Lebensretter im Einsatz: Angler des Angelsportverein Konstanz e.V. setzen starkes Zeichen bei der Blutspende

Konstanz. Wer früh am Morgen am Wasser steht, die Stille des Ufers erlebt und sieht, wie eng Leben, Natur und Mensch miteinander verbunden sind, weiß: Schutz beginnt mit Verantwortung. Dieses Bewusstsein tragen die Mitglieder des Angelsportvereins Konstanz e.V. (ASV KN) nicht nur ans Gewässer, wenn sie sich für intakte Lebensräume, sauberes Wasser und den Erhalt der heimischen Natur einsetzen, sondern auch in die Jugendarbeit, in der sie jungen Menschen Werte wie Achtsamkeit, Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor der Natur vermitteln.

Das der Verein sich auch in anderen Bereichen engagiert, zeigte sich, als der DRK Blutspendedienst die Vereine in Konstanz zum Blutspenden aufrief.

Der Angelsportverein folgte dieser Aufforderung. Unser Vizepräsident Manuel Zeltner, brachte dieses wichtige Thema in der Vereinsversammlung der Mitglieder zur Sprache und rief die Mitglieder auf sich an der Aktion zu beteiligen. Zusätzlich wurden die Informationen über Aushänge am Vereinsheim, der Vereinshomepage sowie über weitere Kanäle des Vereins in den sozialen Medien veröffentlicht.

Am Freitag, den 03. Juli zeigten dann 3 Vereinsmitglieder eindrucksvoll, dass ihr Verantwortungsgefühl auch dort zählt, wo Menschen dringend Hilfe brauchen: Alexander Bausch, Chrisof Wolf und Simon Wachter folgten dem Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und spendeten im Bodenseeforum Konstanz jeweils einen halben Liter Blut für den guten Zweck.

Begleitet wurden die Mitglieder von unserem Vizepräsidenten, der derzeit selbst nicht spenden kann, sich aber dennoch auf den Weg machte, um vor Ort weitere Kontakte zu knüpfen.

Nachdem die notwendigen Formalitäten und die medizinischen Voruntersuchungen reibungslos erledigt waren, begaben sich die 3 Angler in die fähigen Hände des medizinischen Personals, um sich sprichwörtlich „anzapfen“ zu lassen. Die Spende selbst verlief absolut unkompliziert. Im Anschluss an den Pieks hieß es erst einmal: Ausruhen und Kräfte sammeln.

Während die Mitglieder ihr Blut spendeten, kam Manuel Zeltner mit der Referentin Cathrine Gebel ins Gespräch. Dabei tauschten sie sich sowohl über das Thema Blutspende als auch über den Angelsportverein aus.

Die Aktion und das Engagement des Angelsportvereins wurden sehr positiv und vorbildlich aufgenommen. Zukünftig will man bei dem Thema weiter zusammenarbeiten.

Zudem wurde Frau Gebel eingeladen, bei einer der nächsten Vereinsversammlungen einen Vortrag zu diesem wichtigen Thema zu halten.

Ziel ist es, Vorurteile abzubauen, Unentschlossene zu informieren und vielleicht auch den einen oder anderen „alten Hasen“ im Verein dazu zu animieren, (wieder) zur Blutspende zu gehen.

Einblick in die kritische Lage der Blutversorgung

In den Gesprächen wurde den Spendern noch einmal die dramatische Bedeutung ihrer Tat vor Augen geführt. Die Verantwortlichen des DRK teilten eine besorgniserregende Statistik: Aktuell reichen die Blutvorräte oft nur für rund 2,5 Tage. Um eine lückenlose und sichere Versorgung von Krankenhäusern und Notfällen zu gewährleisten, ist jedoch ein stabiler Vorrat von mindestens 5 Tagen zwingend notwendig.

Jede einzelne Spende zählt und kann im Ernstfall Leben retten. Da Blut nicht künstlich hergestellt werden kann und viele Bestandteile nur eine sehr kurze Haltbarkeit haben (Blutplättchen beispielsweise nur wenige Tage), ist das Gesundheitssystem auf einen kontinuierlichen Nachschub angewiesen.

Initiative für die Zukunft: Der ASV KN bleibt am Ball

Die 3 Erstspender waren von der professionellen Organisation und der Wichtigkeit der Aktion so begeistert, dass es für sie feststeht: Sie werden definitiv wiederkommen. Um das Thema auch langfristig im Verein zu verankern und weitere Mitglieder zu motivieren, wurden direkt Nägel mit Köpfen gemacht.

Manuel Zeltner rief spontan eine eigene Blutspende-WhatsApp-Gruppe ins Leben, um künftige Termine gemeinsam zu koordinieren.

Der ASV Konstanz bedankt sich herzlich beim DRK für die tolle Betreuung und hofft, dass diesem Beispiel noch viele weitere Lebensretter folgen!

Wissenswertes rund um die Blutspende: Warum auch du spenden solltest!

  • Lebensretter Nr. 1: Statistisch gesehen wird in Deutschland alle sieben Sekunden eine Blutspende benötigt – sei es nach schweren Unfällen, bei geplanten Operationen oder zur Behandlung von Krebspatienten.
  • Der kleine Gesundheits-Check: Vor jeder Spende werden Blutdruck, Puls und der rote Blutfarbstoff (Hämoglobinwert) gemessen. Zudem wird das gespendete Blut im Labor auf verschiedene Krankheitserreger untersucht. Man tut also nicht nur anderen etwas Gutes, sondern erhält auch einen kleinen Überblick über die eigene Gesundheit.
  • Wer darf spenden? Grundsätzlich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren (Erstspender meist bis 60 oder 65 Jahre, je nach Dienst), der mindestens 50 kg wiegt.
  • Kurzer Zeitaufwand, große Wirkung: Die reine Blutentnahme dauert meist nur 5 bis 10 Minuten. Mit Anmeldung, Untersuchung und der anschließenden Ruhephase sollte man etwa eine Stunde Zeit einplanen – eine Stunde, die für einen anderen Menschen ein ganzes Leben bedeuten kann.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim Angelsportverein Konstanz

Mail: Oeffentlichkeit@asv-konstanz.de

Mobil: (+49) 1718005496

ASV Konstanz | Angelfischerei, Jugendarbeit, Naturschutz

Mehr Bilder unserer Blutspendenaktion findet ihr hier:

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Maifischbesatz in der Murg-Mündung

Am 17.06.2026 trafen sich an der Murg-Mündung bei Steinmauern zahlreiche Angler der umliegenden Vereine um diese Aktion des Landesfischereiverbandes zu unterstützen. Es sollten ca. 500.000 kleine Maifische in die Freiheit entlassen werden. Dr. Andreas Scharbert, der Projektleiter des Maifischprogramms, wartete bereits an der Murg-Mündung mit einem Kühlwagen, in dem die Maifische aus Frankreich, aus dem Garonne-Gebiet, hierher transportiert wurden. Jürgen Waldvogel, Vizepräsident des Landesfischereiverbandes, begrüßte zahlreiche Gäste und Abordnungen der Angelvereine. Vom Landwirtschaftsministerium war die Staatssekretärin Frau Sarah Schweizer gekommen, die ihrerseits ein Grußwort sprach und sich über die große Beteiligung freute. Weiter konnte Waldvogel eine Abordnung aus Frankreich begrüßen. Frau Marie Coll, Wissenschaftlerin beim Wanderfischprogramm, Jean Jacques Klein, Präsident der Federation du Bas-Rhin pour la Peche, sowie seinen Direktor Jean Frank Lacerenzo. Von der Fischereibehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe war Herr Stefan Hüsgen und von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd Rheinland -Pfalz war Herr Macello Petrone gekommen. Auch Rolf Spiegelhalder, Bürgermeister auch Elchesheim-Ilingen, Heinz Zoller von den Naturfreunden e.V. und Geschäftsführer Reinhart Sosat vom LFVBW, waren mit von der Partie.

Dr. Scharbert berichtete kurz über den Lebenszyklus des Maifischs, der als 5 Millimeter-Fischlein den Rhein abwärts wandert. Mit einer Größe von ca. 10 cm erreicht diese Heringsart das Meer und kehrt von dort mit der stattlichen Länge von bis zu 70 cm in den Rhein und seine Nebenflüsse zum Laichen zurück. Nachdem Dr. Scharbert einige Fragen zum Maifisch beantwortet hatte, konnten die Jugendgruppen der Angelvereine unterstützt von Frau Staatssekretärin Schweizer, die ersten Maifische in die Freiheit entlassen.

Besonders sei noch zu erwähnen, dass die Maifische bereits in größeren Zahlen eigenständig zum Laichen in den Rhein und seine Nebenflüsse zurückkehren. Die Besatzmaßnahmen der zurückliegenden Jahre, scheinen zu wirken. Auch in der Fischtreppe bei Iffezheim, in der dortigen Video-Überwachungsstation, werden regelmäßig größere Trupps an Maifischen gesichtet.

Das Maifischprogramm schein von Erfolg gekrönt, den sich der Landesfischereiverband Baden-Württemberg auf seine Fahnen schreiben darf.

Jürgen Waldvogel

Noch mehr Eindrücke:
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Naturnahe Bauweisen und Gewässerökologie im Fokus: Erfolgreicher Gewässernachbarschaftstag 2026 in Spaichingen

Ein Nachbericht zum Schmökern

Spaichingen. Um den Zustand unserer heimischen Fließgewässer fit für die Zukunft zu machen, braucht es den direkten Austausch zwischen Kommunen, Planern, Behörden und der Praxis. Ein Paradebeispiel für diesen konstruktiven Dialog bot der diesjährige Gewässernachbarschaftstag des Landkreises Tuttlingen, der am 10. Juni 2026 im Feuerwehrhaus in Spaichingen stattfand. Unter dem zentralen Thema „Naturnahe Bauweisen und Beschattung“ kamen rund 50 Teilnehmer – darunter Bauhofleiter, Vertreter von Tiefbau- und Umweltämtern sowie Naturschutzverbände – zusammen. Als Vertreter des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg (LFVBW) begleitete Simon Wachter die Veranstaltung, um die fischereilichen und gewässerökologischen Interessen einzubringen. Die Präsenz des Verbandes stieß bei den Anwesenden auf sehr positive Resonanz.

Starkregen, Klimawandel und ein tragischer Rückblick

Herr Schmidt von der hiesigen Bauamtsleitung begrüßte die Gäste herzlich und zeigte sich erfreut über die hohe Resonanz. In seiner Einführung hob er die existenzielle Bedeutung intakter Gewässer hervor, verwies jedoch gleichzeitig auf die zunehmenden Herausforderungen durch Starkregenereignisse im kommunalen Raum.

Herr Kamutzky vom Landratsamt Tuttlingen, der gemeinsam mit Frau Reichegger (Regierungspräsidium Freiburg) die Moderation leitete, lobte zwar die bisher umgesetzten Schutz- und Pflegemaßnahmen an den lokalen Gewässern, fand jedoch auch kritische Worte für ein aktuelles ökologisches Desaster: Durch den illegalen oder unsachgemäßen Eintrag von Gärresten in die Prim kam es zu einem massiven Fischsterben. Auf einer Strecke von über 1,5 Kilometern wurde der Fischbestand komplett vernichtet – ein herber Rückschlag für die Gewässerökologie und die lokalen Hegebemühungen, der die Dringlichkeit von lückenlosem Gewässerschutz unterstrich.

Fachvorträge: Von ingenieurbiologischer Bauweise bis zur Kolmation

Der Vormittag stand im Zeichen hochkarätiger Fachvorträge:

  • Naturnahe Bauweisen an Fließgewässern: Frau Reichegger (RP Freiburg) referierte über moderne, biologisch ausgerichtete Bauweisen im Wasserbau. Sie zeigte auf, wie durch den gezielten Einsatz von Totholzstrukturen, Buhnen, Weidenspreitlagen oder Faschinen dauerhafter Erosionsschutz für die Infrastruktur geschaffen wird, während gleichzeitig wertvolle Lebensräume entstehen.
  • Gehölze am Gewässer und Beschattung: Stefan Müller vom Landesbetrieb Gewässer (RP Freiburg) beleuchtete die Wassertemperatur als ökologischen Leitparameter. Angesichts des Klimawandels ist eine strategische Beschattung durch fachgerechte Uferbepflanzung essenziell, um einer kritischen Erwärmung des Wassers entgegenzuwirken und die Funktionsfähigkeit des Ökosystems zu sichern.
  • Das unsichtbare Problem – Die Kolmation: Einen tiefen Einblick in die Gewässerökologie gab Frau Dr. Seitz von der Fachstelle Hydraulik. Sie erklärte das Phänomen der Kolmation (die Verstopfung des lückenreichen Kiesbetts durch Feinsedimente). Das Problem: Es gibt kein technisches Messgerät für die Kolmatierung. Die Begutachtung erfolgt optisch mittels Kartierung sowie durch die sogenannte Stifel- oder Stocherprobe. Eine Sedimententnahme zur Analyse sollte dabei möglichst ohne maschinellen Einsatz erfolgen, um das Substrat nicht zu verfälschen. Die Kolmation verhindert, dass Sauerstoff in den Kies gelangt – was fatal für die Brut von Kieslaichern wie den Forellen ist.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden praxisnahe Fragen erörtert – etwa die Vor- und Nachteile von Frühjahrspflanzungen am Ufer, die Verfügbarkeit von Fachfirmen vor Ort sowie die Gefahr, dass Entwässerungsgräben bei zu starker Kolmation komplett ausfallen.

Praxisnah: Die Revitalisierung der Prim in Spaichingen

Ein Höhepunkt des Vormittags war die Vorstellung der Revitalisierungsmaßnahmen an der Prim durch Herrn Kaysers von der Planstatt Senner. Die Prim ist ein klassisches Salmonidengewässer, litt in der Vergangenheit jedoch unter einem sehr geradlinigen Verlauf, einer durch Kolmatierung stark befestigten Sohle und einem teilweise zu dichten, ungesteuerten Uferbewuchs, der den Fluss völlig aus dem Ortsbild verschwinden ließ.

Durch die neuen Maßnahmen wurde das Flussbett verbreitert und Uferstufen angelegt, um die Prim wieder erlebbar zu machen. Für die natürliche Uferbefestigung kamen Weidenstecklinge zum Einsatz, zudem wurde die Sohlschleppspannung optimiert. Um den Raum für Inselstrukturen und Mäander zu schaffen, wurde sogar ein Bolzplatz verlegt. Herr Kaysers betonte die hervorragende Zusammenarbeit und die wichtige Einbeziehung der Nachbarschaft (beispielsweise bei der Absprache von Baumhöhen). Das Fazit war durchweg positiv: Eine Renaturierung von Bächen und Flüssen lohnt sich auch – und gerade – innerorts massiv.

Exkursionen nach Spaichingen und Rottweil

Nach einer kurzen Begehung der Prim-Revitalisierung unter der Leitung von Herrn Honer (Stadt Spaichingen) und der anschließenden Mittagspflege im Gasthof Kreuz, verlagerte sich die Veranstaltung am Nachmittag in die Praxis.

In Fahrgemeinschaften ging es nach Rottweil auf das Gelände der anstehenden Landesgartenschau 2028. Hier besichtigten die Teilnehmer die großflächige Revitalisierung des Neckars. Frau Reichegger führte die Gruppe und demonstrierte anschaulich die am Morgen theoretisch besprochenen ingenieurbiologischen Bauweisen (wie den Einsatz von Geotextilsäcken, Holzgrünschwellen und Totholz) im direkten Praxiseinsatz.

Gegen 16:15 Uhr endete ein rundum gelungener und informationsreicher Nachbarschaftstag mit der Übergabe der Teilnahmebescheinigungen. Für den Landesfischereiverband zeigte die Veranstaltung deutlich: Nur wenn Wasserbau, Kommunen und Fischerei Hand in Hand arbeiten, können wir unsere Gewässer langfristig als Lebensadern erhalten.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Mobil: (+49) 1718005496

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Erfolgreiches Jugendcamp 2026: ASV Konstanz stemmt logistische Meisterleistung am Bodensee

Litzelstetten. Pünktlich zu Beginn der Pfingstferien verwandelte sich der Jugendcampingplatz in Litzelstetten in ein lebendiges Zeltlager der Extraklasse. Der Angel- und Sportfischerverein Konstanz e.V. (ASV Konstanz) lud zum großen, vereinsübergreifenden Jugendcamp 2026 und bewies als alleiniger Organisator einmal mehr sein herausragendes Engagement für die nächste Generation im Angelsport.

Über drei Tage hinweg erlebten 60 Kinder und Jugendliche ein perfekt durchgetaktetes, abwechslungsreiches Programm rund um die Angelleidenschaft, den Naturschutz und die gelebte Kameradschaft. Neben der eigenen Jugendabteilung des gastgebenden ASV Konstanz durfte der Verein die Jungangler der befreundeten Vereine ASV Singen-Bohlingen, ASV Gottmadingen, ASV Langenargen sowie des ASV Leonberg begrüßen. Die beeindruckend hohe Teilnehmerzahl unterstreicht den enormen Stellenwert, den die regionale Jugendarbeit beim ASV Konstanz einnimmt.

Kaiserwetter und eine logistische Meisterleistung auf dem Wasser

Das Wetter hätte für dieses Großevent kaum besser sein können: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen von bis zu 30 Grad präsentierte sich der Bodensee von seiner schönsten Seite. Die hervorragenden Bedingungen sorgten für beste Stimmung bei allen Beteiligten.

Um den Jugendlichen die verschiedenen Facetten des Handwerks näherzubringen, hatte das Organisationsteam des ASV Konstanz ein modulares Gruppensystem ausgearbeitet:

  • Die Bootsgruppe (Highlight): Am Samstag und Sonntag zeigte sich die enorme logistische Stärke des ASV Konstanz. Der Verein mobilisierte stolze 20 Boote samt erfahrenen Kapitänen und Betreuern, die mit den Jugendlichen zeitgleich auf den Konstanzer Trichter hinauszogen. Für viele Kids war dieses Schlepp- und Bootsangeln eine Premiere auf dem Bodensee.
  • Die Ufergruppe: Vom Ufer an der Seestraße aus lernten die Jugendlichen alles über die richtige Platzwahl, fein abgestimmte Angeltechniken sowie das absolut sichere und waidgerechte Handling der gefangenen Fische.
  • Die Camp- und Workshopgruppe: Direkt im Camp widmete sich eine Gruppe dem modernen Karpfenangeln. Parallel dazu vermittelten ASV-Experten in praxisnahen Workshops wichtiges Fachwissen: Knotenkunde, Gerätekunde, Fischbiologie, Gewässerökologie und der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur standen hier im Fokus.

Ergänzt wurde das Ausbildungsprogramm am Samstag durch einen hochkarätigen Fachvortrag in der Bootshalle: Experte Lukasz Materne, Teamangler der Firma Fishing-Ghost, referierte detailreich über das „Schleppfischen mit dem Boot“. Seine Ausführungen zu Bootsaufbau, Köderführung, Geschwindigkeit und technischen Details wie der optimalen Wahl der Rutenhalter stießen nicht nur beim Nachwuchs, sondern auch bei den Erwachsenen auf riesiges Interesse.

Prominenter Besuch aus der Angelszene

Ein besonderer Coup gelang dem ASV Konstanz mit der Einladung prominenter Gesichter der deutschen Angelszene. Kai Mühlhofer, bekannter Angelschein-Ausbilder und Gründer der Online-Lernplattform Fishing-King, nahm sich viel Zeit für den Nachwuchs, beantwortete geduldig Fragen und angelte aktiv mit. Begleitet wurde er von seinem Kameramann Maxi (bekannt aus den Produktionen von Zeck Fishing und dem YouTube-Format YPC).Die Jugendlichen genossen den exklusiven Blick hinter die Kulissen einer professionellen Medienproduktion sichtlich.

Ein riesiges Dankeschön an die Helfer und Sponsoren

Ein Event dieser Größenordnung steht und fällt mit der Unterstützung hinter den Kulissen. Die Verantwortlichen des ASV Konstanz ziehen ein durchweg positives Fazit, betonen aber unisono: „Ohne unser starkes Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern und großzügigen Sponsoren wäre dieser Erfolg absolut unmöglich gewesen.“

Ein besonderer Dank der Vereinsführung gilt dem Autohaus Graf Hardenberg, das dem Verein unkompliziert zwei Busse für den sicheren Personentransport der Jugendlichen zur Verfügung stellte.

Ebenso bedankt sich der ASV Konstanz herzlich bei den namhaften Sponsoren und Gönnern aus der Angelbranche, die mit hochwertigen Sachpreisen dafür sorgten, dass bei der großen Abschluss-Tombola kein einziges Kind leer ausging und glänzende Augen garantiert waren:

  • Fishing Ghost & Fishing-King
  • Flanx & Lurjunks (YPC)
  • Fox Rage
  • First Class Baits
  • Metzgerei Engler & Bäckerei Stickel

Neben dem Fangerfolg stand an allen drei Tagen vor allem das Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund. Beim gemeinsamen Essen und den Gesprächen am Lagerfeuer wurden neue, vereinsübergreifende Freundschaften geschlossen. Für den ASV Konstanz steht nach diesem Kraftakt fest: Das Jugendcamp am Bodensee war das absolute Highlight des Angeljahres 2026 – und die Planungen für die nächste Auflage laufen im Hintergrund bereits an.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

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Weitere Eindrücke:

 

Landesfischereitag 2026: LFVBW stellt politische Weichen und blickt auf das Verbandsjahr 2027

Stuttgart, 13. Juni 2026. Der diesjährige Landesfischereitag des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg (LFVBW) in der Landeshauptstadt stand im Zeichen des personellen Wandels, neuer strategischer Allianzen und klarer politischer Forderungen. Vor einem gut besetzten Saal zog der Verband eine positive Bilanz aktueller Erfolge, richtete den Blick mit konkreten Zielsetzungen auf den neu gewählten Landtag und gab bereits den Termin für das kommende Jahr bekannt: Am 5. Juni 2027 lädt der LFVBW zum nächsten Landesfischereitag.

Hohe Beteiligung und strategischer Fokus auf den neuen Landtag

Präsident Thomas Wahl begrüßte zahlreiche Delegierte, Ehrengäste und Ehrenmitglieder. Besonders positiv fiel die Präsenz der jugendlichen Mitglieder auf, die die Zukunftsfähigkeit der Vereine untermauerte. In seiner Eröffnungsrede gab Wahl die Richtung für die kommenden Monate vor: Der fischereiliche Dialog mit den neu gewählten Abgeordneten des Landtags wird intensiviert, um die Kernanliegen der organisierten Anglerschaft fest in der Landespolitik zu verankern.

Ministerin Gentges: Digitaler Fischereischein und neue Ausbildungsverordnung

Marion Gentges, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, brachte konkrete politische Zusagen mit nach Stuttgart. Sie verwies auf Meilensteine wie die Absenkung des Mindestalters für den Jugendfischereischein und das Ende des Nachtangelverbots. Zukünftige Schwerpunkte des Ministeriums liegen auf dem Kormoranmanagement sowie der Förderung der Jugendarbeit.

Anerkennung fand das LFVBW-Lachswiederansiedlungsprojekt inklusive der Lachszucht Wolftal, welches an der Kinzig messbare Erfolge verzeichnet. Die Ministerin betonte, dass stabile Wanderfischbestände und die Durchgängigkeit der Fließgewässer für das Land Priorität haben. Zudem kündigte sie bürokratische Entlastungen an: Der Jahresfischereischein wird im Scheckkartenformat digitalisiert – mit einer Übergangszeit von fünf Jahren. Eine neue Landesausbildungsverordnung soll zudem die hohen Qualitätsstandards der Vorbereitungslehrgänge dauerhaft sichern.

Sektorübergreifender Naturschutz: Kooperation mit der Jägerschaft

Die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit der Naturnutzer unterstrich Bezirksjägermeister Herr Häußer, der die Grüße von Jagdverband-Präsident Dr. Jörg Friedmann übermittelte. Angesichts des Klimawandels dürfe Naturschutz nicht isoliert agieren. Bei Themen wie Gewässerrandstreifen und dem Management invasiver Arten müssten Fischerei, Jagd, Land- und Forstwirtschaft künftig als Einheit auftreten. Häußer forderte von der Politik Vertrauen in das ehrenamtliche Engagement von Anglern und Jägern anstelle von bürokratischem Misstrauen.

Stabwechsel im Ausbildungsreferat und historische Auszeichnung

Auch personell wurden wichtige Weichen gestellt. Im Vorstand des LFVBW gab es einen Wechsel im Ausbildungsreferat: Imelda Paulov, erste Vorsitzende des Fischereivereins Bad Säckingen, übernimmt den Posten als Fachreferentin für die Vorbereitungslehrgänge zur Fischerprüfung. Sie folgt auf Karl Geyer, dem der Verband für seinen langjährigen Einsatz dankte.

Für einen besonderen Moment sorgte die Ehrung von Dr. Werner Baur (Kreisvorsitzender Ravensburg). Als erstem Vertreter aus der Fischerei überhaupt wurde ihm die prestigeträchtige Ehrennadel des Landesnaturschutzverbandes (LNV) für sein jahrzehntelanges, herausragendes Engagement verliehen.

Wissenschaftlicher Input und die Murg als Flusslandschaft des Jahres

Den fachlichen Teil bereicherte Dr. Andreas Scharbert (Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.) mit einem Vortrag über die Wiederansiedlung des Maifischs am Rhein. Er kündigte in diesem Zuge eine bevorstehende Besatzaktion an der Murg-Mündung an. Die Murg selbst wurde auf der Tagung offiziell als „Flusslandschaft der Jahre 2026 und 2027“ gewürdigt, was ihre hohe ökologische Bedeutung für die Region unterstreicht.

Biber-Positionspapier verabschiedet und Auszeichnungen zum „Tag des Gewässers“

Am Nachmittag verabschiedete die Mitgliederversammlung ein fundiertes Positionspapier zum Thema Biber. Nach der umstrittenen Verordnung der Vorgänger-Regierung fordert der LFVBW nun ein praxisnahes, rechtssicheres Management, das Artenschutz und Hochwasserschutz sinnvoll miteinander vereinbart.

Einen weiteren Höhepunkt der Versammlung war, dass drei Vereine für ihre herausragenden Umwelt- und Reinigungsaktionen im Rahmen des „Tags des Gewässers“ ausgezeichnet:

  • Fischereiverein Backnang u.U. e.V.
  • Anglergemeinschaft Gamshurst
  • Angel- und Fischereiverein Herbrechtingen e.V.

Ausblick: Das Fundament für das neue Verbandsjahr ist gelegt. Die Entwicklungen beim digitalen Fischereischein, das neue Bibermanagement und die Fortschritte an den Gewässern werden die Agenda bestimmen. Die Ergebnisse und nächsten Meilensteine werden auf dem kommenden Landesfischereitag am 5. Juni 2027 präsentiert.

Ich bedanke mich bei Wolfgang Fleck (Bezirksreferent für Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW_Bezirk Nordwürttemberg) für seine Unterstützung und seine Bilder.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Mobil: (+49) 1718005496

Eindrücke des Tages:

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Weichenstellung für unsere Gewässer: Der Landesfischereitag 2026 in Stuttgart-Degerloch

Die Zukunft der Fischerei, des Angelns und des praktischen Artenschutzes in Baden-Württemberg steht im Fokus: Am 13. Juni 2026 lädt der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) zum diesjährigen Landesfischereitag nach Stuttgart-Degerloch ein.

Die traditionsreiche Tagung ist das zentrale Forum für alle, denen unsere heimischen Gewässer am Herzen liegen. Auch in diesem Jahr bringen wir Ehrenamt, Politik und Verwaltung an einen Tisch, um über drängende ökologische und strukturelle Fragen zu beraten.

Starkes Signal für die Basis: Dialog mit der Politik

Dass die Anliegen unserer Fischer und Angler Gehör finden, zeigt das hochkarätige Programm. Zur Eröffnung erwarten uns wichtige Impulse aus den Landesministerien und Regierungspräsidien – ein klares Zeichen für den engen, direkten Austausch auf Augenhöhe.

Die Highlights des Programms:

  • Politischer Besuch: Wir freuen uns besonders auf Ministerin Marion Gentges (Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat), die als große Unterstützerin der Fischerei gilt und sich unter anderem stark für das Lachswiederansiedlungsprojekt und die Lachszucht Wolftal einsetzt.
  • Direkter Draht zur Verwaltung: Für den Austausch mit den Vereinen und Bezirken reisen Dr. Jasminca Behrmann-Godel und Herr Hertenberger (Ministerium für Ländlichen Raum) sowie Dr. Frank Hartmann und Stefan Hüsgen (Regierungspräsidium Karlsruhe) an.
  • Starke Partner: Auch Herr Häußer vom Landesjagdverband begleitet die Veranstaltung, was die enge Verbundenheit unsrer klassischen Naturnutzer unterstreicht.

Schulterschluss für Angelpraxis und Naturschutz

Ob Klimawandel, Gewässerausbau oder der Schutz bedrohter Fischarten – die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur gemeinsam meistern. Deshalb setzen wir auf eine starke Vernetzung mit unseren Partnerverbänden:

  • Dr. Roland Rösch vertritt vor Ort den Landesverband der Berufsfischer und Teichwirte Baden-Württemberg e.V.
  • Dr. Isabelle Pergner bringt für den Landesbauernverband Baden-Württemberg e.V. die wichtige Perspektive des ländlichen Raums und der Flächennutzung ein.

Der Landesfischereitag 2026 bietet die ideale Plattform, um die Weichen für ein nachhaltiges Angeln in Baden-Württemberg zu stellen. Wir freuen uns auf den konstruktiven Austausch!

ℹ️ Hinweis für Medienvertreter

Vertreter der Presse sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen. Interviewwünsche koordinieren wir gerne vorab über unsere Pressestelle.

Pressekontakt: Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. Ansprechpartnerin: Karin Nowak Mail: karin.nowak@lfvbw.de | Tel: (+49) 711 25294753

Pressemitteilung erstellt von Simon Wachter _ Bezirksreferent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW _ Bezirk Südbaden.
Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

Der Bach-Workshop des LFVBW-Bezirks Südbaden begeistert Kinder, Familien und Fachbesucher in Furtwangen-Rohrbach

FURTWANGEN-ROHRBACH – Der faszinierende Lebensraum Bach stand am 24. Mai 2026 in Furtwangen-Rohrbach im Mittelpunkt des Geschehens. Parallel zum örtlichen Feuerwehrfest fand die erfolgreiche Neuauflage des letztjährigen Bach-Workshops statt. Ziel der Veranstaltung war es, Kindern, Festbesuchern und interessierten Erwachsenen die Gewässerökologie hautnah und praxisnah näherzubringen.

Das Fischmobil als mobiles Klassenzimmer Als kostenloser und optimal ausgestatteter „Schulungsraum“ diente auch in diesem Jahr der Anhänger des LFVBW-Fischmobils. Jörg Klausmann, Bezirksreferent für Jugendarbeit, des Landesfischereiverbandes (LFVBW)_Bezirk Südbaden, legte diesen praktischen Lernort den Vorständen und Jugendleitern der umliegenden Vereine wärmstens ans Herz, damit diese großartige Möglichkeit in Zukunft noch intensiver für die regionale Nachwuchsarbeit genutzt wird.

Ein Event dieser Größenordnung ist Teamarbeit: Ein großes Dankeschön gilt Klaus Lachner, Fachreferent Gewässer im Vorstand des LFVBW, der Bachbesitzer Jörg Klausmann wie gewohnt mit vollem Einsatz unterstützte. Die beiden bildeten am Fischanhänger ein eingespieltes Team und standen den zahlreichen Besuchern sowie angereisten Vereinsvertretern den ganzen Tag über mit ihrem Fachwissen Rede und Antwort.

Casting-Training und beste Stimmung Bereits vor dem offiziellen Start um 10 Uhr liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit von der Partie war auch Jens Breitbart, bekannt vom Fischerstammtisch in Sulz. Gemeinsam mit Jörg Klausmann und Klaus Lachner coachte er zwei Jungangler beim Zielwerfen (Casting) mit der Angelrute. Dass dabei der Spaß nicht zu kurz kam, bewies das Team selbst: Als Jörg Klausmann das Ziel einmal knapp verfehlte, schob er die Schuld mit einem Augenzwinkern auf den „herrschenden Oberwind“, was für herzhaftes Lachen in der Runde sorgte.

Gewässerökologie in der Praxis: Ein intakter Laichbach Der praktische Teil direkt am Wasser lieferte nicht nur Anschauungsmaterial, sondern auch wichtige Denkanstöße. Jörg Klausmann nutzte die Kulisse seines Heimatbaches, um den Anwesenden zu erklären, wie essenziell intakte Gewässerrandstreifen für den Schutz des Wassers und der Uferzonen sind. Um den Lebensraum greifbar zu machen, stiegen er und ein Jungangler direkt in die Fluten. Unter strenger Einhaltung der Natur- und Artenschutzauflagen wurden einige kleine Bachforellen schonend zur Anschauung gefangen. Der Fund der Jungfische ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Rohrbach als natürliche Kinderstube fungiert und sich die Forellenpopulation hier erfolgreich von alleine vermehrt.

Unter den erwachsenen Fachbesuchern entspannte sich schnell ein reger Austausch. Es wurde ausgiebig über den Nutzen von Absetzbecken gefachsimpelt, über Maßnahmen gegen die Verschlammung von Gewässern diskutiert und konstruktiv debattiert, wie sich die Themen Arten- und Naturschutz noch besser in der Bevölkerung verankern lassen.

Spielerisches Lernen bei bestem Wetter Im Gegensatz zum Vorjahr zeigte sich das Wetter diesmal von seiner besten Seite. Ein besonderes Highlight war der Besuch einer Familie, deren Sohn schnurstracks von den erfahrenen Junganglern in die Praxis eingewiesen wurde. Unter Anleitung lernte der Junge, wie man Makrozoobenthos – die wirbellosen Kleintiere des Gewässergrundes – fängt. Der junge Forscher holte sich dabei zwar prompt eine nasse Hose, war aber bis zum Schluss mit absolutem Fokus, riesigem Eifer und jeder Menge Spaß bei der Sache.

Fazit Der Bach-Workshop in Rohrbach hat eindrucksvoll bewiesen, wie lebendiger und praxisnaher Naturschutz Begeisterung wecken kann

Der große Erfolg und die überwältigend positive Resonanz lassen bereits heute die Hoffnung wachsen, dass der Bach-Workshop auch im kommenden Jahr seine Fortsetzung finden wird.

Ein besonderer Dank gilt Jörg Klausmann und Klaus Lachner, die das Fischmobil über viele Jahre hinweg mit großem Engagement immer wieder in den Fokus der Vereine gerückt und damit wichtige Impulse für die Nachwuchs- und Vereinsarbeit gesetzt haben.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Weitere Eindrücke:

 

Dem Rohrbach auf den Grund gegangen: Erstes FLOW-Projekt im Bezirk Südbaden ein voller Erfolg

Furtwangen – Das Wetter zeigte sich anfangs zwar von seiner ungemütlichen Seite, doch graue Wolken und anhaltender Regen konnten den Tatendrang der sieben hochmotivierten Kinder und Jugendlichen nicht bremsen. Gemeinsam mit ihren Betreuern Jörg Klausmann (Bezirksreferent für Jugend Südbaden) und Klaus Lachner (Fachreferent für Gewässer) trafen sie sich am Rohrbach zu einem ganz besonderen Naturschutzprojekt. Erstmals holte der LFVBW das bundesweit renommierte FLOW-Projekt in die Region – eine wissenschaftliche Initiative zur standardisierten Erfassung und Bewertung des ökologischen Zustands unserer kleinen Fließgewässer.

Für Projektleiter Jörg Klausmann war der Tag eine gelungene Premiere. Da das FLOW-Projekt strenge wissenschaftliche Kriterien erfüllen muss, um belastbare Daten für die Forschung (unter anderem für das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) zu liefern, hatte er sich im Vorfeld extra in speziellen Schulungen ausbilden lassen. Der Lohn für die Mühe: Ein perfekt organisiertes, improvisiertes Laborzelt am Bachufer, in dem das gesamte südbadische Team trotz der Nässe absolut akribisch und hochprofessionell ans Werk gehen konnte.

Drei Spezialteams für die Gewässergüte

Um einen rund 100 Meter langen Bachabschnitt des Rohrbachs lückenlos zu durchleuchten, teilte sich der Forschernachwuchs in drei spezialisierte Gruppen auf:

  • Gruppe 1 (Gewässerstruktur): Unter der Leitung von Betreuer Fabian Fischer, (Vorstandsmitglied AV Furtwangen) untersuchten die Kids das Bachbett, den Verlauf des Ufers und spürten natürliche Barrieren auf. Für einen echten Höhepunkt sorgte Jungforscher Nils, der eine Drohne geschickt über den Bachlauf steuerte, um die Struktur des Gewässers lückenlos aus der Vogelperspektive zu dokumentieren.
  • Gruppe 2 (Chemische Parameter): Fachkundig angeleitet von Klaus Lachner, nahmen Betreuerin Petra und zwei Jugendliche die chemische Wasserqualität unter die Lupe. Sie maßen wichtige Indikatoren wie Nitrat, Phosphat und den Sauerstoffgehalt. Als Verband, für den Umweltschutz an oberster Stelle steht, versteht es sich von selbst, dass streng darauf geachtet wurde, keine Chemikalien in die Natur einzubringen – sämtliche Testflüssigkeiten wurden sicher in Spezialbehältern aufgefangen.
  • Gruppe 3 (Makrozoobenthos): Ausgerüstet mit Keschern und Eimern wateten Jörg Klausmann und zwei Nachwuchsfischer durch das kalte Nass, um die wirbellosen Kleintiere des Gewässergrundes zu sammeln. Diese Tierchen dienen als perfekte Bioindikatoren und verraten den Experten sofort, wie es biologisch um die Wasserqualität bestellt ist.

Große Begeisterung und ein nasses Missgeschick

Die Mühe im Bachbett wurde belohnt: Die Ausbeute an Kleinstlebewesen war überwältigend. Jedes einzelne Tierchen wurde gemeinsam bestimmt, gezählt und sauber protokolliert, bevor es unbeschadet in seine nasse Heimat entlassen wurde.

Dass bei so viel vollem Einsatz unter freiem Himmel auch mal etwas schiefgehen kann, gehört zum echten Abenteuer dazu: Drei Protokollblätter fielen Jörg Klausmann buchstäblich ins Wasser – was der hervorragenden Stimmung aber absolut keinen Abbruch tat. Pünktlich zum verdienten, gemütlichen Teil gegen Mittag kämpfte sich dann auch die Sonne durch die Wolken.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Ein riesiges Dankeschön gilt Silke Klausmann, die die Truppe mit frischen Brezeln, warmem Kaffee und feinem Hefezopf versorgte, sowie Betreuerin Petra für ihre phänomenalen, selbstgebackenen Kekse.

Wissensvermittlung direkt am lebenden Objekt

Neben der harten wissenschaftlichen Datenerhebung kam der Austausch untereinander nicht zu kurz. Klaus Lachner nutzte die Gelegenheit direkt am Gewässer, um den Jugendlichen anschaulich zu erklären, wie das Laichgeschäft der Forellen abläuft und warum ein intakter, unverbauter Bachlauf für das Überleben unserer Salmoniden überlebenswichtig ist. Für herzhaftes Lachen sorgte Betreuer Fabian mit einer Anekdote aus seiner eigenen Jugend: Er hatte damals am Bach statt der erhofften Forelle aus Versehen eine Bisamratte am Schwanz gepackt.

Ein starkes Signal für den Naturschutz

Am Ende des Tages stand für alle Beteiligten fest: Das erste FLOW-Projekt im Bezirk Südbaden war ein voller Erfolg! Die erhobenen Daten leisten einen wertvollen und wissenschaftlich fundierten Beitrag zum Schutz unserer heimischen Kleingewässer. Gleichzeitig hat unsere Verbandsjugend eindrucksvoll bewiesen, dass praktischer Naturschutz und die Hege unserer Gewässer trotz Regenwetter unglaublich viel Spaß machen können. Das schreit nach einer Wiederholung!

Ihr wollt mehr über das FLOW-Projekt erfahren oder selbst aktiv werden?

Unsere Experten vom Landesfischereiverband stehen euch gerne Rede und Antwort:

Jörg Klausmann

(Bezirksreferent für Jugend Südbaden) | E-Mail: joerg.klausmann@lfvbw.de

Klaus Lachner

(Fachreferent für Gewässer) | E-Mail: klaus.lachner@lfvbw.de

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

Dem Rohrbach auf den Grund gegangen: FLOW-Projekt des LFVBW ein voller Erfolg

Furtwangen – Graue Wolken und anfänglicher Regen? Für echten Fischerei- und Naturschutznachwuchs kein Hindernis! Davon ließen sich sieben hochmotivierte Kinder und Jugendliche am Rohrbach jedenfalls nicht bremsen. Ausgerüstet mit Keschern, Klemmbrettern und jeder Menge Entdeckergeist starteten sie gemeinsam mit Jörg Klausmann (LFVBW-Bezirksreferent für Jugend) und Klaus Lachner (LFVBW-Fachreferent für Gewässer) ein ganz besonderes Naturschutzprojekt. Zum ersten Mal führte der Verband das bundesweit renommierte FLOW-Projekt durch – eine wissenschaftliche Initiative zur standardisierten Erfassung und Bewertung des ökologischen Zustands unserer so wichtigen kleinen Bäche.

Für Projektleiter Jörg Klausmann war die Aktion eine gelungene Premiere. Da das FLOW-Projekt strenge wissenschaftliche Kriterien erfüllen muss, um belastbare Daten für die Forschung (unter anderem für das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) zu liefern, stand im Vorfeld eine fundierte Ausbildung des Gruppenleiters an. Vor Ort zahlte sich das aus: Das gesamte Team ging mit einer Akribie und Professionalität zu Werke, die unserem Verband alle Ehre macht. Ein kleines Zelt diente dabei als improvisiertes Trockenlabor für die Messungen.

Drei spezialisierte Teams für die Gewässergüte

Um den rund 100 Meter langen Bachabschnitt lückenlos und wissenschaftlich sauber zu untersuchen, teilten sich die Nachwuchsforscher in drei spezialisierte Gruppen auf:

  • Gruppe 1 (Gewässerstruktur): Gemeinsam mit Betreuer Fabian Fischer, (Vorstandsmitglied AV Furtwangen) nahmen die Kinder das Bachbett unter die Lupe. Untersucht wurden der Verlauf des Bachs, die Uferbeschaffenheit und potenzielle natürliche Barrieren. Für die perfekte Dokumentation kam sogar moderne Technik zum Einsatz: Jungforscher Nils steuerte eine Drohne geschickt über den Bachlauf, um die Struktur präzise aus der Vogelperspektive festzuhalten.
  • Gruppe 2 (Chemische Parameter): Unter der fachkundigen Leitung von Klaus Lachner analysierten Betreuerin Petra und zwei Jugendliche die chemischen Werte des Wassers. Wichtige Indikatoren wie Nitrat, Phosphat und der Sauerstoffgehalt wurden genauestens bestimmt. Als Fischer ist uns der Umweltschutz eine Herzensangelegenheit, weshalb Klaus Lachner strikt darauf achtete, dass keine Testflüssigkeiten in die Natur gelangten – sämtliche Chemikalien wurden sicher in einem Extra-Behälter gesammelt.
  • Gruppe 3 (Makrozoobenthos): Bewaffnet mit Eimern und Keschern wateten Jörg Klausmann und zwei Kinder durch den Rohrbach. Ihr Ziel: Das Sammeln von Makrozoobenthos – den wirbellosen Kleintieren des Gewässergrundes. Diese Tierchen sind die perfekten Bioindikatoren, um die biologische Wasserqualität verlässlich zu bestimmen.

Große Begeisterung und ein kleines Missgeschick

Die Ausbeute am Gewässergrund war überwältigend und sorgte für leuchtende Augen bei den Kids und den Betreuern. Die enorme Anzahl und Vielfalt der gefundenen Kleinstlebewesen zeigen, wie lebendig unsere heimischen Bäche sind. Jedes Tierchen wurde akribisch bestimmt, gezählt und dokumentiert, bevor es wieder unbeschadet in seine nasse Heimat entlassen wurde.

Dass bei so viel vollem Einsatz unter freiem Himmel auch mal etwas schiefgehen kann, gehört zum echten Outdoor-Erlebnis dazu: Drei Protokollblätter fielen Jörg Klausmann buchstäblich ins Wasser – was der hervorragenden Stimmung aber keinen Abbruch tat. Pünktlich zum gemütlichen Ausklang gegen 12 Uhr setzte sich schließlich auch die Sonne durch.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Ein riesiges Dankeschön gilt Silke, der Frau von Jörg Klausmann, die die Truppe mit frischen Brezeln, feinem Zopf und warmem Kaffee versorgte, sowie Betreuerin Petra für ihre phänomenalen, selbstgebackenen Kekse.

Wissensvermittlung direkt am lebenden Objekt

Neben der reinen Datenerhebung kam die anglerische Praxis und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz. Gewässer-Experte Klaus Lachner nutzte die Gelegenheit, um dem Nachwuchs anschaulich zu erklären, wie das Laichgeschäft der Bachforellen abläuft und warum ein intakter Bachlauf für das Überleben der Fische existenziell ist. Für herzhaftes Lachen sorgte Betreuer Fabian mit einer Anekdote aus seiner eigenen Jugend: Er hatte am Bach statt der erhofften Forelle aus Versehen eine Bisamratte am Schwanz gepackt.

Das Fazit des Tages: Das erste FLOW-Projekt des LFVBW war ein voller Erfolg! Die erhobenen Daten leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Kleingewässer. Gleichzeitig hat unser Forschernachwuchs bewiesen, dass angewandter Naturschutz und Verbandsarbeit trotz Regen unglaublich viel Spaß machen können.

Interesse geweckt?

Wer mehr über das Flow-Projekt erfahren oder sich in der Gewässer- und Jugendarbeit engagieren möchte, kann sich gerne direkt an unsere Experten wenden:

Jörg Klausmann

(Bezirksreferent für Jugend Südbaden) | E-Mail: joerg.klausmann@lfvbw.de

Klaus Lachner

(Fachreferent für Gewässer) | E-Mail: klaus.lachner@lfvbw.de

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

Fischerstammtisch in Wurmlingen: Zwischen Biber-Burgen und natürlicher Artenvielfalt

Am 30. April 2026 verwandelte sich der „Löwen“ in Wurmlingen in eine Denkfabrik für den Gewässerschutz. Zum ersten Stammtisch des Kreisverbandes Tuttlingen in diesem Jahr trafen sich engagierte Fischerkollegen, nicht nur aus Wurmlingen, Kolbingen und Thalheim, um gemeinsam die Weichen für die kommende Saison zu stellen.

Unterstützung aus dem Bezirk:

Die Veranstaltung gewann deutlich an Dynamik durch den Besuch von Simon Wachter, Bezirksreferent für Öffentlichkeitsarbeit im Bezirk Südbaden, und Jörg Klausmann, Jugendreferent des LFVBW-Bezirk Südbaden. Beide folgten der Einladung von Christian Haas, dem stellvertretenden Bezirksvorsitzenden, der aus beruflichen Gründen nicht persönlich teilnehmen konnte. Die Bedeutung der Vernetzung zwischen den Vereinen und dem Verband wurde dadurch besonders hervorgehoben und fand auch in den Beiträgen der Bezirksvertreter ihren Widerhall.

Mit ihrer klaren Botschaft „Ihr seid nicht allein – wir unterstützen euch bei der Arbeit vor Ort!“ unterstrichen Simon Wachter und Jörg Klausmann das Engagement des Verbandes, die Vereine aktiv zu begleiten. Sie betonten, dass die Unterstützung sowohl im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit als auch bei der Jugendarbeit eine zentrale Rolle spielt, um die nachhaltige Entwicklung und den Zusammenhalt unter den Vereinen zu stärken.

Wenn der Biber baut: Herausforderungen am Bach

Ein brennendes Thema der Versammlung war der „Baumeister der Natur“. In der Nähe hat ein Biber einen Bach derart aufgestaut, dass die Fischer sofort reagieren und einen gezielten Arbeitseinsatz organisieren mussten. Doch die Anwesenheit des Nagers wirft Fragen auf:

  • Woher bekommt man hochwertigen Schutzdraht?
  • Welche Behörde ist der richtige Ansprechpartner bei Konflikten?

Hier entwickelte sich ein reger Austausch über bürokratische Hürden und praktische Lösungen am Ufer.

Ein Sieg für die Natur: „Besatzstopp“ mit Erfolg

Für einen Gänsehautmoment sorgte der Erfolgsbericht eines teilnehmenden Vereins: Seit fünf Jahren wurde dort bewusst auf den Besatz von Forellen verzichtet. Das Ergebnis ist ein Paradebeispiel für nachhaltigen Naturschutz – der Bestand reproduziert sich mittlerweile komplett von selbst!

Passend dazu berichtete Jörg Klausmann von seinen eigenen Erfahrungen an seinem eigenen Bach, den er gepachtet hat, wo er mit Herzblut und Fachwissen ähnliche Erfolge bei der Ansiedlung der Bachforelle erzielt. Diese Praxisbeispiele zeigen eindrucksvoll: Wenn der Lebensraum stimmt, regelt die Natur den Rest.

Nachwuchs und Öffentlichkeitsarbeit: Das „Klassenzimmer zum Anfassen“

Wie erreicht man die Fischer von morgen? Jörg Klausmann hatte dafür eine ganze Palette an Material im Gepäck:

  • Der Fischanhänger: Das mobile Labor für Nachwuchsforscher wurde vorgestellt.
  • Wilde Welten: Kalender und Malbücher, die die Schönheit unserer Heimat kindgerecht vermitteln.
  • Montageguide: Praktische Tipps für den Einstieg in das schönste Hobby der Welt.

Die Runde war sich einig: Wir müssen unsere Arbeit als Naturschützer noch mutiger nach außen tragen. Das „Klassenzimmer am Wasser“ ist dabei der Schlüssel, um Kindern den Wert unserer Gewässer direkt vor Ort begreifbar zu machen.

Kulinarik und Kameradschaft

Was wäre ein Fischerstammtisch ohne den Genuss? Zwischen Fachsimpeleien über Besatzfische und Wasserqualität wurden eifrig Fischrezepte ausgetauscht. So mancher Geheimtipp für die heimische Küche wechselte über den Stammtisch die Seiten.

Fazit: Der Stammtisch in Wurmlingen hat erneut bewiesen, dass der direkte Dialog unersetzbar ist. Ob Biber-Management oder Nachwuchsförderung – die Fischer im Kreis Tuttlingen packen es gemeinsam an!

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

 

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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