Bezirkstag Südwürttemberg 2025

An einem sonnigen Herbsttag folgten viele Mitglieder des LFVBW Südwürttemberg der Einladung zum diesjährigen Bezirkstag am 11.10.2025 im Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf.

Der Bezirksvorsitzende Ernst Retz begrüßte die Teilnehmer und eröffnete die Veranstaltung vor fast voll besetzter Kulisse. Herr Daniel Oppold ließ es sich als stellv. Bürgermeister nicht nehmen, die Anwesenden ebenfalls zu begrüßen und mit heiteren Worten über die Wichtigkeit des Naturschutzes trotz finanzieller Sorgen zu informieren und sprach für die permanente Unterstützung durch die beiden Fischereivereine seinen Dank aus.

Anschließend begann Herr Dipl.-Verw. Christoph Schulz als Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried seinen sehr informativen und interessanten Fachvortrag über die Entstehung dieses Rieds durch Gletscher mit Kiesmoränen als Hinterlassenschaft, der dadurch entstandenen Nutzung und Gründung von Wilhelmsdorf, die Entwicklung über viele Jahrhunderte bis heute mit all den Aspekten und Zusammenhängen zwischen Wirtschaft und Natur und betonte die enge Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft. Veränderungen durch das Klima, der Hochwasserschutz und die Wichtigkeit der Moore als CO2 – Speicher im Vergleich mit Waldbeständen waren ebenso Thema wie auch die Planung und Umsetzung von Projekten mitsamt Finanzierung durch Spenden. Als weiterer Punkt ging er auf die Artenvielfalt und die vorherrschenden Lebensbedingungen ein. Natürlich erwähnte auch er, dass es ohne die Mithilfe der Ehrenamtlichen nicht umsetzbar wäre und sprach seinen großen Dank hierfür aus.

Für Interessierte gibt es ausführliche Informationen unter: https://pfrunger-burgweiler-ried.de/stiftung.

Nachfolgend übernahm Herr Dipl.-Biologe Uwe Dussling als Fischereireferent des Regierungspräsidiums Tübingen mit seinem Fachvortrag den Anwesenden, Neues aus der Fischereiverwaltung nahe zu bringen. Hier wurden sehr viele Themen, die für uns Angler wichtig sind aus der rechtlichen Sicht vorgetragen. Beginnend mit Schonmaßen, Niedrigwasserinformationen, Fischereirecht und Fischereiausübung bis hin zur Hegepflicht mit den heiklen Themen Besatz und Entnahmefenster aus der Sicht des Tierschutzgesetzes war alles vertreten. Die anschließende Fragerunde wurde ausgiebig genutzt.

Hiervon etwas mitgenommen durften sich dann die Anwesenden in der Mittagspause wieder stärken. Dank dem Fischereiverein Pfrunger Ried e.V. konnte man zwischen den selbstgemachten Fischkusperli mit Zanderfüllung und Salat oder vegetarischen Maultaschen mit Salat wählen. Beides bekam uneingeschränktes Lob und Kaffee und Kuchen vervollständigten den kulinarischen Teil der Veranstaltung.

Dermaßen erfrischt konnte daraufhin die Bezirkssitzung gestartet werden. Nach der Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung, der Beschlussfähigkeit und der Stimmberechtigung setze Herr Ernst Retz mit Tagesordnungspunkt 5, Aktuelles aus der Verbandsarbeit die Sitzung fort und berichtete über Schwarzfischer und deren Vorkommen, Monitoring von Fischottern, Abwerbeversuche von Vereinsausbildern des LFVBW und der DAFV-Satzungskommission.

Es folgten unter Punkt 6 die Jahresberichte der Mitglieder des Bezirksvorstandes mit dem Inhalt von erledigten Tätigkeiten und zukünftigen Planungen.

Nach diesen Ausführungen wurden unter Punkt 7 die Mitglieder des Bezirksvorstandes einstimmig ohne Enthaltung entlastet.

Durch eine Abweichung des Wahlzyklus mussten der Vizepräsident, der Bezirksvorsitzende, die Kreisvorsitzenden und die Bezirksreferenten für 1 Jahr bis 2026 neu gewählt werden, um wieder den 2-Jahres-Abstand zu den Wahlen des Landesfischereitages herzustellen.

Diese Wahl erfolgte unter Punkt 8 und es wurden ins Amt gewählt:

Vizepräsident Südwürttemberg: Roland Sauter, Bezirksvorsitzender: Ernst Retz, Kreisversitzende: Alb-Donau: Oliver Ruoß, Ravensburg: Dr. Werner Baur, Reutlingen: Kurt Mollenkopf, Sigmaringen: Ernst Retz, Tübingen: Udo Dubnitzki, Zollernalbkreis: Wolfgang Groth und als Fachreferenten für Gewässer: Udo Dubnitzki, Jungend: Erwin Schädler, Casting: Herrmann Gleinser, Öffentlichkeitsarbeit: Wolfgang Groth. Alle weiteren Ämter konnten nicht besetzt werden. Der Wahlleiter Thomas Frick bedankte sich bei den Kandidaten und der Mitgliederversammlung für das eindeutige Votum.

Da keine zur Beschlussfassung eingereichten Anträge vorlagen, konnte Punkt 9 direkt beendet werden.

Abschließend wurde unter Punkt 10, Verschiedenes gebeten, doch Mitteilungen über den Ort von Prüfungen an die Ausbilder weiterzugeben. Aufgrund der Tatsache, dass nicht alle Ämter vergeben werden konnten, kam die Anfrage nach den spezifischen Aufgabenprofilen der einzelnen Ämter auf, welche zum Nachlesen auf der Verbandshomepage zu finden sind. Herr Dubnitzki regte an, lokale Presse zu Vereinsaktivitäten einzuladen und Frau Kenntner bat alle eventuell anwesenden Jäger darum, ihre Kormoranabschüsse an die FFS-Langenargen zu melden.

Zu guter Letzt blieb nur noch zu klären, wo der Bezirkstag 2026 durchgeführt wird. Hier bot sich Herr Altiparmak, 1.Vorstand FV Wangen i.A. an und dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Somit findet der Bezirkstag Südwürttemberg 2026 in Wangen i.A. statt.

 

Bilder ©Groth

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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