Erfolgreiches Jugendcamp 2026: ASV Konstanz stemmt logistische Meisterleistung am Bodensee

Litzelstetten. Pünktlich zu Beginn der Pfingstferien verwandelte sich der Jugendcampingplatz in Litzelstetten in ein lebendiges Zeltlager der Extraklasse. Der Angel- und Sportfischerverein Konstanz e.V. (ASV Konstanz) lud zum großen, vereinsübergreifenden Jugendcamp 2026 und bewies als alleiniger Organisator einmal mehr sein herausragendes Engagement für die nächste Generation im Angelsport.

Über drei Tage hinweg erlebten 60 Kinder und Jugendliche ein perfekt durchgetaktetes, abwechslungsreiches Programm rund um die Angelleidenschaft, den Naturschutz und die gelebte Kameradschaft. Neben der eigenen Jugendabteilung des gastgebenden ASV Konstanz durfte der Verein die Jungangler der befreundeten Vereine ASV Singen-Bohlingen, ASV Gottmadingen, ASV Langenargen sowie des ASV Leonberg begrüßen. Die beeindruckend hohe Teilnehmerzahl unterstreicht den enormen Stellenwert, den die regionale Jugendarbeit beim ASV Konstanz einnimmt.

Kaiserwetter und eine logistische Meisterleistung auf dem Wasser

Das Wetter hätte für dieses Großevent kaum besser sein können: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen von bis zu 30 Grad präsentierte sich der Bodensee von seiner schönsten Seite. Die hervorragenden Bedingungen sorgten für beste Stimmung bei allen Beteiligten.

Um den Jugendlichen die verschiedenen Facetten des Handwerks näherzubringen, hatte das Organisationsteam des ASV Konstanz ein modulares Gruppensystem ausgearbeitet:

  • Die Bootsgruppe (Highlight): Am Samstag und Sonntag zeigte sich die enorme logistische Stärke des ASV Konstanz. Der Verein mobilisierte stolze 20 Boote samt erfahrenen Kapitänen und Betreuern, die mit den Jugendlichen zeitgleich auf den Konstanzer Trichter hinauszogen. Für viele Kids war dieses Schlepp- und Bootsangeln eine Premiere auf dem Bodensee.
  • Die Ufergruppe: Vom Ufer an der Seestraße aus lernten die Jugendlichen alles über die richtige Platzwahl, fein abgestimmte Angeltechniken sowie das absolut sichere und waidgerechte Handling der gefangenen Fische.
  • Die Camp- und Workshopgruppe: Direkt im Camp widmete sich eine Gruppe dem modernen Karpfenangeln. Parallel dazu vermittelten ASV-Experten in praxisnahen Workshops wichtiges Fachwissen: Knotenkunde, Gerätekunde, Fischbiologie, Gewässerökologie und der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur standen hier im Fokus.

Ergänzt wurde das Ausbildungsprogramm am Samstag durch einen hochkarätigen Fachvortrag in der Bootshalle: Experte Lukasz Materne, Teamangler der Firma Fishing-Ghost, referierte detailreich über das „Schleppfischen mit dem Boot“. Seine Ausführungen zu Bootsaufbau, Köderführung, Geschwindigkeit und technischen Details wie der optimalen Wahl der Rutenhalter stießen nicht nur beim Nachwuchs, sondern auch bei den Erwachsenen auf riesiges Interesse.

Prominenter Besuch aus der Angelszene

Ein besonderer Coup gelang dem ASV Konstanz mit der Einladung prominenter Gesichter der deutschen Angelszene. Kai Mühlhofer, bekannter Angelschein-Ausbilder und Gründer der Online-Lernplattform Fishing-King, nahm sich viel Zeit für den Nachwuchs, beantwortete geduldig Fragen und angelte aktiv mit. Begleitet wurde er von seinem Kameramann Maxi (bekannt aus den Produktionen von Zeck Fishing und dem YouTube-Format YPC).Die Jugendlichen genossen den exklusiven Blick hinter die Kulissen einer professionellen Medienproduktion sichtlich.

Ein riesiges Dankeschön an die Helfer und Sponsoren

Ein Event dieser Größenordnung steht und fällt mit der Unterstützung hinter den Kulissen. Die Verantwortlichen des ASV Konstanz ziehen ein durchweg positives Fazit, betonen aber unisono: „Ohne unser starkes Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern und großzügigen Sponsoren wäre dieser Erfolg absolut unmöglich gewesen.“

Ein besonderer Dank der Vereinsführung gilt dem Autohaus Graf Hardenberg, das dem Verein unkompliziert zwei Busse für den sicheren Personentransport der Jugendlichen zur Verfügung stellte.

Ebenso bedankt sich der ASV Konstanz herzlich bei den namhaften Sponsoren und Gönnern aus der Angelbranche, die mit hochwertigen Sachpreisen dafür sorgten, dass bei der großen Abschluss-Tombola kein einziges Kind leer ausging und glänzende Augen garantiert waren:

  • Fishing Ghost & Fishing-King
  • Flanx & Lurjunks (YPC)
  • Fox Rage
  • First Class Baits
  • Metzgerei Engler & Bäckerei Stickel

Neben dem Fangerfolg stand an allen drei Tagen vor allem das Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund. Beim gemeinsamen Essen und den Gesprächen am Lagerfeuer wurden neue, vereinsübergreifende Freundschaften geschlossen. Für den ASV Konstanz steht nach diesem Kraftakt fest: Das Jugendcamp am Bodensee war das absolute Highlight des Angeljahres 2026 – und die Planungen für die nächste Auflage laufen im Hintergrund bereits an.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Mobil: (+49) 1718005496

Weitere Eindrücke:

 

Der Bach-Workshop des LFVBW-Bezirks Südbaden begeistert Kinder, Familien und Fachbesucher in Furtwangen-Rohrbach

FURTWANGEN-ROHRBACH – Der faszinierende Lebensraum Bach stand am 24. Mai 2026 in Furtwangen-Rohrbach im Mittelpunkt des Geschehens. Parallel zum örtlichen Feuerwehrfest fand die erfolgreiche Neuauflage des letztjährigen Bach-Workshops statt. Ziel der Veranstaltung war es, Kindern, Festbesuchern und interessierten Erwachsenen die Gewässerökologie hautnah und praxisnah näherzubringen.

Das Fischmobil als mobiles Klassenzimmer Als kostenloser und optimal ausgestatteter „Schulungsraum“ diente auch in diesem Jahr der Anhänger des LFVBW-Fischmobils. Jörg Klausmann, Bezirksreferent für Jugendarbeit, des Landesfischereiverbandes (LFVBW)_Bezirk Südbaden, legte diesen praktischen Lernort den Vorständen und Jugendleitern der umliegenden Vereine wärmstens ans Herz, damit diese großartige Möglichkeit in Zukunft noch intensiver für die regionale Nachwuchsarbeit genutzt wird.

Ein Event dieser Größenordnung ist Teamarbeit: Ein großes Dankeschön gilt Klaus Lachner, Fachreferent Gewässer im Vorstand des LFVBW, der Bachbesitzer Jörg Klausmann wie gewohnt mit vollem Einsatz unterstützte. Die beiden bildeten am Fischanhänger ein eingespieltes Team und standen den zahlreichen Besuchern sowie angereisten Vereinsvertretern den ganzen Tag über mit ihrem Fachwissen Rede und Antwort.

Casting-Training und beste Stimmung Bereits vor dem offiziellen Start um 10 Uhr liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit von der Partie war auch Jens Breitbart, bekannt vom Fischerstammtisch in Sulz. Gemeinsam mit Jörg Klausmann und Klaus Lachner coachte er zwei Jungangler beim Zielwerfen (Casting) mit der Angelrute. Dass dabei der Spaß nicht zu kurz kam, bewies das Team selbst: Als Jörg Klausmann das Ziel einmal knapp verfehlte, schob er die Schuld mit einem Augenzwinkern auf den „herrschenden Oberwind“, was für herzhaftes Lachen in der Runde sorgte.

Gewässerökologie in der Praxis: Ein intakter Laichbach Der praktische Teil direkt am Wasser lieferte nicht nur Anschauungsmaterial, sondern auch wichtige Denkanstöße. Jörg Klausmann nutzte die Kulisse seines Heimatbaches, um den Anwesenden zu erklären, wie essenziell intakte Gewässerrandstreifen für den Schutz des Wassers und der Uferzonen sind. Um den Lebensraum greifbar zu machen, stiegen er und ein Jungangler direkt in die Fluten. Unter strenger Einhaltung der Natur- und Artenschutzauflagen wurden einige kleine Bachforellen schonend zur Anschauung gefangen. Der Fund der Jungfische ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Rohrbach als natürliche Kinderstube fungiert und sich die Forellenpopulation hier erfolgreich von alleine vermehrt.

Unter den erwachsenen Fachbesuchern entspannte sich schnell ein reger Austausch. Es wurde ausgiebig über den Nutzen von Absetzbecken gefachsimpelt, über Maßnahmen gegen die Verschlammung von Gewässern diskutiert und konstruktiv debattiert, wie sich die Themen Arten- und Naturschutz noch besser in der Bevölkerung verankern lassen.

Spielerisches Lernen bei bestem Wetter Im Gegensatz zum Vorjahr zeigte sich das Wetter diesmal von seiner besten Seite. Ein besonderes Highlight war der Besuch einer Familie, deren Sohn schnurstracks von den erfahrenen Junganglern in die Praxis eingewiesen wurde. Unter Anleitung lernte der Junge, wie man Makrozoobenthos – die wirbellosen Kleintiere des Gewässergrundes – fängt. Der junge Forscher holte sich dabei zwar prompt eine nasse Hose, war aber bis zum Schluss mit absolutem Fokus, riesigem Eifer und jeder Menge Spaß bei der Sache.

Fazit Der Bach-Workshop in Rohrbach hat eindrucksvoll bewiesen, wie lebendiger und praxisnaher Naturschutz Begeisterung wecken kann

Der große Erfolg und die überwältigend positive Resonanz lassen bereits heute die Hoffnung wachsen, dass der Bach-Workshop auch im kommenden Jahr seine Fortsetzung finden wird.

Ein besonderer Dank gilt Jörg Klausmann und Klaus Lachner, die das Fischmobil über viele Jahre hinweg mit großem Engagement immer wieder in den Fokus der Vereine gerückt und damit wichtige Impulse für die Nachwuchs- und Vereinsarbeit gesetzt haben.

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Weitere Eindrücke:

 

Dem Rohrbach auf den Grund gegangen: Erstes FLOW-Projekt im Bezirk Südbaden ein voller Erfolg

Furtwangen – Das Wetter zeigte sich anfangs zwar von seiner ungemütlichen Seite, doch graue Wolken und anhaltender Regen konnten den Tatendrang der sieben hochmotivierten Kinder und Jugendlichen nicht bremsen. Gemeinsam mit ihren Betreuern Jörg Klausmann (Bezirksreferent für Jugend Südbaden) und Klaus Lachner (Fachreferent für Gewässer) trafen sie sich am Rohrbach zu einem ganz besonderen Naturschutzprojekt. Erstmals holte der LFVBW das bundesweit renommierte FLOW-Projekt in die Region – eine wissenschaftliche Initiative zur standardisierten Erfassung und Bewertung des ökologischen Zustands unserer kleinen Fließgewässer.

Für Projektleiter Jörg Klausmann war der Tag eine gelungene Premiere. Da das FLOW-Projekt strenge wissenschaftliche Kriterien erfüllen muss, um belastbare Daten für die Forschung (unter anderem für das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) zu liefern, hatte er sich im Vorfeld extra in speziellen Schulungen ausbilden lassen. Der Lohn für die Mühe: Ein perfekt organisiertes, improvisiertes Laborzelt am Bachufer, in dem das gesamte südbadische Team trotz der Nässe absolut akribisch und hochprofessionell ans Werk gehen konnte.

Drei Spezialteams für die Gewässergüte

Um einen rund 100 Meter langen Bachabschnitt des Rohrbachs lückenlos zu durchleuchten, teilte sich der Forschernachwuchs in drei spezialisierte Gruppen auf:

  • Gruppe 1 (Gewässerstruktur): Unter der Leitung von Betreuer Fabian Fischer, (Vorstandsmitglied AV Furtwangen) untersuchten die Kids das Bachbett, den Verlauf des Ufers und spürten natürliche Barrieren auf. Für einen echten Höhepunkt sorgte Jungforscher Nils, der eine Drohne geschickt über den Bachlauf steuerte, um die Struktur des Gewässers lückenlos aus der Vogelperspektive zu dokumentieren.
  • Gruppe 2 (Chemische Parameter): Fachkundig angeleitet von Klaus Lachner, nahmen Betreuerin Petra und zwei Jugendliche die chemische Wasserqualität unter die Lupe. Sie maßen wichtige Indikatoren wie Nitrat, Phosphat und den Sauerstoffgehalt. Als Verband, für den Umweltschutz an oberster Stelle steht, versteht es sich von selbst, dass streng darauf geachtet wurde, keine Chemikalien in die Natur einzubringen – sämtliche Testflüssigkeiten wurden sicher in Spezialbehältern aufgefangen.
  • Gruppe 3 (Makrozoobenthos): Ausgerüstet mit Keschern und Eimern wateten Jörg Klausmann und zwei Nachwuchsfischer durch das kalte Nass, um die wirbellosen Kleintiere des Gewässergrundes zu sammeln. Diese Tierchen dienen als perfekte Bioindikatoren und verraten den Experten sofort, wie es biologisch um die Wasserqualität bestellt ist.

Große Begeisterung und ein nasses Missgeschick

Die Mühe im Bachbett wurde belohnt: Die Ausbeute an Kleinstlebewesen war überwältigend. Jedes einzelne Tierchen wurde gemeinsam bestimmt, gezählt und sauber protokolliert, bevor es unbeschadet in seine nasse Heimat entlassen wurde.

Dass bei so viel vollem Einsatz unter freiem Himmel auch mal etwas schiefgehen kann, gehört zum echten Abenteuer dazu: Drei Protokollblätter fielen Jörg Klausmann buchstäblich ins Wasser – was der hervorragenden Stimmung aber absolut keinen Abbruch tat. Pünktlich zum verdienten, gemütlichen Teil gegen Mittag kämpfte sich dann auch die Sonne durch die Wolken.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Ein riesiges Dankeschön gilt Silke Klausmann, die die Truppe mit frischen Brezeln, warmem Kaffee und feinem Hefezopf versorgte, sowie Betreuerin Petra für ihre phänomenalen, selbstgebackenen Kekse.

Wissensvermittlung direkt am lebenden Objekt

Neben der harten wissenschaftlichen Datenerhebung kam der Austausch untereinander nicht zu kurz. Klaus Lachner nutzte die Gelegenheit direkt am Gewässer, um den Jugendlichen anschaulich zu erklären, wie das Laichgeschäft der Forellen abläuft und warum ein intakter, unverbauter Bachlauf für das Überleben unserer Salmoniden überlebenswichtig ist. Für herzhaftes Lachen sorgte Betreuer Fabian mit einer Anekdote aus seiner eigenen Jugend: Er hatte damals am Bach statt der erhofften Forelle aus Versehen eine Bisamratte am Schwanz gepackt.

Ein starkes Signal für den Naturschutz

Am Ende des Tages stand für alle Beteiligten fest: Das erste FLOW-Projekt im Bezirk Südbaden war ein voller Erfolg! Die erhobenen Daten leisten einen wertvollen und wissenschaftlich fundierten Beitrag zum Schutz unserer heimischen Kleingewässer. Gleichzeitig hat unsere Verbandsjugend eindrucksvoll bewiesen, dass praktischer Naturschutz und die Hege unserer Gewässer trotz Regenwetter unglaublich viel Spaß machen können. Das schreit nach einer Wiederholung!

Ihr wollt mehr über das FLOW-Projekt erfahren oder selbst aktiv werden?

Unsere Experten vom Landesfischereiverband stehen euch gerne Rede und Antwort:

Jörg Klausmann

(Bezirksreferent für Jugend Südbaden) | E-Mail: joerg.klausmann@lfvbw.de

Klaus Lachner

(Fachreferent für Gewässer) | E-Mail: klaus.lachner@lfvbw.de

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

Fischerstammtisch in Wurmlingen: Zwischen Biber-Burgen und natürlicher Artenvielfalt

Am 30. April 2026 verwandelte sich der „Löwen“ in Wurmlingen in eine Denkfabrik für den Gewässerschutz. Zum ersten Stammtisch des Kreisverbandes Tuttlingen in diesem Jahr trafen sich engagierte Fischerkollegen, nicht nur aus Wurmlingen, Kolbingen und Thalheim, um gemeinsam die Weichen für die kommende Saison zu stellen.

Unterstützung aus dem Bezirk:

Die Veranstaltung gewann deutlich an Dynamik durch den Besuch von Simon Wachter, Bezirksreferent für Öffentlichkeitsarbeit im Bezirk Südbaden, und Jörg Klausmann, Jugendreferent des LFVBW-Bezirk Südbaden. Beide folgten der Einladung von Christian Haas, dem stellvertretenden Bezirksvorsitzenden, der aus beruflichen Gründen nicht persönlich teilnehmen konnte. Die Bedeutung der Vernetzung zwischen den Vereinen und dem Verband wurde dadurch besonders hervorgehoben und fand auch in den Beiträgen der Bezirksvertreter ihren Widerhall.

Mit ihrer klaren Botschaft „Ihr seid nicht allein – wir unterstützen euch bei der Arbeit vor Ort!“ unterstrichen Simon Wachter und Jörg Klausmann das Engagement des Verbandes, die Vereine aktiv zu begleiten. Sie betonten, dass die Unterstützung sowohl im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit als auch bei der Jugendarbeit eine zentrale Rolle spielt, um die nachhaltige Entwicklung und den Zusammenhalt unter den Vereinen zu stärken.

Wenn der Biber baut: Herausforderungen am Bach

Ein brennendes Thema der Versammlung war der „Baumeister der Natur“. In der Nähe hat ein Biber einen Bach derart aufgestaut, dass die Fischer sofort reagieren und einen gezielten Arbeitseinsatz organisieren mussten. Doch die Anwesenheit des Nagers wirft Fragen auf:

  • Woher bekommt man hochwertigen Schutzdraht?
  • Welche Behörde ist der richtige Ansprechpartner bei Konflikten?

Hier entwickelte sich ein reger Austausch über bürokratische Hürden und praktische Lösungen am Ufer.

Ein Sieg für die Natur: „Besatzstopp“ mit Erfolg

Für einen Gänsehautmoment sorgte der Erfolgsbericht eines teilnehmenden Vereins: Seit fünf Jahren wurde dort bewusst auf den Besatz von Forellen verzichtet. Das Ergebnis ist ein Paradebeispiel für nachhaltigen Naturschutz – der Bestand reproduziert sich mittlerweile komplett von selbst!

Passend dazu berichtete Jörg Klausmann von seinen eigenen Erfahrungen an seinem eigenen Bach, den er gepachtet hat, wo er mit Herzblut und Fachwissen ähnliche Erfolge bei der Ansiedlung der Bachforelle erzielt. Diese Praxisbeispiele zeigen eindrucksvoll: Wenn der Lebensraum stimmt, regelt die Natur den Rest.

Nachwuchs und Öffentlichkeitsarbeit: Das „Klassenzimmer zum Anfassen“

Wie erreicht man die Fischer von morgen? Jörg Klausmann hatte dafür eine ganze Palette an Material im Gepäck:

  • Der Fischanhänger: Das mobile Labor für Nachwuchsforscher wurde vorgestellt.
  • Wilde Welten: Kalender und Malbücher, die die Schönheit unserer Heimat kindgerecht vermitteln.
  • Montageguide: Praktische Tipps für den Einstieg in das schönste Hobby der Welt.

Die Runde war sich einig: Wir müssen unsere Arbeit als Naturschützer noch mutiger nach außen tragen. Das „Klassenzimmer am Wasser“ ist dabei der Schlüssel, um Kindern den Wert unserer Gewässer direkt vor Ort begreifbar zu machen.

Kulinarik und Kameradschaft

Was wäre ein Fischerstammtisch ohne den Genuss? Zwischen Fachsimpeleien über Besatzfische und Wasserqualität wurden eifrig Fischrezepte ausgetauscht. So mancher Geheimtipp für die heimische Küche wechselte über den Stammtisch die Seiten.

Fazit: Der Stammtisch in Wurmlingen hat erneut bewiesen, dass der direkte Dialog unersetzbar ist. Ob Biber-Management oder Nachwuchsförderung – die Fischer im Kreis Tuttlingen packen es gemeinsam an!

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

 

8. Fischerstammtisch beim Fischereiverein Sulz am Neckar

Am 24. April 2026 trafen sich rund 15 Teilnehmer verschiedenster Vereine um 19:00 Uhr zum ersten Stammtisch des neuen Jahres beim Fischereiverein Sulz am Neckar. Mittlerweile war dies bereits die achte Veranstaltung dieser Art. Der Organisator und Kreisvorsitzende von Rottweil, Michael Roth, eröffnete die Sitzung pünktlich und hieß die Anwesenden herzlich willkommen. Ein besonderer Dank galt erneut dem engagierten Bewirtungsteam des ANV Sulz für die hervorragende Verpflegung.

Aktuelles aus dem Verband und der Region

Aus dem Verband gab es dieses Mal keine besonderen Neuigkeiten zu vermelden. Ein zentrales Thema in der Region war jedoch die zunehmende Ausbreitung des Riesenbärenklaus, dessen Bekämpfung dringend notwendig ist.

Wer Zeit und Interesse an dieser wichtigen Aufgabe hat, kann sich gerne bei Frau Lena Moosmann melden.

Lena Moosmann

Landratsamt Rottweil

Landschaftserhaltungsverband

Ruhe-Christi-Str. 29

78628 Rottweil

Tel.: 0741 244948

Kontakt: Lena.Moosmann-LEV@landkreis-rottweil.de

Da der Kontakt mit dem Bärenklau als sehr phototoxisch, beschrieben wird, wird allen Helfenden dringend empfohlen, bei der Bekämpfung oder in betroffenen Gebieten stets Schutzkleidung und einen Mundschutz zu tragen.

Bezüglich des anstehenden Landesfischereitags mahnte Wolfgang Groth, Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand des LFVBW, eine rege Teilnahme der Mitglieder an. Er berichtete zudem von der Messe „Aqua-Fisch“ in Friedrichshafen. Kurz vor der Landtagswahl in BW fand der politische Abend des Verbandes mitsamt regem Dialog unter 13 Repräsentanten verschiedener Parteien statt. Für die hervorragende Ausrichtung der Fischerstammtische und die mobilisierende Wirkung auf die Mitglieder erhielt Michael Roth großes Lob seitens des Verbandes.

Projektvorstellung: Der Fischanhänger des LFVBW Nach der Vorstellungsrunde präsentierte Jörg Klausmann, Bezirksreferent für Jugendarbeit im LFVBW-Bezirk Südbaden, den Fischanhänger des Verbandes (Teil des Projekts „Fisch on Tour“). Klausmann, der sichtlich begeistert von dem pädagogischen Konzept ist, erläuterte die Konditionen: Der Anhänger kann von den Vereinen kostenlos ausgeliehen werden – lediglich die Abholung und Rückgabe müssen selbst organisiert werden.

Er nutzt den voll ausgestatteten Anhänger vorwiegend für Projekte rund um den Natur- und Artenschutz. Besonders Kindern vermittelt er damit spielerisch das „Einmaleins der Gewässerkunde“. Die Ausstattung ist ideal für die Erforschung des Makrozoobenthos (Kleinstlebewesen im Wasser) und bietet alles, was kleine Forscher benötigen. Ein Teilnehmer bestätigte dies mit eigenen positiven Erfahrungen: Es sei immer wieder beeindruckend zu sehen, mit welchem Eifer Kinder mit Sieb und Eimer bewaffnet die Gewässer erkunden. Wolfgang Groth ergänzte, dass die Förderung für den Fischanhänger auch zukünftig fortgeführt wird.

Blick in die Zukunft Trotz der Freude an der Nachwuchsarbeit kamen auch kritische Themen zur Sprache, wie etwa die zunehmend schwierige Problematik der Wasserentnahme aus Bächen. Umso wichtiger sei die Bildungsarbeit, da die heutige Jugend in Zukunft das Verständnis für den Gewässer-, Natur- und Artenschutz tragen müsse. Jörg Klausmann lud alle Anwesenden zu seinem jährlich stattfindenden Bachworkshop nach Rohrbach ein und bot an, im nächsten Jahr erneut vorbeizukommen, sofern er frühzeitig angefragt wird.

Der nächste Stammtischtermin wird voraussichtlich auf den 16. Oktober 2026 festgelegt. Im anschließenden gemütlichen Teil des Abends wurde Jörg Klausmann noch lange mit zahlreichen Fragen rund um den Fischanhänger und dessen Einsatzmöglichkeiten gelöchert.

In einem Interview mit Jörg Klausmann sagte er:

„Ich bin richtig froh über solche Einladungen…für mich ist das nicht nur Arbeit, für mich ist das vor Allem eine Möglichkeit mich und meine Arbeit bei den Kameraden vorzustellen. Die Vernetzung, für uns aktive Umwelt- und Artenschützer klappt auf diesem Weg viel besser, wenn man die Leute mal direkt am Tisch sitzen hat und frei von der Seele reden und fragen kann“

Verfasser des Berichts:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Weitere Eindrücke:

 

 

 

Gemeinsam für den Rhein: Erfolgreicher „Tag des Gewässers“ in Konstanz

Am 21. März war es wieder so weit: Pünktlich zum landesweiten „Tag des Gewässers“, der unter dem Motto „Fischereivereine räumen auf!“ vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg (LFVBW) ausgerufen wurde, versammelte sich eine motivierte Truppe am Vereinsheim des ASV Konstanz. Das Ziel: Dem Müll am Rheinufer und im Pachtgewässer den Kampf anzusagen.

Besonders erfreulich: Neben rund 20 Erwachsenen waren stolze 10 Jugendliche der ASV-Jugendgruppe am Start. Verstärkt wurden sie in diesem Jahr durch einen engagierten Mitstreiter der Lions Club-Jugend (LEO-Club „Jan Hus“ Konstanz). Dieses gemeinsame Anpacken von jungen Anglern und der Lions-Jugend setzte ein starkes Zeichen für das fächerübergreifende Umweltbewusstsein in der Konstanzer Stadtgesellschaft.

Strategische Mülljagd in drei Teams

Unter der bewährten Leitung von Gewässer- und Naturschutzwart Thomas Lang startete die Aktion nach einer kurzen Stärkung mit Kaffee und Zopf. Um eine möglichst große Fläche des sensiblen Ökosystems am Seerhein abzudecken, wurden die Helfer in drei strategische Trupps aufgeteilt:

Gruppe 1: Knöpfte sich die rechte Rheinseite vor.

Gruppe 2: Suchte auf der linken Rheinseite nach Unrat.

Gruppe 3: Startete beim Quartier der Wasserschutzpolizei und säuberte von dort aus das linke Ufer.

Saubere Bilanz: Weniger Müll als gedacht

Bewaffnet mit Müllgreifern, Eimern und Handschuhen ging es auf die Jagd nach dem sogenannten „Wohlstandsmüll“. Die positive Überraschung: Auf der rechten Rheinseite fiel die Ausbeute deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Ob dies an der neuen Verpackungssteuer liegt oder ob die Bevölkerung insgesamt achtsamer geworden ist, bleibt offen – fest steht: Die regelmäßigen Reinigungsaktionen des ASV zeigen nachhaltig Wirkung.

Abgesehen von einem einsamen Gartenstuhl, anderen Metallgegenständen, einer Vase blieb es meist beim üblichen Kleinkram wie Kronkorken und Plastikfragmenten. Die Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) unterstützten die Aktion erneut tatkräftig und holten den gesammelten Unrat bereits in der nächsten Woche ab.

Nasse Füße und starker Teamgeist

Ganz ohne Zwischenfälle ging es dann doch nicht ab: Die Tücken des Materials sorgten für Lacher, als einige Helfer feststellen mussten, dass ihre Wathosen den Winter nicht unbeschadet überstanden hatten. Trotz nasser Füße blieb die Stimmung top – besonders bei der Lions-Jugend, die sichtlich Spaß an der praktischen Naturschutzarbeit hatte.

Gegen 12 Uhr trudelten alle Gruppen am Sammelpunkt bei der Wasserschutzpolizei ein. Zum Abschluss gab es die wohlverdiente Belohnung: Bei „Wurscht“ und Getränken ließen die Helfer den Vormittag gemütlich ausklingen.

Fazit: Ein gelungener Tag für die Umwelt und die Gemeinschaft. Der ASV Konstanz hat einmal mehr bewiesen, dass Angler nicht nur Nutzer, sondern vor allem Schützer der Natur sind. Dass die Jugend – vom ASV bis zum Lions Club – so geschlossen hinter dem Projekt steht, macht Hoffnung für die Zukunft unserer Gewässer!

Hinweis zur Bildnutzung

Alle auf dieser Plattform verwendeten Bilder und Fotografien wurden unter strikter Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie der geltenden Bestimmungen des Kunsturhebergesetzes (KunstUrhG), insbesondere im Hinblick auf die erforderlichen Einwilligungen gemäß § 22 KunstUrhG, freigegeben.

Eine entsprechende Dokumentation der Rechteeinräumung und, sofern erforderlich, die schriftliche Zustimmung der abgebildeten Personen liegen vor.

Verfasser des Berichts:
Simon Wachter _ Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim ASV-Konstanz

Mail: oeffentlichkeit@asv-konstanz.de

„Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte“

Naturerlebnis pur: BUND-Kids zu Gast beim Angelsportverein Konstanz

Am 14. März verwandelte sich das Vereinsgelände des Angelsportvereins Konstanz in ein lebendiges Klassenzimmer unter freiem Himmel. Insgesamt 17 neugierige Kinder des BUND waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam mit ihren Betreuern tief in die Welt der Fische und Gewässer einzutauchen.

Organisiert wurde der Tag von zwei Experten des Vereins: Axel Bischofsberger, der Verantwortliche für Schulprojekte, und Thomas Lang, der als Gewässer- und Naturschutzwart die fachliche Aufsicht führt.

Ein gemeinsamer Start für die Umwelt

Nach der herzlichen Begrüßung versammelten sich alle Teilnehmer zu einem großen Kreis. Mit dem gemeinsamen Motto Wir für die Natur, die Natur für uns“ wurde die Veranstaltung offiziell eröffnet – ein Leitspruch, der den Kern des Tages perfekt traf.

Um das Eis zu brechen, startete eine Betreuerin (deren Familie selbst tief im Verein verwurzelt ist) eine spielerische Fragerunde. Ein Stofffisch machte im Kreis die Runde: Wer ihn hielt, durfte erzählen, was er schon über die Flossenträger weiß. Dabei zeigte sich schnell, dass unter den Kids schon einige kleine Profis und Hobby-Angler saßen, die mit beachtlichem Vorwissen glänzten.

Stationen voller Wissen: Von der Anatomie bis zur Fischküche

Nach dem ersten Kennenlernen im Gruppenraum, wo Fischarten anhand von Bildern erraten wurden, teilte sich die Gruppe in zwei Teams auf: die Felchengruppe und die Karpfengruppe.

  1. Die Welt der Präparate mit Axel Bischofsberger

Axel nahm sich eine Gruppe vor und erklärte anhand von detailreichen Präparaten alles Wissenswerte über die Anatomie und die Fressgewohnheiten der verschiedenen Arten. Dabei wurde es auch praktisch:

  • Naturschutz: Er verdeutlichte, warum der Schutz der Artenvielfalt für uns Menschen überlebenswichtig ist.
  • Vom Wasser auf den Teller: Die Kinder lernten den Weg des Fisches kennen – egal ob als Thunfisch in der Dose oder als klassisches Fischstäbchen.
  • Anglerlatein: Mit viel Humor erklärte Axel, was es mit dem berühmten „Anglerlatein“ auf sich hat und warum Fischergeschichten manchmal etwas größer ausfallen als die Realität.
  1. Blick hinter die Kulissen: Die Fischbrutanlage mit Thomas Lang

Die zweite Gruppe begleitete Thomas Lang direkt in die Fischbrutanlage. Hier wurde Biologie greifbar:

  • Entwicklungsstadien: Von der winzigen Brut bis zum ausgewachsenen Fisch wurde der Lebenszyklus im Bodensee und Seerhein genau unter die Lupe genommen.
  • Lebensraum Wasser: Wer frisst wen? Welche Pflanzen sind wichtig? Thomas erklärte das komplexe Zusammenspiel der Unterwasserbewohner.
  • Wichtige Hygiene: Ein besonderes Augenmerk lag auf der Prävention von Krankheiten. Thomas erklärte den Kindern eindringlich, warum man nicht mit denselben Gummistiefeln von einem Gewässer ins nächste hüpfen sollte, um keine gefährlichen Keime zu verschleppen.

Fazit: Ein voller Erfolg

Beide Gruppenleiter waren sichtlich begeistert von ihrem Publikum. Die Kinder waren mit vollem Eifer dabei, stellten kluge Fragen und zeigten, dass ihnen der Schutz ihrer Heimatgewässer am Herzen liegt. Es war ein Tag, der bewiesen hat, dass Naturschutz und Spaß perfekt zusammenpassen.

Alle Bilder sind mit Einverständnis der Beteiligten bzw. der Erziehungsberechtigten freigegeben.  

Verfasser des Berichts:
Simon Wachter _ Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim ASV-Konstanz

Mail: oeffentlichkeit@asv-konstanz.de

„Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte“

Bericht zur Jahreshauptversammlung 2026 des ASV Singen-Bohlingen 1960 e.V.

Am 22. Februar 2026 versammelten sich die Mitglieder des ASV Singen-Bohlingen, im Vereinsheim in Singen, zur diesjährigen Jahreshauptversammlung.

Der 1. Vorsitzende Erich Plachetka eröffnete die Sitzung fast pünktlich und blickte auf ein Jahr zurück, das einmal mehr zeigte, dass der Verein weit mehr ist als eine Gemeinschaft von Anglern: Er ist ein aktiver Hüter der regionalen Natur.

Nachhaltigkeit und Engagement im Jahr 2025

In seinem Rückblick hob Erich Plachetka die vielfältigen Aktivitäten hervor. Ein zentraler Pfeiler war dabei der aktive Umweltschutz. Neben gesellschaftlichen Highlights wie dem Sommerfest und der Teilnahme am Christkindlesmarkt in Bohlingen stand der World Cleanup Day im Fokus. Gemeinsam mit der Stadt Singen wurden zudem im Rahmen der Ferienspiele junge Menschen an den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur herangeführt.

Starke Verwaltung und weibliche Unterstützung

Ein wichtiger Punkt der Versammlung war die Besetzung der Vereinsführung. Besonders erfreulich ist, dass mit Jeanette Raatz nun eine engagierte Frau die wichtige Rolle der Schriftführerin übernimmt. Sie führt das Amt kommissarisch bis zur nächsten Wahl und bringt frischen Wind in die Vorstandsarbeit, was von der Versammlung sehr positiv aufgenommen wurde.

Natur- und Gewässerschutz

Der Kern der Vereinsarbeit spiegelte sich in den Berichten der Gewässerwarte für den Ziegeleiweiher, den Steißlinger See und die Bohlinger Aach wider. Der Schutz der Gewässerökologie ist die Hauptaufgabe des Vereins:

  • Wissenschaftliche Begleitung: Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Temperaturloggern in der Aach. Diese messen kontinuierlich die Wassertemperatur, um fundierte Daten über die klimatischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf den Fischbestand zu erhalten.
  • Landschaftspflege: In insgesamt 24 Arbeitseinsätzen leisteten die Mitglieder wertvolle Arbeit im Landschaftsschutz, um die Uferbereiche und Biotope zu erhalten.
  • Jugend als Vorbild: Jugendwart Sascha Doering berichtete stolz von den Müllsammelaktionen der Vereinsjugend rund um die Weiher. Die Jugendlichen lernen hier früh, dass Naturschutz und Fischerei untrennbar zusammengehören.

Finanzen und Investitionen in die Zukunft

Kassier Simon Scheffel präsentierte die Kassenberichte. Ein starkes Signal für die Gemeinschaft: Die Vorstandschaft leistete ihren Beitrag dazu, um die Finanzierung der neuen Heizung im Vereinsheim zu unterstützen. Nach dem Bericht der Kassenprüfung durch Robert Joos wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Auch der neue Haushaltsplan, der weiterhin Mittel für Naturschutzprojekte vorsieht, wurde ohne Gegenstimme angenommen.

Abschied und Ausblick

Trotz der positiven Entwicklungen gab es auch einen wehmütigen Moment: Der langjährige Gewässerwart der Bohlinger Aach legte sein Amt nieder. Nach einer Pause wurden die Fischerkönige geehrt und die Neumitglieder herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen.

Die Versammlung endete gegen 11:45 Uhr mit dem Bewusstsein, dass der ASV Singen-Bohlingen mit seiner neuen Schriftführerin und seinem starken Fokus auf den Gewässerschutz bestens für die Zukunft aufgestellt ist.

Verfasser:

Simon Wachter _ Verantwortlich für die Pressearbeit im Vorstand

Pressearbeit@asv-singen-bohlingen.de

Einblick in nachhaltige Fischerei, Naturschutz und Zusammenarbeit am Bodensee

Im Februar 2026 empfing der Angelsportverein Konstanz (ASV) neun Mitglieder des Förderkreises Bodensee-Naturmuseum auf seinem Vereinsgelände zu einem informativen und spannenden Austausch über Fischerei, Natur- und Gewässerschutz.

Herzlicher Empfang und Begrüßung

Zu Beginn begrüßte Thomas Lang, Naturschutz- und Gewässerwart des ASV Konstanz, die Gäste auf dem Vereinsgelände. Die offizielle Einleitungsrede hielt Michael Dienst, der erste Vorsitzende des Förderkreises, der die Anwesenden herzlich willkommen hieß und sich für die Einladung bedankte.

Sabine Zeltner, unterstützt von ihrem Mann Manuel Zeltner, dem Vizepräsidenten des ASV, sorgte mit viel Engagement und Herzlichkeit für das leibliche Wohl und eine angenehme Atmosphäre. Dank ihrer gastfreundlichen Bewirtung fühlten sich die Gäste rundum willkommen.

Vorstellung des Angelsportvereins und seiner Aufgaben

Thomas Lang stellte sich und die anwesenden Vereinsmitglieder persönlich vor. Anschließend präsentierte er den ASV Konstanz als einen Verein, der sich nicht nur der Angelfischerei, sondern auch dem Gewässer- und Artenschutz verschrieben hat. Besonders hob er die enge Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzorganisationen und die Tatsache hervor, dass der Verein, über den Landesfischereiverband und Landesnaturschutzverband selbst Mitglied in einem anerkannten Naturschutzverband in Baden-Württemberg ist.

Ein besonderes Augenmerk verdient die mittlerweile über 50-köpfige Jugendgruppe des ASV Konstanz. Die hervorragende Jugendarbeit des Vereins sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche nicht nur das Angeln erlernen, sondern auch für ökologische Zusammenhänge, nachhaltige Fischerei und aktiven Naturschutz sensibilisiert werden. Die jungen Mitglieder werden mit viel Engagement und pädagogischem Geschick betreut und erhalten so einen wertvollen Zugang zur Natur. Durch regelmäßige Veranstaltungen, Workshops und Projekte wird die Begeisterung für den Bodensee und den Umweltschutz gezielt gefördert.

Nachhaltige Fischerei und Umweltbildung

Ein zentrales Anliegen des Vereins ist es, das Bewusstsein für die Herkunft von Lebensmitteln zu stärken. Die Mitglieder des ASV legen großen Wert darauf, die selbst gefangenen Fische fachgerecht zuzubereiten und zu verwerten.

Engagement in Naturschutzprojekten

Mit großer Leidenschaft berichtete Thomas Lang von den verschiedenen Projekten des Vereins. Besonders erwähnenswert ist das ICARUS-Projekt des MPI für Verhaltensbiologie, bei den Aalen mit Sendern ausgestattet werden, um ihre Wanderbewegungen besser zu verstehen. Darüber hinaus investiert der Verein jährlich mehrere tausend Euro in die Aufzucht und den Besatz von z.B. Seeforellen, Felchen und Äschenbrütlingen. Dies, obwohl der Felchenfang derzeit verboten ist und die Mitglieder angehalten sind, keine Äschen zu entnehmen, um den Bestand zu schützen.

Regelungen und Herausforderungen der Angelfischerei am Bodensee

Thomas Lang erläuterte die geltenden Vorschriften für die Angelfischerei am Bodensee und betonte, dass das Felchenfangverbot ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Bestände ist. Er berichtete auch von den Herausforderungen durch den Biber an den Weihern des Vereins, dessen Cleverness er inzwischen sehr bewundert, sowie von der Problematik der stark gestiegenen Kormoranpopulation, für die er ein konsequenteres Management fordert.

Besichtigung der einzigartigen ehrenamtlich geführten Fischbrutanlage am Bodensee

Im Anschluss an den theoretischen Teil führte Thomas Lang die Gäste in die einzigen Fischbrutanlage am gesamten Bodensee, die ausschließlich ehrenamtlich betrieben wird. Ausführlich erläutert er die einzelnen Schritte der Felchenaufzucht, von der Entwicklung der Eier bis hin zum Besatz der etwa drei Zentimeter großen Jungfische in den Bodensee. Dieses herausragende Engagement macht die Fischbrutanlage zu einem besonderen Vorzeigeprojekt für den gesamten See.

Im Anschluss nahmen sich Manuel Zelter und Thomas Lang viel Zeit, um die zahlreichen offenen Fragen der Besucher ausführlich zu beantworten.

Fazit und Ausblick

Der Besuch des Förderkreises Bodensee-Naturmuseum beim ASV Konstanz bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Projekte des Vereins. Besonders beeindruckend war das Engagement für nachhaltige Fischerei und aktiven Naturschutz. Durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und das breite Spektrum an Aktivitäten leistet der ASV Konstanz einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Natur am Bodensee. Die aktive Jugendarbeit und die große Jugendgruppe verdeutlichen, wie der Verein auch kommende Generationen für die Angelfischerei begeistert und in Natur und Umweltschutz einbindet.

Webseite des Förderkreises Bodensee-Naturmuseum

Die offizielle Webseite des Förderkreises Bodensee-Naturmuseum finden Sie unter:

https://www.foerderkreis-bnm.de

Verfasser:
Simon Wachter _ Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Angelsportvereins Konstanz

119 Jahre Leidenschaft für die Fischerei: ASV Konstanz blickt auf ein bewegtes Jahr zurück

KONSTANZ – Am 30. Januar 2026 versammelten sich 123 stimmberechtigte Mitglieder des ASV Konstanz in den „Anglerstuben“ zur 119. Jahreshauptversammlung. In einer Atmosphäre, die von tiefer Verbundenheit zur Fischerei und zum Naturschutz geprägt war, zog der Verein Bilanz über ein herausforderndes, aber erfolgreiches Jahr 2025.

Kontinuität und Wandel im Vorstand

Präsident Bertram Wanner eröffnete die Versammlung und betonte die Stärke seines Teams. Trotz personeller Wechsel – Michael Geiger und Markus Griesser verließen den Vorstand – konnte durch eine geschickte interne Nachfolgeplanung Stabilität gewahrt werden. Manuel Zeltner übernimmt das Amt des Vizepräsidenten, Ingo Wagenseil rückt als Schriftführer nach. Wanner selbst wird den Verein noch für zwei Jahre führen, rief jedoch bereits jetzt dazu auf, die langfristige Nachfolge für das Präsidentenamt gemeinsam zu gestalten.

Artenschutz und Gewässerpflege im Fokus

Der Bericht des Gewässerwarts Thomas Lang verdeutlichte die ökologische Verantwortung des Vereins. Besonders das Engagement für die Felchen- und Äschenbestände sticht hervor. Trotz widriger Fangbedingungen beim Laichfischfang gelang es, rund 600.000 Felchenbrütlinge im Seerhein auszusetzen. Zudem wurde der Besatz mit Glasaalen (6 kg) und Äschen-Setzlingen (10.000 Stück) intensiviert, um dem starken Kormorandruck, besonders während der Äschenlaichzeit, entgegenzuwirken.

Ein Sorgenkind bleibt der Hagstaffelweiher. Hier behinderten Vandalismus und Störungen durch selbsternannte Naturschützer die geplanten Sanierungsmaßnahmen. Der ASV stellte klar, dass ökologische Aufwertungen wie die Entschlammung notwendig sind, um Lebensräume langfristig zu sichern.

Finanzen und Infrastruktur: Ein stabiles Fundament

Schatzmeister Heiko Willauer präsentierte erfreuliche Zahlen. Trotz hoher Investitionen in die Instandhaltung, wie der Sockelsanierung des Bootshauses, verzeichnete der Verein eine solide Haushaltsführung. Ein Großteil der liquiden Mittel ist bereits für die anstehende energetische Sanierung des Vereinsheims reserviert. Auch die langfristige Pachtverlängerung der „Anglerstuben“ bis mindestens 2032 sichert die finanzielle und soziale Basis des Vereins.

Zukunftsorientierte Jugendarbeit

Ein besonderes Aushängeschild des ASV Konstanz ist die Jugendarbeit unter Roland Mitsch. Die Gruppe ist auf 56 Jugendliche angewachsen. Mit zahlreichen Angelcamps, Schulkooperationen und der Beteiligung am Kinderfest Konstanz leistet der Verein einen essenziellen Beitrag zur Nachwuchsförderung und zur Vermittlung von Umweltwissen an die nächste Generation.

Klare Kante: Cannabis-Verbot auf dem Vereinsgelände

Ein zukunftsweisender Beschluss wurde bei den Anträgen gefasst: Mit großer Mehrheit stimmten die Mitglieder für ein striktes Cannabis-Verbot auf dem gesamten Vereinsgelände. Der Vorstand begründete dies mit der besonderen Verantwortung gegenüber der großen Jugendgruppe und der Unmöglichkeit, den gesetzlich geforderten Jugendschutz bei freiem Zugang zum Gelände anders zu gewährleisten.

Ehrungen für langjährige Treue

Die Versammlung bot den würdigen Rahmen für zahlreiche Ehrungen. Besonders hervorzuheben ist die Verabschiedung von Michael Geiger, der seit 1975 im Verein ist und für seine Verdienste als Stegwart mit dem Goldenen Ehrenabzeichen des LFV ausgezeichnet wurde. Auch Markus Griesser erhielt für sein langjähriges Engagement im Vorstand das Silberne Ehrenabzeichen.

Ausblick 2026

Für das laufende Jahr stehen große Projekte an: Neben der Sanierung der Reiser im Konstanzer Trichter, wird der Bau eines großen Insektenhotels am Vereinsgelände ein sichtbares Zeichen für den ganzheitlichen Naturschutz setzen.

Der ASV Konstanz beweist auch im 119. Jahr seines Bestehens, dass Tradition und Moderne Vereinsführung Hand in Hand gehen können, um die Fischerei am Bodensee zukunftsfähig zu gestalten.

Verfasser: Simon Wachter

Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.