Bezirkstag Südwürttemberg Nachholtermin für 2021 am 26.03.2022

004©Groth Bezirkstag 2021.

Kurz nach 10.00 Uhr begrüßte der neue Bezirksvorsitzende Ernst Retz die doch zahlreich erschienenen Mitglieder und Ehrengäste im Veranstaltungssaal des Hotels Zug um Zug in Schemmerhofen. Da nach vielen Jahren unermüdlicher Arbeit für den Verband Jürgen Kath sein Amt als Vizepräsident des Verbandes für Süd-Württemberg turnusmäßig nicht mehr weiterführen wollte, er hatte dies seiner Frau versprochen, wurde der bisherige Bezirksvorsitzende Roland Sauter bereits am Landesfischereitag, 25.09.2021 als sein Nachfolger gewählt. Somit erklärte sich Ernst Retz bereit, seine Verbandsarbeit nun als Bezirksvorsitzender weiterzuführen. Die Generalprobe gelang ihm gut und nach Corona-bedingten Änderungen der geplanten Vorträge begann Herr Heffner vom Landschaftserhaltungsverband Landkreis Biberach e.V. (LEV) seinen sehr interessanten Vortrag.

Als Brückenbauer zwischen Mensch und Natur sehen sich die 49 Mitglieder des LEV, darunter 38 der insgesamt 45 kreiszugehörigen Städte und Gemeinden, 9 Verbände, 1 Stiftung und der Landkreis Biberach selbst. Der LEV Biberach e.V. ist einer von 34 Landschaftserhaltungsverbänden in BW und legt seinen Focus auf den Erhalt der wertvollen Lebensräume und schutzwürdigen Tier- und Pflanzenwelt in einer vielfältigen Kulturlandschaft im Landkreis Biberach. Anschaulich wurde Aktuelles aus der LEV-Arbeit präsentiert, der Sinn und Zweck, unter anderem der Vertragsnaturschutz erklärt und die Projekte, Maßnahmen und Aufgaben dargestellt. Die Beratung der Gemeinden bei der Biotopverbundplanung, Biotopvernetzung, Umsetzung von Maßnahmen, die Beratung von Landwirten bei der Extensivierung der Bewirtschaftung, die naturschutzfachliche Unterstützung von Vereinen und Kommunen, z.B. bei Ausgleichsmaßnahmen, ist eine Zielsetzung. Umsetzung der Managementpläne in Natura 2000-Gebieten, die Organisation und Begleitung von Pflege- und Artenschutzmaßnahmen, die Initiierung von neuen Projekten und Patenschaften in Naturschutz und Landschaftspflege inklusive der Aus- und Fortbildung der Akteure sowie Öffentlichkeitsarbeit vervollständigen ihre Aktivitäten. Aufgrund der besonderen Konstellation der Mitglieder lassen sich viele Maßnahmen und Projekte, einschließlich kostenfreier Beratung, auch für private Eigentümer finanziell stemmen und gezielt umsetzen. Da wir Mitglied in diesem Verband sind, ergeben sich auch für uns Synergien für unsere Fischereivereine und Gewässer.

Der Bericht von Dr. Werner Baur über die Klimaveränderung heute und morgen: unser (ignoriertes) größtes Problem, begann mit heiteren Anekdoten aus seinem gesammelten Wissen und seinem seit über 50 Jahren andauernden Kampf mit Behörden und Amtsträgern. Mit unnachgiebiger Energie zeigte er das Versagen der unterschiedlichen Landesregierungen in BW bezüglich der Nichteinhaltung der WRRL trotz Verlängerung um 6 Jahre bis 2021 auf. Die Pflicht, unsere Gewässer in guten ökologischen Zustand zu bringen wurde selbst mit grüner Beteiligung der Landesregierung in keiner Weise nur im Ansatz erfüllt. Baden-Württemberg hat den schlechtesten Gewässerzustand von allen Bundesländern. Er vermittelte in drastischer aber der Tatsache entsprechender Weise die desaströse Entwicklung. So gut wie kein Gewässer in BW ist noch vollkommen intakt, Makrozoobenthos ist überall nicht mehr in einem guten ökologischen Zustand. Er verwies auf die Vernichtung der Selbstreinigungskraft und der nicht mehr vorhandenen Durchmischung des Wasserkörpers mitsamt den Folgen. Unermüdlich mahnte er mit seiner durch Zahlen, Grafiken und Diagrammen verständlichen Präsentation zur Wahrnehmung dieses Problems, welches wir nicht mehr umkehren sondern nur noch durch angepasste Lösungen eventuell etwas verringern können.

Nach der nun erforderlichen Pause und dem vorzüglichem Mittagessen begann mit etwas Verspätung die Mitgliederversammlung.

Top 1, die Eröffnung und Begrüßung inklusive Ansprache von Herrn Kaspar und

Top 2, die Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung, der Beschlussfähigkeit und der Stimmberechtigung konnte am Stück durchgezogen werden.

Top 3, die Jahresberichte der Bezirksvorstände benötigten auch wenig Zeit, da entweder Corona-bedingt nicht so viele berichtenswerte Aktionen 2021 durchgeführt wurden oder Corona-bedingt die Referenten nicht anwesend waren.

Karl Geyer sprach über die sehr problematische Situation der Vorbereitungslehrgänge und Fischerprüfungen unter Corona bzw. unter dem Aspekt der von der Landesregierung erteilten Durchführungsverbote. Eine Diskussion über Sinn und Unsinn von Online-Lehrgängen und warum wir als Verband zugestimmt haben wurde mit der Begründung, dass uns aufgrund einer Änderung die alleinige Durchführung der Lehrgänge genommen wurde und somit unverzüglich gehandelt werde musste, erklärt. Allerdings bleibt die Sorge, dass dies den Rückgang der Präsentkurse zur Folge hat.

Die Kreisvorsitzenden Roland Sauter und Ernst Retz trugen kurz zusammengefasst ihre Informationen vor.

Dr. Werner Baur als Kreisvorsitzender für Ravensburg äußerte sich ausführlicher zu seinen Behördenbesprechungen über Baupläne, Renaturierungen, Regenrückhaltebecken und Hochwasserschutzmaßnahmen sowie der Zusammenarbeit mit dem BUND bezüglich Gewässer in Parkanlagen und gemeinsamen Stellungnahmen mit LNV-Vertretern. Gewässeruntersuchungen zu Fischsterben im Hitzesommer, Beratungen zu einer zukunftsorientierten Bewirtschaftung und Erstellung von Gutachten für unsere Mitglieder und zu guter Letzt auch noch Ehrungen beinhalteten 2021 sein Amt. Für Veröffentlichungen zum Problem Klimaveränderung u. a. in Fachzeitschriften, das Buch chemische Untersuchung in Fließgewässer und das Buch Untersuchung Seen nach den Vorgaben der WRRL/WHG/OGewV fand er auch noch Zeit. Diese Bücher werden vom LFVBW herausgegeben und unterstützen unsere Forderungen, Ausbildungen und Bemühungen im Natur- und Artenschutz inklusive der Renaturierung von Gewässern.

Als letztes wurde der Bereich Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt. Über den Entwurf eines Organigramms, der Umstrukturierung des Machbaren, den Wert des öffentlichen Auftritts für den Verband bei Messen und Gartenschauen wurde berichtet. Die spontane und erfolgreiche Teilnahme an der Roadshow mitsamt dem Forum Gesellschaft und Natur auf Einladung der Stiftung BW war ebenso ein Thema wie der in der Öffentlichkeit sehr wirksame Tag des Gewässers im zeitigen Frühjahr nach Beendigung der Schonzeit der Salmoniden und vor Beginn des Nestbaus der brütenden Vögel. Der Aufbau eines Presseverteilers für Print- und Onlinemedien und die neue Homepage mit zeitgemäßem Erscheinungsbild wurde ebenfalls realisiert. Der Wunsch um weitere Mithilfe kam bei den Anwesenden zwar wohlwollend an, jedoch erklärte sich niemand spontan bereit, sich doch einbringen zu wollen.

Top 4, die Entlastung der Vorstandschaft konnte nach diesen Berichten einstimmig vorgenommen werden.

Top 5, Aktuelles aus der Verbandsarbeit wurde von Roland Sauter sehr ausführlich vorgetragen. Beginnend mit der politischen Stellungnahme durch Minister Hauck: Klimaschutz „auf schmalem Grad“, über die neue Mustersatzung für unsere Vereine, einer neuen Versicherung für unsere Mitglieder, die Entwicklung, Zertifizierung und Weiterführung der Lehrgänge, Verwendung der Fischereiabgabe für unsere Zwecke, Naturschutz, Kormoran, Aufhebung des Nachtangelverbots mit der Sonderregelung für den Bodensee, Herabsetzung des Mindestalters auf 7 Jahre bis hin zu Interna aus dem Verband wie der anstehende Umzug der Hauptgeschäftsstelle nach Backnang gegen Ende des Jahres 2022 und dem Weggang von Frau Kustermann zum 31.04.2022 wurde umfassend berichtet (alle Details siehe Protokoll).

Nach einer kurzen Pause ging man zu Top 6, Wahlen über und als Wahlleiter erklärte sich Thomas Bernhard bereit, die Wahlen ordnungsgemäß durchzuführen. Insgesamt standen 18 Ämter turnusgemäß zur Wahl an.
Der Vizepräsident Roland Sauter und der Bezirksvorsitzende Ernst Retz wurden ebenso bestätigt wie die Kreisvorsitzenden Dr. Werner Baur – Ravensburg, Kurt Mollenkopf – Reutlingen, Ernst Retz – Sigmaringen, Udo Dubnitzki – Tübingen und Wolfgang Groth – Zollernalbkreis. Neu hinzugekommen sind Oliver Ruoß – Alb-Donau, Jürgen Keller – Ulm (Stadt) und Markus Wunder – Biberach. Als Bezirksreferenten wurden Hans-Jürgen Eichinger für die Angelfischerei, Udo Dubnitzki für Gewässer, Harald Kaut für Natur- und Artenschutz, Karl Geyer für Vorbereitungslehrgänge mit Fischerprüfung, Hermann Gleinser für Casting, und Wolfgang Groth für Öffentlichkeitsarbeit bestätigt. Erwin Schädler erklärte sich nachträglich bereit, sich als Bezirksreferent um die Jugend zu kümmern und wird vorerst kommissarisch bis zur Wahl sein Amt erfüllen (alle Details siehe Protokoll).

Nach dieser erfreulichen Wahl konnte mit Top 7, Ehrungen die Tagesordnung positiv weitergeführt werden. Sechs Anwesende konnten direkt geehrt werden (alle Details siehe Protokoll). Auch vergaß man nicht, sich bei Karin Novak mit einem Blumenstrauß für ihre Leistungen zu bedanken. Besonders hervorzuheben ist das Gedicht und das Ständchen: Über sieben Brücken musst Du gehen, beide vorgetragen von Werner Baur zu Ehren Jürgen Kath für seine in vielen Jahren geleistete unermüdliche Arbeit für den Verband. Sehr gerührt nahm der ehemalige Vizepräsident die Ehrung entgegen und verstand den Song als Hommage für seinen beschrittenen „Leidensweg“ bis zur erfolgreichen Fusion der 4 Verbände.

Mangels vorliegender Anträge konnte die Beschlussfassung hierzu unter Top 8 direkt abgehakt werden und unter Top 9, Verschiedenes bat Ernst Retz nochmals darum, sich umzuhören, ob sich doch noch jemand bereit erklären würde, eines der beiden nicht besetzten Ämter, stellv. Bezirksvorsitzender und Kreisvorsitzender Bodensee zu übernehmen. Abschließend wurde noch die Haftungsfrage bei unbefugtem Betreten eines Angelsteges besprochen und die Sitzung endete gegen 15:35 Uhr. Leider „verpuffte“ die Bitte des Fotografen für ein gemeinsames Gruppenbild der Gewählten und Geehrten, so kommt es zu der unvollständigen Ablichtung. Hier muss Besserung gelobt werden!

© Text und Bilder Wolfgang Groth

 

Bezirkstag Südwürttemberg

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Zug um Zug

heißt nicht nur das Hotel in Schemmerhofen, in dessen großzügigem Tagungsraum die diesjährige Bezirksversammlung des LFVBW Bezirk Südwürttemberg am 23.11. pünktlich um 10.00 Uhr erstmals von Roland Sauter eröffnet wurde, Zug um Zug war auch das Motto, wie Fachvorträge und die Mitgliederversammlung durchgeführt wurden.

Dankbare Grußworte richtete Bürgermeister Glaser an die Versammlung und lobte die ehrenamtlichen Leistungen der vielen Fischereivereine. Dem schlossen sich der neue Fischereireferent des RP Tübingen, Herr Dußling und auch Frau Dilger vom Verband badischer Berufsfischer an. Von Beiden kamen wohlwollende Worte und die Bekräftigung einer guten Zusammenarbeit.

Der erste Fachvortrag von Dr. Werner Baur zum Klimawandel mit den Zusammenhängen und Auswirkungen auf dem aquatischen Lebensraum war sehr informativ und erschreckend zu gleich. Er veranschaulichte deutlich, dass sich unsere Gewässer so sehr verändern werden, dass der Lebensraum für einige Arten nicht mehr erhalten werden kann. Ein unverzügliches Handeln und Umsetzen vieler seit langer Zeit geforderter Maßnahmen muss nun erfolgen.

Als Fachreferent für Öffentlichkeitsarbeit stellte Wolfgang Groth in kurzen Worten vor, wie die zukünftige Öffentlichkeitsarbeit im Verband gestaltet werden könnte und bat um Mithilfe. Jedes Mitglied kann und darf sich einbringen und gerne Berichtenswertes mitteilen.

Ferner informierte er über einen mobilen Service, der vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg ins Leben gerufen wurde: „Meine Umwelt“-App. Mit dieser kostenlosen APP kann man sich nicht nur aktuelle Informationen rund um die Umwelt auf dem Mobiltelefon anzeigen lassen, man kann auch selbst Verstöße wie z.B. illegale Einleitungen, Verunreinigungen, Abholzung oder Verstöße gegen die WRRL melden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Hinweise zügig und anonym bearbeitet werden.

Anschließend informierte Roland Sauter über die Auswirkung des invasiven Louisianakrebses oder auch roter amerikanischer Sumpfkrebs an den Gewässern, der inzwischen auch in Baden-Württemberg angekommen ist. Neben den bereits massiv vorhandenen Kamberkrebsen und der wachsenden Population der Signalkrebse wird seine Ausbreitung aufgrund Anspruchslosigkeit bezüglich dem Lebensraum, der frühen Geschlechtsreife und der hohen Reproduktion in kurzer Zeit zu einer enormen Bestandsdichte führen. Da er auch Gewässer aktiv über Land verlassen kann ist seine Verbreitung kaum noch zu stoppen. Selbst Schwimmbäder wurden von ihm schon besiedelt. Als Träger der Krebspest und mit der starken Verbreitungsrate stellt der Allesfresser eine große Gefahr nicht nur für die heimischen Krebsarten dar, sondern dezimiert auch als aggressiver Prädator viele Amphibien. Fischlaich wird ebenso nicht verschont und beeinträchtigt somit die gesamte Fischpopulation.

Ergänzend meldete sich Herr Dußling zu Wort und erklärte, dass dieser Krebs ursprünglich als Speisekrebs gezüchtet wurde und auch gerne von Aquarianern gehalten wird, er wies aber darauf hin, dass die Verbreitung dieses Krebses vermutlich nicht allein auf aus der Zucht entkommener und von Aquarianern ausgesetzter Exemplare basieren kann. Es muss wohl auch, offenbar unwissend über die Konsequenzen, zu Besatzmaßnahmen gekommen sein. Energisch verwies er darauf, dass dieser Neozoon unbedingt gefangen werden muss und nicht mehr zurückgesetzt werden darf. Kauf, Besatz und Umsetzung sind verboten!

BZTNW

Übergreifend wurde das Thema mit der Invasion der ursprünglich im Schwarzen Meer beheimateten Quagga Muschel erweitert. Ohne natürliche Feinde verbreitet sich die Muschel inzwischen ungebremst im Bodensee aus. Von der ersten Entdeckung einzelner Exemplare 2016 durch Taucher ist sie heute überall massenhaft zu finden und stellt eine große Beeinträchtigung dar. Sie besiedelt auch technische Anlagen, setzen diese außer Funktion und richtet damit große Schäden an. Die Auswirkung dieser bis zu 4 cm großen Tiere auf das Ökosystem im Bodensee wird derzeit erforscht und ist Inhalt des Projektes „SeeWandel“.

Nach einem reichhaltigen und sehr schmackhaften Mittagessen wurde um 13:00 Uhr die Mitgliederversammlung eröffnet. Roland Sauter stellte die ordnungsgemäße Einberufung sowie die Beschlussfähigkeit fest und übergab dann an die einzelnen Funktionäre des Bezirksvorstandes, die ihre Jahresberichte vortrugen. So erfuhren die zahlreich erschienenen Mitglieder Wissenswertes über die Aktivitäten des Bezirks von A wie Abfischen und unterschiedlichen Ausbildungen, Beteiligungen an Gremien, Maßnahmen zur Landschaftserhaltung, Natur- und Artenschutz, über Öffentlichkeitsarbeit und regionale Stammtische zur Pflege der Kameradschaft und Informationsaustausch bis Z wie Zeltlager, dass als überaus gelungen gewertet wurde und 2020 in Kiebingen wieder stattfinden wird. Herauszuheben ist der Bericht von Hermann Gleinser, der voller Stolz verkünden konnte, dass die erstmalige internationale Beteiligung im Casting gleich mit dem WM-Titel für Bianca Heyner in der Disziplin Einhand mit Wurfgewicht 7,5g belohnt wurde. Ihr Wurf von 69,37 m wurde von keiner anderen Teilnehmerin erreicht. Somit haben wir eine Weltmeisterin in unseren Reihen!

Anschließend wurde von Gerd Schwarz die Entlastung des Bezirksvorstandes einstimmig per Akklamation durchgeführt.

Jürgen Kath übernahm nachfolgend das Wort und erläuterte nochmals umrisshaft die Geschehnisse im vergangenen Zeitraum und der daraus resultierenden Änderungen in der Geschäftsstelle sowie auch im Gesamtpräsidium mit der Notwendigkeit der Neubesetzung einiger nicht mehr vertretener Funktionärspositionen. Als Wahlleiter fungierte erneut Gerd Schwarz und stellte fest, dass 122 Vereinsstimmen, 2 Einzelmitglieder und 8 Funktionärsstimmen wahlberechtigt sind. Es wurden nacheinander Jürgen Kath als Vizepräsident, Roland Sauter als Bezirksvorsitzender und Ernst Retz als stellvertretender Bezirksvorsitzender einstimmig für ein Jahr bis zur turnusmäßigen Neuwahl bestätigt.

Die Danksagung an Jürgen Kath für die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre und Karin Nowak für die sehr guten Leistungen als Geschäftsstellenleiterin in Sigmaringen durften nicht fehlen. Elke Dilger ließ es sich nicht nehmen und bedankte sich ebenfalls für die gute Zusammenarbeit und die erbrachte Leistung der Vereine und Funktionäre.

Unter Verschiedenes konnte Jürgen Kath berichten, dass der vom Verband vorgelegte Vorschlag zur Änderung der Landesfischereiverordnung wohl nicht unberücksichtigt bleibt und eine Überarbeitung folgen soll.

Der Rückgang der Insekten hat dramatische Auswirkungen, dies ist inzwischen bekannt, dass dieser Rückgang auch die Insekten im aquatischen Lebensraum betrifft, wird nicht wirklich publiziert, diesem Thema möchte sich der Verband widmen und mit fachlich fundierten Informationen die Konsequenzen darstellen. Dieses Projekt ist langfristig angelegt.

Erneut wurde auf die beiden sehr guten Bücher von Dr. Werner Baur: Renaturierung fließender Gewässer und Renaturierung stehender Gewässer hingewiesen und angeregt, diese Bücher jedem Interessierten zur Verfügung zu stellen.

Als schwierig wird die Bepflanzung von Gewässerrandstreifen bezeichnet, weil sich wohl einige Landwirte dagegen zur Wehr setzen. Dr. Baur möchte diesbezüglich mitwirken und fragt bei den entsprechenden Behörden nach.

Basierend auf die vorangegangenen Ausführungen wurde die Idee, einen Leitfaden zur richtigen Vorgehensweise bei Renaturierungsmaßnahmen zu erstellen grundsätzlich sehr begrüßt. Die Erarbeitung dieses Leitfadens wird geplant.

Als Fisch des Jahres 2020 wurde die Nase ausgewählt und mit der Bekanntgabe der Verbandstermine 2020 endete laut Protokollführer Hermann Gleinser die Mitgliederversammlung um 14:08 Uhr, die wirklich souverän, getreu dem Veranstaltungsort Zug um Zug von Roland Sauter geführt wurde.