen Bäche sind. Jedes Tierchen wurde akribisch bestimmt, gezählt und dokumentiert, bevor es wieder unbeschadet in seine nasse Heimat entlassen wurde.

Dass bei so viel vollem Einsatz unter freiem Himmel auch mal etwas schiefgehen kann, gehört zum echten Outdoor-Erlebnis dazu: Drei Protokollblätter fielen Jörg Klausmann buchstäblich ins Wasser – was der hervorragenden Stimmung aber keinen Abbruch tat. Pünktlich zum gemütlichen Ausklang gegen 12 Uhr setzte sich schließlich auch die Sonne durch.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Ein riesiges Dankeschön gilt Silke, der Frau von Jörg Klausmann, die die Truppe mit frischen Brezeln, feinem Zopf und warmem Kaffee versorgte, sowie Betreuerin Petra für ihre phänomenalen, selbstgebackenen Kekse.

Wissensvermittlung direkt am lebenden Objekt

Neben der reinen Datenerhebung kam die anglerische Praxis und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz. Gewässer-Experte Klaus Lachner nutzte die Gelegenheit, um dem Nachwuchs anschaulich zu erklären, wie das Laichgeschäft der Bachforellen abläuft und warum ein intakter Bachlauf für das Überleben der Fische existenziell ist. Für herzhaftes Lachen sorgte Betreuer Fabian mit einer Anekdote aus seiner eigenen Jugend: Er hatte am Bach statt der erhofften Forelle aus Versehen eine Bisamratte am Schwanz gepackt.

Das Fazit des Tages: Das erste FLOW-Projekt des LFVBW war ein voller Erfolg! Die erhobenen Daten leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Kleingewässer. Gleichzeitig hat unser Forschernachwuchs bewiesen, dass angewandter Naturschutz und Verbandsarbeit trotz Regen unglaublich viel Spaß machen können.

Interesse geweckt?

Wer mehr über das Flow-Projekt erfahren oder sich in der Gewässer- und Jugendarbeit engagieren möchte, kann sich gerne direkt an unsere Experten wenden:

Jörg Klausmann

(Bezirksreferent für Jugend Südbaden) | E-Mail: joerg.klausmann@lfvbw.de

Klaus Lachner

(Fachreferent für Gewässer) | E-Mail: klaus.lachner@lfvbw.de

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

Workshop modernes Raubfischangeln mit Oberflächenköder am 20.06.2026

In diesem Workshop lernen Sie alle Grundtechniken des modernen Oberflächenfischens kennen.

Neben den gängigen Wurftechniken und Angeltechniken wird auch auf das passende Tackle und die Zielfische eingegangen.

Auf Grund der einfachen und systematischen Einführung in die Oberflächen Methode sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich.

Im Laufe des Tages werden Sie von erfahrenen Guides des LFVBW geschult und mit allem Wissenswerten versorgt.

Nach dem Workshop sollte jeder Teilnehmer in der Lage sein, die Technik und das nötige Fachwissen zu beherrschen.

Die Workshop-Teilnehmer treffen sich am Samstag, den 20. Juni 2026 um 09:00 Uhr beim Clubhaus des ASV Hügelsheim.

https://maps.app.goo.gl/ag45W6nf4eMo2SFZ9

Der Anmeldeschluss ist der 07. Juni 2026. Die Anmeldung ist verbindlich nach Zahlungseingang! IBAN:DE14 6005 0101 0002 7230 79 Institut: BW-Bank Stuttgart; VWZ: Workshop Oberflächenköder + Teilnehmername

Vor Ort erwartet Sie seitens des Verbandes: Herr Vlado Pajurin und Benedikt Götzfried (Bene Topwater Productions)

Die Teilnehmergebühr beläuft sich auf 60  € pro Person. In diesem Betrag ist die Referentengebühr sowie 2 x Oberflächenköder.

Vor Ort bietet der ASV Hügelsheim Getränke und was zum Essen gegen einen kleinen Eigenbeitrag an.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Wenn die Teilnehmerzahl von mindestens 20 Personen bis zum 07. Juni nicht erreicht ist, erlauben wir uns den Workshop abzusagen. Bereits bezahlte Teilnehmergebühren werden zurückerstattet.

Der Fang wird vom Teilnehmer selbst verwertet. Neben den gesetzlichen Bestimmungen sind die Fangbeschränkungen, Schonmaße und Schonzeiten laut Erlaubnisschein (erhalten Sie vor Ort) zu beachten.

Mitzubringen sind: Gültiger Jahresfischereischein, das notwendige Tackle (Route und Rolle), sowie weitere benötigte Angelutensilien (Unterfangkescher, Fischtöter, Messer, Hakenlöser). Bitte denken Sie daran, wettergerechte Kleidung anzuziehen.

Nach einem Gruppenfoto endet der Workshop gegen 16:00 Uhr.

Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Der Teilnehmer verzichtet auf Haftung gegen den Veranstalter sowie gegen deren Mitarbeiter auch dann, wenn keine eigene Versicherung besteht!

Falls Sie nicht am 20.06.2026 teilnehmen können, bitten wir um rechtzeitige Abmeldung bis zum 07.Juni per E-Mail an  karin.nowak@lfvbw.de.

Herr Pajurin steht auch für Fragen vorab gerne unter 0172 7458321 telefonisch zur Verfügung.

Die IG Dreisam e.V. ist Gewässer-Verbesserer im Februar 2026

Die Interessengemeinschaft zur Renaturierung der Dreisam wurde im Jahr 2001 gegründet und vereint seither verschiedene an der Dreisam tätige Hegegemeinschaften in Baden Württemberg. Die IG Dreisam arbeitet eng mit regionalen Angelvereinen sowie dem Landesfischereiverband Baden Württemberg zusammen und zeigt beispielhaft, wie ehrenamtliches Engagement, fachliche Expertise und behördliche Kooperation zu nachhaltigen Verbesserungen an einem Gewässer führen können. Ihr Ziel ist es, das Fließgewässer als wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten und gleichzeitig als Erholungsraum für die Bevölkerung zu stärken.

Monitoring als Basis für ein innovatives Renaturierungs und Schutzkonzept zur Stabilisierung der Fischfauna, Foto: IG Dreisam e.V.

Herausforderungen eines belasteten Flusses

Die Dreisam ist ein charakteristischer Schwarzwaldfluss, der im Raum Freiburg seit Jahren unter klimatischen Veränderungen leidet. Besonders die extremen Hitzesommer 2018, 2019 und 2021 führten dazu, dass einzelne Abschnitte zeitweise vollständig austrockneten. Für die Fischfauna, insbesondere für die Bachforelle, bedeutete dies massive Bestandsrückgänge. Das Monitoring der IG Dreisam zeigte deutlich geschwächte Populationen, fehlende Jungfische und Konditionsfaktoren, die weit unter dem erwartbaren Niveau lagen. Vor diesem Hintergrund entwickelte die IG Dreisam in Zusammenarbeit mit dem RP Freiburg – Landesbetrieb Gewässer unter Leitung von Bernd Walser sowie Claudio Schill vom LFVBW ein innovatives Konzept, das sowohl auf wissenschaftlichen Erkenntnissen als auch auf langjähriger Erfahrung im Gewässermanagement basiert.

V Buhnen schaffen strömungsberuhigte Bereiche und leisten einen Beitrag zur Revitalisierung der Dreisam, Foto: IG Dreisam e.V.

Das Projekt „Revitalisierung der Dreisam“

Im Mittelpunkt der Auszeichnung steht das Projekt „Revitalisierung der Dreisam“, das seit 2022 an mehreren Standorten umgesetzt wurde. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Freiburg, dem Landesbetrieb Gewässer und dem Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. entstanden drei sogenannte Kaltwasserpools. Diese Rückzugsräume nutzen gezielt kalte Grundwassereintritte, die durch strukturreiche Elemente wie V‑Buhnen, Wurzelstöcke und Auskolkungen ergänzt werden. Die IG Dreisam übernahm sämtliche Monitorings, die Dokumentation sowie die Begleitung der baulichen Maßnahmen und investierte dafür mehr als 600 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Die Finanzierung und behördliche Planung erfolgten durch das Regierungspräsidium Freiburg.

Fische nutzen strukturreiche Wurzelbereiche als Rückzugs und Aufenthaltsraum – Ausdruck der verbesserten Bedingungen im Gewässer, Foto: IG Dreisam e.V.

Messbare ökologische Erfolge

Bereits ein Jahr nach der Umsetzung zeigten die Kontrollmessungen deutliche Verbesserungen. Die Größenklassenverteilung der Bachforellen stabilisierte sich, die Konditionsfaktoren stiegen und die Laichaktivität nahm spürbar zu. Die positiven Ergebnisse führten zur Einrichtung weiterer Kaltwasserpools in Nimburg (2023) und March‑Neuershausen (2025). Insgesamt konnten 14 Fischarten nachgewiesen werden, darunter auch die Nase, die in diesem Abschnitt der Dreisam jahrzehntelang nicht vorkam. Ergänzend führt die IG Dreisam seit drei Jahren ein kontinuierliches Temperatur‑ und Sauerstoffmonitoring mit eigenen Loggern durch, um langfristige Entwicklungen zu dokumentieren und zukünftige Maßnahmen gezielt auszurichten.

Die Wirkung gezielter gewässerökologischer Maßnahmen zeigt sich unmittelbar im Gewässerbild, Foto: IG Dreisam e.V.

Vorbild für Gewässerarbeit unter Klimadruck

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass fundierte gewässerökologische Maßnahmen in Verbindung mit konsequentem ehrenamtlichem Engagement innerhalb kurzer Zeit deutliche Verbesserungen schaffen können. Die Entwicklungen an der Dreisam dienen als anschauliches Praxisbeispiel dafür, wie Revitalisierungsmaßnahmen auch unter zunehmenden klimatischen Belastungen erfolgreich umgesetzt werden können. Die IG Dreisam steht damit stellvertretend für viele engagierte Akteure, die sich mit Fachwissen und Ausdauer für den Schutz und die ökologische Entwicklung unserer Gewässer einsetzen.

„…doch entscheidend ist nicht nur, dass wir Maßnahmen umsetzen, sondern dass sie wirken. Unsere gemeinsame Arbeit zeigt Wirkung – sichtbar im Gewässer und messbar in den Ergebnissen.“

(Timo Heimann, Vorsitzender der IG Dreisam)

Angler für die Natur

Angler sind über ihre Vereine und Verbände nicht nur zur Nutzung von Fischen berechtigt, sondern als Eigentümer oder Pächter von Fischereirechten auch zu deren Hege und Pflege gesetzlich verpflichtet.

Jahr für Jahr werden deutschlandweit Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden von Anglerinnen und Anglern scheinbar im Verborgenen geleistet. So werden unter Anderem Gewässer renaturiert, Brutplätze für Fische eingerichtet, Maßnahmen zum Artenschutz ergriffen und Ufer vom Müll bereinigt. „Es ist uns ein Anliegen mit dem Projekt Gewässer-Verbesserer das vielfältige ehrenamtliche Engagement der organisierten Anglerinnen und Angler in Deutschland mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.“, so Klaus-Dieter Mau, Präsident des Deutschen Angelfischerverbandes.

Fisherman’s Partner, die Zeitschrift Blinker und der DAFV sagen herzlichen Glückwunsch und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmern ganz herzlich für das ehrenamtliche Engagement und die Verdienste um die Hege und Pflege unserer Gewässer bedanken.

Macht mit!

Auch in den folgenden Monaten gibt es wieder einen Gewinner. Auf der Webseite https://gewaesser-verbesserer.de könnt ihr eure Gewässer-Verbesserer-Umweltaktion kurz beschreiben. Unter allen Einsendungen verlosen wir jeden Monat eine Zuwendung von €500 von Fisherman’s Partner für die Vereinskasse. Macht mit! Zeigt uns euer Projekt.

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV)

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. besteht aus 23 Landes- und Spezialverbänden mit ca. 9.000 Vereinen, in denen mehr als 500.000 Mitglieder organisiert sind. Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung.

Kontakt: Clemens Wildt  Tel: +49 151 18569249 • E-Mail: c.wildt@dafv.de  Web: www.dafv.de

Text: © DEUTSCHER ANGELFISCHERVERBAND e.V. 2026

Nachwuchsarbeit und Artenschutz: LFVBW setzt mit Kindergarten „Regenbogen“ Bachforellen in die Murg

Bischweier/Rastatt, 17. April – Im Rahmen des landesweiten Prestigeprojekts „Flusslandschaft des Jahres 2026 und 2027“ setzte der Landesfischereiverband Baden-Württemberg (LFVBW) ein deutliches Zeichen für die nachhaltige Gewässerbewirtschaftung und die Umweltbildung. Gemeinsam mit den lokalen Partnern der Angelsportvereine Bischweier und Rastatt wurde eine Besatzmaßnahme durchgeführt, die gleichermaßen den Artenschutz in der Murg stärkt und junge Menschen für das Ökosystem Wasser sensibilisiert.

Praxisnahe Umweltbildung mit dem Fischmobil

Ein zentraler Bestandteil der Verbandsstrategie ist die Vermittlung von Fachwissen an die nächste Generation. Rund 20 Vorschulkinder des Kindergartens „Regenbogen“ aus Bischweier erlebten an diesem Vormittag Naturpädagogik auf höchstem Niveau.

Unter der Leitung von Malte Seibold und dem Einsatz des LFVBW-Fischmobils wurde das Ufer der Murg zum Klassenzimmer. Seibold verstand es, den fünfjährigen Teilnehmern die komplexen Zusammenhänge des Natur- und Artenschutzes in seiner charakteristischen, lebendigen Art näherzubringen. Im Fokus standen dabei die Biologie der heimischen Fische und die Notwendigkeit, Lebensräume wie die Murg aktiv zu schützen und zu pflegen.

Stärkung der Bachforellenbestände

Kern der operativen Maßnahme war der Besatz von rund 100 Bachforellen. Die Wahl der Murg als Einsatzort unterstreicht deren Bedeutung als „Flusslandschaft des Jahres 2026 und 2027“. Durch solche gezielten Maßnahmen unterstützt der LFVBW die Wiederherstellung stabiler, selbsterhaltender Populationen in unseren heimischen Fließgewässern.

Die Umsetzung vor Ort erfolgte in enger Abstimmung und unter Mitwirkung erfahrener Verbands- und Vereinsvertreter. Neben Malte Seibold begleiteten Michael Groß, Jürgen Waldvogel und Lukas Heitz die Aktion fachlich, um einen waidgerechten und ökologisch effektiven Besatz zu garantieren.

Die Murg: Ein Ökosystem im Aufwind

Für den LFVBW ist die Murg ein Paradebeispiel für gelungene Revitalisierung. Als Gebirgsfluss, der den Nordschwarzwald entwässert, bietet sie durch ihre kiesigen Strukturen und die verbesserte Durchgängigkeit (Stichwort: Fischtreppen und Rückbau von Wanderhindernissen) ideale Voraussetzungen für die Bachforelle. Der Verband sieht in der Auszeichnung der Murg eine Bestätigung der langjährigen Bemühungen, Flüsse nicht nur als Wirtschaftsgut, sondern als lebenswerte Adern der Biodiversität zu begreifen.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW- Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Weitere Impressionen (Danke an Lukas Heitz und Jürgen Waldvogel für die Bilder):

 

Die Murg im Fokus der Fischerei: LFV setzt starke Impulse zum Auftakt der „Flusslandschaft des Jahres“

Ein starkes Bekenntnis zum Gewässerschutz und zur Artenvielfalt

Am Sonntag, den 22. März am Weltwassertag, feierte die Veranstaltungsreihe zur „Flusslandschaft Murg“ im Naturfreundehaus Rastatt ihren Auftakt. Dabei wurde deutlich: Ohne den fachlichen Einsatz und die Visionen der organisierten Fischerei wäre die positive Entwicklung der Murg kaum denkbar.

Präsenz und Expertise: Der Landesfischereiverband vor Ort

Dass die Fischerei eine Schlüsselrolle bei der Renaturierung der Murg einnimmt, zeigte schon die hochkarätige Besetzung seitens des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg. Mit Präsident Thomas Wahl, Geschäftsführer Reinhart Sosat sowie den regionalen Führungskräften Michael Groß (Bezirksvorsitzender Nordbaden) und Jürgen Waldvogel (Vizepräsident Nordbaden) war die Verbandsspitze vollzählig vertreten.

Die fachliche Tiefe unterstrichen zudem Vlado Pajurin (Fachreferent Angelfischerei) und Klaus Lachner, der im Vorstand die komplexen Gewässerfragen verantwortet. Ein besonderes Highlight für die Umweltbildung war das Fischmobil des LFVBW unter der Leitung von Malte Seibold, das vor Ort hautnah demonstrierte, wie lebendig und schützenswert unsere Unterwasserwelt ist.

Das Ehrenamt als Motor des Erfolgs

In den Eröffnungsreden von Regina Schmidt-Kühner (stellv. Bundesvorsitzende Naturfreunde) und Andrea Gress (Vorsitzende Naturfreunde Rastatt) wurde die Arbeit der Fischerei-Experten ausdrücklich gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurde das Engagement von Michael Groß und Jürgen Waldvogel, die gemeinsam mit weiteren Mitstreitern wie Ulrike Dieterle und Werner Dautner sowie Heinz Zoller das Projekt „Flusslandschaft“ mit Leben füllen.

Ein symbolischer Höhepunkt des Nachmittags war die Übergabe von Wasser aus der brandenburgischen Stepenitz, Flusslandschaft der letzten beiden Jahre an die Murg. Mit dieser feierlichen Geste wurde die Murg offiziell als „Flusslandschaft des Jahres“ für die kommenden zwei Jahre proklamiert.

Strategischer Einsatz für Durchgängigkeit und Artenschutz

In den Grußworten wurde die fachliche Leistung des LFVBW und seiner Partner besonders deutlich:

  • LFVBW-Präsident Thomas Wahl zog eine Bilanz, die Mut macht: Er erinnerte an die harten Zeiten der Industrialisierung, betonte aber vor allem die Erfolge der jüngsten Vergangenheit. Ein Meilenstein ist die Durchgängigkeit der Murg, bei der der Verband intensiv an der Umsetzung von Fischaufstiegen arbeitet. Besonders stolz zeigte er sich über die Rückkehr der Lachse – ein Erfolg, der maßgeblich auf der vom LFVBW betriebenen Lachszucht im Wolftal fußt, die jungen Lachse für die Auswilderung vorbereitet.
  • DAFV-Präsident Klaus-Dieter Mau unterstrich die Forderungen der Angelfischer: Um der Natur eine echte Chance zu geben, müssen Querverbauungen und Begradigungen konsequent beseitigt werden.
  • Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und Bürgermeister Rafael Knoth würdigten die Murg als Lebensader der Region. Sie hoben hervor, dass die Rückkehr einer Vielzahl von Lebewesen direkt mit den ökologischen Verbesserungsmaßnahmen verknüpft ist, die von der Fischerei seit Jahren eingefordert und begleitet werden.

Fachvortrag: Den Wandel verstehen

Den Abschluss bildete ein tiefer Einblick in die fischereibiologische Praxis. Dr. Frank Hartmann vom Regierungspräsidium Karlsruhe (Fischereibehörde) referierte zum Thema „Die Murg im Wandel der Zeit“. Er zeigte auf, wie wichtig die wissenschaftliche Begleitung und die behördliche Zusammenarbeit für den nachhaltigen Erfolg der Fischpopulationen sind.

Hier geht’s zum Fachvortrag
Proklamation Murg Hartmann 22.03.2026

Fazit: Der Auftakt in Rastatt hat eines klargestellt: Der Landesfischereiverband ist nicht nur Gast, sondern aktiver Gestalter an der Murg. Durch Zuchtprogramme, den Einsatz für Wanderwege der Fische und unermüdliche Basisarbeit sorgt der Verband dafür, dass die Murg wieder zu dem wird, was sie sein soll – ein lebendiger, artenreicher Fluss für Mensch und Tier.

Ein symbolischer Höhepunkt des Nachmittags war die Übergabe von Wasser aus der brandenburgischen Stepenitz, Flusslandschaft der letzten beiden Jahre, an die Murg. Mit dieser feierlichen Geste wurde die Murg offiziell als „Flusslandschaft des Jahres“ für die kommenden zwei Jahre proklamiert.

Einen großen Dank zum Schluss an den ASV-Rastatt und die vielen Helferinnen und Helfer die diese Veranstaltung zum großen Erfolg machte.

Verfasser des Berichts

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW- Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Bilder: Olaf Lindner vom DAFV
https://cloud.dafv.fish/index.php/s/XAAT8zrfnLkFaDk

Bericht mit Werner Dautner _  1. Vorsitzender des ASV Rastatt
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/flusslandschaft-der-jahre-2026-27-die-murg-100.html

Weitere Impressionen:

Praktiker-Tag Baden-Württemberg 28.03.26

BAGGERSEE

Jetzt anmelden! Praktiker-Tag: Gesunder See – viele Fische | 28.03.2026, 10:00 – 15:40 Uhr, Meitingen | Deutschlandweite Termine in 2025 / 2026

Ab sofort können sich alle Angler, Gewässerwarte und Interessierten aus Baden-Württemberg, die beim Praktiker-Tag Gesunder See – viele Fische am 08. Februar 2026 in Rastatt / Wintersdorf leider keinen Platz mehr bekommen konnten, zum Praktiker-Tag Gesunder See – viele Fische in Bayern anmelden! Der Praktiker-Tag Bayern findet in Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband Bayern e.V. und dem Bezirksverband Fischereiverband Schwaben e.V. statt.

In rund fünf Stunden erfahren die Teilnehmenden praxisnah, wie Angelvereine den Lebensraum in ihren Gewässern durch langfristig wirksame Maßnahmen verbessern können. Die Gäste bekommen praktische Tipps, Vorträge und Hintergrundwissen: zum Beispiel zur Frage, warum die positive Wirkung von Totholzbündeln oder Flachwasserzonen im Baggersee – anders als bei Fischbesatz – über viele Jahre hinweg anhält. Veranstalter ist das Vermittlungs- und Umsetzung-Projekt „AngelGewässer“ der Hochschule Bremen. Dieses schließt an das Forschungs-Projekt BAGGERSEE an, bei dem in einer einmaligen Forschungsstudie über sechs Jahre Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt an 20 niedersächsischen Baggerseen wissenschaftlich untersucht wurden.

Der Praktiker-Tag für Bayern und Interessierte aus Baden-Württemberg findet bereits am 28. März 2026 in Meitingen statt. Weitere Praktiker-Tage wurden im Herbst 2025 in Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen-Anhalt veranstaltet sowie im Frühjahr 2026 im Saarland und in Baden-Württemberg – mit zahlreichen Besuchern und positiver Resonanz. Für alle Praktiker-Tage Gesunder See – viele Fische gilt: Sie sind kostenfrei und offen für alle Interessierten. Die Einladung richtet sich ausdrücklich auch an Mitarbeitende von wasser- und umweltrechtlichen Genehmigungsbehörden. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.

Praktiker-Tag für Bayern und Interessierte aus Baden-Württemberg

28.03.2026 | Meitingen | Jetzt anmelden!

Der Praktiker-Tag für Bayern findet am 28.03.2026 von 10:00 bis 15:40 Uhr inklusive Mittagspause in 86405 Meitingen statt. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.

Ort

Angemeldete Teilnehmer kommen zum Vereinsheim des Fischereivereins Meitingen e. V. – die „Fischereihütte“ – Am Lechspitz 8, 86405 Meitingen. Ein genauer Anfahrts-Link befindet sich auf der Übersichtsseite Praktiker-Tage auf der Webseite des Projekts AngelGewässer.

PLATZ SICHERN (LINK: (https://www.hs-bremen.de/forschen/forschungs-und-transferprofil/forschungsprojekt/angelgewaesser/praktiker-tage/anmeldung/ )

Das erwartet die Teilnehmenden

Wer als Gewässerwart im Baggersee seines Angelvereins Totholz für mehr Raubfische platzieren will oder eine Flachwasser-Zone als Schutz- und Laichgebiet plant, dem zeigt der AngelGewässer-Praktiker-Tag anschaulich und leicht verständlich, wie es geht. Für Anglerinnen und Anglern, die in ihrem Verein anregen wollen, nachhaltig wirksame Maßnahmen für mehr Fische im See zu ergreifen, bietet der Tag nützliche, praxisorientierte Impulse. Die Praktiker-Tage vermitteln das notwendige Wissen, welche Maßnahmen es gibt und wie man sie konkret umsetzt. Auch die Frage, warum nach einem Fischbesatz häufig nicht dauerhaft mehr Fische im See leben, wird auf wissenschaftlicher Grundlage verständlich beantwortet.

Konkret gibt es im Praktiker-Tag Gesunder See – viele Fische

🐟 Hintergrundinfos von Experten: Vorträge von Fischereiwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Klefoth, Projektleiter von AngelGewässer, sowie von Wissenschaftlern aus dem Vorgänger-Projekt BAGGERSEE zu Flachwasser-Zonen, Totholz-Bündeln und anderen Möglichkeiten, den Baggersee-Lebensraum zu verbessern.

🐟 viel Raum für alle Fragen zum Thema

🐟 Ausstellung zur Gewässerverbesserung: Anschauliches & Greifbares zu Flachwasser-Zonen und Totholz-Maßnahmen – gebündeltes Wissen mit Schaubildern, Fotos, Audio- und Video-Inhalten

🐟 konkrete Praxis-Erfahrung: Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Planung, Genehmigung und Umsetzung strukturverbessernder Maßnahmen an Baggerseen, Infomaterialien und Praxiserfahrungen

🐟 Lokale Experten zu regionsspezifischen Anliegen und Fragestellungen – abhängig von der Region

Wenn es lokal besondere Anliegen, Bedarfe oder Probleme gibt, nimmt der Landesfischereiverband Bayern e.V. sowie das Team des AngelGewässer-Projekts gern Vorschläge für zusätzliche Inhalte für das Programm und die Vorträge der Praktiker-Tage auf!

Veranstalter

Alle Praktiker-Tage werden vom Team des AngelGewässer-Projekts veranstaltet. Leiter ist Prof. Dr. Thomas Klefoth von der Hochschule Bremen (HSB), Fischereiwissenschaftler und Experte für nachhaltiges Gewässermanagement im Rahmen der Angelfischerei. AngelGewässer ist vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert, Kooperationspartner ist der Deutsche Angelfischerverband e. V. (DAFV).

Ziel der Veranstaltung

Ziel der Praktiker-Tage: Allen Anglern, Gewässerwarten und Angelinteressierten sehr praxisorientiert nahebringen, wie Angler den Lebensraum in ihren Baggerseen mit einfachen Maßnahmen nachhaltig verbessern können. Mit Maßnahmen wie Totholz-Bündeln oder Flachwasser-Zonen, die unabhängig von Fischbesatz funktionieren und langfristig über viele Jahre hinweg wirken. Das ist gut für mehr Fische, für alle Angler und für die Natur. Zusätzlich wird erklärt, warum und wie genau die einzelnen Maßnahmen wirken und wie sich die Erkenntnisse auch auf andere Lebensräume wie beispielsweise Flüsse und Bäche übertragen lassen.

Im Rahmen des Vorgänger-Projekts BAGGERSEE wurden diese Maßnahmen bereits in vielen niedersächsischen Seen erfolgreich angewendet. Ihre Wirkung ist unter vielen Anglern bekannt. Beim Praktiker-Tag Gesunder See – viele Fische können Teilnehmer mit aktuellen Infos aus der Wissenschaft und Praxis sowohl Grundwissen zum Thema Gewässeraufwertung erwerben als auch Neues entdecken und gleichzeitig ihr bestehendes Wissen auffrischen.

Termine und Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wer am Praktiker-Tag Bayern am 28.03.2026 teilnehmen möchte, meldet sich bitte vorab verbindlich über das hier verlinkte Anmeldeformular an.

LINK ÜBERSICHT TERMINE (https://www.hs-bremen.de/forschen/forschungs-und-transferprofil/forschungsprojekt/angelgewaesser/praktiker-tage/   )

LINK ANMELDUNG (VERBINDLICH) (https://www.hs-bremen.de/forschen/forschungs-und-transferprofil/forschungsprojekt/angelgewaesser/praktiker-tage/anmeldung/)

Laufend aktualisierte Informationen und aktuelle Updates zur Veranstaltung Praktiker-Tag Bayern finden Sie hier: https://www.hs-bremen.de/die-hsb/aktuelles/veranstaltung/praktiker-tag-bayern/#2026-03-28T10:00:00+01:00

Mehr Infos, häufige Fragen und Antworten

Für die, die vorab schon mehr zum Thema und zu den Praktiker-Tagen wissen möchten: Antworten auf häufige Fragen zu Maßnahmen zur Gewässer-Aufwertung und zum AngelGewässer-Projekt sowie Know-how zu langfristig wirksamen Maßnahmen finden Interessierte unter anderem hier:

FAQS (https://www.hs-bremen.de/forschen/forschungs-und-transferprofil/forschungsprojekt/angelgewaesser/faqs/ )

Das Projekt AngelGewässer

Mehr Infos zum Projekt sowie Ansprechpartner und Kontaktadressen für weitere Fragen finden sich hier:

PROJEKTSEITE (https://gewaesser-macher.de )

 

Foto: T. Moch BAGGERSEE

Präzisionskünstler an der Angelrute – Finale der Indoorleague South in Iffezheim

Iffezheim – Am kommenden Sonntag, den 22. März 2026, wird die Sporthalle der Maria-Gress-Schule zum Schauplatz eines besonderen sportlichen Highlights: Die Angelkameradschaft Iffezheim richtet das große Finale der Indoorleague South 25/26 aus. Beim Castingsport, dem „Trockenangeln“ auf Ziele, geht es nicht um den dicksten Fang, sondern um Millimeterarbeit und perfekte Wurftechnik.

Ein Event für die ganze Region

Dass die Veranstaltung Gewicht hat, zeigt die Liste der Schirmherren: Neben den Landesfischereiverbänden Baden-Württemberg und Bayern unterstützen auch die Fischerjugend, die Messe „Jagen und Fischen“ sowie befreundete Vereine wie der ASV Memprechtshofen und die Schweizer Experten der Castingsportgruppe Gempen den Wettbewerb.

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Das Turnier ist so ausgelegt, dass wirklich jeder teilnehmen kann. Die Altersklassen starten bereits bei den Jüngsten (ab ca. 5 Jahren) und reichen bis zu den Profis. Besonders einladend für Neulinge: Wer keine eigene Ausrüstung hat, bekommt diese vor Ort gestellt.

„In der Halle trainiert man die Genauigkeit. Da geht es nicht um Weite, sondern um das reine Gefühl für Gerät und Schnur“, erklärt Organisator und Trainer Andreas Kirchner. Wer erst einmal reinschnuppern möchte, kann bereits ab 09:00 Uhr beim freien Wurftraining zuschauen oder erste Versuche wagen. Der offizielle Wettkampf beginnt um 10:30 Uhr.

Die Details auf einen Blick:

  • Termin: Sonntag, 22. März 2026
  • Ort: Sporthalle der Maria-Gress-Schule, Iffezheim
  • Zeitplan: 09:00 Uhr Training, 10:30 Uhr Start
  • Anmeldung: Kurzentschlossene sollten sich umgehend bei Andreas Kirchner melden (Mobil: 0176 96072842 oder E-Mail: Jugend+Casting@AK-Iffezheim.de). Die Startgebühr liegt bei familienfreundlichen 14 bis 16 Euro.

Zuschauer sind herzlich willkommen, um die Sportler bei ihren präzisen Würfen auf die gelben Skishscheiben anzufeuern und mehr über diesen vielseitigen Sport zu erfahren. Weitere Infos gibt es unter www.ak-iffezheim.de

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter Bezirksreferent für die Öffentlichkeitsarbeit beim Landesfischereiverband Bezirk Südbaden

Simon.Wachter@lfvbw.de

Aufschwung bei der Aqua Fisch 2026

10.03.2026 – Mehr Aussteller und mehr Besucher lautete die Maxime für die 32. Auflage der Aquafisch und diese wurde vollumfänglich erfüllt. Trotz oder vielleicht gerade wegen einem schönen und frühlingshaften Wochenende strömten fast 18.000 Besucher zur Aquafisch und genossen sichtlich die Messe. Zum umfangreichen Informationsangebot gehörten auch wir vom LFV BW in Kombination mit unserem Fischmobil-Anhänger und in Kooperation mit Fishing-King auf unserem 100 m² Stand. Vom Andrang überwältigt stellten wir bereits Samstagnachmittag fest, dass unsere „Give-Aways“ in Form von Plakaten, Postern, Kalendern, Taschen und weiteren Infobroschüren sehr gefragt waren, sodass wir rationieren mussten, um für Sonntag überhaupt noch Material zum Verteilen übrig zu haben.

Viele schöne und informative Gespräche und Anfragen rund um das Angeln konnten geführt bzw. beantwortet werden. Auch Themen bezüglich Verbandsaktivitäten und Mitgliedschaft, gerade von „Neu-Anglern“ wurden häufig angesprochen. Bedauern wurde geäußert, dass unsere Gewässerwarte-Ausbildungen ständig ausgebucht seien und man keinen Platz bekäme, weil die Nachfrage so groß sei. Hier wurde der Wunsch nach mehr Kursen geäußert und natürlich Verständnis gezeigt, dass unsere Ausbilder schon jetzt an die Grenzen des Machbaren stoßen. Reichlich Lob bekamen wir für unsere Präsenz und unseren Stand, für das Fischmobil und die Kooperation mit Fishing-King, diese würde wohl tadellos funktionieren. Auch wurde gerne unser Angebot der kindgerechten Information über die Zusammenhänge im Gewässer als Lebensraum mittels unserem Fischmobil-Anhänger und einer kompetenten Betreuung genutzt. Eltern waren dankbar für die Verweilqualität und die Kinder begeisterten sich für das Angebot zum „Forschen“ Malen und Spielen. Auf unserem Stand war fast immer etwas los.

Ein besonderes „Schmankerl“ ist das Interview, welches vom Veranstalter mit Jörg Klausmann, Betreuer des Fischmobil-Anhängers geführt und bereits beim Zoologischen Zentral Anzeiger, Boot Magazin und Fisch & Fang veröffentlicht wurde. Link: https://www.aqua-fisch.de/medien-presse/hoerfunkservice

Überhaupt kann man zusammenfassend sagen, das Interesse am LFV BW, seinen Aufgaben und Tätigkeiten war sehr groß und dies nicht nur bei unseren Mitgliedern. Auffällig waren die vielen freundlichen und anerkennenden Worte, sodass man im Resümee sagen kann, es ist uns gelungen, ein positives Image zu vermitteln und somit war unsere Beteiligung an der Messe Aquafisch dank dem Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort wieder ein Erfolg.

 

Bericht Aquafisch 2026 © Text Wolfgang Groth / LFVBW

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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