Der Bach-Workshop des LFVBW-Bezirks Südbaden begeistert Kinder, Familien und Fachbesucher in Furtwangen-Rohrbach

FURTWANGEN-ROHRBACH – Der faszinierende Lebensraum Bach stand am 24. Mai 2026 in Furtwangen-Rohrbach im Mittelpunkt des Geschehens. Parallel zum örtlichen Feuerwehrfest fand die erfolgreiche Neuauflage des letztjährigen Bach-Workshops statt. Ziel der Veranstaltung war es, Kindern, Festbesuchern und interessierten Erwachsenen die Gewässerökologie hautnah und praxisnah näherzubringen.

Das Fischmobil als mobiles Klassenzimmer Als kostenloser und optimal ausgestatteter „Schulungsraum“ diente auch in diesem Jahr der Anhänger des LFVBW-Fischmobils. Jörg Klausmann, Bezirksreferent für Jugendarbeit, des Landesfischereiverbandes (LFVBW)_Bezirk Südbaden, legte diesen praktischen Lernort den Vorständen und Jugendleitern der umliegenden Vereine wärmstens ans Herz, damit diese großartige Möglichkeit in Zukunft noch intensiver für die regionale Nachwuchsarbeit genutzt wird.

Ein Event dieser Größenordnung ist Teamarbeit: Ein großes Dankeschön gilt Klaus Lachner, Fachreferent Gewässer im Vorstand des LFVBW, der Bachbesitzer Jörg Klausmann wie gewohnt mit vollem Einsatz unterstützte. Die beiden bildeten am Fischanhänger ein eingespieltes Team und standen den zahlreichen Besuchern sowie angereisten Vereinsvertretern den ganzen Tag über mit ihrem Fachwissen Rede und Antwort.

Casting-Training und beste Stimmung Bereits vor dem offiziellen Start um 10 Uhr liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit von der Partie war auch Jens Breitbart, bekannt vom Fischerstammtisch in Sulz. Gemeinsam mit Jörg Klausmann und Klaus Lachner coachte er zwei Jungangler beim Zielwerfen (Casting) mit der Angelrute. Dass dabei der Spaß nicht zu kurz kam, bewies das Team selbst: Als Jörg Klausmann das Ziel einmal knapp verfehlte, schob er die Schuld mit einem Augenzwinkern auf den „herrschenden Oberwind“, was für herzhaftes Lachen in der Runde sorgte.

Gewässerökologie in der Praxis: Ein intakter Laichbach Der praktische Teil direkt am Wasser lieferte nicht nur Anschauungsmaterial, sondern auch wichtige Denkanstöße. Jörg Klausmann nutzte die Kulisse seines Heimatbaches, um den Anwesenden zu erklären, wie essenziell intakte Gewässerrandstreifen für den Schutz des Wassers und der Uferzonen sind. Um den Lebensraum greifbar zu machen, stiegen er und ein Jungangler direkt in die Fluten. Unter strenger Einhaltung der Natur- und Artenschutzauflagen wurden einige kleine Bachforellen schonend zur Anschauung gefangen. Der Fund der Jungfische ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Rohrbach als natürliche Kinderstube fungiert und sich die Forellenpopulation hier erfolgreich von alleine vermehrt.

Unter den erwachsenen Fachbesuchern entspannte sich schnell ein reger Austausch. Es wurde ausgiebig über den Nutzen von Absetzbecken gefachsimpelt, über Maßnahmen gegen die Verschlammung von Gewässern diskutiert und konstruktiv debattiert, wie sich die Themen Arten- und Naturschutz noch besser in der Bevölkerung verankern lassen.

Spielerisches Lernen bei bestem Wetter Im Gegensatz zum Vorjahr zeigte sich das Wetter diesmal von seiner besten Seite. Ein besonderes Highlight war der Besuch einer Familie, deren Sohn schnurstracks von den erfahrenen Junganglern in die Praxis eingewiesen wurde. Unter Anleitung lernte der Junge, wie man Makrozoobenthos – die wirbellosen Kleintiere des Gewässergrundes – fängt. Der junge Forscher holte sich dabei zwar prompt eine nasse Hose, war aber bis zum Schluss mit absolutem Fokus, riesigem Eifer und jeder Menge Spaß bei der Sache.

Fazit Der Bach-Workshop in Rohrbach hat eindrucksvoll bewiesen, wie lebendiger und praxisnaher Naturschutz Begeisterung wecken kann

Der große Erfolg und die überwältigend positive Resonanz lassen bereits heute die Hoffnung wachsen, dass der Bach-Workshop auch im kommenden Jahr seine Fortsetzung finden wird.

Ein besonderer Dank gilt Jörg Klausmann und Klaus Lachner, die das Fischmobil über viele Jahre hinweg mit großem Engagement immer wieder in den Fokus der Vereine gerückt und damit wichtige Impulse für die Nachwuchs- und Vereinsarbeit gesetzt haben.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Weitere Eindrücke:

 

Dem Rohrbach auf den Grund gegangen: Erstes FLOW-Projekt im Bezirk Südbaden ein voller Erfolg

Furtwangen – Das Wetter zeigte sich anfangs zwar von seiner ungemütlichen Seite, doch graue Wolken und anhaltender Regen konnten den Tatendrang der sieben hochmotivierten Kinder und Jugendlichen nicht bremsen. Gemeinsam mit ihren Betreuern Jörg Klausmann (Bezirksreferent für Jugend Südbaden) und Klaus Lachner (Fachreferent für Gewässer) trafen sie sich am Rohrbach zu einem ganz besonderen Naturschutzprojekt. Erstmals holte der LFVBW das bundesweit renommierte FLOW-Projekt in die Region – eine wissenschaftliche Initiative zur standardisierten Erfassung und Bewertung des ökologischen Zustands unserer kleinen Fließgewässer.

Für Projektleiter Jörg Klausmann war der Tag eine gelungene Premiere. Da das FLOW-Projekt strenge wissenschaftliche Kriterien erfüllen muss, um belastbare Daten für die Forschung (unter anderem für das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) zu liefern, hatte er sich im Vorfeld extra in speziellen Schulungen ausbilden lassen. Der Lohn für die Mühe: Ein perfekt organisiertes, improvisiertes Laborzelt am Bachufer, in dem das gesamte südbadische Team trotz der Nässe absolut akribisch und hochprofessionell ans Werk gehen konnte.

Drei Spezialteams für die Gewässergüte

Um einen rund 100 Meter langen Bachabschnitt des Rohrbachs lückenlos zu durchleuchten, teilte sich der Forschernachwuchs in drei spezialisierte Gruppen auf:

  • Gruppe 1 (Gewässerstruktur): Unter der Leitung von Betreuer Fabian Fischer, (Vorstandsmitglied AV Furtwangen) untersuchten die Kids das Bachbett, den Verlauf des Ufers und spürten natürliche Barrieren auf. Für einen echten Höhepunkt sorgte Jungforscher Nils, der eine Drohne geschickt über den Bachlauf steuerte, um die Struktur des Gewässers lückenlos aus der Vogelperspektive zu dokumentieren.
  • Gruppe 2 (Chemische Parameter): Fachkundig angeleitet von Klaus Lachner, nahmen Betreuerin Petra und zwei Jugendliche die chemische Wasserqualität unter die Lupe. Sie maßen wichtige Indikatoren wie Nitrat, Phosphat und den Sauerstoffgehalt. Als Verband, für den Umweltschutz an oberster Stelle steht, versteht es sich von selbst, dass streng darauf geachtet wurde, keine Chemikalien in die Natur einzubringen – sämtliche Testflüssigkeiten wurden sicher in Spezialbehältern aufgefangen.
  • Gruppe 3 (Makrozoobenthos): Ausgerüstet mit Keschern und Eimern wateten Jörg Klausmann und zwei Nachwuchsfischer durch das kalte Nass, um die wirbellosen Kleintiere des Gewässergrundes zu sammeln. Diese Tierchen dienen als perfekte Bioindikatoren und verraten den Experten sofort, wie es biologisch um die Wasserqualität bestellt ist.

Große Begeisterung und ein nasses Missgeschick

Die Mühe im Bachbett wurde belohnt: Die Ausbeute an Kleinstlebewesen war überwältigend. Jedes einzelne Tierchen wurde gemeinsam bestimmt, gezählt und sauber protokolliert, bevor es unbeschadet in seine nasse Heimat entlassen wurde.

Dass bei so viel vollem Einsatz unter freiem Himmel auch mal etwas schiefgehen kann, gehört zum echten Abenteuer dazu: Drei Protokollblätter fielen Jörg Klausmann buchstäblich ins Wasser – was der hervorragenden Stimmung aber absolut keinen Abbruch tat. Pünktlich zum verdienten, gemütlichen Teil gegen Mittag kämpfte sich dann auch die Sonne durch die Wolken.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Ein riesiges Dankeschön gilt Silke Klausmann, die die Truppe mit frischen Brezeln, warmem Kaffee und feinem Hefezopf versorgte, sowie Betreuerin Petra für ihre phänomenalen, selbstgebackenen Kekse.

Wissensvermittlung direkt am lebenden Objekt

Neben der harten wissenschaftlichen Datenerhebung kam der Austausch untereinander nicht zu kurz. Klaus Lachner nutzte die Gelegenheit direkt am Gewässer, um den Jugendlichen anschaulich zu erklären, wie das Laichgeschäft der Forellen abläuft und warum ein intakter, unverbauter Bachlauf für das Überleben unserer Salmoniden überlebenswichtig ist. Für herzhaftes Lachen sorgte Betreuer Fabian mit einer Anekdote aus seiner eigenen Jugend: Er hatte damals am Bach statt der erhofften Forelle aus Versehen eine Bisamratte am Schwanz gepackt.

Ein starkes Signal für den Naturschutz

Am Ende des Tages stand für alle Beteiligten fest: Das erste FLOW-Projekt im Bezirk Südbaden war ein voller Erfolg! Die erhobenen Daten leisten einen wertvollen und wissenschaftlich fundierten Beitrag zum Schutz unserer heimischen Kleingewässer. Gleichzeitig hat unsere Verbandsjugend eindrucksvoll bewiesen, dass praktischer Naturschutz und die Hege unserer Gewässer trotz Regenwetter unglaublich viel Spaß machen können. Das schreit nach einer Wiederholung!

Ihr wollt mehr über das FLOW-Projekt erfahren oder selbst aktiv werden?

Unsere Experten vom Landesfischereiverband stehen euch gerne Rede und Antwort:

Jörg Klausmann

(Bezirksreferent für Jugend Südbaden) | E-Mail: joerg.klausmann@lfvbw.de

Klaus Lachner

(Fachreferent für Gewässer) | E-Mail: klaus.lachner@lfvbw.de

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

Dem Rohrbach auf den Grund gegangen: FLOW-Projekt des LFVBW ein voller Erfolg

Furtwangen – Graue Wolken und anfänglicher Regen? Für echten Fischerei- und Naturschutznachwuchs kein Hindernis! Davon ließen sich sieben hochmotivierte Kinder und Jugendliche am Rohrbach jedenfalls nicht bremsen. Ausgerüstet mit Keschern, Klemmbrettern und jeder Menge Entdeckergeist starteten sie gemeinsam mit Jörg Klausmann (LFVBW-Bezirksreferent für Jugend) und Klaus Lachner (LFVBW-Fachreferent für Gewässer) ein ganz besonderes Naturschutzprojekt. Zum ersten Mal führte der Verband das bundesweit renommierte FLOW-Projekt durch – eine wissenschaftliche Initiative zur standardisierten Erfassung und Bewertung des ökologischen Zustands unserer so wichtigen kleinen Bäche.

Für Projektleiter Jörg Klausmann war die Aktion eine gelungene Premiere. Da das FLOW-Projekt strenge wissenschaftliche Kriterien erfüllen muss, um belastbare Daten für die Forschung (unter anderem für das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) zu liefern, stand im Vorfeld eine fundierte Ausbildung des Gruppenleiters an. Vor Ort zahlte sich das aus: Das gesamte Team ging mit einer Akribie und Professionalität zu Werke, die unserem Verband alle Ehre macht. Ein kleines Zelt diente dabei als improvisiertes Trockenlabor für die Messungen.

Drei spezialisierte Teams für die Gewässergüte

Um den rund 100 Meter langen Bachabschnitt lückenlos und wissenschaftlich sauber zu untersuchen, teilten sich die Nachwuchsforscher in drei spezialisierte Gruppen auf:

  • Gruppe 1 (Gewässerstruktur): Gemeinsam mit Betreuer Fabian Fischer, (Vorstandsmitglied AV Furtwangen) nahmen die Kinder das Bachbett unter die Lupe. Untersucht wurden der Verlauf des Bachs, die Uferbeschaffenheit und potenzielle natürliche Barrieren. Für die perfekte Dokumentation kam sogar moderne Technik zum Einsatz: Jungforscher Nils steuerte eine Drohne geschickt über den Bachlauf, um die Struktur präzise aus der Vogelperspektive festzuhalten.
  • Gruppe 2 (Chemische Parameter): Unter der fachkundigen Leitung von Klaus Lachner analysierten Betreuerin Petra und zwei Jugendliche die chemischen Werte des Wassers. Wichtige Indikatoren wie Nitrat, Phosphat und der Sauerstoffgehalt wurden genauestens bestimmt. Als Fischer ist uns der Umweltschutz eine Herzensangelegenheit, weshalb Klaus Lachner strikt darauf achtete, dass keine Testflüssigkeiten in die Natur gelangten – sämtliche Chemikalien wurden sicher in einem Extra-Behälter gesammelt.
  • Gruppe 3 (Makrozoobenthos): Bewaffnet mit Eimern und Keschern wateten Jörg Klausmann und zwei Kinder durch den Rohrbach. Ihr Ziel: Das Sammeln von Makrozoobenthos – den wirbellosen Kleintieren des Gewässergrundes. Diese Tierchen sind die perfekten Bioindikatoren, um die biologische Wasserqualität verlässlich zu bestimmen.

Große Begeisterung und ein kleines Missgeschick

Die Ausbeute am Gewässergrund war überwältigend und sorgte für leuchtende Augen bei den Kids und den Betreuern. Die enorme Anzahl und Vielfalt der gefundenen Kleinstlebewesen zeigen, wie lebendig unsere heimischen Bäche sind. Jedes Tierchen wurde akribisch bestimmt, gezählt und dokumentiert, bevor es wieder unbeschadet in seine nasse Heimat entlassen wurde.

Dass bei so viel vollem Einsatz unter freiem Himmel auch mal etwas schiefgehen kann, gehört zum echten Outdoor-Erlebnis dazu: Drei Protokollblätter fielen Jörg Klausmann buchstäblich ins Wasser – was der hervorragenden Stimmung aber keinen Abbruch tat. Pünktlich zum gemütlichen Ausklang gegen 12 Uhr setzte sich schließlich auch die Sonne durch.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Ein riesiges Dankeschön gilt Silke, der Frau von Jörg Klausmann, die die Truppe mit frischen Brezeln, feinem Zopf und warmem Kaffee versorgte, sowie Betreuerin Petra für ihre phänomenalen, selbstgebackenen Kekse.

Wissensvermittlung direkt am lebenden Objekt

Neben der reinen Datenerhebung kam die anglerische Praxis und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz. Gewässer-Experte Klaus Lachner nutzte die Gelegenheit, um dem Nachwuchs anschaulich zu erklären, wie das Laichgeschäft der Bachforellen abläuft und warum ein intakter Bachlauf für das Überleben der Fische existenziell ist. Für herzhaftes Lachen sorgte Betreuer Fabian mit einer Anekdote aus seiner eigenen Jugend: Er hatte am Bach statt der erhofften Forelle aus Versehen eine Bisamratte am Schwanz gepackt.

Das Fazit des Tages: Das erste FLOW-Projekt des LFVBW war ein voller Erfolg! Die erhobenen Daten leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Kleingewässer. Gleichzeitig hat unser Forschernachwuchs bewiesen, dass angewandter Naturschutz und Verbandsarbeit trotz Regen unglaublich viel Spaß machen können.

Interesse geweckt?

Wer mehr über das Flow-Projekt erfahren oder sich in der Gewässer- und Jugendarbeit engagieren möchte, kann sich gerne direkt an unsere Experten wenden:

Jörg Klausmann

(Bezirksreferent für Jugend Südbaden) | E-Mail: joerg.klausmann@lfvbw.de

Klaus Lachner

(Fachreferent für Gewässer) | E-Mail: klaus.lachner@lfvbw.de

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

Fischerstammtisch in Wurmlingen: Zwischen Biber-Burgen und natürlicher Artenvielfalt

Am 30. April 2026 verwandelte sich der „Löwen“ in Wurmlingen in eine Denkfabrik für den Gewässerschutz. Zum ersten Stammtisch des Kreisverbandes Tuttlingen in diesem Jahr trafen sich engagierte Fischerkollegen, nicht nur aus Wurmlingen, Kolbingen und Thalheim, um gemeinsam die Weichen für die kommende Saison zu stellen.

Unterstützung aus dem Bezirk:

Die Veranstaltung gewann deutlich an Dynamik durch den Besuch von Simon Wachter, Bezirksreferent für Öffentlichkeitsarbeit im Bezirk Südbaden, und Jörg Klausmann, Jugendreferent des LFVBW-Bezirk Südbaden. Beide folgten der Einladung von Christian Haas, dem stellvertretenden Bezirksvorsitzenden, der aus beruflichen Gründen nicht persönlich teilnehmen konnte. Die Bedeutung der Vernetzung zwischen den Vereinen und dem Verband wurde dadurch besonders hervorgehoben und fand auch in den Beiträgen der Bezirksvertreter ihren Widerhall.

Mit ihrer klaren Botschaft „Ihr seid nicht allein – wir unterstützen euch bei der Arbeit vor Ort!“ unterstrichen Simon Wachter und Jörg Klausmann das Engagement des Verbandes, die Vereine aktiv zu begleiten. Sie betonten, dass die Unterstützung sowohl im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit als auch bei der Jugendarbeit eine zentrale Rolle spielt, um die nachhaltige Entwicklung und den Zusammenhalt unter den Vereinen zu stärken.

Wenn der Biber baut: Herausforderungen am Bach

Ein brennendes Thema der Versammlung war der „Baumeister der Natur“. In der Nähe hat ein Biber einen Bach derart aufgestaut, dass die Fischer sofort reagieren und einen gezielten Arbeitseinsatz organisieren mussten. Doch die Anwesenheit des Nagers wirft Fragen auf:

  • Woher bekommt man hochwertigen Schutzdraht?
  • Welche Behörde ist der richtige Ansprechpartner bei Konflikten?

Hier entwickelte sich ein reger Austausch über bürokratische Hürden und praktische Lösungen am Ufer.

Ein Sieg für die Natur: „Besatzstopp“ mit Erfolg

Für einen Gänsehautmoment sorgte der Erfolgsbericht eines teilnehmenden Vereins: Seit fünf Jahren wurde dort bewusst auf den Besatz von Forellen verzichtet. Das Ergebnis ist ein Paradebeispiel für nachhaltigen Naturschutz – der Bestand reproduziert sich mittlerweile komplett von selbst!

Passend dazu berichtete Jörg Klausmann von seinen eigenen Erfahrungen an seinem eigenen Bach, den er gepachtet hat, wo er mit Herzblut und Fachwissen ähnliche Erfolge bei der Ansiedlung der Bachforelle erzielt. Diese Praxisbeispiele zeigen eindrucksvoll: Wenn der Lebensraum stimmt, regelt die Natur den Rest.

Nachwuchs und Öffentlichkeitsarbeit: Das „Klassenzimmer zum Anfassen“

Wie erreicht man die Fischer von morgen? Jörg Klausmann hatte dafür eine ganze Palette an Material im Gepäck:

  • Der Fischanhänger: Das mobile Labor für Nachwuchsforscher wurde vorgestellt.
  • Wilde Welten: Kalender und Malbücher, die die Schönheit unserer Heimat kindgerecht vermitteln.
  • Montageguide: Praktische Tipps für den Einstieg in das schönste Hobby der Welt.

Die Runde war sich einig: Wir müssen unsere Arbeit als Naturschützer noch mutiger nach außen tragen. Das „Klassenzimmer am Wasser“ ist dabei der Schlüssel, um Kindern den Wert unserer Gewässer direkt vor Ort begreifbar zu machen.

Kulinarik und Kameradschaft

Was wäre ein Fischerstammtisch ohne den Genuss? Zwischen Fachsimpeleien über Besatzfische und Wasserqualität wurden eifrig Fischrezepte ausgetauscht. So mancher Geheimtipp für die heimische Küche wechselte über den Stammtisch die Seiten.

Fazit: Der Stammtisch in Wurmlingen hat erneut bewiesen, dass der direkte Dialog unersetzbar ist. Ob Biber-Management oder Nachwuchsförderung – die Fischer im Kreis Tuttlingen packen es gemeinsam an!

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

 

8. Fischerstammtisch beim Fischereiverein Sulz am Neckar

Am 24. April 2026 trafen sich rund 15 Teilnehmer verschiedenster Vereine um 19:00 Uhr zum ersten Stammtisch des neuen Jahres beim Fischereiverein Sulz am Neckar. Mittlerweile war dies bereits die achte Veranstaltung dieser Art. Der Organisator und Kreisvorsitzende von Rottweil, Michael Roth, eröffnete die Sitzung pünktlich und hieß die Anwesenden herzlich willkommen. Ein besonderer Dank galt erneut dem engagierten Bewirtungsteam des ANV Sulz für die hervorragende Verpflegung.

Aktuelles aus dem Verband und der Region

Aus dem Verband gab es dieses Mal keine besonderen Neuigkeiten zu vermelden. Ein zentrales Thema in der Region war jedoch die zunehmende Ausbreitung des Riesenbärenklaus, dessen Bekämpfung dringend notwendig ist.

Wer Zeit und Interesse an dieser wichtigen Aufgabe hat, kann sich gerne bei Frau Lena Moosmann melden.

Lena Moosmann

Landratsamt Rottweil

Landschaftserhaltungsverband

Ruhe-Christi-Str. 29

78628 Rottweil

Tel.: 0741 244948

Kontakt: Lena.Moosmann-LEV@landkreis-rottweil.de

Da der Kontakt mit dem Bärenklau als sehr phototoxisch, beschrieben wird, wird allen Helfenden dringend empfohlen, bei der Bekämpfung oder in betroffenen Gebieten stets Schutzkleidung und einen Mundschutz zu tragen.

Bezüglich des anstehenden Landesfischereitags mahnte Wolfgang Groth, Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand des LFVBW, eine rege Teilnahme der Mitglieder an. Er berichtete zudem von der Messe „Aqua-Fisch“ in Friedrichshafen. Kurz vor der Landtagswahl in BW fand der politische Abend des Verbandes mitsamt regem Dialog unter 13 Repräsentanten verschiedener Parteien statt. Für die hervorragende Ausrichtung der Fischerstammtische und die mobilisierende Wirkung auf die Mitglieder erhielt Michael Roth großes Lob seitens des Verbandes.

Projektvorstellung: Der Fischanhänger des LFVBW Nach der Vorstellungsrunde präsentierte Jörg Klausmann, Bezirksreferent für Jugendarbeit im LFVBW-Bezirk Südbaden, den Fischanhänger des Verbandes (Teil des Projekts „Fisch on Tour“). Klausmann, der sichtlich begeistert von dem pädagogischen Konzept ist, erläuterte die Konditionen: Der Anhänger kann von den Vereinen kostenlos ausgeliehen werden – lediglich die Abholung und Rückgabe müssen selbst organisiert werden.

Er nutzt den voll ausgestatteten Anhänger vorwiegend für Projekte rund um den Natur- und Artenschutz. Besonders Kindern vermittelt er damit spielerisch das „Einmaleins der Gewässerkunde“. Die Ausstattung ist ideal für die Erforschung des Makrozoobenthos (Kleinstlebewesen im Wasser) und bietet alles, was kleine Forscher benötigen. Ein Teilnehmer bestätigte dies mit eigenen positiven Erfahrungen: Es sei immer wieder beeindruckend zu sehen, mit welchem Eifer Kinder mit Sieb und Eimer bewaffnet die Gewässer erkunden. Wolfgang Groth ergänzte, dass die Förderung für den Fischanhänger auch zukünftig fortgeführt wird.

Blick in die Zukunft Trotz der Freude an der Nachwuchsarbeit kamen auch kritische Themen zur Sprache, wie etwa die zunehmend schwierige Problematik der Wasserentnahme aus Bächen. Umso wichtiger sei die Bildungsarbeit, da die heutige Jugend in Zukunft das Verständnis für den Gewässer-, Natur- und Artenschutz tragen müsse. Jörg Klausmann lud alle Anwesenden zu seinem jährlich stattfindenden Bachworkshop nach Rohrbach ein und bot an, im nächsten Jahr erneut vorbeizukommen, sofern er frühzeitig angefragt wird.

Der nächste Stammtischtermin wird voraussichtlich auf den 16. Oktober 2026 festgelegt. Im anschließenden gemütlichen Teil des Abends wurde Jörg Klausmann noch lange mit zahlreichen Fragen rund um den Fischanhänger und dessen Einsatzmöglichkeiten gelöchert.

In einem Interview mit Jörg Klausmann sagte er:

„Ich bin richtig froh über solche Einladungen…für mich ist das nicht nur Arbeit, für mich ist das vor Allem eine Möglichkeit mich und meine Arbeit bei den Kameraden vorzustellen. Die Vernetzung, für uns aktive Umwelt- und Artenschützer klappt auf diesem Weg viel besser, wenn man die Leute mal direkt am Tisch sitzen hat und frei von der Seele reden und fragen kann“

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Weitere Eindrücke:

 

 

 

Nachwuchsarbeit und Artenschutz: LFVBW setzt mit Kindergarten „Regenbogen“ Bachforellen in die Murg

Bischweier/Rastatt, 17. April – Im Rahmen des landesweiten Prestigeprojekts „Flusslandschaft des Jahres 2026 und 2027“ setzte der Landesfischereiverband Baden-Württemberg (LFVBW) ein deutliches Zeichen für die nachhaltige Gewässerbewirtschaftung und die Umweltbildung. Gemeinsam mit den lokalen Partnern der Angelsportvereine Bischweier und Rastatt wurde eine Besatzmaßnahme durchgeführt, die gleichermaßen den Artenschutz in der Murg stärkt und junge Menschen für das Ökosystem Wasser sensibilisiert.

Praxisnahe Umweltbildung mit dem Fischmobil

Ein zentraler Bestandteil der Verbandsstrategie ist die Vermittlung von Fachwissen an die nächste Generation. Rund 20 Vorschulkinder des Kindergartens „Regenbogen“ aus Bischweier erlebten an diesem Vormittag Naturpädagogik auf höchstem Niveau.

Unter der Leitung von Malte Seibold und dem Einsatz des LFVBW-Fischmobils wurde das Ufer der Murg zum Klassenzimmer. Seibold verstand es, den fünfjährigen Teilnehmern die komplexen Zusammenhänge des Natur- und Artenschutzes in seiner charakteristischen, lebendigen Art näherzubringen. Im Fokus standen dabei die Biologie der heimischen Fische und die Notwendigkeit, Lebensräume wie die Murg aktiv zu schützen und zu pflegen.

Stärkung der Bachforellenbestände

Kern der operativen Maßnahme war der Besatz von rund 100 Bachforellen. Die Wahl der Murg als Einsatzort unterstreicht deren Bedeutung als „Flusslandschaft des Jahres 2026 und 2027“. Durch solche gezielten Maßnahmen unterstützt der LFVBW die Wiederherstellung stabiler, selbsterhaltender Populationen in unseren heimischen Fließgewässern.

Die Umsetzung vor Ort erfolgte in enger Abstimmung und unter Mitwirkung erfahrener Verbands- und Vereinsvertreter. Neben Malte Seibold begleiteten Michael Groß, Jürgen Waldvogel und Lukas Heitz die Aktion fachlich, um einen waidgerechten und ökologisch effektiven Besatz zu garantieren.

Die Murg: Ein Ökosystem im Aufwind

Für den LFVBW ist die Murg ein Paradebeispiel für gelungene Revitalisierung. Als Gebirgsfluss, der den Nordschwarzwald entwässert, bietet sie durch ihre kiesigen Strukturen und die verbesserte Durchgängigkeit (Stichwort: Fischtreppen und Rückbau von Wanderhindernissen) ideale Voraussetzungen für die Bachforelle. Der Verband sieht in der Auszeichnung der Murg eine Bestätigung der langjährigen Bemühungen, Flüsse nicht nur als Wirtschaftsgut, sondern als lebenswerte Adern der Biodiversität zu begreifen.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW- Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Weitere Impressionen (Danke an Lukas Heitz und Jürgen Waldvogel für die Bilder):

 

Nachwuchsarbeit und Artenschutz Hand in Hand – Bezirk Nordbaden stärkt die „Flusslandschaft Murg“

RASTATT / BISCHWEIER. Im Rahmen der Aktivitäten zur Proklamation der Murg als „Flusslandschaft der Jahre 2026/2027“ setzte der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V., vertreten durch den Bezirk Nordbaden, am Freitag, den 17. April, ein deutliches Zeichen für die Zukunft unserer Gewässer. In einer gemeinsamen Aktion mit den Angelsportvereinen Bischweier, der durch Norbert Kolbinger und dem ASV Rastatt der durch Werner Dautner vertreten wurde, wurden rund 20 Vorschulkinder des Kindergartens „Regenbogen“ aktiv in die Hege und Pflege unserer heimischen Fischbestände eingebunden.

Umweltbildung vor Ort: Das Fischmobil im Einsatz

Ein zentrales Element der Öffentlichkeitsarbeit des Bezirks Nordbaden ist das LFVBW-Fischmobil. Unter der Leitung von Malte Seibold verwandelte sich das Ufer der Murg in ein „rollendes Klassenzimmer“. Mit seiner besonderen Art gelang es Seibold, den 5-jährigen Nachwuchs-Naturschützern die komplexen Zusammenhänge von Artenschutz, Wasserqualität und dem Lebenszyklus der Fische spielerisch zu vermitteln.

Der Höhepunkt für die Kinder war der Besatz von rund 100 jungen Bachforellen. Diese Maßnahme dient nicht nur der Bestandsstützung, sondern schafft eine emotionale Bindung der kommenden Generation an ihre lokale Flusslandschaft.

Starke Präsenz der Bezirksführung

Die Bedeutung der Veranstaltung wurde durch die Anwesenheit der Führungsriege des Bezirks Nordbaden unterstrichen. Neben dem Bezirksvorsitzenden Michael Groß war auch der Vizepräsident des LFVBW und nordbadische Repräsentant Jürgen Waldvogel sowie Lukas Heitz vor Ort. Ihr Engagement zeigt, dass der Bezirk Nordbaden die Verantwortung für die Murg nicht nur verwaltet, sondern aktiv lebt.

Hintergrund: Der Bezirk Nordbaden im Profil

Der Bezirk Nordbaden ist eine tragende Säule des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg. Hier ein kurzer Überblick über unsere Strukturen:

  • Zuständigkeitsbereich: Unser Bezirk umfasst den nordwestlichen Teil Baden-Württembergs mit 5 Stadt- und 7 Landkreisen (vom Neckar-Odenwald-Kreis bis Freudenstadt).
  • Mitgliederstärke: Über 160 Fischereivereine sind im Bezirk Nordbaden organisiert und leisten jährlich tausende Stunden ehrenamtliche Arbeit im Natur- und Gewässerschutz.
  • Fokus Murg: Die Murg ist für unseren Bezirk ein Vorzeigeprojekt. Als ehemalige „Abwasserrinne“ der Industrie hat sie sich durch konsequente Renaturierung und den Rückbau von Wanderhindernissen zurück zu einem wertvollen Ökosystem entwickelt. Besonders der Erfolg bei der Wiederansiedlung des Lachses ist ein Verdienst der engen Zusammenarbeit zwischen Verband, Vereinen und Behörden vor Ort.

Fakten zur Flusslandschaft Murg

Die Wahl zur „Flusslandschaft der Jahre 2026/27“ würdigt die Transformation dieses 80 Kilometer langen Flusses. Von der Quelle bei Baiersbronn bis zur Mündung in den Rhein bei Steinmauern bietet die Murg heute:

  1. Strukturreichtum: Wechsel zwischen wilden Felsabschnitten im Oberlauf und kiesigen Laichgründen im Unterlauf.
  2. Durchgängigkeit: Moderne Fischaufstiegsanlagen ermöglichen Wanderfischen wie der Bachforelle und dem Lachs wieder den Zugang zu ihren angestammten Revieren.
  3. Naherholung & Schutz: Ein Gleichgewicht zwischen sanftem Tourismus (Naturfreunde) und striktem Artenschutz.

Der Bezirk Nordbaden wird auch in den kommenden zwei Jahren zahlreiche Projekte an der Murg begleiten, um den Schutz dieses einzigartigen Lebensraums weiter voranzutreiben. 

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW- Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Weitere Impressionen:

Gemeinsam für den Rhein: Erfolgreicher „Tag des Gewässers“ in Konstanz

Am 21. März war es wieder so weit: Pünktlich zum landesweiten „Tag des Gewässers“, der unter dem Motto „Fischereivereine räumen auf!“ vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg (LFVBW) ausgerufen wurde, versammelte sich eine motivierte Truppe am Vereinsheim des ASV Konstanz. Das Ziel: Dem Müll am Rheinufer und im Pachtgewässer den Kampf anzusagen.

Besonders erfreulich: Neben rund 20 Erwachsenen waren stolze 10 Jugendliche der ASV-Jugendgruppe am Start. Verstärkt wurden sie in diesem Jahr durch einen engagierten Mitstreiter der Lions Club-Jugend (LEO-Club „Jan Hus“ Konstanz). Dieses gemeinsame Anpacken von jungen Anglern und der Lions-Jugend setzte ein starkes Zeichen für das fächerübergreifende Umweltbewusstsein in der Konstanzer Stadtgesellschaft.

Strategische Mülljagd in drei Teams

Unter der bewährten Leitung von Gewässer- und Naturschutzwart Thomas Lang startete die Aktion nach einer kurzen Stärkung mit Kaffee und Zopf. Um eine möglichst große Fläche des sensiblen Ökosystems am Seerhein abzudecken, wurden die Helfer in drei strategische Trupps aufgeteilt:

Gruppe 1: Knöpfte sich die rechte Rheinseite vor.

Gruppe 2: Suchte auf der linken Rheinseite nach Unrat.

Gruppe 3: Startete beim Quartier der Wasserschutzpolizei und säuberte von dort aus das linke Ufer.

Saubere Bilanz: Weniger Müll als gedacht

Bewaffnet mit Müllgreifern, Eimern und Handschuhen ging es auf die Jagd nach dem sogenannten „Wohlstandsmüll“. Die positive Überraschung: Auf der rechten Rheinseite fiel die Ausbeute deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Ob dies an der neuen Verpackungssteuer liegt oder ob die Bevölkerung insgesamt achtsamer geworden ist, bleibt offen – fest steht: Die regelmäßigen Reinigungsaktionen des ASV zeigen nachhaltig Wirkung.

Abgesehen von einem einsamen Gartenstuhl, anderen Metallgegenständen, einer Vase blieb es meist beim üblichen Kleinkram wie Kronkorken und Plastikfragmenten. Die Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) unterstützten die Aktion erneut tatkräftig und holten den gesammelten Unrat bereits in der nächsten Woche ab.

Nasse Füße und starker Teamgeist

Ganz ohne Zwischenfälle ging es dann doch nicht ab: Die Tücken des Materials sorgten für Lacher, als einige Helfer feststellen mussten, dass ihre Wathosen den Winter nicht unbeschadet überstanden hatten. Trotz nasser Füße blieb die Stimmung top – besonders bei der Lions-Jugend, die sichtlich Spaß an der praktischen Naturschutzarbeit hatte.

Gegen 12 Uhr trudelten alle Gruppen am Sammelpunkt bei der Wasserschutzpolizei ein. Zum Abschluss gab es die wohlverdiente Belohnung: Bei „Wurscht“ und Getränken ließen die Helfer den Vormittag gemütlich ausklingen.

Fazit: Ein gelungener Tag für die Umwelt und die Gemeinschaft. Der ASV Konstanz hat einmal mehr bewiesen, dass Angler nicht nur Nutzer, sondern vor allem Schützer der Natur sind. Dass die Jugend – vom ASV bis zum Lions Club – so geschlossen hinter dem Projekt steht, macht Hoffnung für die Zukunft unserer Gewässer!

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Eine entsprechende Dokumentation der Rechteeinräumung und, sofern erforderlich, die schriftliche Zustimmung der abgebildeten Personen liegen vor.

Verfasser des Berichts:
Simon Wachter _ Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim ASV-Konstanz

Mail: oeffentlichkeit@asv-konstanz.de

„Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte“

Naturerlebnis pur: BUND-Kids zu Gast beim Angelsportverein Konstanz

Am 14. März verwandelte sich das Vereinsgelände des Angelsportvereins Konstanz in ein lebendiges Klassenzimmer unter freiem Himmel. Insgesamt 17 neugierige Kinder des BUND waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam mit ihren Betreuern tief in die Welt der Fische und Gewässer einzutauchen.

Organisiert wurde der Tag von zwei Experten des Vereins: Axel Bischofsberger, der Verantwortliche für Schulprojekte, und Thomas Lang, der als Gewässer- und Naturschutzwart die fachliche Aufsicht führt.

Ein gemeinsamer Start für die Umwelt

Nach der herzlichen Begrüßung versammelten sich alle Teilnehmer zu einem großen Kreis. Mit dem gemeinsamen Motto Wir für die Natur, die Natur für uns“ wurde die Veranstaltung offiziell eröffnet – ein Leitspruch, der den Kern des Tages perfekt traf.

Um das Eis zu brechen, startete eine Betreuerin (deren Familie selbst tief im Verein verwurzelt ist) eine spielerische Fragerunde. Ein Stofffisch machte im Kreis die Runde: Wer ihn hielt, durfte erzählen, was er schon über die Flossenträger weiß. Dabei zeigte sich schnell, dass unter den Kids schon einige kleine Profis und Hobby-Angler saßen, die mit beachtlichem Vorwissen glänzten.

Stationen voller Wissen: Von der Anatomie bis zur Fischküche

Nach dem ersten Kennenlernen im Gruppenraum, wo Fischarten anhand von Bildern erraten wurden, teilte sich die Gruppe in zwei Teams auf: die Felchengruppe und die Karpfengruppe.

  1. Die Welt der Präparate mit Axel Bischofsberger

Axel nahm sich eine Gruppe vor und erklärte anhand von detailreichen Präparaten alles Wissenswerte über die Anatomie und die Fressgewohnheiten der verschiedenen Arten. Dabei wurde es auch praktisch:

  • Naturschutz: Er verdeutlichte, warum der Schutz der Artenvielfalt für uns Menschen überlebenswichtig ist.
  • Vom Wasser auf den Teller: Die Kinder lernten den Weg des Fisches kennen – egal ob als Thunfisch in der Dose oder als klassisches Fischstäbchen.
  • Anglerlatein: Mit viel Humor erklärte Axel, was es mit dem berühmten „Anglerlatein“ auf sich hat und warum Fischergeschichten manchmal etwas größer ausfallen als die Realität.
  1. Blick hinter die Kulissen: Die Fischbrutanlage mit Thomas Lang

Die zweite Gruppe begleitete Thomas Lang direkt in die Fischbrutanlage. Hier wurde Biologie greifbar:

  • Entwicklungsstadien: Von der winzigen Brut bis zum ausgewachsenen Fisch wurde der Lebenszyklus im Bodensee und Seerhein genau unter die Lupe genommen.
  • Lebensraum Wasser: Wer frisst wen? Welche Pflanzen sind wichtig? Thomas erklärte das komplexe Zusammenspiel der Unterwasserbewohner.
  • Wichtige Hygiene: Ein besonderes Augenmerk lag auf der Prävention von Krankheiten. Thomas erklärte den Kindern eindringlich, warum man nicht mit denselben Gummistiefeln von einem Gewässer ins nächste hüpfen sollte, um keine gefährlichen Keime zu verschleppen.

Fazit: Ein voller Erfolg

Beide Gruppenleiter waren sichtlich begeistert von ihrem Publikum. Die Kinder waren mit vollem Eifer dabei, stellten kluge Fragen und zeigten, dass ihnen der Schutz ihrer Heimatgewässer am Herzen liegt. Es war ein Tag, der bewiesen hat, dass Naturschutz und Spaß perfekt zusammenpassen.

Alle Bilder sind mit Einverständnis der Beteiligten bzw. der Erziehungsberechtigten freigegeben.  

Verfasser des Berichts:
Simon Wachter _ Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim ASV-Konstanz

Mail: oeffentlichkeit@asv-konstanz.de

„Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte“

Heimspiel für den Bezirk Nordbaden: Starker Auftakt zur „Flusslandschaft Murg“

Am Sonntag, den 22. März, am Weltwassertag, markierte die feierliche Eröffnung im Naturfreundehaus Rastatt den Startschuss für ein Projekt, das unserem Bezirk besonders am Herzen liegt: Die Murg ist „Flusslandschaft der Jahre 2026 und 2027“. Für den Bezirk Nordbaden des Landesfischereiverbandes (LFV) ist dies die Bestätigung unserer jahrelangen Arbeit an und für diesen einzigartigen Fluss.

Nordbadische Expertise im Zentrum des Geschehens

Dass der Bezirk Nordbaden auch bei diesem Großprojekt eine sehr entscheidende Rolle spielt, spiegelte sich in der starken Präsenz vor Ort wider. Angeführt von unserem Bezirksvorsitzenden Michael Groß und Vizepräsident Jürgen Waldvogel, zeigten die nordbadischen Fischer, dass Naturschutz und Fischerei hier Hand in Hand gehen. Gemeinsam mit der LFVBW-Spitze um Präsident Thomas Wahl und Geschäftsführer Reinhart Sosat setzten wir ein deutliches Zeichen für die Belange unserer Gewässer.

Ein besonderes Highlight, das wir als Bezirk stolz präsentierten, war Malte Seibold mit dem LFVBW-Fischmobil. Als „rollendes Klassenzimmer“ ist es ein zentraler Baustein unserer Öffentlichkeitsarbeit im Bezirk und begeisterte auch in Rastatt die Gäste für die Welt unter der Wasseroberfläche.

Ehrenamt aus dem Bezirk gewürdigt

Es war ein bewegender Moment, als die Bundes- und Landesvertreter der Naturfreunde das unermüdliche Engagement unserer lokalen Kräfte hervorhoben. Ohne den Einsatz von Jürgen Waldvogel, Michael Groß und Heinz Zoller sowie weiteren Aktiven wie Ulrike Dieterle und Werner Dautner wäre die Ausrufung der Murg zur Flusslandschaft kaum möglich gewesen.

Ein symbolischer Höhepunkt des Nachmittags war die Übergabe von Wasser aus der brandenburgischen Stepenitz, Flusslandschaft der letzten beiden Jahre an die Murg. Mit dieser feierlichen Geste wurde die Murg offiziell als „Flusslandschaft des Jahres“ für die kommenden zwei Jahre proklamiert.

Klare Forderungen für die Zukunft der Murg

In den Grußworten kam die fachliche Arbeit unseres Verbandes deutlich zur Geltung:

  • Bezirksübergreifende Erfolge: Präsident Thomas Wahl hob die Erfolge hervor, die wir auch im Bezirk spüren – insbesondere die Fortschritte bei der Durchgängigkeit und die vereinbarten Fischaufstiege.
  • Lachsrückkehr als Leuchtturmprojekt: Die vom LFVBW betriebene Lachszucht im Wolftal ist das Fundament dafür, dass wir in unseren nordbadischen Gewässern wieder junge Lachse auswildern können. Ein Erfolg, auf den wir als Fischer im Bezirk besonders stolz sind.
  • Politische Flankierung: Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und Rastatts Bürgermeister Rafael Knoth betonten die Bedeutung der Murg als ökologische Lebensader und Erholungsraum – Ziele, für die sich unsere Vereine im Bezirk seit Jahrzehnten einsetzen.

Blick nach vorn: Die Murg im Wandel

Den fachlichen Rahmen schloss Dr. Frank Hartmann vom Regierungspräsidium Karlsruhe ab. Sein Vortrag über die biologische Entwicklung der Murg verdeutlichte die Herausforderungen, denen wir uns im Bezirk Nordbaden auch künftig stellen: Den Rückbau von Barrieren und die Sicherung der Artenvielfalt in Zeiten des Klimawandels.

Hier geht´s zum Fachvortrag
Proklamation Murg Hartmann 22.03.2026

Fazit aus Sicht des Bezirks: Der Auftakt war ein voller Erfolg. Er hat gezeigt, dass der Bezirk Nordbaden nicht nur Teilnehmer, sondern treibender Motor für den Gewässerschutz in der Region ist. Wir freuen uns darauf, die kommenden Veranstaltungen der Reihe aktiv mitzugestalten und unsere Murg weiter als lebendiges Naturerbe zu fördern.

Nach den Informationen und Beiträgen begab sich die Gesellschaft zur Murg und leitete das Wasser zurück.

Einen großen Dank zum Schluss an den ASV-Rastatt und die vielen Helferinnen und Helfer die diese Veranstaltung zum großen Erfolg machte.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW- Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Bilder: Olaf Lindner vom DAFV

https://cloud.dafv.fish/index.php/s/XAAT8zrfnLkFaDk

Bericht mit Werner Dautner _ 1. Vorsitzender des ASV Rastatt

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/flusslandschaft-der-jahre-2026-27-die-murg-100.html

Weitere Impressionen

 

 

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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