Jahreshauptversammlung Angelsportverein Dittigheim

Vorstandschaft teilweise im Amt bestätigt, zwei Positionen im Vorstand neu besetzt.

Fischerkönig 2025 Wolfgang Streng.

Dittigheim: Zur 45.Jahreshauptversammlung des ASV-Dittigheim e.V. begrüßte 1.Vorsitzender Manfred Beck um 19:30 Uhr die Mitglieder im Vereinsheim in Dittigheim. Ein besonderer Gruß galt dem Kreisvorsitzenden des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg e.V. Wolfgang Fleck.
Nach einer Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder, verlas Schriftführer Tobias Link das Protokoll der letztjährigen Versammlung und 1. Vorsitzender Manfred Beck gab den Geschäftsbericht von 2025 bekannt.

Im Jahr 2025 gab es keine besonderen Vorkommnisse. Die Vorstandschaft traf sich zu drei Vorstandsitzungen. Wie in den Vorjahren war der Angelsportverein mit Gewässerwart Thomas Kerner und einigen Mitgliedern wieder an der Aktion Picobello aktiv beteiligt. Bei der Reinigungsaktion wurden die Uferregionen des Gewässers gesäubert, der angeschwemmten Unrat eingesammelt und fachgerecht entsorgt.

Der Kassenbericht von Kassenwart  Harry Schönleber zeigte  trotz steigender laufenden Kosten einen soliden Kassenstand.

Die Kassenprüfer Anton Kimmelmann und Matthias Thalmann bescheinigten dem Kassenwart eine vorbildliche und ordenliche Kassenführung.

Den Sportbericht gab David Dschymalla bekannt. Er stellte die Ergebnisse der Vereinsfischen vor und bemerkte, dass sich das Gesamtfangergebnis im Jahr 2025 verbessert hat. Beim Pokalfischen gewann Hermann Maasen und beim Nachtangeln Thomas Kerner.

Gewässerwart Thomas Kerner berichtet über fünf Fischeinsätze im vergangenen Jahr. Hierbei wurde bei den Besatzmaßnahmen beachtet, ein Gleichgewicht des Fischvorkommen im Gewässer weiter zu erhalten. Unter Anderem wurden wieder Forellenbrüttlinge und Farmaalen eingesetzt.

In seinen Ausführungen setzte er weiter voraus, dass Schonzeiten, Mindestmaße und das korrekte Ausfüllen der Fanglisten ordnungsgemäß eingehalten werden.

Jugendwart Marcel Schmitt konnte im vergangenen Geschäftsjahr über einen Neuzugang eines Jugendlichen berichten. Allerdings konnten umständehalber keine aktive Jugendarbeit oder Aktivitäten durchgeführt werden. Allerdings wären Aktivitäten an einem Angelsee in Planung.

Ehrenratsvorsitzender Hermann Maasen war auch in diesem Jahr zufrieden und bescheinigte im Verein Ruhe und Frieden, es gab nichts zu berichten und er hoffte, dass es auch in Zukunft so bleibe. Er richtete einen Appell an alle Angler, an allen Hege- und Vereinsfischen, sowie vermehrt an Vereinsveranstaltungen teil zu nehmen.

Danach stellte er den Antrag auf Entlastung des Kassenwarts und der Vorstandschaft , die von den Mitgliedern einstimmig gewährt wurde.

Es standen Neuwahlen eines zweiten Kassenprüfers an. Anton Kimmelmann schied nach zwei Jahren Amtszeit aus. Wahlleiter Manfred Beck führte die Wahl durch. Aus der Versammlung stellte sich Wolfgang Streng zur Wahl und wurde für zwei Jahre einstimmig (mit einer Enthaltung) als 2. Kassenprüfer gewählt. Der neue Kassenprüfer nahm die Wahl an.

Die Neuwahl der Vorstandschaft wurde vom Ehrenratsvorsitzenden Hermann Maasen durchgeführt. Die Wahl erfolgte einstimmig, jeweils mit einer Enthaltung.

Aufgrund des Ausscheidens des bisherigen Kassenwarts sowie des Todes eines Amtsinhabers mussten zwei Positionen im Vorstand neu besetzt werden.

Die neu gewählte Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Manfred Beck (1. Vorsitzender), Wilhelm Schönleber (2. Vorsitzender), Tobias Link (Schriftführer), Thomas Kerner (Gewässerwart), David Dschymalla (Sportwart) und Marcel Schmitt (Jugendwart) wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Simon Schimpf als Kassenwart sowie Matthias Thalmann als Gerätewart.

Unter dem Punkt Verschiedenes erfolgten anschließend Geburtstagsehrungen für das Geschäftsjahr 2025. Matthias Thalmann bekam zum 60. Geburtstag ein Filitiermesser überreicht. Die Jubilare Wilfried Schmitt zum 70. Geburtstag und Wolfgang Schilling zum 85. Geburtstag jeweils einen Boxbeutel.

Sportwart David Dschymalla gab den Fischerkönig 2025 bekannt und überreichte dem Sieger Wolfgang Streng den Königspokal.

Im Schlusswort bedankte sich Manfred Beck stellvertretend im Namen der gesamten Vorstandschaft bei den Mitgliedern für ihr Kommen und für das entgegen gebrachte Vertrauen.

Besonderen Dank galt den Mitgliedern, die sich bei Aktivitäten, Veranstaltungen, Reinigungsaktion, Pflege des Vereinsgelände oder bei den Fischhegemaßnahmen für den Verein engagieren. Bewirtschafter des Vereinsheim Willi Schönleber mit seinen Helfer/innen Jessica und Achim Blankenburg, Elke Schmitt und Jutta Correia wurde ein kleines Dankeschön überreicht.

Danach wurde die Versammlung um 20.22 Uhr beendet.

Die neue gewählte Vorstandschaft von links nach rechts: Tobias Link (Schriftführer), Manfred Beck (1.Vorsitzender) neu gewählt Simon Schimpf (Kassenwart) Marcel Schmitt (Jugendwart) David Dschymalla (Sportwart), Wilhelm Schönleber (2. Vorsitzender), Thomas Kerner (Gewässerwart) und neu gewählt Matthias Thalmann (Gerätewart).

Fischerkönig 2025 Wolfgang Streng (links) nimmt die Glückwünsche und den Königspokal von Sportwart David Dschymalla (rechts) entgegen.

 

Text ASV Dittigheim (Manfred Beck, 1.Vst) Bilder ASV Dittigheim (Wolfgang Fleck)

Foto: ASV-Dittigheim e.V

 

 

 

Aufschwung bei der Aqua Fisch 2026

10.03.2026 – Mehr Aussteller und mehr Besucher lautete die Maxime für die 32. Auflage der Aquafisch und diese wurde vollumfänglich erfüllt. Trotz oder vielleicht gerade wegen einem schönen und frühlingshaften Wochenende strömten fast 18.000 Besucher zur Aquafisch und genossen sichtlich die Messe. Zum umfangreichen Informationsangebot gehörten auch wir vom LFV BW in Kombination mit unserem Fischmobil-Anhänger und in Kooperation mit Fishing-King auf unserem 100 m² Stand. Vom Andrang überwältigt stellten wir bereits Samstagnachmittag fest, dass unsere „Give-Aways“ in Form von Plakaten, Postern, Kalendern, Taschen und weiteren Infobroschüren sehr gefragt waren, sodass wir rationieren mussten, um für Sonntag überhaupt noch Material zum Verteilen übrig zu haben.

Viele schöne und informative Gespräche und Anfragen rund um das Angeln konnten geführt bzw. beantwortet werden. Auch Themen bezüglich Verbandsaktivitäten und Mitgliedschaft, gerade von „Neu-Anglern“ wurden häufig angesprochen. Bedauern wurde geäußert, dass unsere Gewässerwarte-Ausbildungen ständig ausgebucht seien und man keinen Platz bekäme, weil die Nachfrage so groß sei. Hier wurde der Wunsch nach mehr Kursen geäußert und natürlich Verständnis gezeigt, dass unsere Ausbilder schon jetzt an die Grenzen des Machbaren stoßen. Reichlich Lob bekamen wir für unsere Präsenz und unseren Stand, für das Fischmobil und die Kooperation mit Fishing-King, diese würde wohl tadellos funktionieren. Auch wurde gerne unser Angebot der kindgerechten Information über die Zusammenhänge im Gewässer als Lebensraum mittels unserem Fischmobil-Anhänger und einer kompetenten Betreuung genutzt. Eltern waren dankbar für die Verweilqualität und die Kinder begeisterten sich für das Angebot zum „Forschen“ Malen und Spielen. Auf unserem Stand war fast immer etwas los.

Ein besonderes „Schmankerl“ ist das Interview, welches vom Veranstalter mit Jörg Klausmann, Betreuer des Fischmobil-Anhängers geführt und bereits beim Zoologischen Zentral Anzeiger, Boot Magazin und Fisch & Fang veröffentlicht wurde. Link: https://www.aqua-fisch.de/medien-presse/hoerfunkservice

Überhaupt kann man zusammenfassend sagen, das Interesse am LFV BW, seinen Aufgaben und Tätigkeiten war sehr groß und dies nicht nur bei unseren Mitgliedern. Auffällig waren die vielen freundlichen und anerkennenden Worte, sodass man im Resümee sagen kann, es ist uns gelungen, ein positives Image zu vermitteln und somit war unsere Beteiligung an der Messe Aquafisch dank dem Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort wieder ein Erfolg.

 

Bericht Aquafisch 2026 © Text Wolfgang Groth / LFVBW

LFVBW-Wahlprüfsteine: Parteipositionen zur Angelfischerei und Gewässerpflege in Baden-Württemberg

Liebe Anglerinnen und Angler, Vereinsmitglieder und Interessierte,

im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 hat der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) – als Vertretung der organisierten Angelfischer im Land – den im Landtag vertretenen Parteien (Grüne, CDU, SPD, FDP und AfD) 20 gezielte Fragen zu Themen wie Gewässerschutz, Fischereigesetz, Naturschutz und wirtschaftlicher Bedeutung der Fischerei gestellt.

Die unveränderten Originalantworten der Parteien geben Ihnen einen transparenten Überblick über ihre Positionen und Pläne.

Entdecken Sie die Antworten in unserem Reader oder laden Sie das vollständige Dokument als PDF herunter. So können Sie sich bestens informieren und fundiert entscheiden – für gesunde Gewässer, starke Vereine und eine zukunftsweisende Fischereipolitik!

LFVBW_Wahlpruefsteine_Landtagswahl_2026

Finale der Indoorleague South 25/26 – Castingsportturnier in Iffezheim!

Seid dabei beim spannenden Finale der Indoorleague South am Sonntag, den 22. März 2026, in der Sporthalle Iffezheim! Von Anfängern ab 5 Jahren bis zu erfahrenen Castingsportlern – alle sind herzlich eingeladen, in Disziplinen wie Arenberg und Skish mitzumachen, inklusive Training, Wettkampf und Fuchsjagd. Meldet euch bis zum 15. März bei Andreas Kirchner (Jugend-Casting@AK-Iffezheim.de) an – Startgebühr nur 14–16 €, Geräte werden gestellt!

RecFishing-App: Vorerst keine Meldepflicht für Angler in Deutschland – Rechtsgrundlage fehlt noch

Angeln am Meer

Die EU-Kommission hat die RecFishing-App eingeführt, eine mobile Anwendung zur elektronischen Meldung von Angelfängen in der Meeres-Freizeitfischerei. Sie dient der besseren Datenerhebung zu bestimmten Fischarten und ergänzt die überarbeitete EU-Fischereikontrollverordnung (Verordnung (EU) 2023/2842 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1224/2009).

Aktueller Stand in Deutschland (Stand Januar 2026):

  • Es besteht derzeit keine rechtliche Verpflichtung für Anglerinnen und Angler, Fänge über die RecFishing-App zu melden.
  • Grund: Die notwendige nationale Rechtsgrundlage – eine Änderung des Seefischereigesetzes (SeeFischG) – ist noch nicht rechtskräftig.
  • Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) rechnet mit einem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens frühestens im Sommer 2026.
  • Erst nach Inkrafttreten dieser Änderung wird die Meldung für betroffene Meeresangler verpflichtend.

Betroffene Arten und Gebiete (EU-weit):
Die Meldepflicht gilt schrittweise für Arten mit EU-weiten Schon- oder Managementmaßnahmen, z. B.:

  • Wolfsbarsch, Aal (Nordsee)
  • Dorsch, Aal, Lachs (Ostsee)
  • Weitere sensible Arten wie Blauflossenthun

Die App soll tägliche Meldungen (inkl. Rückwürfe) ermöglichen und wird in den EU-Mitgliedstaaten nach und nach freigeschaltet – je nach nationaler Bereitschaft.

Position des DAFV:

Der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) begleitet den Prozess seit 2018 eng und setzt sich für eine praktikable, belastbare Datenerhebung ein, die Stichproben ersetzt und echten Naturschutz unterstützt. Gleichzeitig kritisiert er übermäßige Bürokratie und Verzögerungen.

Ausblick:

Sobald die SeeFischG-Änderung verabschiedet ist, informieren wir euch umgehend über die genauen Pflichten, Registrierung und Nutzung der App. Bis dahin gilt: Keine Verpflichtung in Deutschland!

Weitere Infos:

Originalartikel DAFV: RecFishing-App vorerst nicht verpflichtend

EU-Infos: Europäische Kommission – RecFishing

Wir halten euch auf dem Laufenden – bei Fragen gerne an uns wenden!

(Quellen: DAFV, EU-Kommission; Stand: Februar 2026), Foto: Shutterstock

EU Wassergesetze verteidigen – EAA bittet um Unterzeichnung von Petition

DAFV, 23.02.2026 – Flüsse, Seen und Feuchtgebiete Europas stehen zunehmend unter Druck. Auf EU‑Ebene wird derzeit diskutiert, ob wichtige Umweltvorschriften erneut geöffnet und überarbeitet werden könnten – darunter auch die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), der Eckpfeiler der europäischen Wasserschutzpolitik.

Für Angler ist dies keine abstrakte politische Debatte: Saubere Gewässer und gesunde Fischbestände sind die Grundlage intakter Ökosysteme.

Die European Anglers Alliance (EAA)

Der DAFV ist seit Gründung der EAA 1994 ein aktives Mitglied der Allianz. Die EAA unterhält in Brüssel ein Büro mit hauptamtlichen Mitarbeitern und nutzt die Leistungen einer Lobbyagentur, um im Sinne der Angler Europas, Einfluss auf Regelungen und Verordnungen zu nehmen. Die EAA vertritt die Interessen von geschätzten 25 Millionen Anglern in ganz Europa.

Warum ist der Schutz der Wasserrahmenrichtlinie für uns Angler wichtig?

Die European Anglers Alliance (EAA) begleitet die Umsetzung der WRRL seit vielen Jahren. Seit ihrer Verabschiedung im Jahr 2000 verfolgt die Richtlinie u. a. folgende Ziele:

  • Verringerung der Umweltverschmutzung
  • Wiederherstellung der Flusskontinuität
  • Verbesserung des ökologischen Zustands europäischer Gewässer

Die WRRL umfasst Flüsse, Seen, Grundwasser, Flussmündungen und andere aquatische Ökosysteme – also genau jene Lebensräume, auf die unsere heimischen Fischarten angewiesen sind.

Trotz Fortschritten erreichen viele Gewässer in der EU jedoch immer noch keinen guten ökologischen Zustand (GÖZ). Klimawandel, Lebensraumfragmentierung, Wasserentnahme und Schadstoffeinträge beeinträchtigen weiterhin unsere Süßwasserökosysteme, Fischbestände und die aquatische Biodiversität.

Was wir jetzt brauchen, ist eine konsequente Umsetzung und Durchsetzung der bestehenden Vorschriften – nicht eine Öffnung oder Überarbeitung der WRRL, wie sie die Europäische Kommission im Rahmen ihres angekündigten Überprüfungsprozesses für das zweite Quartal 2026 erwägt.

Für uns Anglerinnen und Angler ist der Zusammenhang klar:

  • Sauberes Wasser bedeutet gesunde Fische.
  • Wiederhergestellte Flussverbindungen ermöglichen erfolgreiche Fischwanderungen.
  • Starke Umweltstandards sichern nachhaltige Angelmöglichkeiten – heute und in Zukunft.

Angler gehören oft zu den ersten, die Veränderungen der Wasserqualität, des Fischverhaltens oder eine Verschlechterung des Lebensraums bemerken.

Warum die Petition unterschreiben?

Eine EU‑weite Petition europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen fordert die Entscheidungsträger der EU dazu auf, die europäischen Umweltgesetze – einschließlich der WRRL – zu bewahren und vollständig umzusetzen, anstatt sie zu öffnen und abzuschwächen. Dies steht im Gegensatz zu Überlegungen der EU‑Kommission im Rahmen ihres Aktionsplans ResourceEU.

Süßwasser ist eine unverzichtbare Ressource – für Europas Wohlstand, für Unternehmen, für die Natur und für die Menschen, die sie nutzen.

Mit Ihrer Unterschrift senden Angler eine klare Botschaft:

Europa muss strenge Wasserschutzvorschriften einhalten – und sicherstellen, dass sie umgesetzt werden!

Die European Anglers Alliance unterstützt diese Initiative ausdrücklich, denn der Schutz aquatischer Ökosysteme ist für uns Angler in Europa von zentraler Bedeutung.

Stehen Sie für Wasser, Natur, unsere Süßwasserökosysteme und heimische Fischarten ein!

Unterschreiben Sie die Petition jetzt!
Zur Petition

Beitrag und Bilder: DAFV

Die Tauber wird zu warm: Angler kämpfen um Fische

Aktuelles Fischerpruefung

Fischereiverein Bad Mergentheim: Jahreshauptversammlung mit Ehrungen und Wahlen.

Bad Mergentheim. Zur Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Bad Mergentheim 1893 e.V. begrüßte der zweite Vorsitzende Pascal Rückheim zahlreiche Mitglieder sowie als Gast den Kreisvorsitzenden des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg, Wolfgang Fleck, im Dorfgemeinschaftshaus Neunkirchen. Neben dem Rückblick auf das Vereinsjahr standen auch aktuelle Herausforderungen an den Gewässern sowie personelle Entscheidungen im Mittelpunkt der Versammlung.

Die Berichte des Vorstands gaben einen umfassenden Überblick über das Vereinsjahr. Rückheim verwies auf die zusätzliche Arbeitsbelastung durch die Einführung eines digitalen Mitgliedersystems sowie die Überarbeitung von Satzung und Fischereiordnung. Gerade die Umstellung auf digitale Abläufe erfordere anfangs viel Abstimmung und Einarbeitung, solle langfristig aber die Verwaltung erleichtern. Gewässerwart Georg Landwehr informierte über Besatzmaßnahmen und Fangzahlen. Für dieses Jahr ist zudem eine Schonstrecke für Jungfische im Wachbach geplant, um deren Aufwachsen und Ausbreitung in natürlicher Umgebung beobachten zu können.

Große Sorge um die Tauber Besorgt äußerte sich der Referent für Fischereifragen, Jürgen Galvagni, über die hohen Wassertemperaturen in der Tauber und die in den Sommermonaten zunehmend sinkenden Wasserstände. Insbesondere Bachforellen und Äschen hätten es mittlerweile schwer. Für einen nachhaltigen Bestand seien intakte Kiesbänke als Laichplätze notwendig. Zusätzliche Risiken entstünden durch zunehmenden Bootsverkehr bei Niedrigwasser, der Fische störe und Kiesbänke beschädigen könne. Der Verein will die Entwicklung weiter eng begleiten und setzt dabei auch auf Sensibilisierung und Rücksichtnahme am Gewässer.

Beisitzer Michael Bayer stellte ein neues Konzept zur Organisation vereinsinterner Veranstaltungen vor. Besonders die Verpflegung werde von den Mitgliedern geschätzt. Zugleich soll die Aufgabenverteilung bei Festen und Arbeitseinsätzen klarer geregelt werden, um Helfer besser zu entlasten.

Schriftführer Clemens Hirschle blickte auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück und hob die erfolgreiche Teilnahme am Kinderferienprogramm der Stadt Bad Mergentheim hervor. Der Verein will sich voraussichtlich auch 2026 wieder beteiligen, um weiteren Kindern Einblicke in die Lebewesen der Tauber und in die Angelfischerei zu ermöglichen.

Auch die vereinseigene Jugendgruppe wächst weiter, wie Jugendwart Marc Bauer berichtete. Ob beim Camp am Hollenbacher See oder bei Treffen an den Gewässern: Der Nachwuchs sei mit viel Freude bei der Sache. Neben dem Angeln gehe es dabei auch um Naturbeobachtung und den verantwortungsvollen Umgang mit dem Lebensraum Wasser.

Kassenwart Armin Jenke legte einen ausgeglichenen Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer Jürgen Bamberger und Dr. Axel Spaeth bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung. Die Versammlung erteilte anschließend die Entlastung.

Durch den Rücktritt des bisherigen ersten Vorsitzenden Dr. Andreas Schmitt wurde eine Nachwahl notwendig. Einstimmig gewählt wurden Pascal Rückheim zum ersten Vorsitzenden und Dr. Martina Knaut-Spaeth zur zweiten Vorsitzenden. Dem ausgeschiedenen Vorsitzenden galt der Dank für seine Arbeit und sein Engagement in den vergangenen Jahren.

Zudem ehrte der Verein langjährige Mitglieder. Anwesend waren Markus Braun (15 Jahre) und Dr. Rainer Stiel (40 Jahre). Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Edwin Herkner, Ulrich Ruck und Jürgen Galvagni ausgezeichnet. Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg verlieh Edwin Herkner und Ulrich Ruck zudem das Silberne Ehrenzeichen. Matthias Welz und Jürgen Galvagni erhielten für ihren Einsatz das Goldene Ehrenzeichen, überreicht durch Kreisvorsitzenden Wolfgang Fleck. Die Geehrten erhielten dafür großen Applaus aus der Versammlung.

Der neue erste Vorsitzende Pascal Rückheim schloss die Hauptversammlung mit einem „Petri Heil“ für das Jahr 2026.

Dabei verband er den Wunsch, dass sich die Bedingungen an den Gewässern wieder stabilisieren und der Verein sein vielseitiges Programm fortsetzen kann. pm

 

Kormoranbestände gefährden Fischbestände – DAFV fordert bundesweites und europäisch abgestimmtes Kormoranmanagement

Kormorane

Pressemitteilung

Berlin, 19.01.2026 – Der Deutsche Angelfischerverband e. V. (DAFV) warnt eindringlich vor den Folgen der hohen Kormoranbestände für die heimischen Fischpopulationen und bedrohte Fischarten. Die derzeit hohe Kormoranpopulation in Deutschland entspricht laut einer historischen Meta-Studie[1] keiner natürlichen Bestandsrückkehr auf Grundlage von Schutzmaßnahmen. Im Gegensatz zu den meisten heimischen Fischarten profitiert der Kormoran erheblich von der Klimaerwärmung, da die Gewässer in Deutschland heute im Winter kaum noch flächendeckend zufrieren. Der Fischartenschutz dürfe im Naturschutz nicht länger eine untergeordnete Rolle spielen. Angesichts belastbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse über den negativen Einfluss hoher Kormoranbestände auf heimische Fische fordert der DAFV ein wirksames, bundesweit koordiniertes und europäisch abgestimmtes Kormoranmanagement.

Anglerinnen und Angler wollen den Kormoran nicht ausrotten. Er ist Teil unserer aquatischen Lebensgemeinschaften“, betont DAFV-Präsident Klaus-Dieter Mau. „Doch wenn eine ehemals gefährdete Art sich infolge klimatischer Veränderungen und menschlicher Eingriffe so stark vermehrt, dass sie andere Arten und ganze Ökosysteme nachhaltig schädigt, dann ist verantwortungsvolles Management erforderlich.“

Das Ausmaß der Schäden durch Kormorane bleibt in der Regel weitgehend unsichtbar, da die Gewässer in Deutschland in den Wintermonaten nur noch selten zufrieren. Die Vögel können dadurch ungestört in tieferen Bereichen, Nebengewässern und klassischen Wintereinständen der Fische jagen, ohne dass dies öffentlich wahrgenommen wird. In diesem Winter jedoch wurden die Folgen erstmals wieder für eine breite Öffentlichkeit deutlich sichtbar, da sich große Kormorankonzentrationen an gut einsehbaren Abschnitten z.B. an der Havel, der Alten Fahrt sowie an mehreren Potsdamer Seen einstellten. Diese öffentliche Wahrnehmung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich nicht um ein neues oder einmaliges Ereignis handelt, sondern um ein seit Jahren bestehendes, strukturelles Problem mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die Fischbestände.

Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen Handlungsbedarf

Der Kormoran zählt zu den am besten untersuchten Vogelarten der Welt. Bereits seit den 1990er-Jahren wird über seinen Einfluss auf Fischbestände diskutiert. Während lange Zeit Zweifel an negativen Auswirkungen geäußert wurden, gilt der Zusammenhang zwischen hohem Fraßdruck durch Kormorane und dem Rückgang sensibler Fischarten inzwischen als wissenschaftlich belegt.

Dies wurde auch im Rahmen der öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages am 26. Juni 2024 zum Antrag „Kormoranmanagement – Schutz von Artenvielfalt und Fischereibeständen“ (BT-Drs. 20/10619) deutlich. Die geladenen Sachverständigen ließen keinen Zweifel daran, dass die derzeitigen Kormoranbestände in Mitteleuropa Fischbestände nachhaltig schädigen und die Artenvielfalt regional gefährden. Die zentrale Frage lautete nicht mehr ob, sondern wie Fischbestände künftig wirksam geschützt werden können.

Fischartenschutz gleichwertig berücksichtigen

Der DAFV kritisiert, dass Eingriffe zugunsten des Vogelschutzes im Naturschutz vielfach als selbstverständlich gelten, während vergleichbare Maßnahmen zum Schutz von Fischen häufig abgelehnt oder verzögert werden. „Fischarten dürfen nicht auf die Rolle reiner Nahrungslieferanten reduziert werden“, so Mau. „Ein moderner Naturschutz muss alle Artengruppen gleichwertig berücksichtigen.“

Besonders problematisch ist dabei die räumliche Trennung von Brutgebieten und Schadensräumen. In eigens dafür geschützten Gebieten wachsen Kormoranpopulationen vor allem in Norddeutschland stark an, während sie später in ihrem Leben in anderen Teilen Deutschlands und Europas – etwa an Voralpenflüssen – auf ihrem Winterzug enorme Schäden an Fischbeständen verursachen. Darunter leiden ehrenamtliche Wiederansiedlungsprojekte bedrohter Fischarten und darüber hinaus entstehen erhebliche fischereiwirtschaftliche Schäden.

Übergang vom Schutz zum Management als Erfolg des Naturschutzes

Bereits in den 1990er Jahren wurde dem Kormoran ein günstiger Erhaltungszustand attestiert. Infolgedessen wurde sein Schutzstatus im Jahr 1997 innerhalb der EU-Vogelschutzrichtlinie herabgestuft. Dennoch fehlt bis heute ein wirksamer europäischer Managementrahmen. Aus Sicht des DAFV ist der notwendige Übergang vom strikten Schutz hin zu einem aktiven Bestandsmanagement kein Rückschritt, sondern Ausdruck erfolgreicher Naturschutzarbeit.

Vergleichbar mit dem Umgang mit dem Wolf müsse auch beim Kormoran reagiert werden, wenn Populationen eine Größenordnung erreichen, die andere Arten gefährdet. „Gezielte Regulierung ist kein Gegensatz zum Naturschutz, sondern Voraussetzung für den Erhalt der biologischen Vielfalt“, so Mau.

Europäische Lösung dringend erforderlich

Da der Kormoran europaweit verbreitet und hochmobil ist, fordert der DAFV einen abgestimmten europäischen Managementplan. Ein solcher wird derzeit von der Europäischen Binnenfischereikommission (EIFAAC) im Auftrag der Europäischen Union erarbeitet. Der DAFV nimmt dazu an der internationalen Kormoran-Konferenz 2026 vom 03 – 06 Februar 2026 in Prag teil, bei der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Umgang mit dem Kormoran beraten. Der Verband appelliert an die Bundesregierung, diesen Prozess aktiv zu unterstützen und nationale Handlungsspielräume konsequent zu nutzen.

Kormorane kennen keine Ländergrenzen“, fasst Mau zusammen. „Wer hohe Bestände gezielt fördert, muss auch Verantwortung für die ökologischen Folgen entlang des gesamten Lebenszyklus dieser Art übernehmen. Fischartenschutz darf kein Artenschutz zweiter Klasse sein.

Deutscher Angelfischerverband (DAFV)

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. setzt sich aus Landes- und Spezialverbänden zusammen und vereint rund 9.000 Vereine mit insgesamt über 500.000 organisierten Mitgliedern.  Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung. Der DAFV ist Mitglied der European Anglers Alliance (EAA).

 Pressekontakt:

Olaf Lindner

(030) 97 10 43 79

o.lindner@dafv.de

www.dafv.de

[1] Beike, M., C. Herrmann, R. Kinzelbach & J. de Rijk 2013: The Great Cormorant Phalacrocorax carbo sinensis in the German-speaking area and in The Netherlands between 800 and 1800. Vogelwelt 134: 233–261.

Foto: Marcel Weichenhahn

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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