KONSTANZ – Am 30. Januar 2026 versammelten sich 123 stimmberechtigte Mitglieder des ASV Konstanz in den „Anglerstuben“ zur 119. Jahreshauptversammlung. In einer Atmosphäre, die von tiefer Verbundenheit zur Fischerei und zum Naturschutz geprägt war, zog der Verein Bilanz über ein herausforderndes, aber erfolgreiches Jahr 2025.
Kontinuität und Wandel im Vorstand
Präsident Bertram Wanner eröffnete die Versammlung und betonte die Stärke seines Teams. Trotz personeller Wechsel – Michael Geiger und Markus Griesser verließen den Vorstand – konnte durch eine geschickte interne Nachfolgeplanung Stabilität gewahrt werden. Manuel Zeltner übernimmt das Amt des Vizepräsidenten, Ingo Wagenseil rückt als Schriftführer nach. Wanner selbst wird den Verein noch für zwei Jahre führen, rief jedoch bereits jetzt dazu auf, die langfristige Nachfolge für das Präsidentenamt gemeinsam zu gestalten.
Artenschutz und Gewässerpflege im Fokus
Der Bericht des Gewässerwarts Thomas Lang verdeutlichte die ökologische Verantwortung des Vereins. Besonders das Engagement für die Felchen- und Äschenbestände sticht hervor. Trotz widriger Fangbedingungen beim Laichfischfang gelang es, rund 600.000 Felchenbrütlinge im Seerhein auszusetzen. Zudem wurde der Besatz mit Glasaalen (6 kg) und Äschen-Setzlingen (10.000 Stück) intensiviert, um dem starken Kormorandruck, besonders während der Äschenlaichzeit, entgegenzuwirken.
Ein Sorgenkind bleibt der Hagstaffelweiher. Hier behinderten Vandalismus und Störungen durch selbsternannte Naturschützer die geplanten Sanierungsmaßnahmen. Der ASV stellte klar, dass ökologische Aufwertungen wie die Entschlammung notwendig sind, um Lebensräume langfristig zu sichern.
Finanzen und Infrastruktur: Ein stabiles Fundament
Schatzmeister Heiko Willauer präsentierte erfreuliche Zahlen. Trotz hoher Investitionen in die Instandhaltung, wie der Sockelsanierung des Bootshauses, verzeichnete der Verein eine solide Haushaltsführung. Ein Großteil der liquiden Mittel ist bereits für die anstehende energetische Sanierung des Vereinsheims reserviert. Auch die langfristige Pachtverlängerung der „Anglerstuben“ bis mindestens 2032 sichert die finanzielle und soziale Basis des Vereins.
Zukunftsorientierte Jugendarbeit
Ein besonderes Aushängeschild des ASV Konstanz ist die Jugendarbeit unter Roland Mitsch. Die Gruppe ist auf 56 Jugendliche angewachsen. Mit zahlreichen Angelcamps, Schulkooperationen und der Beteiligung am Kinderfest Konstanz leistet der Verein einen essenziellen Beitrag zur Nachwuchsförderung und zur Vermittlung von Umweltwissen an die nächste Generation.
Klare Kante: Cannabis-Verbot auf dem Vereinsgelände
Ein zukunftsweisender Beschluss wurde bei den Anträgen gefasst: Mit großer Mehrheit stimmten die Mitglieder für ein striktes Cannabis-Verbot auf dem gesamten Vereinsgelände. Der Vorstand begründete dies mit der besonderen Verantwortung gegenüber der großen Jugendgruppe und der Unmöglichkeit, den gesetzlich geforderten Jugendschutz bei freiem Zugang zum Gelände anders zu gewährleisten.
Ehrungen für langjährige Treue
Die Versammlung bot den würdigen Rahmen für zahlreiche Ehrungen. Besonders hervorzuheben ist die Verabschiedung von Michael Geiger, der seit 1975 im Verein ist und für seine Verdienste als Stegwart mit dem Goldenen Ehrenabzeichen des LFV ausgezeichnet wurde. Auch Markus Griesser erhielt für sein langjähriges Engagement im Vorstand das Silberne Ehrenabzeichen.
Ausblick 2026
Für das laufende Jahr stehen große Projekte an: Neben der Sanierung der Reiser im Konstanzer Trichter, wird der Bau eines großen Insektenhotels am Vereinsgelände ein sichtbares Zeichen für den ganzheitlichen Naturschutz setzen.
Der ASV Konstanz beweist auch im 119. Jahr seines Bestehens, dass Tradition und Moderne Vereinsführung Hand in Hand gehen können, um die Fischerei am Bodensee zukunftsfähig zu gestalten.
Verfasser: Simon Wachter
Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins
Fischereiverein Bad Mergentheim: Jahreshauptversammlung mit Ehrungen und Wahlen.
Bad Mergentheim. Zur Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Bad Mergentheim 1893 e.V. begrüßte der zweite Vorsitzende Pascal Rückheim zahlreiche Mitglieder sowie als Gast den Kreisvorsitzenden des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg, Wolfgang Fleck, im Dorfgemeinschaftshaus Neunkirchen. Neben dem Rückblick auf das Vereinsjahr standen auch aktuelle Herausforderungen an den Gewässern sowie personelle Entscheidungen im Mittelpunkt der Versammlung.
Die Berichte des Vorstands gaben einen umfassenden Überblick über das Vereinsjahr. Rückheim verwies auf die zusätzliche Arbeitsbelastung durch die Einführung eines digitalen Mitgliedersystems sowie die Überarbeitung von Satzung und Fischereiordnung. Gerade die Umstellung auf digitale Abläufe erfordere anfangs viel Abstimmung und Einarbeitung, solle langfristig aber die Verwaltung erleichtern. Gewässerwart Georg Landwehr informierte über Besatzmaßnahmen und Fangzahlen. Für dieses Jahr ist zudem eine Schonstrecke für Jungfische im Wachbach geplant, um deren Aufwachsen und Ausbreitung in natürlicher Umgebung beobachten zu können.
Große Sorge um die Tauber Besorgt äußerte sich der Referent für Fischereifragen, Jürgen Galvagni, über die hohen Wassertemperaturen in der Tauber und die in den Sommermonaten zunehmend sinkenden Wasserstände. Insbesondere Bachforellen und Äschen hätten es mittlerweile schwer. Für einen nachhaltigen Bestand seien intakte Kiesbänke als Laichplätze notwendig. Zusätzliche Risiken entstünden durch zunehmenden Bootsverkehr bei Niedrigwasser, der Fische störe und Kiesbänke beschädigen könne. Der Verein will die Entwicklung weiter eng begleiten und setzt dabei auch auf Sensibilisierung und Rücksichtnahme am Gewässer.
Beisitzer Michael Bayer stellte ein neues Konzept zur Organisation vereinsinterner Veranstaltungen vor. Besonders die Verpflegung werde von den Mitgliedern geschätzt. Zugleich soll die Aufgabenverteilung bei Festen und Arbeitseinsätzen klarer geregelt werden, um Helfer besser zu entlasten.
Schriftführer Clemens Hirschle blickte auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück und hob die erfolgreiche Teilnahme am Kinderferienprogramm der Stadt Bad Mergentheim hervor. Der Verein will sich voraussichtlich auch 2026 wieder beteiligen, um weiteren Kindern Einblicke in die Lebewesen der Tauber und in die Angelfischerei zu ermöglichen.
Auch die vereinseigene Jugendgruppe wächst weiter, wie Jugendwart Marc Bauer berichtete. Ob beim Camp am Hollenbacher See oder bei Treffen an den Gewässern: Der Nachwuchs sei mit viel Freude bei der Sache. Neben dem Angeln gehe es dabei auch um Naturbeobachtung und den verantwortungsvollen Umgang mit dem Lebensraum Wasser.
Kassenwart Armin Jenke legte einen ausgeglichenen Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer Jürgen Bamberger und Dr. Axel Spaeth bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung. Die Versammlung erteilte anschließend die Entlastung.
Durch den Rücktritt des bisherigen ersten Vorsitzenden Dr. Andreas Schmitt wurde eine Nachwahl notwendig. Einstimmig gewählt wurden Pascal Rückheim zum ersten Vorsitzenden und Dr. Martina Knaut-Spaeth zur zweiten Vorsitzenden. Dem ausgeschiedenen Vorsitzenden galt der Dank für seine Arbeit und sein Engagement in den vergangenen Jahren.
Zudem ehrte der Verein langjährige Mitglieder. Anwesend waren Markus Braun (15 Jahre) und Dr. Rainer Stiel (40 Jahre). Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Edwin Herkner, Ulrich Ruck und Jürgen Galvagni ausgezeichnet. Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg verlieh Edwin Herkner und Ulrich Ruck zudem das Silberne Ehrenzeichen. Matthias Welz und Jürgen Galvagni erhielten für ihren Einsatz das Goldene Ehrenzeichen, überreicht durch Kreisvorsitzenden Wolfgang Fleck. Die Geehrten erhielten dafür großen Applaus aus der Versammlung.
Der neue erste Vorsitzende Pascal Rückheim schloss die Hauptversammlung mit einem „Petri Heil“ für das Jahr 2026.
Dabei verband er den Wunsch, dass sich die Bedingungen an den Gewässern wieder stabilisieren und der Verein sein vielseitiges Programm fortsetzen kann. pm
Am 23. Januar 2026 kamen 6 Vertreter der 4 Pachtvereine der Schiltach, eine Vertreterin des Umweltschutzamtes Landratsamt Rottweil, 2 Vertreter der Stadtverwaltung Schramberg, 1 ehrenamtlicher Fischereiaufseher sowie 3 Funktionäre des Landesfischereiverbandes (Bezirk Südbaden) zusammen, um die Ergebnisse des Untersuchungsprogramms „Gesamtschiltach 2025“ zu besprechen. Die Leitung der Veranstaltung übernahm Michael Roth in seiner Funktion als Kreisvorsitzender Rottweil und Initiator dieses Projektes.
Kernerkenntnisse der Untersuchungen 2025
Das Hauptziel der Messungen im Jahr 2025 war es, bestehende Datenlücken aus den Vorjahren zu schließen und die Auswirkungen von Beschattung und Wasserführung auf das Ökosystem zu klären.
Temperatur & Beschattung: Die Messungen bestätigten einen direkten Zusammenhang zwischen fehlender Ufervegetation und kritischen Wassertemperaturen. Der Spitzenwert von 25,1 °C stellt für Salmoniden (Forellenartige) eine lebensbedrohliche Grenze dar. Hauptursache für solche Extremwerte war ein Kahlschlag am Ufer im Winter 2024 / 2025. Zudem beeinflusst die Temperatur der Schiltach messbar die der Kinzig.
Wasserführung & Pegel: Die Schiltach leidet unter chronischem Wassermangel, der durch extreme Pegelanstiege bei Starkregen aufgrund fehlender Strukturen unterbrochen wird. Diese Dynamik beeinflusst das Fischverhalten: Große Forellen tauchen bei Hochwasser kurzzeitig auf, verschwinden aber mit sinkendem Pegel sofort wieder.
Wasserqualität: Während der Sauerstoffgehalt über die gesamte Bachlänge als zufriedenstellend bewertet wurde, blieben Fragen zum Nahrungsangebot aufgrund der schwierigen Messbedingungen (Starkregen) offen. Biologische Untersuchungen hierzu sind für 2026 geplant.
Methodik und Unterstützung
Die Datenerhebung erfolgte zwischen Mai und September 2025 über 13 Messstellen mit HOBO-Datenloggern im 30-Minuten-Takt, ergänzt durch manuelle Kontrollen (pH-Wert, Leitfähigkeit, Sauerstoff). Besonders positiv hervorgehoben wurde die Stadt Schramberg, die der Gemeinschaft ein neues, modernes Messgerät zur Verfügung gestellt hat.
Erfolge und Handlungsbedarf
Dort, wo bereits Strukturverbesserungen und gezielte Beschattungsmaßnahmen umgesetzt wurden, konnte ein massiver Erfolg verzeichnet werden: Der Bestand an Jungforellen verdreifachte sich teilweise in diesen Abschnitten.
Das Hauptproblem: Das größte Defizit liegt in der Kommunikation. Oft mangelt es auf der ausführenden Ebene an Wissen über die Gewässerunterhaltung gemäß Wasserhaushaltsgesetz §39. Bautrupps / Grundstückseigentümer führen teilweise radikale Rückschnitte an der Ufervegetation durch, ohne die ökologischen Folgen (Temperaturanstieg) zu bedenken.
Fazit und Ausblick
Um den Lebensraum Schiltach langfristig zu sichern, ist eine bessere Vernetzung zwischen den Behörden und der ausführenden Ebene (Bautrupps / Grundstückeigentümern) zwingend erforderlich. Geplant ist eine Informationsveranstaltung, um die Verantwortlichen für Themen wie den korrekten Pflanzabstand und den Erhalt der Beschattung zu sensibilisieren.
Verfasser des Berichtes: Simon Wachter/Bezirksreferent für Öffentlichkeitsarbeit Südbaden
Bericht fachlich geprüft durch Michael Roth Kreisvorsitzender Rottweil und Ingo Kramer
Berlin, 19.01.2026 – Der Deutsche Angelfischerverband e. V. (DAFV) warnt eindringlich vor den Folgen der hohen Kormoranbestände für die heimischen Fischpopulationen und bedrohte Fischarten. Die derzeit hohe Kormoranpopulation in Deutschland entspricht laut einer historischen Meta-Studie[1] keiner natürlichen Bestandsrückkehr auf Grundlage von Schutzmaßnahmen. Im Gegensatz zu den meisten heimischen Fischarten profitiert der Kormoran erheblich von der Klimaerwärmung, da die Gewässer in Deutschland heute im Winter kaum noch flächendeckend zufrieren. Der Fischartenschutz dürfe im Naturschutz nicht länger eine untergeordnete Rolle spielen. Angesichts belastbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse über den negativen Einfluss hoher Kormoranbestände auf heimische Fische fordert der DAFV ein wirksames, bundesweit koordiniertes und europäisch abgestimmtes Kormoranmanagement.
„Anglerinnen und Angler wollen den Kormoran nicht ausrotten. Er ist Teil unserer aquatischen Lebensgemeinschaften“, betont DAFV-Präsident Klaus-Dieter Mau. „Doch wenn eine ehemals gefährdete Art sich infolge klimatischer Veränderungen und menschlicher Eingriffe so stark vermehrt, dass sie andere Arten und ganze Ökosysteme nachhaltig schädigt, dann ist verantwortungsvolles Management erforderlich.“
Das Ausmaß der Schäden durch Kormorane bleibt in der Regel weitgehend unsichtbar, da die Gewässer in Deutschland in den Wintermonaten nur noch selten zufrieren. Die Vögel können dadurch ungestört in tieferen Bereichen, Nebengewässern und klassischen Wintereinständen der Fische jagen, ohne dass dies öffentlich wahrgenommen wird. In diesem Winter jedoch wurden die Folgen erstmals wieder für eine breite Öffentlichkeit deutlich sichtbar, da sich große Kormorankonzentrationen an gut einsehbaren Abschnitten z.B. an der Havel, der Alten Fahrt sowie an mehreren Potsdamer Seen einstellten. Diese öffentliche Wahrnehmung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich nicht um ein neues oder einmaliges Ereignis handelt, sondern um ein seit Jahren bestehendes, strukturelles Problem mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die Fischbestände.
Der Kormoran zählt zu den am besten untersuchten Vogelarten der Welt. Bereits seit den 1990er-Jahren wird über seinen Einfluss auf Fischbestände diskutiert. Während lange Zeit Zweifel an negativen Auswirkungen geäußert wurden, gilt der Zusammenhang zwischen hohem Fraßdruck durch Kormorane und dem Rückgang sensibler Fischarten inzwischen als wissenschaftlich belegt.
Der DAFV kritisiert, dass Eingriffe zugunsten des Vogelschutzes im Naturschutz vielfach als selbstverständlich gelten, während vergleichbare Maßnahmen zum Schutz von Fischen häufig abgelehnt oder verzögert werden. „Fischarten dürfen nicht auf die Rolle reiner Nahrungslieferanten reduziert werden“, so Mau. „Ein moderner Naturschutz muss alle Artengruppen gleichwertig berücksichtigen.“
Besonders problematisch ist dabei die räumliche Trennung von Brutgebieten und Schadensräumen. In eigens dafür geschützten Gebieten wachsen Kormoranpopulationen vor allem in Norddeutschland stark an, während sie später in ihrem Leben in anderen Teilen Deutschlands und Europas – etwa an Voralpenflüssen – auf ihrem Winterzug enorme Schäden an Fischbeständen verursachen. Darunter leiden ehrenamtliche Wiederansiedlungsprojekte bedrohter Fischarten und darüber hinaus entstehen erhebliche fischereiwirtschaftliche Schäden.
Übergang vom Schutz zum Management als Erfolg des Naturschutzes
Bereits in den 1990er Jahren wurde dem Kormoran ein günstiger Erhaltungszustand attestiert. Infolgedessen wurde sein Schutzstatus im Jahr 1997 innerhalb der EU-Vogelschutzrichtlinie herabgestuft. Dennoch fehlt bis heute ein wirksamer europäischer Managementrahmen. Aus Sicht des DAFV ist der notwendige Übergang vom strikten Schutz hin zu einem aktiven Bestandsmanagement kein Rückschritt, sondern Ausdruck erfolgreicher Naturschutzarbeit.
Vergleichbar mit dem Umgang mit dem Wolf müsse auch beim Kormoran reagiert werden, wenn Populationen eine Größenordnung erreichen, die andere Arten gefährdet. „Gezielte Regulierung ist kein Gegensatz zum Naturschutz, sondern Voraussetzung für den Erhalt der biologischen Vielfalt“, so Mau.
Europäische Lösung dringend erforderlich
Da der Kormoran europaweit verbreitet und hochmobil ist, fordert der DAFV einen abgestimmten europäischen Managementplan. Ein solcher wird derzeit von der Europäischen Binnenfischereikommission (EIFAAC) im Auftrag der Europäischen Union erarbeitet. Der DAFV nimmt dazu an der internationalen Kormoran-Konferenz 2026 vom 03 – 06 Februar 2026 in Prag teil, bei der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Umgang mit dem Kormoran beraten. Der Verband appelliert an die Bundesregierung, diesen Prozess aktiv zu unterstützen und nationale Handlungsspielräume konsequent zu nutzen.
„Kormorane kennen keine Ländergrenzen“, fasst Mau zusammen. „Wer hohe Bestände gezielt fördert, muss auch Verantwortung für die ökologischen Folgen entlang des gesamten Lebenszyklus dieser Art übernehmen. Fischartenschutz darf kein Artenschutz zweiter Klasse sein.“
Deutscher Angelfischerverband (DAFV)
Der Deutsche Angelfischerverband e.V. setzt sich aus Landes- und Spezialverbänden zusammen und vereint rund 9.000 Vereine mit insgesamt über 500.000 organisierten Mitgliedern. Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung. Der DAFV ist Mitglied der European Anglers Alliance (EAA).
[1] Beike, M., C. Herrmann, R. Kinzelbach & J. de Rijk 2013: The Great Cormorant Phalacrocorax carbo sinensis in the German-speaking area and in The Netherlands between 800 and 1800. Vogelwelt 134: 233–261.
Jugend, Gewässerschutz und Gemeinschaft prägen 2025
Neuausrichtung und Vorstandswechsel: 2025 war ein aufregendes Jahr für den ASV Tauberbischofsheim e.V. Das neu gewählte Vorstands-Team will den Verein Schritt für Schritt moderner aufstellen, Prozesse vereinfachen und die Angeljugend fördern. Es geht unter anderem darum, dem Nachwuchs Freude am verantwortungsvollen Fischen zu vermitteln und das Bewusstsein für Gewässer- und Naturschutz zu stärken.
Tauber-sauber: Engagement für den Fluss
Mehrere Tauber-sauber-Aktionen prägten das Jahr 2025 und unterstrichen den gelebten Gewässerschutz. An unterschiedlichen Tagen sammelten Mitglieder Müll, pflegten Uferbereiche und setzten ein sichtbares Zeichen für eine saubere und artenreiche Tauber.
In mehreren Besatzmaßnahmen wurden unterschiedliche Fischarten in die Tauber eingesetzt – für einen nachhaltigen und vielfältigen Fischbestand im Gewässer des ASV. „Die Maßnahmen zur Fischbesatzung sind ein wichtiger Schritt für die langfristige und stabile Fischkultur in der Tauber und tragen dazu bei, ein gesundes Ökosystem im Fluss aufrecht zu halten“, sagt Martin Baldas, Gewässerwart des ASV.
Konsequente Kontrollen als Maßnahme gegen Schwarzangler
Regelmäßige Kontrollen rund um Tauberbischofsheim zeigen Wirkung: Wurden 2024 noch einige Schwarzangler erwischt und angezeigt, wurden 2025 fast keine Verstöße festgestellt. Die Kontrollen sind eine zentrale Maßnahme zur wirksamen Bekämpfung der Fischwilderei.
Gemeinschaft erleben: Weihnachtsfeier so gut besucht wie nie
Zum Jahresausklang traf sich der Verein in Tauberbischofsheim bei Pizza Pie – mit außergewöhnlich hoher Beteiligung. Die große Weihnachtsfeier zeigte den neuen Zusammenhalt im ASV und bot Raum für Austausch, Rückblick und Pläne für die kommende Saison zwischen Jung und Alt. Zum Ende des Vereinsjahres wurde das erste Mal in der Historie des ASV Tauberbischofsheim ein Junior Angler ausgezeichnet. Noah Luft konnte mit großemTalent und viel Geschick überzeugen und holte sich damit die Auszeichnung des ersten Junioren Fischer Königs. Als Senioren-Fischerkönig wurde mit viel Erfahrung schon direkt in seinem ersten Jahr als festes Mitglied im ASV Reiner Böhringer ausgezeichnet. Dank einer Kooperation mit dem Angelladen Fleck in Tauberbischofsheim konnte dem Junioren-Fischerkönig eine Raubfischrute übergeben werden.
Digitalisierung: Tageskarten künftig über hejfish
Die Nachfrage nach Gast- und Jahreskarten war 2025 hoch. Ab sofort können Gastangler erstmals über die Online-Plattform hejfish die begrenzten Tageskarten für die Gast-Angelstrecke des ASV Tauberbischofsheim erwerben. Das Pilotprojekt vereinfacht den Kauf von Gastkarten deutlich und ist ein zentraler Baustein der angestrebten Modernisierung.
„2025 war für unseren Verein ein absoluter Meilenstein: Wir investieren bewusst in unsere Jugend- Junioren, achten darauf, dass Regeln respektiert und eingehalten werden und übernehmen Verantwortung für unsere Tauber“, betont der 1. Vorsitzende Markus Babsia.
Bild(-rechte) u Text = Markus Babsia
Im Bild : links Noah Luft, Mitte Markus Babsia, rechts Reiner Böhringer
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Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes e.V. (DAFV) und der NaturFreunde Deutschlands
Berlin/Rastatt, 14. Januar 2026 – Die Murg in Baden-Württemberg ist Flusslandschaft der Jahre 2026/27. Mit der gemeinsamen Auszeichnung würdigen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) Renaturierungserfolge, Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Entwicklung des sanften Tourismus im Murgtal. Die offizielle Proklamation findet am kommenden Weltwassertag (22. März 2026) im Naturfreundehaus An der Murg in Rastatt statt.
Alle zwei Jahre rufen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband eine gemeinsame Flusslandschaft der Jahre aus, um die Bevölkerung für die ökologische, wirtschaftliche und soziokulturelle Bedeutung der Flüsse und der von ihnen durchflossenen Landschaften zu sensibilisieren. Im Kampagnenzeitraum werden vor Ort Maßnahmen für Schutz, Renaturierung und Durchgängigkeit unterstützt sowie naturnahe Wander- und Erholungsgebiete gefördert.
Einer der vielseitigsten und interessantesten Flusslebensräume in Deutschland
Die Murg ist ein rechter Nebenfluss des Rheins. Sie fließt vom Nordschwarzwald in die Oberrheinische Tiefebene und mündet nach 80,2 Kilometern nordwestlich von Rastatt in den Rhein. Dabei überwindet sie mehr als 800 Höhenmeter; ihr Einzugsgebiet umfasst 617 Quadratkilometer.
Der Charakter der Murg ändert sich im Flussverlauf mehrmals deutlich: Die beiden größten Quellbäche entspringen in den Wäldern des Nordschwarzwaldes und vereinigen sich danach in einem breiten Wiesental. Anschließend folgt der Fluss einer engen Waldschlucht, in der er an einen alpinen Wildfluss erinnert. Im mittleren und unteren Murgtal strömt die Murg wieder deutlich sanfter, wird vielerorts von Gewerbekanälen begleitet und führt zuletzt als begradigter Flusskanal bis zur künstlich verlegten Mündung in den Rhein.
Die jüngere Geschichte dieser Flusslandschaft wurde stark geprägt von der Industrialisierung, wobei die damit verbundenen Eingriffe in den Fluss bis heute spürbar sind. Noch vor 150 Jahren war die Murg das bedeutendste Lachsgewässer in Baden. Mit der Industrialisierung verkam der Fluss jedoch zu einer Ablaufrinne für Industrieabwässer, wurde gestaut und im Unterlauf zudem in ein starres Bett gezwängt. Als Folge nahm der einstige Fischreichtum stark ab und der Atlantische Lachs verschwand gänzlich.
Nach Renaturierungen kehrte der Lachs zurück
Seit den 1990er-Jahren – und verstärkt seit Beginn der 2000er-Jahre im Kontext der EU-Wasserrahmenrichtlinie – wurden an der Murg zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt: Zahlreiche Wehre und Kleinwasserkraftanlagen wurden für Wanderfische passierbarer gemacht, Gewässerstrukturen verbessert, Auenbereiche reaktiviert und Mindestwasserregelungen wasserrechtlich festgelegt. Parallel dazu wurde die Gewässerbelastung durch verbesserte Abwasserbehandlung und die Verminderung des Wärmeeintrags deutlich reduziert.
Besonders im Unterlauf wurde das Flussbett strukturreicher gestaltet und unter anderem Flussinseln angelegt, Deiche zurückgebaut und Überflutungsbereiche geschaffen. Und nicht zuletzt wurden im Rahmen von Wiederansiedelungsprogrammen mehrere hunderttausend Lachsbrütlinge ausgesetzt. Das Wanderfischprogramm wird im Land Baden-Württemberg vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg umgesetzt.
Aufgrund dieser Maßnahmen haben sich sowohl die Gewässerstruktur und die Wasserqualität als auch der Fischreichtum der Murg in den letzten 20 bis 30 Jahren deutlich verbessert. Zwar werden die Bestände von vor der Industrialisierung noch nicht wieder erreicht. Doch im Jahr 2024 konnten bereits wieder insgesamt 30 Fischarten in der Murg nachgewiesen werden. Und auch der Lachs – ein wichtiger Indikator für die Durchgängigkeit von Flüssen – kehrt wieder regelmäßig zurück in die Flusslandschaft der Jahre 2026/27.
„Mit der Murg haben wir eine Flusslandschaft ausgezeichnet, die beispielhaft zeigt, wie ökologischer, sozialer und kultureller Wert eines Gewässers Hand in Hand gehen. Die Murg steht nicht nur für beeindruckende Natur und artenreiche Lebensräume, sondern auch für das Engagement der Menschen vor Ort, die sich für ihren Schutz und ihre nachhaltige Nutzung einsetzen. Als Deutscher Angelfischerverband sehen wir es als unsere Verantwortung, diese Erfolgsgeschichten sichtbar zu machen und gemeinsam mit Partnern weiterhin für gesunde, durchgängige und lebendige Flüsse in Deutschland zu arbeiten“, sagt der Präsident des DAFV, Klaus-Dieter Mau.
„Im Zuge der Klimaanpassung gewinnen Renaturierungsmaßnahmen in Flusslandschaften zunehmend an Bedeutung, weil durch sie Extremwetterereignisse wie Starkregen und Dürren besser abgefedert werden können. Die Murg bietet hier hervorragende Beispiele“, so Joachim Nibbe, Mitglied des Bundesvorstands der NaturFreunde Deutschlands. „Die neue Flusslandschaft der Jahre 2026/27 zeigt, wie notwendig die Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur und der EU-Wasserrahmenrichtlinie für den Erhalt von Ökosystemen sind.“
Das Murgtal bei Huzenbach. Foto: Guido de Kleijn
Wander-, Rad- und Wildwassertouren kombinierbar mit der Regionalbahn
Das Murgtal mit seiner reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft ist auch ein attraktives Naherholungsgebiet, in dem viel für den sanften Tourismus getan wird. So führen drei sogenannte Natura Trails Wandernde durch das Schutzgebiet „Unteres Murgtal und Seitentäler“. Natura Trails sind Wandervorschläge der NaturFreunde, die auf attraktiven Faltblättern ökologische Zusammenhänge erklären und mit touristischen Informationen kombinieren. Sie sensibilisieren die Bevölkerung für die Naturschönheiten „vor der Haustür“.
Und es gibt viele weitere attraktive Wanderwege: Der Premiumwanderweg Murgleiter etwa erkundet auf 110 Kilometern Länge die Höhen beiderseits des Flusses. Dem Verlauf der Murg von der Quelle bis zur Mündung folgt der rund 100 Kilometer lange Murgtalwanderweg. Die Geschichte des Murgtals, der Murg und der Lachse in der Flusslandschaft der Jahre 2026/27 erzählt der Lachserlebnispfad zwischen Baiersbronn und Rastatt. Und auch die renaturierten Murgauen bei Rastatt laden zu erholsamen Spaziergängen ein.
Für Radtouren bietet sich der 67 Kilometer lange familienfreundliche Radwanderweg Tour de Murg an. Er beginnt in Freudenstadt und begleitet den Fluss dann ab Baiersbronn flussabwärts bis Rastatt. Viele Rad- und Wandertouren lassen sich hervorragend mit der Murgtalbahn kombinieren, die die Murg zwischen Rastatt und Baiersbronn begleitet.
Bei hohem Wasserstand, wie er nach ergiebigen Regenfällen oder der Schneeschmelze vorkommt, ist die Murg zudem mit dem Kajak befahrbar. Das Flussbett ist breit und wird von großen Felsen geprägt. Unter Kanusportlern gilt die Murg als einer der schönsten Wildwasserflüsse Deutschlands.
Zwölf Naturfreundehäuser laden zu Übernachtungen in der Flusslandschaft ein
Im zweijährigen Kampagnenzeitraum haben NaturFreunde und Angler an der Murg viel vor. Unter anderem wollen sie naturnahe Umweltbildung und gewässerökologische Seminare veranstalten, öffentlichkeitswirksame Naturschutz-Aktionen durchführen und viele öffentliche Wanderungen, Kanu- und Radtouren organisieren. Zudem werben die Kampagnenpartner auch intensiv verbandsintern, die neue Flusslandschaft der Jahre 2026/27 wandernd und angelnd zu entdecken sowie Gremiensitzungen und Vereinstreffen oder Freizeiten an der Murg zu organisieren.
Zwölf Naturfreundehäuser mit insgesamt 365 Übernachtungsplätzen laden zu Aufenthalten direkt in der Flusslandschaft der Jahre 2026/27 ein – als Basis für Exkursionen, Seminare und naturnahe Kurzurlaube.
Der Deutsche Angelfischerverband e.V. setzt sich aus Landes- und Spezialverbänden zusammen und vereint rund 9.000 Vereine mit insgesamt über 500.000 organisierten Mitgliedern. Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung. Der DAFV ist Mitglied der European Anglers Alliance (EAA).
Die NaturFreunde Deutschlands (NFD) sind ein sozial-ökologischer und gesellschaftspolitisch aktiver Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur. Mehr als 65.000 Mitglieder in über 500 Ortsgruppen mit rund 350 Naturfreundehäusern engagieren sich ehrenamtlich für die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. 1895 in Wien gegründet, gehören heute etwa 350.000 Mitglieder zur internationalen NaturFreunde-Bewegung. Die NaturFreunde Internationale (NFI) zeichnet alle drei Jahre die „Landschaft des Jahres“ aus.
Der DAFV ist Mitglied der European Anglers Alliance (EAA)
Deutscher Angelfischerverband e.V. · Reinhardtstraße 14 · 10117 Berlin · Tel. +49 30 97104379
Vorsitzender: Klaus-Dieter Mau · Eingetragen im Vereinsregister Berlin VR 34047 B
Jetzt anmelden! Praktiker-Tag: Gesunder See – viele Fische | 08.02.2026, 10:00 – 14:30 Uhr, Rastatt / Stadtteil Wintersdorf | Weitere deutschlandweite Termine in 2026
Ab sofort können sich alle Angler, Gewässerwarte und Interessierten zum Praktiker-Tag Gesunder See – viele Fische anmelden. In rund viereinhalb Stunden erfahren die Teilnehmenden praxisnah, wie Angelvereine den Lebensraum in ihren Gewässern durch langfristig wirksame Maßnahmen verbessern können. Die Gäste bekommen praktische Tipps, Vorträge und Hintergrundwissen: zum Beispiel zur Frage, warum die positive Wirkung von Totholzbündeln oder Flachwasserzonen im Baggersee – anders als bei Fischbesatz – über viele Jahre hinweg anhält. Veranstalter ist das Vermittlungs- und Umsetzung-Projekt „AngelGewässer“ der Hochschule Bremen. Dieses schließt an das Forschungs-Projekt BAGGERSEE an, bei dem in einer einmaligen Forschungsstudie über sechs Jahre Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt an 20 niedersächsischen Baggerseen wissenschaftlich untersucht wurden.
Der Praktiker-Tag für Baden-Württemberg findet bereits am 08. Februar 2026 in Rastatt, Stadtteil Wintersdorf, statt. Weitere Praktiker-Tage wurden im Herbst in Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen-Anhalt veranstaltet – mit zahlreichen Besuchern und positiver Resonanz. Im Saarland findet die Veranstaltung direkt am Samstag, 07.02.26, vor dem Praktiker-Tag Baden-Württemberg statt. Die Veranstaltung wird in den kommenden drei Monaten bundesweit an weiteren Orten angeboten. Für alle Praktiker-Tage Gesunder See – viele Fische gilt: Sie sind in der Regel am Wochenende tagsüber, immer kostenfrei und offen für alle Interessierten. Die Einladung richtet sich ausdrücklich auch an Mitarbeitende von wasser- und umweltrechtlichen Genehmigungsbehörden. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.
Praktiker-Tag für Baden-Württemberg
08.02.2026 | Rastatt | Jetzt anmelden!
Der Praktiker-Tag für Baden-Württemberg findet am 08.02.2026 von 10:00 bis 14:30 Uhr inklusive Mittagspause in Rastatt, Stadtteil Wintersdorf, statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt (Bereitstellung zum Selbstkostenpreis). Die Veranstaltung ist kostenlos, eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.
Ort
Angemeldete Teilnehmer kommen zum Vereinsheim des ASV Wintersdorf (Abteilung Angeln) in 76437 Rastatt, Stadtteil Wintersdorf. Ein genauer Anfahrts-Link befindet sich auf der Übersichtsseite Praktiker-Tage auf der Webseite des Projekts AngelGewässer.
Wer als Gewässerwart im Baggersee seines Angelvereins Totholz für mehr Raubfische platzieren will oder eine Flachwasser-Zone als Schutz- und Laichgebiet plant, dem zeigt der AngelGewässer-Praktiker-Tag anschaulich und leicht verständlich, wie es geht. Für Anglerinnen und Anglern, die in ihrem Verein anregen wollen, nachhaltig wirksame Maßnahmen für mehr Fische im See zu ergreifen, bietet der Tag nützliche, praxisorientierte Impulse. Die Praktiker-Tage vermitteln das notwendige Wissen, welche Maßnahmen es gibt und wie man sie konkret umsetzt. Auch die Frage, warum nach einem Fischbesatz häufig nicht dauerhaft mehr Fische im See leben, wird auf wissenschaftlicher Grundlage verständlich beantwortet.
Konkret gibt es im Praktiker-Tag Gesunder See – viele Fische
🐟 Hintergrundinfos von Experten: Vorträge von Fischereiwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Klefoth, Projektleiter von AngelGewässer, sowie von Wissenschaftlern aus dem Vorgänger-Projekt BAGGERSEE zu Flachwasser-Zonen, Totholz-Bündeln und anderen Möglichkeiten, den Baggersee-Lebensraum zu verbessern.
🐟 viel Raum für alle Fragen zum Thema
🐟 Ausstellung zur Gewässerverbesserung: Anschauliches & Greifbares zu Flachwasser-Zonen und Totholz-Maßnahmen – gebündeltes Wissen mit Schaubildern, Fotos, Audio- und Video-Inhalten
🐟 konkrete Praxis-Erfahrung: Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Planung, Genehmigung und Umsetzung strukturverbessernder Maßnahmen an Baggerseen, Infomaterialien und Praxiserfahrungen
🐟 Lokale Experten zu regionsspezifischen Anliegen und Fragestellungen – abhängig von der Region
Wenn es lokal besondere Anliegen, Bedarfe oder Probleme gibt, nimmt der Verband gern Vorschläge für zusätzliche Inhalte für das Programm und die Vorträge der Praktiker-Tage auf!
Veranstalter
Alle Praktiker-Tage werden vom Team des AngelGewässer-Projekts veranstaltet. Leiter ist Prof. Dr. Thomas Klefoth von der Hochschule Bremen (HSB), Fischereiwissenschaftler und Experte für nachhaltiges Gewässermanagement im Rahmen der Angelfischerei. AngelGewässer ist vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert, Kooperationspartner ist der Deutsche Angelfischerverband e. V. (DAFV).
Ziel der Veranstaltung
Ziel der Praktiker-Tage: Allen Anglern, Gewässerwarten und Angelinteressierten sehr praxisorientiert nahebringen, wie Angler den Lebensraum in ihren Baggerseen mit einfachen Maßnahmen nachhaltig verbessern können. Mit Maßnahmen wie Totholz-Bündeln oder Flachwasser-Zonen, die unabhängig von Fischbesatz funktionieren und langfristig über viele Jahre hinweg wirken. Das ist gut für mehr Fische, für alle Angler und für die Natur. Zusätzlich wird erklärt, warum und wie genau die einzelnen Maßnahmen wirken und wie sich die Erkenntnisse auch auf andere Lebensräume wie beispielsweise Flüsse und Bäche übertragen lassen.
Im Rahmen des Vorgänger-Projekts BAGGERSEE wurden diese Maßnahmen bereits in vielen niedersächsischen Seen erfolgreich angewendet. Ihre Wirkung ist unter vielen Anglern bekannt. Beim Praktiker-Tag Gesunder See – viele Fische können Teilnehmer mit aktuellen Infos aus der Wissenschaft und Praxis sowohl Grundwissen zum Thema Gewässeraufwertung erwerben als auch Neues entdecken und gleichzeitig ihr bestehendes Wissen auffrischen.
Termine und Anmeldung
Die Teilnahme ist kostenfrei. Wer an einem der Praktiker-Tage teilnehmen möchte, meldet sich vorab verbindlich über das hier verlinkte Anmeldeformular an. Die Termine werden fortlaufend aktualisiert.
Für die, die vorab schon mehr zum Thema und zu den Praktiker-Tagen wissen möchten: Antworten auf häufige Fragen zu Maßnahmen zur Gewässer-Aufwertung und zum AngelGewässer-Projekt sowie Know-how zu langfristig wirksamen Maßnahmen finden Interessierte unter anderem hier: