Umzug der Hauptgeschäftsstelle nach Backnang

Unsere Hauptgeschäftsstelle zieht von Stuttgart nach Backnang um. Daher ist die Geschäftsstelle vom 26.09. bis 03.10.2022 nicht per Telefon, Fax oder E-Mail zu erreichen. Ab dem 04.10.22 sind wir wieder unter den bekannten Nummern und Durchwahlen erreichbar. Unsere neue Adresse ab dem 01.10.2022 lautet:

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V.
Spinnerei 48 / Gebäude B
71522 Backnang

Während der Zeit vom 26.09. bis 03.10.2022 ist auch die Freiburger Geschäftsstelle nicht per E-Mail oder Fax zu erreichen – aber telefonisch unter den bekannten Nummern.

Ergebnisse der Fischerprüfung

Liebe Teilnehmende der Fischerprüfung vom 17.9.2022,

Jetzt haben Sie die Prüfung hinter sich und warten auf das Ergebnis.

Das Prüfinstitut versendet die Bescheide voraussichtlich am Freitag, den 30.9.2022. Somit sollten alle Prüflinge ihre Bescheide im Laufe der darauffolgenden Woche in den Händen haben. Falls Sie am 6.10. noch keinen Bescheid haben, melden Sie sich bitte bei uns.

Die Anmelde- und Zahlungsfrist für die Prüfung am 19.11.22 endet am 10.10.2022

Bis dahin sehen Sie bitte von Rückfragen ab. Vielen Dank.

Aalbesatz für den Artenschutz

Um der hochgradig gefährdeten Fischart Aal im Oberrhein zu helfen hat der Landesfischereiverband Baden-Württemberg am 14.9. im Rhein 350 Kilogramm Farmaale ausgesetzt. Sie wurden finanziert aus der Fischereiabgabe. Der Besatz dieser Wanderfischart dient dem Erhalt der Biodiversität und des Artenschutzes.

Medaillenregen bei der Deutschen Meisterschaften in Kassel

Am 12. – 14. August 2022 konnten unsere Turnierangelwerfer auf den Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften 29 Deutsche Meistertitel, 25 Vizemeistertitel und 14 Bronzemedaillen nach Hause holen. Dafür fuhren sie nach Kassel, wo sie Baden-Württemberg gegenüber neun weiteren Bundesländern super vertraten.

In der Kategorie „D/C-Jugend weiblich“ trafen Lena Groß und Alina Palau im Dreikampf auf eine Gegnerin aus Sachsen-Anhalt. Im Dreikampf werden zwei Ziel- und eine Weitwurfdisziplin mit einer Hand absolviert. Die drei warfen einen starken Wettkampf, wobei sich Lena zweimal die Gold- und zweimal die Silbermedaille erwerfen konnte und sich in Gewicht Präzision – Arenberg – zusätzlich zum Meistertitel noch einen Deutschen Rekord, mit 78 von 100 möglichen Punkten, sichern konnte. Bei Alina lief es ähnlich. Sie erreichte einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. Beim freiwilligen Fünfkampf leisteten sich die beiden Baden-Württembergerinnen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem Alina in beiden Fliegendisziplinen Ziel und Weit die Nase vorne hatte. Der Sieg in der Gesamtwertung ging aber, aufgrund ihres starken Dreikampfergebnisses, an Lena.

Alina mit dem Treffer auf die gelbe Skishscheibe mit 76 cm Durchmesser. Bei 20 Würfen a 5 Punkten, auf eine Entfernung zwischen 10 m und 18 m, können 100 Punkte erzielt werden.

Lena bei ihrem frühen Einstieg in die Fliegendisziplinen, wo den jungen Werfern schon viel an Kraft abverlangt wird.

Sven Hepting und Diego Schmidt leisteten sich ebenfalls ein ähnliches Rennen in ihrer Kategorie „C-Jugend männlich“. Dabei hatte Sven jedoch sechsmal leicht die Nase vorne und holte sich den Meistertitel und einmal den Vizemeistertitel. Hierbei warf er zur Überraschung aller 100 von 100 Punkten in „Gewicht Ziel“ – Skish -, was ihm nicht nur den Titel, sondern auch den Deutschen Rekord in dieser Disziplin verschaffte. Diego schaffte es einmal auf Platz eins in der Disziplin Fliege Einhand Weit, fünfmal auf Platz zwei und erreichte einmal den dritten Platz.

Diego beim Fliege Einhand Weit nach dem Abwurf. Da gilt es die Backing möglichst mit viel Schnellkraft zu beschleunigen.

Sven hatte bei D2 mit Diego seinen Gegner gefunden und blieb knapp einen Meter dahinter.

In der „A/B-Jugend weiblich“ konnte Jessica Bosler ihre Fünfkampf-Gegnerinnen meist weit hinter sich lassen und erreichte somit sechsmal die Goldmedaille und damit den Meistertitel.

Ann-Kathrin Kaufmann, welche ebenfalls in dieser Kategorie warf, konnte sich viermal den zweiten Platz sichern und schaffte es zweimal auf Platz drei.

Ann-Kathrin bei ihrer ersten Saison im Fünfkampf, hier mit der Fliegen-Weitrute. In fünf Minuten werden die zwei besten Würfe gewertet. Wobei der beste Wurf für den Einzeltitel herangezogen wird.

Robin Jäger, Niklas Möst und Deniz Er warfen bei der „A/B-Jugend männlich“ den Fünf- und den Siebenkampf mit. Robin holte sich hierbei siebenmal die Goldmedaille und je einmal die Silber- und Bronzemedaille. Für Niklas lief es nicht ganz so erfolgreich, geschuldet von einer erst zurückliegenden Erkrankung, aber auch er konnte zwei Goldmedaillen, einen Vizemeistertitel und drei dritte Plätze für sich beanspruchen. Für beide war es nun das Abschlussjahr in der Jugend. Robin sicherte sich nach 2021 nun auch 2022 den großen Mehrkampftitel. Deniz Er, dessen erste Deutsche Meisterschaft es war, hatte mehr mit seinen starken Gegnern zu kämpfen, konnte sich jedoch einmal den dritten Platz in Skish zur Überraschung sichern und in Arenberg fehlten ihm auch nur wenige Punkte auf Platz drei.

Robin Jäger beim Abwurf bei Fliege Zweihand Weit mit der 5,2 m langen Lachsrute und 120 Gramm schweren Fliegenschnur.

Zwei unserer Werfer, Sarah Möst und Janet Kaufmann, warfen in der Kategorie „Jugend U27 weiblich“, wo sie auf eine Gegnerin trafen, die sie nicht bezwingen konnten. Anna Wunsch aus Schleswig-Holstein und WM-Teilnehmerin der Erwachsenen, sicherte sich die Meistertitel. So konnte sich Sarah fünfmal den Vizemeistertitel und einmal Platz drei schnappen und Janet erreichte – umgekehrt – einmal Platz zwei und fünfmal die Bronzemedaille.

Von Links: Janet Kaufmann, Sarah Möst und Ann Wunsch hatten wohl ihren Spaß am Vergleich.

Yannick Jund warf in der Kategorie „Jugend U27 männlich“ im Siebenkampf. Seine überragenden Gegner machten es ihm sehr schwer eine Platzierung zu ergattern. So fehlten ihm bei Arenberg im Stechen nur 6 Punkte zur Bronzemedaille. Dann in Weitwurf jedoch, warf er das 7,5 Gramm schwere Gewicht auf 77,59 Meter und erwarf sich damit den Meistertitel, wobei ihn nur 14 Zentimeter von Platz 2 trennten. Nach seinem Goldcoup im Weitwurf mit 80,80 m bei den Erwachsenen Anfang Juli nun die Bestätigung seiner guten Form im Einhand Weitwurf mit dem 7,5 Gramm Gewicht.

Beim Arenbergwettkampf gilt es zehn Würfe auf die 10 zu platzieren mit verschiedenen Wurftechniken. Mit 94 Punkten ging Yannick ins Stechen und mit 92 Punkten knapp an der Bronzemedaille vorbei.

Ein glorreicher Abschluss dieser Turniersaison. Jetzt geht es für unsere Werfer erst einmal in die wohlverdienten Ferien.

Ein letztes Mal noch Dankeschön an alle Sponsoren, Partner, Betreuer, Trainer und Fahrer, dass sie unsere Werfer so tatkräftig unterstützten. Ohne euch wären diese Erfolge nicht möglich gewesen! Danke! Die Nachwuchsarbeit des Verbandes trägt Früchte und die glücklichen Gesichter sprechen mehr als Worte.

Rückzugsraum für Fische: Regierungspräsidium stattet die Dreisam in Freiburg mit Kaltwasserpools aus

 

Fachforum Angelfischerei – Einflüsse heute und morgen

Auch wenn das Angelforum zweimal aussetzen musste – es hat sich viel an unseren Gewässern getan. Nach wie vor gibt es zahlreiche Herausforderungen und neue Entwicklungen rund um das Thema Fischerei.

Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg und die Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg möchten mit dem 6. FACHFORUM Angelfischerei den offenen Dialog mit allen fortführen, denen die Fischerei am Herzen liegt. Aktuelle Themen wollen wir gemeinsam erörtern. Die Schirmherrschaft hat der Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen Andreas Brand übernommen.

Mit Fachbeiträgen bieten wir eine Basis, auf der ein gemeinsamer Meinungs- und Ideenaustausch stattfinden soll und so ein Anstoß für eine zukünftige Perspektive der Fischerei gegeben werden kann. Daher würden wir uns freuen, Sie

am 29. Oktober 2022
im Graf-Zeppelin-Haus
Olgastr. 20
88045 Friedrichshafen

beim FACHFORUM Angelfischerei begrüßen zu können.

Programm:

 

Um die Tagung vorbereiten zu können, bitten wir Sie, sich bis zum 21. Oktober anzumelden. Sie können dies formlos per E-Mail an karin.nowak@lfvbw.de oder telefonisch unter der Nummer 0711 / 252 947 – 53 tun.

Für die Teilnehmer des Forums stehen im 3. Parkdeck (siehe Hinweis an der Einfahrt zur Parkgarage) kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

Wir freuen uns schon jetzt auf Ihr Kommen!

 

Angler aus Bingen erhalten Naturschutzpreis

Der Sportfischerverein Bingen e.V. erhält für sein Engagement für die Artenvielfalt im Wettbewerb „Unsere Heimat & Natur“ einen Preis in Höhe von 2000€. Dieser Wettbewerb wird von der Stiftung NatureLife International in Zusammenarbeit mit Edeka Südwest jährlich ausgeschrieben. Die Angler aus Bingen bei Sigmaringen hatten sich mit ihrem Antrag „Artenvielfalt erhalten, in und am Gewässer“ für diesen Preis beworben.

Über mehrere Jahre hinweg haben die Mitglieder des Vereins an der Lauchert hunderte Bäume gepflanzt und bestehende Bäume gegen Biberverbiss geschützt. Bäume, die Schatten auf das Wasser werfen und somit der Erwärmung und Algenbildung des Wassers vorbeugen, werden von Gewässerökologen aktuell als eine der effektivsten Maßnahmen gesehen, um den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken.

Die Lauchert, die als Vereinsgewässer von den Anglern genutzt wird, entspringt auf der ansonsten wasserarmen Schwäbischen Alb als Karstfluss. Als eines der wenigen Gewässer in Deutschland beherbergt sie noch in großer Zahl Arten wie den Europäischen Flusskrebs und das Bachneunauge, die nur in sauberem, kaltem Wasser überleben können. In der Insektenwelt sind zahlreiche Steinfliegenarten ebenfalls Indikator für ein kaltes, äußerst sauberes Wasser. Die Lauchert darf deshalb als echtes Kleinod unter den deutschen Mittelgebirgsflüssen bezeichnet werden, die es als Biotop zu erhalten gilt!

Äsche und Bachforelle sind die beiden Hauptfischarten. Ihnen gelingt in der Lauchert noch eine natürliche Fortpflanzung, was in den Gewässern Mitteleuropas inzwischen selten geworden ist. Die Hitze- und Trockenheits-Rekorde der letzten Jahre, und die demzufolge steigenden Wassertemperaturen setzen unseren Gewässern extrem zu. Chemie-Unfälle und Verschmutzungen wie aktuell an der Oder und vor einigen Jahren an der Jagst schädigen das Ökosystem zusätzlich und langfristig. Den wenigsten Menschen wird bekannt sein, dass das Insektensterben, das auch als „Bienensterben“ durch die Medien ging, vor allem diejenigen Insekten betrifft, die den größten Teil ihres Lebens als Larve im Wasser verbringen.

Weil Insekten als Basis der Nahrungskette in den Gewässern von großer Bedeutung sind, ist Naturschutz heutzutage ein unabdingbarer Bestandteil der Arbeit von Fischervereinen. Denn ohne Nahrung können auch die Fische in den Gewässern nicht überleben.

Bei Rückfragen:
Dr. Hannes Napierala
Gewässerwart Sportfischerverein Bingen e.V.
0152-56704317
HannesNapierala@gmx.net

Kaltwasserpool in der Dreisam sichert Fischen das Überleben

Auf Veranlassung des Referenten für Gewässer des Landesfischereiverbands, Claudio Schill und zusammen mit dem Landesbetrieb Gewässer, Bernd Walser, wurde am Montag in der Dreisam in Freiburg ein Kaltwasserpool angelegt.

An der Stelle kommt ein kleiner Bach mit etwa 15 Grad kaltem Wasser in die Dreisam, die als Rinnsal eine für fast alle Fische lebensgefährliche Temperatur von 27 Grad hat.

Es wurde eine bis zu 1,7 m tiefe Senke ausgegraben, die sich mit dem kalten Wasser füllt. Tausende von Fischen haben dort inzwischen Zuflucht gefunden. Im September wird die nächste Kaltwasserstelle angelegt und weitere im Mai.

Derzeit laufen Messungen und Kartierungen der IG Dreisam und deren Angelvereinen.

 

 

Verbandsjugendkönigsfischen am Federbachstausee

Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Gewässer zu hegen und zu pflegen, ebenso ist er bestrebt – und dies mit Erfolg – sinnvoll Naturschutz und Ökologie zu verwirklichen.

Ein weiteres Ziel des Verbandes ist aber auch die Förderung der Gemeinschaft und der Angelfischerei. Aus diesem Grund möchte er fischereiliche Veranstaltungen ebenfalls in den Vordergrund seiner Verbandsarbeit stellen.

Für die dazu jährlich vorgesehenen Veranstaltungen, hat in diesem Jahr, der Fischerei & Hegeverein Leintal 1966 e.V. den Federbachstausee für das am 18.06.2022 statt gefundene Verbandsjugendkönigsfischen zur Verfügung gestellt. 20 jugendliche Angler aus der näheren und ferneren Umgebung mit ihren Betreuern haben sich dazu angemeldet.

Bei hochsommerlichen Temperaturen galt es innerhalb von 4 Stunden, einen möglichst schweren Fisch zu überlisten. Zunächst konnten nur kleinere Fische zum Anbiss verleitet werden, die mit zunehmender Hitze aber schwerer wurden. Mit einem respektablen Karpfen, gelang dies am besten Luis Huber vom ASV Kirchberg. Der damit den Titel „Fischerkönig“ bei den Jungen errang.

Auf den nächsten Plätzen folgten Finn Hargesheimer vom ausrichtenden Verein und Magnus Warth vom ASV Hügelsheim, mit jeweils nicht ganz so schweren Brachsen. Bei den Mädchen, konnte Amy Demuth vom ASC Waldenburg, mit einem schweren Rotauge, den Titel der „Fischerkönigin“ erringen.

Die gefangenen Fische wurden von den Teilnehmern, dem eigenen Verzehr zugeführt. Bei der nach dem Angeln erfolgten Proklamation von Fischerkönigin und Fischerkönig, erhielten die vier vorgenannten Teilnehmer, aus der Hand vom Bezirksreferent für Jugend in Nordwürttemberg, Herrn Martin Gall, Pokale als Ehrengabe überreicht.

Bei einer Verlosung von wertvollen Angelutensilien, diese wurden vom LFVBW bei der Firma Jenzi erstanden, und von dieser kräftig gesponsert, konnten die Teilnehmer:innen ihre Angelausrüstung erweitern und aufwerten. Zudem erhielten noch Alle zur Erinnerung eine Medaille.

Nach dem, durch die Hitze anstrengenden Angeln, mundete die vom ausrichtenden Verein zubereitete Verpflegung. Auch die Flüssigkeitsreserven wurden bei den nachfolgenden Fachgesprächen wieder aufgefüllt. Bei einem abschließenden Fototermin wurden die Teilnehmer mit ihren Betreuern, sowie auch der vom LFVBW anwesende Referent für Angelfischerei, Herrn Vlado Pajurin, im Bild festgehalten.

Mit dem Dank für die Teilnahme und dem Wunsch zu einem guten Weg nach Hause, verabschiedete der Vorstand vom ausrichtenden Verein die Gäste.