FURTWANGEN-ROHRBACH – Der faszinierende Lebensraum Bach stand am 24. Mai 2026 in Furtwangen-Rohrbach im Mittelpunkt des Geschehens. Parallel zum örtlichen Feuerwehrfest fand die erfolgreiche Neuauflage des letztjährigen Bach-Workshops statt. Ziel der Veranstaltung war es, Kindern, Festbesuchern und interessierten Erwachsenen die Gewässerökologie hautnah und praxisnah näherzubringen.
Das Fischmobil als mobiles Klassenzimmer Als kostenloser und optimal ausgestatteter „Schulungsraum“ diente auch in diesem Jahr der Anhänger des LFVBW-Fischmobils. Jörg Klausmann, Bezirksreferent für Jugendarbeit, des Landesfischereiverbandes (LFVBW)_Bezirk Südbaden, legte diesen praktischen Lernort den Vorständen und Jugendleitern der umliegenden Vereine wärmstens ans Herz, damit diese großartige Möglichkeit in Zukunft noch intensiver für die regionale Nachwuchsarbeit genutzt wird.
Ein Event dieser Größenordnung ist Teamarbeit: Ein großes Dankeschön gilt Klaus Lachner, Fachreferent Gewässer im Vorstand des LFVBW, der Bachbesitzer Jörg Klausmann wie gewohnt mit vollem Einsatz unterstützte. Die beiden bildeten am Fischanhänger ein eingespieltes Team und standen den zahlreichen Besuchern sowie angereisten Vereinsvertretern den ganzen Tag über mit ihrem Fachwissen Rede und Antwort.
Casting-Training und beste Stimmung Bereits vor dem offiziellen Start um 10 Uhr liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit von der Partie war auch Jens Breitbart, bekannt vom Fischerstammtisch in Sulz. Gemeinsam mit Jörg Klausmann und Klaus Lachner coachte er zwei Jungangler beim Zielwerfen (Casting) mit der Angelrute. Dass dabei der Spaß nicht zu kurz kam, bewies das Team selbst: Als Jörg Klausmann das Ziel einmal knapp verfehlte, schob er die Schuld mit einem Augenzwinkern auf den „herrschenden Oberwind“, was für herzhaftes Lachen in der Runde sorgte.
Gewässerökologie in der Praxis: Ein intakter Laichbach Der praktische Teil direkt am Wasser lieferte nicht nur Anschauungsmaterial, sondern auch wichtige Denkanstöße. Jörg Klausmann nutzte die Kulisse seines Heimatbaches, um den Anwesenden zu erklären, wie essenziell intakte Gewässerrandstreifen für den Schutz des Wassers und der Uferzonen sind. Um den Lebensraum greifbar zu machen, stiegen er und ein Jungangler direkt in die Fluten. Unter strenger Einhaltung der Natur- und Artenschutzauflagen wurden einige kleine Bachforellen schonend zur Anschauung gefangen. Der Fund der Jungfische ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Rohrbach als natürliche Kinderstube fungiert und sich die Forellenpopulation hier erfolgreich von alleine vermehrt.
Unter den erwachsenen Fachbesuchern entspannte sich schnell ein reger Austausch. Es wurde ausgiebig über den Nutzen von Absetzbecken gefachsimpelt, über Maßnahmen gegen die Verschlammung von Gewässern diskutiert und konstruktiv debattiert, wie sich die Themen Arten- und Naturschutz noch besser in der Bevölkerung verankern lassen.
Spielerisches Lernen bei bestem Wetter Im Gegensatz zum Vorjahr zeigte sich das Wetter diesmal von seiner besten Seite. Ein besonderes Highlight war der Besuch einer Familie, deren Sohn schnurstracks von den erfahrenen Junganglern in die Praxis eingewiesen wurde. Unter Anleitung lernte der Junge, wie man Makrozoobenthos – die wirbellosen Kleintiere des Gewässergrundes – fängt. Der junge Forscher holte sich dabei zwar prompt eine nasse Hose, war aber bis zum Schluss mit absolutem Fokus, riesigem Eifer und jeder Menge Spaß bei der Sache.
Fazit Der Bach-Workshop in Rohrbach hat eindrucksvoll bewiesen, wie lebendiger und praxisnaher Naturschutz Begeisterung wecken kann
Der große Erfolg und die überwältigend positive Resonanz lassen bereits heute die Hoffnung wachsen, dass der Bach-Workshop auch im kommenden Jahr seine Fortsetzung finden wird.
Ein besonderer Dank gilt Jörg Klausmann und Klaus Lachner, die das Fischmobil über viele Jahre hinweg mit großem Engagement immer wieder in den Fokus der Vereine gerückt und damit wichtige Impulse für die Nachwuchs- und Vereinsarbeit gesetzt haben.
Verfasser des Berichts:
Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden
Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de
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