Die IG Dreisam e.V. ist Gewässer-Verbesserer im Februar 2026

Die Interessengemeinschaft zur Renaturierung der Dreisam wurde im Jahr 2001 gegründet und vereint seither verschiedene an der Dreisam tätige Hegegemeinschaften in Baden Württemberg. Die IG Dreisam arbeitet eng mit regionalen Angelvereinen sowie dem Landesfischereiverband Baden Württemberg zusammen und zeigt beispielhaft, wie ehrenamtliches Engagement, fachliche Expertise und behördliche Kooperation zu nachhaltigen Verbesserungen an einem Gewässer führen können. Ihr Ziel ist es, das Fließgewässer als wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten und gleichzeitig als Erholungsraum für die Bevölkerung zu stärken.

Monitoring als Basis für ein innovatives Renaturierungs und Schutzkonzept zur Stabilisierung der Fischfauna, Foto: IG Dreisam e.V.

Herausforderungen eines belasteten Flusses

Die Dreisam ist ein charakteristischer Schwarzwaldfluss, der im Raum Freiburg seit Jahren unter klimatischen Veränderungen leidet. Besonders die extremen Hitzesommer 2018, 2019 und 2021 führten dazu, dass einzelne Abschnitte zeitweise vollständig austrockneten. Für die Fischfauna, insbesondere für die Bachforelle, bedeutete dies massive Bestandsrückgänge. Das Monitoring der IG Dreisam zeigte deutlich geschwächte Populationen, fehlende Jungfische und Konditionsfaktoren, die weit unter dem erwartbaren Niveau lagen. Vor diesem Hintergrund entwickelte die IG Dreisam in Zusammenarbeit mit dem RP Freiburg – Landesbetrieb Gewässer unter Leitung von Bernd Walser sowie Claudio Schill vom LFVBW ein innovatives Konzept, das sowohl auf wissenschaftlichen Erkenntnissen als auch auf langjähriger Erfahrung im Gewässermanagement basiert.

V Buhnen schaffen strömungsberuhigte Bereiche und leisten einen Beitrag zur Revitalisierung der Dreisam, Foto: IG Dreisam e.V.

Das Projekt „Revitalisierung der Dreisam“

Im Mittelpunkt der Auszeichnung steht das Projekt „Revitalisierung der Dreisam“, das seit 2022 an mehreren Standorten umgesetzt wurde. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Freiburg, dem Landesbetrieb Gewässer und dem Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. entstanden drei sogenannte Kaltwasserpools. Diese Rückzugsräume nutzen gezielt kalte Grundwassereintritte, die durch strukturreiche Elemente wie V‑Buhnen, Wurzelstöcke und Auskolkungen ergänzt werden. Die IG Dreisam übernahm sämtliche Monitorings, die Dokumentation sowie die Begleitung der baulichen Maßnahmen und investierte dafür mehr als 600 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Die Finanzierung und behördliche Planung erfolgten durch das Regierungspräsidium Freiburg.

Fische nutzen strukturreiche Wurzelbereiche als Rückzugs und Aufenthaltsraum – Ausdruck der verbesserten Bedingungen im Gewässer, Foto: IG Dreisam e.V.

Messbare ökologische Erfolge

Bereits ein Jahr nach der Umsetzung zeigten die Kontrollmessungen deutliche Verbesserungen. Die Größenklassenverteilung der Bachforellen stabilisierte sich, die Konditionsfaktoren stiegen und die Laichaktivität nahm spürbar zu. Die positiven Ergebnisse führten zur Einrichtung weiterer Kaltwasserpools in Nimburg (2023) und March‑Neuershausen (2025). Insgesamt konnten 14 Fischarten nachgewiesen werden, darunter auch die Nase, die in diesem Abschnitt der Dreisam jahrzehntelang nicht vorkam. Ergänzend führt die IG Dreisam seit drei Jahren ein kontinuierliches Temperatur‑ und Sauerstoffmonitoring mit eigenen Loggern durch, um langfristige Entwicklungen zu dokumentieren und zukünftige Maßnahmen gezielt auszurichten.

Die Wirkung gezielter gewässerökologischer Maßnahmen zeigt sich unmittelbar im Gewässerbild, Foto: IG Dreisam e.V.

Vorbild für Gewässerarbeit unter Klimadruck

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass fundierte gewässerökologische Maßnahmen in Verbindung mit konsequentem ehrenamtlichem Engagement innerhalb kurzer Zeit deutliche Verbesserungen schaffen können. Die Entwicklungen an der Dreisam dienen als anschauliches Praxisbeispiel dafür, wie Revitalisierungsmaßnahmen auch unter zunehmenden klimatischen Belastungen erfolgreich umgesetzt werden können. Die IG Dreisam steht damit stellvertretend für viele engagierte Akteure, die sich mit Fachwissen und Ausdauer für den Schutz und die ökologische Entwicklung unserer Gewässer einsetzen.

„…doch entscheidend ist nicht nur, dass wir Maßnahmen umsetzen, sondern dass sie wirken. Unsere gemeinsame Arbeit zeigt Wirkung – sichtbar im Gewässer und messbar in den Ergebnissen.“

(Timo Heimann, Vorsitzender der IG Dreisam)

Angler für die Natur

Angler sind über ihre Vereine und Verbände nicht nur zur Nutzung von Fischen berechtigt, sondern als Eigentümer oder Pächter von Fischereirechten auch zu deren Hege und Pflege gesetzlich verpflichtet.

Jahr für Jahr werden deutschlandweit Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden von Anglerinnen und Anglern scheinbar im Verborgenen geleistet. So werden unter Anderem Gewässer renaturiert, Brutplätze für Fische eingerichtet, Maßnahmen zum Artenschutz ergriffen und Ufer vom Müll bereinigt. „Es ist uns ein Anliegen mit dem Projekt Gewässer-Verbesserer das vielfältige ehrenamtliche Engagement der organisierten Anglerinnen und Angler in Deutschland mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.“, so Klaus-Dieter Mau, Präsident des Deutschen Angelfischerverbandes.

Fisherman’s Partner, die Zeitschrift Blinker und der DAFV sagen herzlichen Glückwunsch und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmern ganz herzlich für das ehrenamtliche Engagement und die Verdienste um die Hege und Pflege unserer Gewässer bedanken.

Macht mit!

Auch in den folgenden Monaten gibt es wieder einen Gewinner. Auf der Webseite https://gewaesser-verbesserer.de könnt ihr eure Gewässer-Verbesserer-Umweltaktion kurz beschreiben. Unter allen Einsendungen verlosen wir jeden Monat eine Zuwendung von €500 von Fisherman’s Partner für die Vereinskasse. Macht mit! Zeigt uns euer Projekt.

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV)

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. besteht aus 23 Landes- und Spezialverbänden mit ca. 9.000 Vereinen, in denen mehr als 500.000 Mitglieder organisiert sind. Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung.

Kontakt: Clemens Wildt  Tel: +49 151 18569249 • E-Mail: c.wildt@dafv.de  Web: www.dafv.de

Text: © DEUTSCHER ANGELFISCHERVERBAND e.V. 2026

Jahreshauptversammlung Angelsportverein Dittigheim

Vorstandschaft teilweise im Amt bestätigt, zwei Positionen im Vorstand neu besetzt.

Fischerkönig 2025 Wolfgang Streng.

Dittigheim: Zur 45.Jahreshauptversammlung des ASV-Dittigheim e.V. begrüßte 1.Vorsitzender Manfred Beck um 19:30 Uhr die Mitglieder im Vereinsheim in Dittigheim. Ein besonderer Gruß galt dem Kreisvorsitzenden des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg e.V. Wolfgang Fleck.
Nach einer Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder, verlas Schriftführer Tobias Link das Protokoll der letztjährigen Versammlung und 1. Vorsitzender Manfred Beck gab den Geschäftsbericht von 2025 bekannt.

Im Jahr 2025 gab es keine besonderen Vorkommnisse. Die Vorstandschaft traf sich zu drei Vorstandsitzungen. Wie in den Vorjahren war der Angelsportverein mit Gewässerwart Thomas Kerner und einigen Mitgliedern wieder an der Aktion Picobello aktiv beteiligt. Bei der Reinigungsaktion wurden die Uferregionen des Gewässers gesäubert, der angeschwemmten Unrat eingesammelt und fachgerecht entsorgt.

Der Kassenbericht von Kassenwart  Harry Schönleber zeigte  trotz steigender laufenden Kosten einen soliden Kassenstand.

Die Kassenprüfer Anton Kimmelmann und Matthias Thalmann bescheinigten dem Kassenwart eine vorbildliche und ordenliche Kassenführung.

Den Sportbericht gab David Dschymalla bekannt. Er stellte die Ergebnisse der Vereinsfischen vor und bemerkte, dass sich das Gesamtfangergebnis im Jahr 2025 verbessert hat. Beim Pokalfischen gewann Hermann Maasen und beim Nachtangeln Thomas Kerner.

Gewässerwart Thomas Kerner berichtet über fünf Fischeinsätze im vergangenen Jahr. Hierbei wurde bei den Besatzmaßnahmen beachtet, ein Gleichgewicht des Fischvorkommen im Gewässer weiter zu erhalten. Unter Anderem wurden wieder Forellenbrüttlinge und Farmaalen eingesetzt.

In seinen Ausführungen setzte er weiter voraus, dass Schonzeiten, Mindestmaße und das korrekte Ausfüllen der Fanglisten ordnungsgemäß eingehalten werden.

Jugendwart Marcel Schmitt konnte im vergangenen Geschäftsjahr über einen Neuzugang eines Jugendlichen berichten. Allerdings konnten umständehalber keine aktive Jugendarbeit oder Aktivitäten durchgeführt werden. Allerdings wären Aktivitäten an einem Angelsee in Planung.

Ehrenratsvorsitzender Hermann Maasen war auch in diesem Jahr zufrieden und bescheinigte im Verein Ruhe und Frieden, es gab nichts zu berichten und er hoffte, dass es auch in Zukunft so bleibe. Er richtete einen Appell an alle Angler, an allen Hege- und Vereinsfischen, sowie vermehrt an Vereinsveranstaltungen teil zu nehmen.

Danach stellte er den Antrag auf Entlastung des Kassenwarts und der Vorstandschaft , die von den Mitgliedern einstimmig gewährt wurde.

Es standen Neuwahlen eines zweiten Kassenprüfers an. Anton Kimmelmann schied nach zwei Jahren Amtszeit aus. Wahlleiter Manfred Beck führte die Wahl durch. Aus der Versammlung stellte sich Wolfgang Streng zur Wahl und wurde für zwei Jahre einstimmig (mit einer Enthaltung) als 2. Kassenprüfer gewählt. Der neue Kassenprüfer nahm die Wahl an.

Die Neuwahl der Vorstandschaft wurde vom Ehrenratsvorsitzenden Hermann Maasen durchgeführt. Die Wahl erfolgte einstimmig, jeweils mit einer Enthaltung.

Aufgrund des Ausscheidens des bisherigen Kassenwarts sowie des Todes eines Amtsinhabers mussten zwei Positionen im Vorstand neu besetzt werden.

Die neu gewählte Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Manfred Beck (1. Vorsitzender), Wilhelm Schönleber (2. Vorsitzender), Tobias Link (Schriftführer), Thomas Kerner (Gewässerwart), David Dschymalla (Sportwart) und Marcel Schmitt (Jugendwart) wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Simon Schimpf als Kassenwart sowie Matthias Thalmann als Gerätewart.

Unter dem Punkt Verschiedenes erfolgten anschließend Geburtstagsehrungen für das Geschäftsjahr 2025. Matthias Thalmann bekam zum 60. Geburtstag ein Filitiermesser überreicht. Die Jubilare Wilfried Schmitt zum 70. Geburtstag und Wolfgang Schilling zum 85. Geburtstag jeweils einen Boxbeutel.

Sportwart David Dschymalla gab den Fischerkönig 2025 bekannt und überreichte dem Sieger Wolfgang Streng den Königspokal.

Im Schlusswort bedankte sich Manfred Beck stellvertretend im Namen der gesamten Vorstandschaft bei den Mitgliedern für ihr Kommen und für das entgegen gebrachte Vertrauen.

Besonderen Dank galt den Mitgliedern, die sich bei Aktivitäten, Veranstaltungen, Reinigungsaktion, Pflege des Vereinsgelände oder bei den Fischhegemaßnahmen für den Verein engagieren. Bewirtschafter des Vereinsheim Willi Schönleber mit seinen Helfer/innen Jessica und Achim Blankenburg, Elke Schmitt und Jutta Correia wurde ein kleines Dankeschön überreicht.

Danach wurde die Versammlung um 20.22 Uhr beendet.

Die neue gewählte Vorstandschaft von links nach rechts: Tobias Link (Schriftführer), Manfred Beck (1.Vorsitzender) neu gewählt Simon Schimpf (Kassenwart) Marcel Schmitt (Jugendwart) David Dschymalla (Sportwart), Wilhelm Schönleber (2. Vorsitzender), Thomas Kerner (Gewässerwart) und neu gewählt Matthias Thalmann (Gerätewart).

Fischerkönig 2025 Wolfgang Streng (links) nimmt die Glückwünsche und den Königspokal von Sportwart David Dschymalla (rechts) entgegen.

 

Text ASV Dittigheim (Manfred Beck, 1.Vst) Bilder ASV Dittigheim (Wolfgang Fleck)

Foto: ASV-Dittigheim e.V

 

 

 

Aufschwung bei der Aqua Fisch 2026

10.03.2026 – Mehr Aussteller und mehr Besucher lautete die Maxime für die 32. Auflage der Aquafisch und diese wurde vollumfänglich erfüllt. Trotz oder vielleicht gerade wegen einem schönen und frühlingshaften Wochenende strömten fast 18.000 Besucher zur Aquafisch und genossen sichtlich die Messe. Zum umfangreichen Informationsangebot gehörten auch wir vom LFV BW in Kombination mit unserem Fischmobil-Anhänger und in Kooperation mit Fishing-King auf unserem 100 m² Stand. Vom Andrang überwältigt stellten wir bereits Samstagnachmittag fest, dass unsere „Give-Aways“ in Form von Plakaten, Postern, Kalendern, Taschen und weiteren Infobroschüren sehr gefragt waren, sodass wir rationieren mussten, um für Sonntag überhaupt noch Material zum Verteilen übrig zu haben.

Viele schöne und informative Gespräche und Anfragen rund um das Angeln konnten geführt bzw. beantwortet werden. Auch Themen bezüglich Verbandsaktivitäten und Mitgliedschaft, gerade von „Neu-Anglern“ wurden häufig angesprochen. Bedauern wurde geäußert, dass unsere Gewässerwarte-Ausbildungen ständig ausgebucht seien und man keinen Platz bekäme, weil die Nachfrage so groß sei. Hier wurde der Wunsch nach mehr Kursen geäußert und natürlich Verständnis gezeigt, dass unsere Ausbilder schon jetzt an die Grenzen des Machbaren stoßen. Reichlich Lob bekamen wir für unsere Präsenz und unseren Stand, für das Fischmobil und die Kooperation mit Fishing-King, diese würde wohl tadellos funktionieren. Auch wurde gerne unser Angebot der kindgerechten Information über die Zusammenhänge im Gewässer als Lebensraum mittels unserem Fischmobil-Anhänger und einer kompetenten Betreuung genutzt. Eltern waren dankbar für die Verweilqualität und die Kinder begeisterten sich für das Angebot zum „Forschen“ Malen und Spielen. Auf unserem Stand war fast immer etwas los.

Ein besonderes „Schmankerl“ ist das Interview, welches vom Veranstalter mit Jörg Klausmann, Betreuer des Fischmobil-Anhängers geführt und bereits beim Zoologischen Zentral Anzeiger, Boot Magazin und Fisch & Fang veröffentlicht wurde. Link: https://www.aqua-fisch.de/medien-presse/hoerfunkservice

Überhaupt kann man zusammenfassend sagen, das Interesse am LFV BW, seinen Aufgaben und Tätigkeiten war sehr groß und dies nicht nur bei unseren Mitgliedern. Auffällig waren die vielen freundlichen und anerkennenden Worte, sodass man im Resümee sagen kann, es ist uns gelungen, ein positives Image zu vermitteln und somit war unsere Beteiligung an der Messe Aquafisch dank dem Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort wieder ein Erfolg.

 

Bericht Aquafisch 2026 © Text Wolfgang Groth / LFVBW

LFVBW-Wahlprüfsteine: Parteipositionen zur Angelfischerei und Gewässerpflege in Baden-Württemberg

Liebe Anglerinnen und Angler, Vereinsmitglieder und Interessierte,

im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 hat der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) – als Vertretung der organisierten Angelfischer im Land – den im Landtag vertretenen Parteien (Grüne, CDU, SPD, FDP und AfD) 20 gezielte Fragen zu Themen wie Gewässerschutz, Fischereigesetz, Naturschutz und wirtschaftlicher Bedeutung der Fischerei gestellt.

Die unveränderten Originalantworten der Parteien geben Ihnen einen transparenten Überblick über ihre Positionen und Pläne.

Entdecken Sie die Antworten in unserem Reader oder laden Sie das vollständige Dokument als PDF herunter. So können Sie sich bestens informieren und fundiert entscheiden – für gesunde Gewässer, starke Vereine und eine zukunftsweisende Fischereipolitik!

LFVBW_Wahlpruefsteine_Landtagswahl_2026

EU Wassergesetze verteidigen – EAA bittet um Unterzeichnung von Petition

DAFV, 23.02.2026 – Flüsse, Seen und Feuchtgebiete Europas stehen zunehmend unter Druck. Auf EU‑Ebene wird derzeit diskutiert, ob wichtige Umweltvorschriften erneut geöffnet und überarbeitet werden könnten – darunter auch die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), der Eckpfeiler der europäischen Wasserschutzpolitik.

Für Angler ist dies keine abstrakte politische Debatte: Saubere Gewässer und gesunde Fischbestände sind die Grundlage intakter Ökosysteme.

Die European Anglers Alliance (EAA)

Der DAFV ist seit Gründung der EAA 1994 ein aktives Mitglied der Allianz. Die EAA unterhält in Brüssel ein Büro mit hauptamtlichen Mitarbeitern und nutzt die Leistungen einer Lobbyagentur, um im Sinne der Angler Europas, Einfluss auf Regelungen und Verordnungen zu nehmen. Die EAA vertritt die Interessen von geschätzten 25 Millionen Anglern in ganz Europa.

Warum ist der Schutz der Wasserrahmenrichtlinie für uns Angler wichtig?

Die European Anglers Alliance (EAA) begleitet die Umsetzung der WRRL seit vielen Jahren. Seit ihrer Verabschiedung im Jahr 2000 verfolgt die Richtlinie u. a. folgende Ziele:

  • Verringerung der Umweltverschmutzung
  • Wiederherstellung der Flusskontinuität
  • Verbesserung des ökologischen Zustands europäischer Gewässer

Die WRRL umfasst Flüsse, Seen, Grundwasser, Flussmündungen und andere aquatische Ökosysteme – also genau jene Lebensräume, auf die unsere heimischen Fischarten angewiesen sind.

Trotz Fortschritten erreichen viele Gewässer in der EU jedoch immer noch keinen guten ökologischen Zustand (GÖZ). Klimawandel, Lebensraumfragmentierung, Wasserentnahme und Schadstoffeinträge beeinträchtigen weiterhin unsere Süßwasserökosysteme, Fischbestände und die aquatische Biodiversität.

Was wir jetzt brauchen, ist eine konsequente Umsetzung und Durchsetzung der bestehenden Vorschriften – nicht eine Öffnung oder Überarbeitung der WRRL, wie sie die Europäische Kommission im Rahmen ihres angekündigten Überprüfungsprozesses für das zweite Quartal 2026 erwägt.

Für uns Anglerinnen und Angler ist der Zusammenhang klar:

  • Sauberes Wasser bedeutet gesunde Fische.
  • Wiederhergestellte Flussverbindungen ermöglichen erfolgreiche Fischwanderungen.
  • Starke Umweltstandards sichern nachhaltige Angelmöglichkeiten – heute und in Zukunft.

Angler gehören oft zu den ersten, die Veränderungen der Wasserqualität, des Fischverhaltens oder eine Verschlechterung des Lebensraums bemerken.

Warum die Petition unterschreiben?

Eine EU‑weite Petition europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen fordert die Entscheidungsträger der EU dazu auf, die europäischen Umweltgesetze – einschließlich der WRRL – zu bewahren und vollständig umzusetzen, anstatt sie zu öffnen und abzuschwächen. Dies steht im Gegensatz zu Überlegungen der EU‑Kommission im Rahmen ihres Aktionsplans ResourceEU.

Süßwasser ist eine unverzichtbare Ressource – für Europas Wohlstand, für Unternehmen, für die Natur und für die Menschen, die sie nutzen.

Mit Ihrer Unterschrift senden Angler eine klare Botschaft:

Europa muss strenge Wasserschutzvorschriften einhalten – und sicherstellen, dass sie umgesetzt werden!

Die European Anglers Alliance unterstützt diese Initiative ausdrücklich, denn der Schutz aquatischer Ökosysteme ist für uns Angler in Europa von zentraler Bedeutung.

Stehen Sie für Wasser, Natur, unsere Süßwasserökosysteme und heimische Fischarten ein!

Unterschreiben Sie die Petition jetzt!
Zur Petition

Beitrag und Bilder: DAFV

Kormoranbestände gefährden Fischbestände – DAFV fordert bundesweites und europäisch abgestimmtes Kormoranmanagement

Kormorane

Pressemitteilung

Berlin, 19.01.2026 – Der Deutsche Angelfischerverband e. V. (DAFV) warnt eindringlich vor den Folgen der hohen Kormoranbestände für die heimischen Fischpopulationen und bedrohte Fischarten. Die derzeit hohe Kormoranpopulation in Deutschland entspricht laut einer historischen Meta-Studie[1] keiner natürlichen Bestandsrückkehr auf Grundlage von Schutzmaßnahmen. Im Gegensatz zu den meisten heimischen Fischarten profitiert der Kormoran erheblich von der Klimaerwärmung, da die Gewässer in Deutschland heute im Winter kaum noch flächendeckend zufrieren. Der Fischartenschutz dürfe im Naturschutz nicht länger eine untergeordnete Rolle spielen. Angesichts belastbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse über den negativen Einfluss hoher Kormoranbestände auf heimische Fische fordert der DAFV ein wirksames, bundesweit koordiniertes und europäisch abgestimmtes Kormoranmanagement.

Anglerinnen und Angler wollen den Kormoran nicht ausrotten. Er ist Teil unserer aquatischen Lebensgemeinschaften“, betont DAFV-Präsident Klaus-Dieter Mau. „Doch wenn eine ehemals gefährdete Art sich infolge klimatischer Veränderungen und menschlicher Eingriffe so stark vermehrt, dass sie andere Arten und ganze Ökosysteme nachhaltig schädigt, dann ist verantwortungsvolles Management erforderlich.“

Das Ausmaß der Schäden durch Kormorane bleibt in der Regel weitgehend unsichtbar, da die Gewässer in Deutschland in den Wintermonaten nur noch selten zufrieren. Die Vögel können dadurch ungestört in tieferen Bereichen, Nebengewässern und klassischen Wintereinständen der Fische jagen, ohne dass dies öffentlich wahrgenommen wird. In diesem Winter jedoch wurden die Folgen erstmals wieder für eine breite Öffentlichkeit deutlich sichtbar, da sich große Kormorankonzentrationen an gut einsehbaren Abschnitten z.B. an der Havel, der Alten Fahrt sowie an mehreren Potsdamer Seen einstellten. Diese öffentliche Wahrnehmung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich nicht um ein neues oder einmaliges Ereignis handelt, sondern um ein seit Jahren bestehendes, strukturelles Problem mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die Fischbestände.

Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen Handlungsbedarf

Der Kormoran zählt zu den am besten untersuchten Vogelarten der Welt. Bereits seit den 1990er-Jahren wird über seinen Einfluss auf Fischbestände diskutiert. Während lange Zeit Zweifel an negativen Auswirkungen geäußert wurden, gilt der Zusammenhang zwischen hohem Fraßdruck durch Kormorane und dem Rückgang sensibler Fischarten inzwischen als wissenschaftlich belegt.

Dies wurde auch im Rahmen der öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages am 26. Juni 2024 zum Antrag „Kormoranmanagement – Schutz von Artenvielfalt und Fischereibeständen“ (BT-Drs. 20/10619) deutlich. Die geladenen Sachverständigen ließen keinen Zweifel daran, dass die derzeitigen Kormoranbestände in Mitteleuropa Fischbestände nachhaltig schädigen und die Artenvielfalt regional gefährden. Die zentrale Frage lautete nicht mehr ob, sondern wie Fischbestände künftig wirksam geschützt werden können.

Fischartenschutz gleichwertig berücksichtigen

Der DAFV kritisiert, dass Eingriffe zugunsten des Vogelschutzes im Naturschutz vielfach als selbstverständlich gelten, während vergleichbare Maßnahmen zum Schutz von Fischen häufig abgelehnt oder verzögert werden. „Fischarten dürfen nicht auf die Rolle reiner Nahrungslieferanten reduziert werden“, so Mau. „Ein moderner Naturschutz muss alle Artengruppen gleichwertig berücksichtigen.“

Besonders problematisch ist dabei die räumliche Trennung von Brutgebieten und Schadensräumen. In eigens dafür geschützten Gebieten wachsen Kormoranpopulationen vor allem in Norddeutschland stark an, während sie später in ihrem Leben in anderen Teilen Deutschlands und Europas – etwa an Voralpenflüssen – auf ihrem Winterzug enorme Schäden an Fischbeständen verursachen. Darunter leiden ehrenamtliche Wiederansiedlungsprojekte bedrohter Fischarten und darüber hinaus entstehen erhebliche fischereiwirtschaftliche Schäden.

Übergang vom Schutz zum Management als Erfolg des Naturschutzes

Bereits in den 1990er Jahren wurde dem Kormoran ein günstiger Erhaltungszustand attestiert. Infolgedessen wurde sein Schutzstatus im Jahr 1997 innerhalb der EU-Vogelschutzrichtlinie herabgestuft. Dennoch fehlt bis heute ein wirksamer europäischer Managementrahmen. Aus Sicht des DAFV ist der notwendige Übergang vom strikten Schutz hin zu einem aktiven Bestandsmanagement kein Rückschritt, sondern Ausdruck erfolgreicher Naturschutzarbeit.

Vergleichbar mit dem Umgang mit dem Wolf müsse auch beim Kormoran reagiert werden, wenn Populationen eine Größenordnung erreichen, die andere Arten gefährdet. „Gezielte Regulierung ist kein Gegensatz zum Naturschutz, sondern Voraussetzung für den Erhalt der biologischen Vielfalt“, so Mau.

Europäische Lösung dringend erforderlich

Da der Kormoran europaweit verbreitet und hochmobil ist, fordert der DAFV einen abgestimmten europäischen Managementplan. Ein solcher wird derzeit von der Europäischen Binnenfischereikommission (EIFAAC) im Auftrag der Europäischen Union erarbeitet. Der DAFV nimmt dazu an der internationalen Kormoran-Konferenz 2026 vom 03 – 06 Februar 2026 in Prag teil, bei der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Umgang mit dem Kormoran beraten. Der Verband appelliert an die Bundesregierung, diesen Prozess aktiv zu unterstützen und nationale Handlungsspielräume konsequent zu nutzen.

Kormorane kennen keine Ländergrenzen“, fasst Mau zusammen. „Wer hohe Bestände gezielt fördert, muss auch Verantwortung für die ökologischen Folgen entlang des gesamten Lebenszyklus dieser Art übernehmen. Fischartenschutz darf kein Artenschutz zweiter Klasse sein.

Deutscher Angelfischerverband (DAFV)

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. setzt sich aus Landes- und Spezialverbänden zusammen und vereint rund 9.000 Vereine mit insgesamt über 500.000 organisierten Mitgliedern.  Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung. Der DAFV ist Mitglied der European Anglers Alliance (EAA).

 Pressekontakt:

Olaf Lindner

(030) 97 10 43 79

o.lindner@dafv.de

www.dafv.de

[1] Beike, M., C. Herrmann, R. Kinzelbach & J. de Rijk 2013: The Great Cormorant Phalacrocorax carbo sinensis in the German-speaking area and in The Netherlands between 800 and 1800. Vogelwelt 134: 233–261.

Foto: Marcel Weichenhahn

Die Murg ist Flusslandschaft der Jahre 2026/27

 

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes e.V. (DAFV) und der NaturFreunde Deutschlands

Berlin/Rastatt, 14. Januar 2026 – Die Murg in Baden-Württemberg ist Flusslandschaft der Jahre 2026/27. Mit der gemeinsamen Auszeichnung würdigen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) Renaturierungserfolge, Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Entwicklung des sanften Tourismus im Murgtal. Die offizielle Proklamation findet am kommenden Weltwassertag (22. März 2026) im Naturfreundehaus An der Murg in Rastatt statt.

Alle zwei Jahre rufen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband eine gemeinsame Flusslandschaft der Jahre aus, um die Bevölkerung für die ökologische, wirtschaftliche und soziokulturelle Bedeutung der Flüsse und der von ihnen durchflossenen Landschaften zu sensibilisieren. Im Kampagnenzeitraum werden vor Ort Maßnahmen für Schutz, Renaturierung und Durchgängigkeit unterstützt sowie naturnahe Wander- und Erholungsgebiete gefördert.

Einer der vielseitigsten und interessantesten Flusslebensräume in Deutschland

Die Murg ist ein rechter Nebenfluss des Rheins. Sie fließt vom Nordschwarzwald in die Oberrheinische Tiefebene und mündet nach 80,2 Kilometern nordwestlich von Rastatt in den Rhein. Dabei überwindet sie mehr als 800 Höhenmeter; ihr Einzugsgebiet umfasst 617 Quadratkilometer.

Der Charakter der Murg ändert sich im Flussverlauf mehrmals deutlich: Die beiden größten Quellbäche entspringen in den Wäldern des Nordschwarzwaldes und vereinigen sich danach in einem breiten Wiesental. Anschließend folgt der Fluss einer engen Waldschlucht, in der er an einen alpinen Wildfluss erinnert. Im mittleren und unteren Murgtal strömt die Murg wieder deutlich sanfter, wird vielerorts von Gewerbekanälen begleitet und führt zuletzt als begradigter Flusskanal bis zur künstlich verlegten Mündung in den Rhein.

Die jüngere Geschichte dieser Flusslandschaft wurde stark geprägt von der Industrialisierung, wobei die damit verbundenen Eingriffe in den Fluss bis heute spürbar sind. Noch vor 150 Jahren war die Murg das bedeutendste Lachsgewässer in Baden. Mit der Industrialisierung verkam der Fluss jedoch zu einer Ablaufrinne für Industrieabwässer, wurde gestaut und im Unterlauf zudem in ein starres Bett gezwängt. Als Folge nahm der einstige Fischreichtum stark ab und der Atlantische Lachs verschwand gänzlich.

Nach Renaturierungen kehrte der Lachs zurück

Seit den 1990er-Jahren – und verstärkt seit Beginn der 2000er-Jahre im Kontext der EU-Wasserrahmenrichtlinie – wurden an der Murg zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt: Zahlreiche Wehre und Kleinwasserkraftanlagen wurden für Wanderfische passierbarer gemacht, Gewässerstrukturen verbessert, Auenbereiche reaktiviert und Mindestwasserregelungen wasserrechtlich festgelegt. Parallel dazu wurde die Gewässerbelastung durch verbesserte Abwasserbehandlung und die Verminderung des Wärmeeintrags deutlich reduziert.

Besonders im Unterlauf wurde das Flussbett strukturreicher gestaltet und unter anderem Flussinseln angelegt, Deiche zurückgebaut und Überflutungsbereiche geschaffen. Und nicht zuletzt wurden im Rahmen von Wiederansiedelungsprogrammen mehrere hunderttausend Lachsbrütlinge ausgesetzt. Das Wanderfischprogramm wird im Land Baden-Württemberg vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg umgesetzt.

Aufgrund dieser Maßnahmen haben sich sowohl die Gewässerstruktur und die Wasserqualität als auch der Fischreichtum der Murg in den letzten 20 bis 30 Jahren deutlich verbessert. Zwar werden die Bestände von vor der Industrialisierung noch nicht wieder erreicht. Doch im Jahr 2024 konnten bereits wieder insgesamt 30 Fischarten in der Murg nachgewiesen werden. Und auch der Lachs – ein wichtiger Indikator für die Durchgängigkeit von Flüssen – kehrt wieder regelmäßig zurück in die Flusslandschaft der Jahre 2026/27.

„Mit der Murg haben wir eine Flusslandschaft ausgezeichnet, die beispielhaft zeigt, wie ökologischer, sozialer und kultureller Wert eines Gewässers Hand in Hand gehen. Die Murg steht nicht nur für beeindruckende Natur und artenreiche Lebensräume, sondern auch für das Engagement der Menschen vor Ort, die sich für ihren Schutz und ihre nachhaltige Nutzung einsetzen. Als Deutscher Angelfischerverband sehen wir es als unsere Verantwortung, diese Erfolgsgeschichten sichtbar zu machen und gemeinsam mit Partnern weiterhin für gesunde, durchgängige und lebendige Flüsse in Deutschland zu arbeiten“, sagt der Präsident des DAFV, Klaus-Dieter Mau.

„Im Zuge der Klimaanpassung gewinnen Renaturierungsmaßnahmen in Flusslandschaften zunehmend an Bedeutung, weil durch sie Extremwetterereignisse wie Starkregen und Dürren besser abgefedert werden können. Die Murg bietet hier hervorragende Beispiele“, so Joachim Nibbe, Mitglied des Bundesvorstands der NaturFreunde Deutschlands. „Die neue Flusslandschaft der Jahre 2026/27 zeigt, wie notwendig die Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur und der EU-Wasserrahmenrichtlinie für den Erhalt von Ökosystemen sind.“

Murgtal Huzenbach
Das Murgtal bei Huzenbach. Foto: Guido de Kleijn

Wander-, Rad- und Wildwassertouren kombinierbar mit der Regionalbahn

Das Murgtal mit seiner reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft ist auch ein attraktives Naherholungsgebiet, in dem viel für den sanften Tourismus getan wird. So führen drei sogenannte Natura Trails Wandernde durch das Schutzgebiet „Unteres Murgtal und Seitentäler“. Natura Trails sind Wandervorschläge der NaturFreunde, die auf attraktiven Faltblättern ökologische Zusammenhänge erklären und mit touristischen Informationen kombinieren. Sie sensibilisieren die Bevölkerung für die Naturschönheiten „vor der Haustür“.

Und es gibt viele weitere attraktive Wanderwege: Der Premiumwanderweg Murgleiter etwa erkundet auf 110 Kilometern Länge die Höhen beiderseits des Flusses. Dem Verlauf der Murg von der Quelle bis zur Mündung folgt der rund 100 Kilometer lange Murgtalwanderweg. Die Geschichte des Murgtals, der Murg und der Lachse in der Flusslandschaft der Jahre 2026/27 erzählt der Lachserlebnispfad zwischen Baiersbronn und Rastatt. Und auch die renaturierten Murgauen bei Rastatt laden zu erholsamen Spaziergängen ein.

Für Radtouren bietet sich der 67 Kilometer lange familienfreundliche Radwanderweg Tour de Murg an. Er beginnt in Freudenstadt und begleitet den Fluss dann ab Baiersbronn flussabwärts bis Rastatt. Viele Rad- und Wandertouren lassen sich hervorragend mit der Murgtalbahn kombinieren, die die Murg zwischen Rastatt und Baiersbronn begleitet.

Bei hohem Wasserstand, wie er nach ergiebigen Regenfällen oder der Schneeschmelze vorkommt, ist die Murg zudem mit dem Kajak befahrbar. Das Flussbett ist breit und wird von großen Felsen geprägt. Unter Kanusportlern gilt die Murg als einer der schönsten Wildwasserflüsse Deutschlands.

Zwölf Naturfreundehäuser laden zu Übernachtungen in der Flusslandschaft ein

Im zweijährigen Kampagnenzeitraum haben NaturFreunde und Angler an der Murg viel vor. Unter anderem wollen sie naturnahe Umweltbildung und gewässerökologische Seminare veranstalten, öffentlichkeitswirksame Naturschutz-Aktionen durchführen und viele öffentliche Wanderungen, Kanu- und Radtouren organisieren. Zudem werben die Kampagnenpartner auch intensiv verbandsintern, die neue Flusslandschaft der Jahre 2026/27 wandernd und angelnd zu entdecken sowie Gremiensitzungen und Vereinstreffen oder Freizeiten an der Murg zu organisieren.

Zwölf Naturfreundehäuser mit insgesamt 365 Übernachtungsplätzen laden zu Aufenthalten direkt in der Flusslandschaft der Jahre 2026/27 ein – als Basis für Exkursionen, Seminare und naturnahe Kurzurlaube.

Bisherige Flusslandschaften waren:

Stepenitz [Elbe] (24/25), Weiße Elster (20/23 – verlängert wegen Corona-Pandemie), Lippe (18/19), Trave (16/17), Argen (14/15), Helme (12/13), Emscher (10/11), Nette (08/09), Schwarza (06/07), Havel (04/05), Ilz (02/03), Gottleuba (00/01).

Pressemitteilung im Web: https://dafv.de/projekte/flusslandschaft-der-jahre/die-murg-ist-flusslandschaft-der-jahre-2026-27

 

Pressebilder und Logo Flusslandschaft zum Download: www.flusslandschaft.naturfreunde.de

 

Deutscher Angelfischerverband (DAFV)

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. setzt sich aus Landes- und Spezialverbänden zusammen und vereint rund 9.000 Vereine mit insgesamt über 500.000 organisierten Mitgliedern.  Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung. Der DAFV ist Mitglied der European Anglers Alliance (EAA).

Pressekontakt:

Olaf Lindner

(030) 97 10 43 79

o.lindner@dafv.de

www.dafv.de

 

NaturFreunde Deutschlands (NFD)

Die NaturFreunde Deutschlands (NFD) sind ein sozial-ökologischer und gesellschaftspolitisch aktiver Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur. Mehr als 65.000 Mitglieder in über 500 Ortsgruppen mit rund 350 Naturfreundehäusern engagieren sich ehrenamtlich für die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. 1895 in Wien gegründet, gehören heute etwa 350.000 Mitglieder zur internationalen NaturFreunde-Bewegung. Die NaturFreunde Internationale (NFI) zeichnet alle drei Jahre die „Landschaft des Jahres“ aus.

Pressekontakt:

Samuel Lehmberg

(030) 29 77 32 65

presse@naturfreunde.de

www.naturfreunde.de

 

Kampagnenpartner:

Fachbereich Umwelt der NaturFreunde Baden-Württemberg

NaturFreunde-Koordinatorin Flusslandschaft der Jahre 2026/27: Murg

Ulrike Dieterle

ulrike.dieterle@naturfreunde-baden.de

 

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. und seine vor Ort ansässigen Vereine an der Murg

Jürgen Waldvogel Vizepräsident (Nordbaden)

juergen.waldvogel@lfvbw.de

Michael Groß, Bezirksvorsitzender Nordbaden

michael.gross@lfvbw.de

https://lfvbw.de

 

NaturFreunde Rastatt

Heinz Zoller
info@naturfreunde-rastatt.de
www.naturfreunde-rastatt.de

 

Angelsportverein Rastatt 1923
Werner Dautner
vorstand@asv-rastatt.de
https://asv-rastatt.de

Der DAFV ist Mitglied der European Anglers Alliance (EAA)

Deutscher Angelfischerverband e.V. · Reinhardtstraße 14 · 10117 Berlin · Tel. +49 30 97104379
Vorsitzender: Klaus-Dieter Mau · Eingetragen im Vereinsregister Berlin VR 34047 B

 

Foto: Guido de Kleijn

Pressemitteilung: Alarm unter der Wasseroberfläche – Fischartenschutz braucht Strukturvielfalt und wirksames Kormoran-Management

16. Dezember 2025 – Die heimische Fischfauna in Baden-Württemberg steht vor enormen Herausforderungen: Die neueste Rote Liste bestätigt den dramatischen Druck auf viele Arten.

Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) plädiert für einen ganzheitlichen Ansatz, der Strukturverbesserungen in den Gewässern mit einem gezielten Kormoran-Management kombiniert, um den Kollaps empfindlicher Bestände zu verhindern.

Wissenschaftliche Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit dieser Maßnahmen für einen effektiven Naturschutz.Im Folgenden die vollständige Pressemitteilung:

Foto: Shutterstock

 

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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