High-End-Präzision & Weite: So spektakulär war das Weltcup-Finale im Castingsport!

Wenn Millimeter über den Weltcup-Sieg entscheiden und Kunststoffgewichte in Höchstgeschwindigkeit durch die Luft fliegen, dann ist Castingsport-Zeit! Am 3. Oktober verwandelte sich die Sportschule Baden-Baden Steinbach in die Arena des internationalen Spitzensports: 80 Top-Athletinnen und -Athleten aus acht Nationen kämpften beim großen Weltcup-Finale um jeden einzelnen Punkt.

Gemeinsam mit dem Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und der Anglerkameradschaft Iffezheim durften wir als Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V. ein Event der Extraklasse auf die Beine stellen.

Akribie vor dem Startschuss

Schon morgens vor dem offiziellen Beginn um 08:30 Uhr lag Wettkampffieber in der Luft. Ob Spezialruten-Tuning, penible Schnurmessungen mit Mikrometern oder die Gewichtskontrolle auf digitalen Feinwaagen: Im Castingsport wird nichts dem Zufall überlassen. Athleten aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Schweden, Polen, Ungarn, Österreich und der Schweiz nutzten jede Minute zum Feinschliff.

Nach der feierlichen Eröffnung durch Andreas Kirchner (Castingsport-Verantwortlicher Nordbaden & LFV-Landesjugendwart) und Begrüßungen durch Ehrengäste wie ICSF-Weltverbandspräsidentin Frau Kläusler sowie Vertreter der Politik und Verbände ging es direkt zur Sache.

Faszination Turniersport: 9 Disziplinen, maximale Nervenstärke

Gefordert war absolute Perfektion auf acht Bahnen parallel – aufgeteilt in packende Fliegen- und Gewichts-Disziplinen:

  • Zielgenauigkeit im Fokus: Ob beim Arenberg-Tuch (D3) oder den geneigten Skish-Scheiben (D4 & D8) – wer hier Punkte holen wollte, brauchte ein ruhiges Händchen und perfektes Timing.
  • Schattenwürfe auf Distanz: Bei den Weitwurf-Disziplinen (Ein- und Zweihand bis hin zur Multirolle) ging es um reine Dynamik und maximale Weite.

Mehr als nur Wettkampf: Fairplay & Leidenschaft

Abseits der Wertungsbahnen zeigte sich, was unsere Community ausmacht: Echter Sportsgeist und Wissenstransfer. Andreas Kirchner nutzte die Gelegenheiten nicht nur für Einblicke hinter die Kulissen gegenüber Gästen aus Politik und Region, sondern gab einem sichtlich nervösen Nachwuchswerfer kurz vor dessen Durchgang noch entscheidende Coaching-Tipps mit auf den Weg.

Gegen 17:00 Uhr standen nach akribischer Auswertung durch Hauptkampfrichter Anthöfer-Jung und sein 17-köpfiges Schiedsrichterteam die Sieger fest. Ein rundum gelungenes Fest des Angelsports, das einmal mehr gezeigt hat, wie viel Faszination, Präzision und Gemeinschaft im Castingsport stecken!

Die Disziplinen auf einen Blick:

Disziplin Bezeichnung Ziel / Gerät Wertung
D1 Fliege Ziel 5 Wasserbassins (Ø 60 cm) in 8–13 m Entfernung Treffer = 5 Pkt. (max. 100)
D2 Fliege Weit (Einhand) Einhandrute, Fliegenschnur Summe der 2 weitesten Würfe
D3 Gewicht Präzision Arenberg-Tuch mit 5 Ringen Zentrum = 10 Pkt., abgestuft bis 2
D4 Gewicht Ziel (Skish) 5 geneigte Scheiben (Ø 76 cm) in 10–18 m Treffer = 5 Pkt. (max. 100)
D5 Gewicht Weit (Einhand) 7,5 g Kunststoffgewicht, Einhandrute Weite in Metern × 1,5
D6 Fliege Weit (Zweihand) Zweihandrute, schwere Fliegenschnur Summe der 2 weitesten Würfe
D7 Gewicht Weit (Zweihand) 18 g Kunststoffgewicht, Zweihandrute Weite in Metern × 1,5
D8 Multi Ziel 18 g Gewicht auf Skish-Scheiben mit Multirolle Treffer = 5 Pkt. (max. 100)
D9 Multi Weit (Zweihand) 18 g Kunststoffgewicht, Zweihandrute & Multirolle Weite in Metern × 1,5

Verfasser:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Mobil: (+49) 1718005496

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ASV Konstanz und das Fischmobil beim Kinderfest im Stadtgarten – Ein Tag voller Neugier, Natur und Engagement

Am Samstag, den 12. September, wurde der Konstanzer Stadtgarten erneut zum großen Spiele‑ und Erlebnisareal für Familien. Rund 50 Vereine präsentierten sich beim traditionellen Kinderfest – mittendrin der Angelsportverein Konstanz (ASV Konstanz), der mit einem hervorragend vorbereiteten Stand und einem abwechslungsreichen Programm zahlreiche Kinder und Eltern begeisterte.

Ein Stand, der zum Entdecken einlud

Schon früh am Morgen herrschte geschäftiges Treiben: Fahnen wurden ausgelegt, Castingruten aufgebaut, Informationsmaterial sortiert und die naturkundlichen Präparate sorgfältig arrangiert. Das Helferteam um Dominik Laschisch hatte den Stand mit viel Herzblut vorbereitet und betreute ihn den gesamten Tag über mit großem Einsatz.

Bereits vor zehn Uhr strömten die ersten Familien heran. Besonders die vielen Präparate – vom Hecht bis zum Barsch – zogen Kinder magisch an. Ein kleiner Junge erzählte stolz, dass er kürzlich mit seinem Opa seinen ersten Fisch gefangen habe. Solche Momente zeigen, wie sehr Angeln Generationen verbindet und wie wichtig Vereine als Vermittler von Naturerlebnissen sind.

Das Fischmobil – Lernen mit Spaß und Staunen

Ein besonderer Höhepunkt war das Fischmobil des Landesfischereiverbands Baden‑Württemberg, betreut von Malte Seibold. Mit interaktiven Stationen, anschaulichen Erklärungen und vielen Mitmachangeboten vermittelte das Fischmobil spielerisch Wissen über heimische Fischarten, Gewässerökologie und Naturschutz.

Kinder konnten präparierte Fische und Zähne betrachten, Fischbilder ausmalen oder ausprobieren, wie man eine Angel korrekt auswirft. Das Fischmobil ist seit Jahren ein Publikumsmagnet – und auch diesmal bildeten sich durchgehend kleine Menschentrauben rund um die Stationen.

Castingruten, Teamgeist und Vereinsarbeit

Großen Zuspruch fand das Werfen mit den Castingruten, das viele Kinder zum ersten Mal ausprobierten. Geduldig erklärten die Vereinsmitglieder die richtige Technik und unterstützten die jungen Besucher bei ihren ersten Würfen. Die Begeisterung war groß – und viele Eltern zeigten sich beeindruckt, wie vielseitig und verantwortungsvoll die Arbeit eines Angelsportvereins ist.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen funktionierte hervorragend: Der ASV stellte spontan einen Tisch für einen benachbarten Stand zur Verfügung – ein kleines, aber schönes Zeichen für den Gemeinschaftssinn, der das Kinderfest prägt.

Ein Tag, der zeigt, was Ehrenamt leisten kann

Das Kinderfest machte eindrucksvoll sichtbar, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement für das kulturelle und soziale Leben der Stadt Konstanz ist. Der ASV Konstanz leistete mit seinem Stand einen wichtigen Beitrag dazu, Kindern die Natur näherzubringen, Interesse am Angelsport zu wecken und die Bedeutung von Gewässer‑ und Artenschutz zu vermitteln.

Viele Besucher bedankten sich für die spannenden Einblicke und die freundliche Betreuung – ein Feedback, das die Arbeit des Vereins bestätigt und motiviert.

Dank an das Team

Ein herzlicher Dank gilt Dominik Laschisch und Christian Martin, die mit großem Einsatz und viel Leidenschaft den Stand betreuten und den Tag für viele Kinder zu einem besonderen Erlebnis machten. Ihr Engagement zeigt, wie lebendig und zukunftsorientiert Vereinsarbeit sein kann.

Verfasser:

Simon Wachter _ verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim Angelsportverein Konstanz

Mail: Oeffentlichkeit@asv-konstanz.de

Mobil: (+49) 1718005496

ASV Konstanz | Angelfischerei, Jugendarbeit, Naturschutz

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Rückblick: Der Landesfischereiverband Baden Württemberg auf dem 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest

Vom 27. September bis zum 4. Oktober 2026 präsentierte sich der Landesfischereiverband Baden‑Württemberg (LFVBW) auf dem 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest (LWH) auf dem Cannstatter Wasen. Acht Tage lang waren wir mit einem eigenen Stand im Kleintierzelt vertreten – direkt neben dem Landesverband der Berufsfischer und Teichwirte sowie der Fischereiforschung des LAZBW.

Unser Ziel war klar: Die vielfältigen Aufgaben des LFVBW sichtbar machen – von Jugend- und Ausbildungsarbeit über Arten- Landschafts- und Gewässerschutz bis hin zur Rolle der organisierten Angelfischerei als anerkannter Naturschutzverband. Und das gelang eindrucksvoll.

Fische erleben – Wissen weitergeben

Besonders Familien und Kinder ließen sich für die heimische Fischwelt begeistern. Eine großformatige Darstellung zeigte, welche beeindruckenden Größen unsere Fischarten erreichen können. Der Wels ist dabei der unangefochtene Star hier in Baden-Württemberg: Staunen, Fragen und große Augen inklusive.

Der Maltisch war nahezu durchgehend besetzt. Zeitweise malten bis zu acht Kinder gleichzeitig ihre Lieblingsfische, und viele der Kunstwerke schmückten später unsere Standwand. Fischposter waren bei den jungen Gästen besonders beliebt, während Einsteigerinnen, Einsteiger und erfahrene Anglerinnen und Angler gern zum Montageguide griffen.

So wurde aus einem Messebesuch ganz praktisch Umweltbildung – und vielleicht der erste Schritt zu einer späteren Begeisterung für die Angelfischerei und den daraus folgenden Gewässer- Arten- und Landschaftsschutz.

Publikumsmagnet Rundstrombecken

Ein echter Hingucker war unser frisch instand gesetztes Rundstrombecken. Wels, Karpfen, Schleie, Zander und weitere heimische Arten ließen sich dort aus nächster Nähe beobachten.

Für einen spontanen Lehrmoment sorgte ein Zander, der vor den Augen der Besucher einen anderen Fisch erbeutete. Sofort entstanden Gespräche über Nahrungsketten, Verhalten und Dynamik im Gewässer – genau die Art von Begegnung, die ökologische Zusammenhänge greifbar macht und im Gedächtnis bleibt.

Großes Besucherinteresse – starke Resonanz

Das Landwirtschaftliche Hauptfest erwies sich erneut als Publikumsmagnet: Mehr als 160.000 Gäste besuchten, die größte Fach- und Publikumsmesse Süddeutschlands für Land‑, Forst‑ und Ernährungswirtschaft.

Die Messeleitung zog eine durchweg positive Bilanz:

  • Guido von Vacano, Geschäftsführer der Stuttgarter Veranstaltungsgesellschaft, würdigte das LWH als „rundum gelungen“.
  • Landwirtschaftsministerin Marion Gentges hob hervor, dass die Veranstaltung die Branche zusammengebracht und wichtige Impulse gesetzt habe.

Für uns zeigte sich dabei deutlich: Zur Land- und Ernährungswirtschaft gehört auch der Blick unter die Wasseroberfläche – auf Fische, Gewässerlebensräume und die Menschen, die sich ehrenamtlich für sie einsetzen.

Ein starkes Team – viele helfende Hände

Auf- und Abbau sowie die Betreuung über acht Messetage waren nur dank des großen ehrenamtlichen Einsatzes möglich. Hermann Gleinser koordinierte am ersten Tag das Team souverän und war nahezu durchgehend vor Ort.

Besonderer Dank gilt:

  • Hermann Gleinser
  • Thomas Wahl
  • Ingabritta Homann
  • Christine Strobel
  • Hubert Wnuck
  • Bettina Bojung
  • Susanne Döring
  • Christoph Schulz
  • Jürgen Waldvogel
  • Tanja Kraft
  • Reinhart Sosat
  • Simon Wachter

Ich hoffe sehr ich habe niemanden vergessen.

Ebenfalls einen besonderen Dank gilt Malte Seibold, der wie immer in seinem Element war und mit großer Fachkenntnis und Begeisterung den Interessieren unsere Arbeit näherbrachte. Da er den LFVBW verlässt, möchten wir ihm ausdrücklich für seinen Einsatz und die gemeinsame Zeit danken.

Mehr als eine Messe

Das Landwirtschaftliche Hauptfest verbindet Information, Begegnung und fachlichen Austausch. Für den LFVBW bot es die ideale Gelegenheit, ein breites Publikum für den Lebensraum Wasser zu sensibilisieren und die Leistungen der organisierten Angelfischerei sichtbar zu machen.

Unsere Gewässerwarte erkennen ökologische Störungen häufig frühzeitig, Vereine leisten praktische Hege- und Pflegearbeit, und unsere Bildungsangebote vermitteln Wissen – von der Vorbereitung auf die staatliche Fischereiprüfung bis zur Jugend- und Gewässerarbeit.

Damit trägt der Verband zu intakten Gewässern, Artenvielfalt und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur bei.

Unser Fazit

Das 102. Landwirtschaftliche Hauptfest war für den LFVBW ein voller Erfolg. Wir konnten:

  • unsere Arbeit sichtbar machen,
  • mit vielen interessierten Menschen ins Gespräch kommen,
  • die Vielfalt heimischer Fischarten präsentieren,
  • zeigen, wie Fischerei, Gewässerökologie, Ehrenamt und nachhaltige Nutzung zusammenwirken.

Die vielen Gespräche, neugierigen Fragen und begeisterten Reaktionen bestätigen unseren Auftrag: Menschen für Fische und Gewässer zu gewinnen und gemeinsam Verantwortung für den Lebensraum Wasser zu übernehmen.

Wir freuen uns darauf, diesen Dialog beim nächsten Landwirtschaftlichen Hauptfest fortzusetzen.

Verfasser:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Mobil: (+49) 1718005496

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Anglerstammtisch des Kreis Tuttlingen – lebhafter Austausch in Wurmlingen

Am 24. September war es wieder so weit: Im traditionsreichen Gasthof Löwen in Wurmlingen fand der letzte Anglerstammtisch des Kreis Tuttlingen für dieses Jahr statt. Rund zehn engagierte Vereinsmitglieder aus den umliegenden Vereinen folgten der Einladung und sorgten für einen Abend voller Fachwissen, Diskussionen und echter Vereinsverbundenheit.

Schon zu Beginn zeigte sich, wie wertvoll dieser Stammtisch für den Austausch unter den Anglerinnen und Anglern ist. Die Gespräche waren lebhaft, die Themen vielfältig – und wie so oft entwickelte sich aus einem einfachen Treffen ein Abend voller neuer Impulse.

Vielfalt der Themen – von Karauschen bis Klimawandel

Besonders intensiv wurde die Frage diskutiert, woher echte Karauschen bezogen werden können – ein Thema, das derzeit einen Verein beschäftigt. Hierzu bitte Ingo Kramer unseren Biologen kontaktieren.

Simon Wachter bot zudem an, die Vereine beim Verfassen und Veröffentlichen von Artikeln zu unterstützen. Diese Aufgabe bereitet ihm Freude und entspricht zugleich seinem gewählten Auftrag, die Öffentlichkeitsarbeit im Kreis weiter zu stärken.

Die klimatischen Bedingungen des Jahres waren ein weiterer Schwerpunkt. Hitze, Niedrigwasser, Extremwetter – all das beeinflusst die Gewässer und stellt die Vereine vor neue Herausforderungen.

Ebenso wurde über das Ferienprogramm und das Fischmobil bei den Ferienspielen in Kolbingen gesprochen, das erneut ein Highlight für die Kinder war und die Jugendarbeit sichtbar stärkt.

Fachwissen, Praxis und Zukunftsthemen

Die Runde widmete sich außerdem:

  • den Fängen von Krebsen und deren Bedeutung für die Gewässer,
  • dem Fischanhänger und den Einsätzen von Jörg Klausmann,
  • kommenden Terminen und Arbeitseinsätzen,
  • der Öffentlichkeitsarbeit in den Vereinen,
  • dem Thema Biber und den daraus entstehenden Interessenkonflikten,
  • der Hege und Pflege der Gewässer,
  • Fragen der Fischkunde, Gebietsansprüche und Fischkrankheiten,
  • sowie dem Selbstbau von Gewässerbelüftungen, der für viele Vereine zunehmend relevant wird.

Es zeigte sich einmal mehr, wie breit das Spektrum der Angelfischerei ist – und wie wichtig der Austausch zwischen den Vereinen, um Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Ausblick

Der nächste Anglerstammtisch des Kreis Tuttlingen findet am 28. Januar 2027 um 19:00 Uhr im Gasthof Löwen in Wurmlingen statt.

Ein Abend, der erneut spannende Gespräche, wertvolle Impulse und ein starkes Miteinander verspricht.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

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„Abenteuer rund um das heimische Gewässer!“ – Ferienspiele an der Bära

Am 9. September veranstaltete der Sportanglerverein Kolbingen e.V. im Rahmen des Kinderferienprogramms der Gemeinden Kolbingen und Bärenthal einen spannenden Nachmittag rund um das Thema Wasser und Natur. Insgesamt 15 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren nahmen begeistert teil.

Zu Beginn stellte Malte Seibold vom Landesfischereiverband Baden‑Württemberg (LFVBW) das Fischmobil vor und erklärte den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, was sie an diesem Tag erwartet. Nach einer kurzen Einführung bildeten die Kinder einen Sitzkreis und starteten mit dem Spiel einer „Fischjagd“: In zwei Gruppen – Hecht und Forelle – wurden zwei Tücher blitzschnell im Kreis weitergereicht, bis der Hecht die Forelle „erwischt“ hatte. Zur Freude aller gewann natürlich der Hecht, so wie es meist auch in der Natur der Fall ist.

Im Anschluss präsentierte Malte Seibold verschiedene heimische Fischarten sowie Tiere aus dem Lebensraum Gewässer – darunter Biber, Bisamratte und Eisvogel – anhand anschaulicher Präparate. Besonders spannend war die Erklärung zur Bära, dem Fluss, an dem die Veranstaltung stattfand, und zum natürlichen Wasserkreislauf. Ein Highlight war der große Puzzlewels, den die Kinder gemeinsam zusammensetzten.

Danach ging es ans Wasser: Mit Sieben und Eimern wurden Kleinstlebewesen gefangen, bestimmt und protokolliert. Unter dem Mikroskop zählten die Kinder Beine, Schalen und Flügel und lernten, wie man Arten erkennt. Dabei wurde immer wieder auch der sorgsame Umgang mit den Lebewesen betont – alle Tiere wurden anschließend wieder in ihren Lebensraum zurückgesetzt. Dass dabei die eine oder andere nasse Socke entstand, gehörte zum Abenteuer dazu.

Nicht nur die Kinder, sondern auch einige Erwachsene konnten an diesem Tag Neues über die faszinierende Welt unserer Gewässer lernen. Zum Abschluss gab es eine wohlverdiente Brotzeit mit Brezeln und Getränken, bei der die Erlebnisse des Tages noch einmal lebhaft diskutiert wurden.

Ein herzlicher Dank gilt Daniel Maier, dem Vorstand des Vereins, sowie den engagierten Helfern Franz Josef Rack, Manfred Müller, Egon Osswald, Sabine Nagel und Daniel Maier, die mit ihrer Unterstützung zum Gelingen dieser Veranstaltung beitrugen.

Der Sportanglerverein Kolbingen e.V. zeigte mit diesem Tag eindrucksvoll, wie spannend und lehrreich die Naturpädagogik am Wasser sein kann – und wie wichtig es ist, Kinder früh für den Schutz unserer heimischen Gewässer zu begeistern. 

Daniel Maier zum Kinderferienprogramm 2026

„Das Kinderferienprogramm am 09.09.2026 war für mich ein richtig schöner Tag. Die Kinder waren neugierig, hatten Spaß und haben gleichzeitig viel über unsere heimischen Gewässer gelernt. Gerade das Thema Naturschutz lag mir dabei besonders am Herzen – zu sehen, wie schnell die Kids verstehen, warum wir unsere Natur schützen müssen, war für mich das Highlight.

Das Fischmobil hat das super unterstützt: Anfassen, Staunen, Lernen – genau so bleibt Naturschutz im Kopf.

Und natürlich ein großes Dankeschön an unsere Helfer, die mit Geduld und Leidenschaft dabei waren.

Für mich bleibt der Tag etwas Besonderes, weil man gemerkt hat, wie viel solche Erlebnisse bewirken können“.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

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Faszination Gewässerwelten: Landesfischereiverband wieder beim Landwirtschaftlichen Hauptfest auf dem Wasen dabei

Vom 27. September bis 4. Oktober 2026 präsentiert der LFVBW heimische Fischvielfalt, verantwortungsvolle Angelfischerei, Jugendarbeit und aktiven Gewässerschutz in Stuttgart.

Backnang, 13. September 2026 – Wenn sich die Tore zur 102. Ausgabe des Landwirtschaftlichen Hauptfests (LWH) auf dem Stuttgarter Cannstatter Wasen öffnen, setzt der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V. (LFVBW) eine geschätzte Tradition fort: Auch bei der diesjährigen Messe ist der Verband als fest etablierter Partner erneut als Aussteller vertreten.

Zum Auftakt der Messe am 27. September werden Präsident Thomas Wahl und Geschäftsführer Reinhart Sosat persönlich vor Ort sein, um die Bedeutung der Angelfischerei, der Jugendarbeit und des Natur- sowie des Artenschutzes für Baden‑Württemberg hervorzuheben.

Der LFVBW macht damit deutlich, welchen Stellenwert die Angelfischerei und Gewässerökologie in der Land- und Ernährungswirtschaft Süddeutschlands einnehmen.

Tradition und Verantwortung auf Süddeutschlands größter Fachmesse

Das Landwirtschaftliche Hauptfest blickt auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurück und zählt mit rund 130.000 m² Ausstellungsfläche zu den bedeutendsten Branchentreffs für Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg ist seit vielen Jahrzehnten ein regelmäßiger Stammgast im 4-Jahres-Turnus der Messe und nutzt die Plattform, um seine vielfältige Arbeit für Angelfischerei, Gewässerschutz, Artenvielfalt und Umweltbildung sichtbar zu machen.

 „Die Präsenz auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest ist für uns Herzenssache und Schaufenster zugleich. Wir schlagen hier die Brücke zwischen dem eigenverantwortlichen Erwerb hochwertiger Lebensmittel für den eigenen Bedarf, angewandtem Naturschutz und den Bürgerinnen und Bürgern. Die Fischwirte und unsere Angler leisten täglich Unschätzbares für den Erhalt unserer Flüsse und Seen – das machen wir auf dem Wasen greifbar.“

— Sprecher des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg e. V.

 Highlights am Stand des LFVBW

Besucherinnen und Besucher erwartet am Messestand des Landesfischereiverbands ein abwechslungsreiches Informations- und Erlebnisprogramm:

  • Heimische Fischarten erleben: Einblicke in die Biodiversität der baden-württembergischen Flüsse und Seeökosysteme.
  • Gewässerschutz & Artenschutz in der Praxis: Präsentation aktueller Schutzprojekte zur Renaturierung von Gewässern und zur Rettung bedrohter Fischarten.
  • Beratung für Angler & Nachwuchs: Informationen zum Fischereischein, zur Jugendarbeit und zur verantwortungsvollen Freizeitfischerei.

Über den Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V. (LFVBW)

  • Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V. vertritt die Interessen der Angelfischer im Land. Neben der Förderung der nachhaltigen Fischerei setzt sich der Verband maßgeblich für den Schutz der Gewässerökosysteme, den Erhalt der biologischen Vielfalt, den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie für eine hervorragende Jugendarbeit

Pressekontakt:

Verfasser der Pressemitteilung:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

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Ferienspiele beim Angelsportverein Singen-Bohlingen

Auch in diesem Jahr öffnete der Angelsportverein Singen-Bohlingen wieder seine Tore für die traditionellen Ferienspiele der Stadt Singen. Insgesamt durften wir 14 Mädchen und Jungen bei uns am Ziegeleiweiher begrüßen.

Pünktlich um 15 Uhr startete bei bestem Wetter ein abwechslungsreicher Nachmittag rund um das Thema Angeln und Natur. Unsere Vereinsmitglieder hatten alles bestens vorbereitet, sodass die jungen Teilnehmer direkt ihre ersten Erfahrungen am Wasser sammeln konnten.

Unter fachkundiger und geduldiger Anleitung lernten die Kinder den Umgang mit der Stippangel und dem Schwimmer kennen und konnten anschließend selbst ihr Glück beim Angeln versuchen. Die Begeisterung war dabei während der gesamten drei Stunden deutlich zu spüren.

Doch nicht nur das Angeln stand im Mittelpunkt. Unsere Betreuer brachten den Kindern auch den Lebensraum Gewässer näher, vermittelten Wissenswertes über heimische Fischarten und erklärten, warum Natur-, Arten- und Gewässerschutz untrennbar zum Angelsport gehören.

Besonders gefreut hat uns, dass wir auch einige bekannte Gesichter aus den vergangenen Jahren wieder begrüßen durften – ein schönes Zeichen dafür, dass unsere Ferienspiele bei den Kindern in guter Erinnerung bleiben.

Gegen 18 Uhr ließen wir den Nachmittag gemeinsam bei frisch gegrillten Würsten und kühlen Getränken ausklingen.

Ein besonderer Dank gilt Stefan Geiser und seinem engagierten Team, die mit einer hervorragenden Vorbereitung und Betreuung dafür gesorgt haben, dass die Ferienspiele auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg wurden.

Vielleicht war dieser Nachmittag für den einen oder anderen sogar der Beginn einer neuen Begeisterung – für das Angeln, unsere heimische Natur und einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr.

Denn wer die Natur kennen und schätzen lernt, wird auch verstehen, warum es sich lohnt, sie zu schützen.

Wir freuen uns schon auf die Ferienspiele im nächsten Jahr!

Mehr Eindrücke von diesem tollen Nachmittag gibt es hier:

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Lebensretter im Einsatz: Angler des Angelsportverein Konstanz e.V. setzen starkes Zeichen bei der Blutspende

Konstanz. Wer früh am Morgen am Wasser steht, die Stille des Ufers erlebt und sieht, wie eng Leben, Natur und Mensch miteinander verbunden sind, weiß: Schutz beginnt mit Verantwortung. Dieses Bewusstsein tragen die Mitglieder des Angelsportvereins Konstanz e.V. (ASV KN) nicht nur ans Gewässer, wenn sie sich für intakte Lebensräume, sauberes Wasser und den Erhalt der heimischen Natur einsetzen, sondern auch in die Jugendarbeit, in der sie jungen Menschen Werte wie Achtsamkeit, Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor der Natur vermitteln.

Das der Verein sich auch in anderen Bereichen engagiert, zeigte sich, als der DRK Blutspendedienst die Vereine in Konstanz zum Blutspenden aufrief.

Der Angelsportverein folgte dieser Aufforderung. Unser Vizepräsident Manuel Zeltner, brachte dieses wichtige Thema in der Vereinsversammlung der Mitglieder zur Sprache und rief die Mitglieder auf sich an der Aktion zu beteiligen. Zusätzlich wurden die Informationen über Aushänge am Vereinsheim, der Vereinshomepage sowie über weitere Kanäle des Vereins in den sozialen Medien veröffentlicht.

Am Freitag, den 03. Juli zeigten dann 3 Vereinsmitglieder eindrucksvoll, dass ihr Verantwortungsgefühl auch dort zählt, wo Menschen dringend Hilfe brauchen: Alexander Bausch, Chrisof Wolf und Simon Wachter folgten dem Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und spendeten im Bodenseeforum Konstanz jeweils einen halben Liter Blut für den guten Zweck.

Begleitet wurden die Mitglieder von unserem Vizepräsidenten, der derzeit selbst nicht spenden kann, sich aber dennoch auf den Weg machte, um vor Ort weitere Kontakte zu knüpfen.

Nachdem die notwendigen Formalitäten und die medizinischen Voruntersuchungen reibungslos erledigt waren, begaben sich die 3 Angler in die fähigen Hände des medizinischen Personals, um sich sprichwörtlich „anzapfen“ zu lassen. Die Spende selbst verlief absolut unkompliziert. Im Anschluss an den Pieks hieß es erst einmal: Ausruhen und Kräfte sammeln.

Während die Mitglieder ihr Blut spendeten, kam Manuel Zeltner mit der Referentin Cathrine Gebel ins Gespräch. Dabei tauschten sie sich sowohl über das Thema Blutspende als auch über den Angelsportverein aus.

Die Aktion und das Engagement des Angelsportvereins wurden sehr positiv und vorbildlich aufgenommen. Zukünftig will man bei dem Thema weiter zusammenarbeiten.

Zudem wurde Frau Gebel eingeladen, bei einer der nächsten Vereinsversammlungen einen Vortrag zu diesem wichtigen Thema zu halten.

Ziel ist es, Vorurteile abzubauen, Unentschlossene zu informieren und vielleicht auch den einen oder anderen „alten Hasen“ im Verein dazu zu animieren, (wieder) zur Blutspende zu gehen.

Einblick in die kritische Lage der Blutversorgung

In den Gesprächen wurde den Spendern noch einmal die dramatische Bedeutung ihrer Tat vor Augen geführt. Die Verantwortlichen des DRK teilten eine besorgniserregende Statistik: Aktuell reichen die Blutvorräte oft nur für rund 2,5 Tage. Um eine lückenlose und sichere Versorgung von Krankenhäusern und Notfällen zu gewährleisten, ist jedoch ein stabiler Vorrat von mindestens 5 Tagen zwingend notwendig.

Jede einzelne Spende zählt und kann im Ernstfall Leben retten. Da Blut nicht künstlich hergestellt werden kann und viele Bestandteile nur eine sehr kurze Haltbarkeit haben (Blutplättchen beispielsweise nur wenige Tage), ist das Gesundheitssystem auf einen kontinuierlichen Nachschub angewiesen.

Initiative für die Zukunft: Der ASV KN bleibt am Ball

Die 3 Erstspender waren von der professionellen Organisation und der Wichtigkeit der Aktion so begeistert, dass es für sie feststeht: Sie werden definitiv wiederkommen. Um das Thema auch langfristig im Verein zu verankern und weitere Mitglieder zu motivieren, wurden direkt Nägel mit Köpfen gemacht.

Manuel Zeltner rief spontan eine eigene Blutspende-WhatsApp-Gruppe ins Leben, um künftige Termine gemeinsam zu koordinieren.

Der ASV Konstanz bedankt sich herzlich beim DRK für die tolle Betreuung und hofft, dass diesem Beispiel noch viele weitere Lebensretter folgen!

Wissenswertes rund um die Blutspende: Warum auch du spenden solltest!

  • Lebensretter Nr. 1: Statistisch gesehen wird in Deutschland alle sieben Sekunden eine Blutspende benötigt – sei es nach schweren Unfällen, bei geplanten Operationen oder zur Behandlung von Krebspatienten.
  • Der kleine Gesundheits-Check: Vor jeder Spende werden Blutdruck, Puls und der rote Blutfarbstoff (Hämoglobinwert) gemessen. Zudem wird das gespendete Blut im Labor auf verschiedene Krankheitserreger untersucht. Man tut also nicht nur anderen etwas Gutes, sondern erhält auch einen kleinen Überblick über die eigene Gesundheit.
  • Wer darf spenden? Grundsätzlich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren (Erstspender meist bis 60 oder 65 Jahre, je nach Dienst), der mindestens 50 kg wiegt.
  • Kurzer Zeitaufwand, große Wirkung: Die reine Blutentnahme dauert meist nur 5 bis 10 Minuten. Mit Anmeldung, Untersuchung und der anschließenden Ruhephase sollte man etwa eine Stunde Zeit einplanen – eine Stunde, die für einen anderen Menschen ein ganzes Leben bedeuten kann.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim Angelsportverein Konstanz

Mail: Oeffentlichkeit@asv-konstanz.de

Mobil: (+49) 1718005496

ASV Konstanz | Angelfischerei, Jugendarbeit, Naturschutz

Mehr Bilder unserer Blutspendenaktion findet ihr hier:

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Maifischbesatz in der Murg-Mündung

Am 17.06.2026 trafen sich an der Murg-Mündung bei Steinmauern zahlreiche Angler der umliegenden Vereine um diese Aktion des Landesfischereiverbandes zu unterstützen. Es sollten ca. 500.000 kleine Maifische in die Freiheit entlassen werden. Dr. Andreas Scharbert, der Projektleiter des Maifischprogramms, wartete bereits an der Murg-Mündung mit einem Kühlwagen, in dem die Maifische aus Frankreich, aus dem Garonne-Gebiet, hierher transportiert wurden. Jürgen Waldvogel, Vizepräsident des Landesfischereiverbandes, begrüßte zahlreiche Gäste und Abordnungen der Angelvereine. Vom Landwirtschaftsministerium war die Staatssekretärin Frau Sarah Schweizer gekommen, die ihrerseits ein Grußwort sprach und sich über die große Beteiligung freute. Weiter konnte Waldvogel eine Abordnung aus Frankreich begrüßen. Frau Marie Coll, Wissenschaftlerin beim Wanderfischprogramm, Jean Jacques Klein, Präsident der Federation du Bas-Rhin pour la Peche, sowie seinen Direktor Jean Frank Lacerenzo. Von der Fischereibehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe war Herr Stefan Hüsgen und von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd Rheinland -Pfalz war Herr Macello Petrone gekommen. Auch Rolf Spiegelhalder, Bürgermeister auch Elchesheim-Ilingen, Heinz Zoller von den Naturfreunden e.V. und Geschäftsführer Reinhart Sosat vom LFVBW, waren mit von der Partie.

Dr. Scharbert berichtete kurz über den Lebenszyklus des Maifischs, der als 5 Millimeter-Fischlein den Rhein abwärts wandert. Mit einer Größe von ca. 10 cm erreicht diese Heringsart das Meer und kehrt von dort mit der stattlichen Länge von bis zu 70 cm in den Rhein und seine Nebenflüsse zum Laichen zurück. Nachdem Dr. Scharbert einige Fragen zum Maifisch beantwortet hatte, konnten die Jugendgruppen der Angelvereine unterstützt von Frau Staatssekretärin Schweizer, die ersten Maifische in die Freiheit entlassen.

Besonders sei noch zu erwähnen, dass die Maifische bereits in größeren Zahlen eigenständig zum Laichen in den Rhein und seine Nebenflüsse zurückkehren. Die Besatzmaßnahmen der zurückliegenden Jahre, scheinen zu wirken. Auch in der Fischtreppe bei Iffezheim, in der dortigen Video-Überwachungsstation, werden regelmäßig größere Trupps an Maifischen gesichtet.

Das Maifischprogramm schein von Erfolg gekrönt, den sich der Landesfischereiverband Baden-Württemberg auf seine Fahnen schreiben darf.

Jürgen Waldvogel

Noch mehr Eindrücke:
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Naturnahe Bauweisen und Gewässerökologie im Fokus: Erfolgreicher Gewässernachbarschaftstag 2026 in Spaichingen

Ein Nachbericht zum Schmökern

Spaichingen. Um den Zustand unserer heimischen Fließgewässer fit für die Zukunft zu machen, braucht es den direkten Austausch zwischen Kommunen, Planern, Behörden und der Praxis. Ein Paradebeispiel für diesen konstruktiven Dialog bot der diesjährige Gewässernachbarschaftstag des Landkreises Tuttlingen, der am 10. Juni 2026 im Feuerwehrhaus in Spaichingen stattfand. Unter dem zentralen Thema „Naturnahe Bauweisen und Beschattung“ kamen rund 50 Teilnehmer – darunter Bauhofleiter, Vertreter von Tiefbau- und Umweltämtern sowie Naturschutzverbände – zusammen. Als Vertreter des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg (LFVBW) begleitete Simon Wachter die Veranstaltung, um die fischereilichen und gewässerökologischen Interessen einzubringen. Die Präsenz des Verbandes stieß bei den Anwesenden auf sehr positive Resonanz.

Starkregen, Klimawandel und ein tragischer Rückblick

Herr Schmidt von der hiesigen Bauamtsleitung begrüßte die Gäste herzlich und zeigte sich erfreut über die hohe Resonanz. In seiner Einführung hob er die existenzielle Bedeutung intakter Gewässer hervor, verwies jedoch gleichzeitig auf die zunehmenden Herausforderungen durch Starkregenereignisse im kommunalen Raum.

Herr Kamutzky vom Landratsamt Tuttlingen, der gemeinsam mit Frau Reichegger (Regierungspräsidium Freiburg) die Moderation leitete, lobte zwar die bisher umgesetzten Schutz- und Pflegemaßnahmen an den lokalen Gewässern, fand jedoch auch kritische Worte für ein aktuelles ökologisches Desaster: Durch den illegalen oder unsachgemäßen Eintrag von Gärresten in die Prim kam es zu einem massiven Fischsterben. Auf einer Strecke von über 1,5 Kilometern wurde der Fischbestand komplett vernichtet – ein herber Rückschlag für die Gewässerökologie und die lokalen Hegebemühungen, der die Dringlichkeit von lückenlosem Gewässerschutz unterstrich.

Fachvorträge: Von ingenieurbiologischer Bauweise bis zur Kolmation

Der Vormittag stand im Zeichen hochkarätiger Fachvorträge:

  • Naturnahe Bauweisen an Fließgewässern: Frau Reichegger (RP Freiburg) referierte über moderne, biologisch ausgerichtete Bauweisen im Wasserbau. Sie zeigte auf, wie durch den gezielten Einsatz von Totholzstrukturen, Buhnen, Weidenspreitlagen oder Faschinen dauerhafter Erosionsschutz für die Infrastruktur geschaffen wird, während gleichzeitig wertvolle Lebensräume entstehen.
  • Gehölze am Gewässer und Beschattung: Stefan Müller vom Landesbetrieb Gewässer (RP Freiburg) beleuchtete die Wassertemperatur als ökologischen Leitparameter. Angesichts des Klimawandels ist eine strategische Beschattung durch fachgerechte Uferbepflanzung essenziell, um einer kritischen Erwärmung des Wassers entgegenzuwirken und die Funktionsfähigkeit des Ökosystems zu sichern.
  • Das unsichtbare Problem – Die Kolmation: Einen tiefen Einblick in die Gewässerökologie gab Frau Dr. Seitz von der Fachstelle Hydraulik. Sie erklärte das Phänomen der Kolmation (die Verstopfung des lückenreichen Kiesbetts durch Feinsedimente). Das Problem: Es gibt kein technisches Messgerät für die Kolmatierung. Die Begutachtung erfolgt optisch mittels Kartierung sowie durch die sogenannte Stifel- oder Stocherprobe. Eine Sedimententnahme zur Analyse sollte dabei möglichst ohne maschinellen Einsatz erfolgen, um das Substrat nicht zu verfälschen. Die Kolmation verhindert, dass Sauerstoff in den Kies gelangt – was fatal für die Brut von Kieslaichern wie den Forellen ist.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden praxisnahe Fragen erörtert – etwa die Vor- und Nachteile von Frühjahrspflanzungen am Ufer, die Verfügbarkeit von Fachfirmen vor Ort sowie die Gefahr, dass Entwässerungsgräben bei zu starker Kolmation komplett ausfallen.

Praxisnah: Die Revitalisierung der Prim in Spaichingen

Ein Höhepunkt des Vormittags war die Vorstellung der Revitalisierungsmaßnahmen an der Prim durch Herrn Kaysers von der Planstatt Senner. Die Prim ist ein klassisches Salmonidengewässer, litt in der Vergangenheit jedoch unter einem sehr geradlinigen Verlauf, einer durch Kolmatierung stark befestigten Sohle und einem teilweise zu dichten, ungesteuerten Uferbewuchs, der den Fluss völlig aus dem Ortsbild verschwinden ließ.

Durch die neuen Maßnahmen wurde das Flussbett verbreitert und Uferstufen angelegt, um die Prim wieder erlebbar zu machen. Für die natürliche Uferbefestigung kamen Weidenstecklinge zum Einsatz, zudem wurde die Sohlschleppspannung optimiert. Um den Raum für Inselstrukturen und Mäander zu schaffen, wurde sogar ein Bolzplatz verlegt. Herr Kaysers betonte die hervorragende Zusammenarbeit und die wichtige Einbeziehung der Nachbarschaft (beispielsweise bei der Absprache von Baumhöhen). Das Fazit war durchweg positiv: Eine Renaturierung von Bächen und Flüssen lohnt sich auch – und gerade – innerorts massiv.

Exkursionen nach Spaichingen und Rottweil

Nach einer kurzen Begehung der Prim-Revitalisierung unter der Leitung von Herrn Honer (Stadt Spaichingen) und der anschließenden Mittagspflege im Gasthof Kreuz, verlagerte sich die Veranstaltung am Nachmittag in die Praxis.

In Fahrgemeinschaften ging es nach Rottweil auf das Gelände der anstehenden Landesgartenschau 2028. Hier besichtigten die Teilnehmer die großflächige Revitalisierung des Neckars. Frau Reichegger führte die Gruppe und demonstrierte anschaulich die am Morgen theoretisch besprochenen ingenieurbiologischen Bauweisen (wie den Einsatz von Geotextilsäcken, Holzgrünschwellen und Totholz) im direkten Praxiseinsatz.

Gegen 16:15 Uhr endete ein rundum gelungener und informationsreicher Nachbarschaftstag mit der Übergabe der Teilnahmebescheinigungen. Für den Landesfischereiverband zeigte die Veranstaltung deutlich: Nur wenn Wasserbau, Kommunen und Fischerei Hand in Hand arbeiten, können wir unsere Gewässer langfristig als Lebensadern erhalten.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Mobil: (+49) 1718005496

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Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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