Faszination Gewässerwelten: Landesfischereiverband wieder beim Landwirtschaftlichen Hauptfest auf dem Wasen dabei

Vom 27. September bis 4. Oktober 2026 präsentiert der LFVBW heimische Fischvielfalt, verantwortungsvolle Angelfischerei, Jugendarbeit und aktiven Gewässerschutz in Stuttgart.

Backnang, 13. September 2026 – Wenn sich die Tore zur 102. Ausgabe des Landwirtschaftlichen Hauptfests (LWH) auf dem Stuttgarter Cannstatter Wasen öffnen, setzt der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V. (LFVBW) eine geschätzte Tradition fort: Auch bei der diesjährigen Messe ist der Verband als fest etablierter Partner erneut als Aussteller vertreten.

Zum Auftakt der Messe am 27. September werden Präsident Thomas Wahl und Geschäftsführer Reinhart Sosat persönlich vor Ort sein, um die Bedeutung der Angelfischerei, der Jugendarbeit und des Natur- sowie des Artenschutzes für Baden‑Württemberg hervorzuheben.

Der LFVBW macht damit deutlich, welchen Stellenwert die Angelfischerei und Gewässerökologie in der Land- und Ernährungswirtschaft Süddeutschlands einnehmen.

Tradition und Verantwortung auf Süddeutschlands größter Fachmesse

Das Landwirtschaftliche Hauptfest blickt auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurück und zählt mit rund 130.000 m² Ausstellungsfläche zu den bedeutendsten Branchentreffs für Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg ist seit vielen Jahrzehnten ein regelmäßiger Stammgast im 4-Jahres-Turnus der Messe und nutzt die Plattform, um seine vielfältige Arbeit für Angelfischerei, Gewässerschutz, Artenvielfalt und Umweltbildung sichtbar zu machen.

 „Die Präsenz auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest ist für uns Herzenssache und Schaufenster zugleich. Wir schlagen hier die Brücke zwischen dem eigenverantwortlichen Erwerb hochwertiger Lebensmittel für den eigenen Bedarf, angewandtem Naturschutz und den Bürgerinnen und Bürgern. Die Fischwirte und unsere Angler leisten täglich Unschätzbares für den Erhalt unserer Flüsse und Seen – das machen wir auf dem Wasen greifbar.“

— Sprecher des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg e. V.

 Highlights am Stand des LFVBW

Besucherinnen und Besucher erwartet am Messestand des Landesfischereiverbands ein abwechslungsreiches Informations- und Erlebnisprogramm:

  • Heimische Fischarten erleben: Einblicke in die Biodiversität der baden-württembergischen Flüsse und Seeökosysteme.
  • Gewässerschutz & Artenschutz in der Praxis: Präsentation aktueller Schutzprojekte zur Renaturierung von Gewässern und zur Rettung bedrohter Fischarten.
  • Beratung für Angler & Nachwuchs: Informationen zum Fischereischein, zur Jugendarbeit und zur verantwortungsvollen Freizeitfischerei.

Über den Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V. (LFVBW)

  • Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V. vertritt die Interessen der Angelfischer im Land. Neben der Förderung der nachhaltigen Fischerei setzt sich der Verband maßgeblich für den Schutz der Gewässerökosysteme, den Erhalt der biologischen Vielfalt, den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie für eine hervorragende Jugendarbeit

Pressekontakt:

Verfasser der Pressemitteilung:

Simon Wachter _ Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW-Bezirk Südbaden

Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

Mobil: (+49) 1718005496

 

 

 

 

Erfolgreiche Premiere: Erstes Jugendcamp des ASV Tauberbischofsheim begeistert Nachwuchsangler

Tauberbischofsheim. Ein ganzes Wochenende im Zeichen der Natur, des Angelns und der Gemeinschaft:
Mit großem Erfolg veranstaltete der Angelverein Tauberbischofsheim (ASV) erstmals ein Jugendcamp mit Übernachtung. Von Samstag, 1. August, 9 Uhr, bis Sonntag, 2. August, 12 Uhr,
erlebten insgesamt zwölf Kinder, sechs Jugendliche aus den eigenen Reihen sowie sechs Gastkinder, im Alter von 6 bis 14 Jahren ein abwechslungsreiches Programm am Wasser.
Gemeinsam mit Betreuern und Helfern waren rund 20 Personen an dem Camp beteiligt.

Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur das Angeln selbst, sondern vor allem das gemeinsame Lernen und Erleben.
Die jungen Teilnehmer konnten eigene Posen basteln, sich beim Casting-Wettbewerb messen und erste Erfahrungen im Fliegenfischen sammeln.
Darüber hinaus wurden Köderfische gestippt, der richtige Umgang mit dem Futterkorb erklärt sowie eine Schulung zur waidgerechten Versorgung der gefangenen Fische durchgeführt.

Auch der Angelerfolg ließ nicht lange auf sich warten.
Zahlreiche Barsche sowie einige kleine Karpfen gingen den Kindern an den Haken.
Für den Höhepunkt des Wochenendes sorgte jedoch der Fang eines beeindruckenden Zanders mit einer Länge von 88 Zentimetern
und einem Gewicht von rund sechs Kilogramm – zweifellos der „Fang des Jahres“ und ein Erlebnis, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Neben dem Spaß am Wasser legte der ASV großen Wert auf Sicherheit und Verantwortung.
Die Sauberkeit des Geländes war ein zentrales Thema: Gemeinsam wurde Müll gesammelt und entsorgt.
Für die sanitäre Versorgung stand ein Dixi-WC bereit.
Aufgrund der hohen Brandgefahr wurde konsequent auf offenes Feuer verzichtet.
Zusätzlich sorgten ein bereitstehendes Rettungsboot sowie sogenannte Restubes – aufblasbare Rettungshilfen für die Kinder – für ein hohes Maß an Sicherheit.

Auch für das leibliche Wohl war während des gesamten Wochenendes bestens gesorgt.
Die Verpflegung erfolgte direkt vor Ort und trug ebenso wie das abwechslungsreiche Programm zu einer rundum gelungenen Veranstaltung bei.
Ein besonderer Dank gilt dem Angelladen Erhardt Hemmerich, der die Preise für die Wettbewerbe sowie die Tombola großzügig sponserte und damit das Jugendcamp zusätzlich bereicherte.

Die gelungene Premiere zeigte eindrucksvoll, wie viel Freude das gemeinsame Naturerlebnis und die Angelsportgemeinschaft bereiten können.
Für die Kinder war das erste Jugendcamp des ASV Tauberbischofsheim ein unvergessliches Wochenende – und für den Verein ein gelungener Auftakt, der Lust auf eine Fortsetzung macht.

Im Namen des ASVs bedankt sich der erste Vorsitzende Markus Babsia bei alle, die zum Gelingen des Jugendcamps beigetragen haben.
Sein besonderer Dank gilt den engagierten Vereinsmitgliedern, den Jugendtrainern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz,
ihrer Zeit und ihrem großen Engagement das erste Jugendcamp des ASV Tauberbischofsheim möglich gemacht haben.
„Nur durch dieses hervorragende Zusammenspiel aller Beteiligten konnte die Veranstaltung ein so großer Erfolg werden“, betonte Babsia.

Bildrechte und Freigabe der Bilder : Markus Babsia (Einverständnis liegt bei Markus Babsia vor)

17 WM-Medaillen: DAFV-Nachwuchs brilliert bei Castingsport-Weltmeisterschaft in Bulgarien

Plovdiv (Bulgarien) – Ein echter Medaillenregen bei Extrembedingungen: Die Castingsport-Weltmeisterschaften der Jugend und Junioren in Plovdiv wurden für das deutsche Nationalteam zu einem unvergesslichen Triumphzug. Der Kader des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV) – bestehend aus fünf jungen Talenten des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg (LFVBW) und zwei Werfern aus Thüringen – sicherte sich insgesamt 17 Medaillen.

Die Fahrkarten für dieses internationale Highlight waren im Vorfeld hart umkämpft: Bei drei nationalen Qualifikationsturnieren hatten sich die baden-württembergischen Athleten ihre Plätze in der Nationalmannschaft gesichert.

Hitzeschlacht und neues K.-o.-Format
Die Bedingungen in Osteuropa verlangten den jungen Sportlern alles ab. Extrem hohe Temperaturen, unberechenbar drehende Winde im Stadion und bis zu zehn Stunden lange Wettkampftage machten die WM zu einer echten Belastungsprobe. Zusätzlich sorgte eine Regeländerung für Hochspannung: Die Zieldisziplinen Arenberg und Skish wurden erstmals im direkten K.-o.-System ausgetragen – ein Adrenalin-Garant für Werfer und Betreuer gleichermaßen.

Zweimal Gold: Die Sternstunden im Wettkampf
Gleich zwei Goldmedaillen und damit Weltmeistertitel gingen auf das Konto des deutschen Nachwuchses:

Nervenkrimi für Lena Groß: Ein absolutes Highlight aus baden-württembergischer Sicht lieferte Lena Groß (U16, LFV BW). In der Zieldisziplin Arenberg kämpfte sie sich nervenstark durch die K.-o.-Runden bis ins Finale, wo sie auf die Tschechin Marketa Markova traf. Nach einem dramatischen Duell hielten alle den Atem an, bis das Schiedsgericht das Ergebnis verkündete: Mit knappen zwei Punkten Vorsprung sicherte sich Lena Groß die Goldmedaille und den Weltmeistertitel. Mit weiteren Bronzemedaillen in der Zieldisziplin Skish, im Weitwurf (50,77 Meter) und im Fliege-Weitwurf krönte sie ihr herausragendes Turnier.

• Souveräner Triumph für Lukas Schneider: In seiner absoluten Paradedisziplin Fliege-Einhand-Weit ließ der Thüringer Lukas Schneider der Konkurrenz keine Chance. Mit überragender Technik warf er sich souverän an die Spitze des Feldes und holte den zweiten Weltmeistertitel für das DAFV-Team nach Hause. Zudem ergatterte Schneider im Weitwurf noch die Silbermedaille. Bereits zum Auftakt in der Zieldisziplin Fliege-Ziel hatte er im Vorkampf die makellose Höchstpunktzahl von 100 aus 100 Punkten erzielt.

Perfektion an der Zielscheibe
Dass auf diesem Niveau absolute Perfektion gefragt ist, bewiesen auch die U23-Werfer Jessica Bosler und Sven Hepting (beide LFV BW) in der Zieldisziplin Fliege-Ziel. Beide erwarfen im Finale die maximale Ausbeute von sensationellen 100 von 100 möglichen Punkten. Da die internationale Konkurrenz jedoch ebenfalls fehlerfrei blieb, entschied am Ende lediglich die Zeit: Bosler erkämpfte sich den Vizeweltmeistertitel, Hepting gewann Bronze.

Weitere Glanzleistungen des DAFV-Teams
Das gesamte Team wuchs in Bulgarien über sich hinaus:
Der Jüngste trumpft auf: Der erst 10-jährige Tim Kolb (LFV BW) warf sich bei seiner ersten WM-Teilnahme in der Disziplin Trout Distance direkt hinter seinem Teamkollegen Lukas auf den Bronzerang. In der Zieldisziplin Skish schrammte das Nachwuchstalent als Vierter nur hauchdünn am Podest vorbei.
Power im Weitwurf: Sven Hepting holte sich in der Disziplin Salmon Distance mit beeindruckenden 44 Metern im Vorkampf und einer starken Weite im Finale souverän den Vizeweltmeistertitel. Jessica Bosler stockte ihre Medaillensammlung derweil mit Bronze in der Zieldisziplin Skish sowie im Weitwurf weiter aus.
Starke Leistung: Mia Franzke (LFV BW) rundete das tolle Teamergebnis in der U16 mit einem exzellenten vierten Platz im Fliege-Weitwurf ab.

Historisches Fünfkampf-Ergebnis
Am abschließenden Samstagabend folgte bei der Siegerehrung der krönende Abschluss. Sowohl Jessica Bosler (LFV BW) als auch Lukas Schneider (Thüringen) durften eine Auszeichnung entgegennehmen, die es für das deutsche Team seit Jahren nicht gegeben hatte: Beide gewannen in ihren Klassen Bronze im Gesamtfünfkampf.

Auch in den Mannschaftswertungen wurde die enorme Teamleistung belohnt. Sowohl das Jungenteam (mit Lukas, Paul Glaser, Sven und Tim) als auch das Mädchenteam (mit Lena, Mia und Jessica) sicherten sich jeweils die Bronzemedaille.

Die deutsche WM-Bilanz im Überblick:
Gold: 2 (Lena Groß – Zieldisziplin Arenberg; Lukas Schneider – Fliege-Einhand-Weit)
Silber: 4
Bronze: 11

Ein riesiger Erfolg für den Castingsport-Nachwuchs des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg und aus Thüringen, der eindrucksvoll beweist, dass das deutsche DAFV-Team zur absoluten Weltspitze gehört.

Bildunterschrift Gruppenbild: hintere Reihe: Yannick Jugend (Iffezheim, Trainer), Jessica Bosler (Iffezheim, BW), Sven Hepting (Iffezheim, BW), Lukas Schneider (Thüringen) und Paul Glasner (Thrüringen).

Vordere Reihe: Christopher Ullrich (Sachsen-Anhalt, Delegationsleiter Deutscher Angelverband), Lena Groß (Iffezheim, BW) Tim Kolb (Iffezheim,BW), Mia Franzke (Iffezheim, BW), Olaf Schulz (Thüringen, Internationaler Schiedsrichter) und Andreas Kirchner (Iffezheim, Trainer)

Aufruf an die Vereine: Auswirkungen des Hitzesommers 2026

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Liebe Mitglieder, liebe Vereinsvorstände und Gewässerwarte,

der Sommer 2026 hat in Baden-Württemberg erneut extreme Hitze- und Trockenperioden gebracht. Anhaltend hohe Temperaturen, Niederschlagsdefizit und (extreme) Niedrigwasserstände belasten Fische und die gesamte Gewässerlebensgemeinschaft. Steigende Wassertemperaturen führen zu Sauerstoffmangel, Abschnitte fallen trocken, Wanderkorridore werden unterbrochen – in manchen Gewässern kam es zu Fischsterben.

Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg möchte ein realistisches Bild der Lage erstellen. Dazu bitten wir um kurze Rückmeldungen aus den Vereinen.

Besonders interessiert uns:

  • Name und Art des Gewässers (Fließgewässer / See / Weiher) sowie Gemeinde bzw. Landkreis
  • Beobachtete Niedrigwasserstände oder trockengefallene Abschnitte
  • Auffällig hohe Wassertemperaturen und/oder Sauerstoffmangel (soweit gemessen)
  • Fischsterben: Zeitraum, betroffene Arten, geschätztes Ausmaß
  • Ergriffene Maßnahmen (Notabfischungen, Belüftung, Umsetzen, Einschränkung der Fischerei etc.)
  • Zusammenarbeit mit Behörden, Feuerwehr etc.
  • Aussagekräftige Fotos oder Videos (mit Ort und Datum)
  • Weitere besondere Beobachtungen zu Wasserqualität, Algenbildung oder anderen Folgeerscheinungen

Auch Rückmeldungen von Vereinen, deren Gewässer den Sommer weitgehend unbeschadet überstanden haben, sind für uns sehr hilfreich – sie ermöglichen die Einordnung regionaler sowie gewässerspezifischer Unterschiede.

Eine formlose Rückmeldung reicht aus – gerne per E-Mail an info@lfvbw.de möglichst bis zum 27. September 2026. Auch kurze oder unvollständige Meldungen sind willkommen. Für Rückfragen stehen euch die Geschäftsstellen zur Verfügung.

Je mehr konkrete Meldungen wir erhalten, desto besser können wir die Situation gegenüber Fischereibehörden, Wasserwirtschaftsverwaltung, Politik und Öffentlichkeit darstellen und unterstützende Maßnahmen anstoßen.

Wir danken herzlich für eure Mitarbeit!

Mit freundlichen Grüßen
Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.

 

Foto: Shutterstock

Wenn Freiburgs Dreisam zum Freibad wird – auf Kosten der Fische

An heißen Sommertagen zieht es tausende Menschen an die Dreisam in Freiburg – verständlich, denn der Fluss bietet eine willkommene Abkühlung. Doch was für Badende eine Erfrischung ist, bedeutet für die dort lebenden Fische puren Stress. Wassertemperaturen von über 31 Grad, sinkende Pegel, Badebetrieb in den eigens angelegten Kältepools und an der Fischtreppe: Die Dreisam steht unter enormem Druck.

Unser Geschäftsführer Ingo Kramer und Gewässerexperte Klaus Lachner kommen in einem aktuellen SWR-Beitrag zu Wort und schildern die Situation eindringlich. Die Stadt Freiburg signalisiert inzwischen Handlungsbereitschaft – Informationsschilder und lokale Badeverbote in Teilbereichen werden geprüft.

Der SWR hat die Situation vor Ort beleuchtet. Den Beitrag können Sie unter diesem Link abrufen.

Gemeinsame Erklärung zur Wasserkraftnutzung in Baden-Württemberg – Fortschreibung 2026

Wasserkraft gilt als klimafreundliche Energiequelle – doch insbesondere kleine Wasserkraftanlagen unter 1 MW verursachen erhebliche ökologische Schäden an unseren Fließgewässern, während ihr Beitrag zur Energieversorgung verschwindend gering ist.

Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg (LFVBW) hat gemeinsam mit BUND, NABU und dem Landesnaturschutzverband (LNV) die gemeinsame Erklärung zur Wasserkraftnutzung in Baden-Württemberg aktualisiert. Sie zeigt auf, unter welchen Bedingungen eine ökologisch verträgliche Nutzung der Wasserkraft möglich ist – und wann nicht. Im Mittelpunkt stehen fünf konkrete Forderungen: von klaren Prioritäten bei der Erschließung des Wasserkraftpotenzials über strenge Auflagen für Neubauten bis hin zur aktiven Förderung des Rückbaus nicht mehr wirtschaftlicher Kleinanlagen.

Als Landesfischereiverband setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partnerverbänden für durchgängige, ökologisch intakte Fließgewässer ein – zum Wohl der Fische, der Artenvielfalt und unserer Gewässer insgesamt.

Foto: © LFVBW / Ingo Kramer

Jahreshauptversammlung des Sport-Angler-Vereins Kirchheim e.V. – Wechsel in der Vereinsführung, Ehrungen und Ernennung zum Ehrenvorsitzenden

Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung des Sport-Angler-Vereins Kirchheim e.V. statt. Der 1. Vorsitzende Heinrich Schenk begrüßte die anwesenden Mitglieder herzlich und eröffnete die Sitzung. Nach der Verlesung der Tagesordnung, die einstimmig angenommen wurde, gedachte die Versammlung in einer Schweigeminute der verstorbenen Mitglieder. Das Protokoll der letztjährigen Jahreshauptversammlung wurde ohne Einwände verabschiedet.

In seinem Bericht ließ Heinrich Schenk das vergangene Jahr Revue passieren und erinnerte an die Höhepunkte der Vereinsarbeit. Gleichzeitig kündigte er an, nach beeindruckenden 38 Jahren im Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Auch Kassierer Norbert Meissner erklärte, dass er nach 40 Jahren sein Amt niederlegen werde.

Norbert Meissner konnte in seinem letzten Bericht eine ausgeglichene Kassenlage präsentieren. Kassenprüfer Holger Lippik bescheinigte ihm eine einwandfreie und fehlerfreie Kassenführung und bat die Versammlung um die Entlastung des Kassierers sowie der gesamten Vorstandschaft. Auf Vorschlag des Vorstands übernahm Steffen Prill die Durchführung der Entlastung, die per Akklamation einstimmig erfolgte.

Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung von Heinrich Schenk und Norbert Meissner für ihre langjährigen Verdienste. Beide wurden von Hans Frank, Vertreter des Fischereiverbands, mit dem großen goldenen Ehrenabzeichen des „Deutscher Anglerverband e. V.“ ausgezeichnet – eine Würdigung ihrer herausragenden Arbeit für den Verein. Im Anschluss an diese Ehrung wurde Heinrich Schenk zudem zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Die Kette des Fischerkönigs 2025 wurde an Kevin Berger überreicht, der mit einem beeindruckenden Fang eines Karpfens von 10,2 Kilogramm den größten Fisch des Jahres vorweisen konnte.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Martin Mainusch für zwei Jahre zum 1. Vorsitzenden gewählt. Volker Rieger übernimmt das Amt des 2. Vorsitzenden zunächst für ein Jahr. Jürgen Berschneider wurde zum neuen Kassierer gewählt, während Emil Bardon und Markus Eberle weiterhin die Aufgaben der Wirtschaftsführer übernehmen. Michael Kößler wurde zum neuen Schriftführer gewählt, da sich Marion Romler aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellte. Birger Romler bleibt für das Presse- und Öffentlichkeitsamt zuständig, und Markus Pleschke wurde für zwei Jahre zum 2. Kassenprüfer gewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Zudem wurden zwei neue Mitglieder in den Verein aufgenommen. Sie wurden vom neuen 1. Vorsitzenden per Handschlag in der Vereinsfamilie willkommen geheißen und auf die Vereinssatzung verpflichtet.

Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Martin Mainusch bei allen Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen und ihre Unterstützung. Mit einem positiven Ausblick auf das kommende Vereinsjahr wurde die Sitzung beendet.

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Text: Birger Romler

Bilder: Birger Romler (auf dem Bild _DSC8499 v. l. nach re. Heinrich Schenk, Fischerkönig 2025 Kevin Berger und Martin Mainusch; auf
Bild _DSC8529 – v. l. n. re Nobert Meisner, Hans Frank Fischereiverband, Rita Schenk und Heinrich Schenk und 1. Vorsitzender Martin Mainusch),
Bild: _DSC8538 (v. l. Martin Mainusch, Ehrenvorsitzender Heinrich Schenk).

Kontaktdaten:

Sport-Angler-Verein-Kirchheim/Neckar e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Birger Romler
Alemannenstraße 8
74376 Gemmrigheim
Tel.: 0173 / 3 42 99 46
http://www.sport-angler-verein-kirchheimneckar.de
E-Mail: presse@sport-angler-verein-kirchheimneckar.de

Weichenstellung für unsere Gewässer: Der Landesfischereitag 2026 in Stuttgart-Degerloch

Die Zukunft der Fischerei, des Angelns und des praktischen Artenschutzes in Baden-Württemberg steht im Fokus: Am 13. Juni 2026 lädt der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) zum diesjährigen Landesfischereitag nach Stuttgart-Degerloch ein.

Die traditionsreiche Tagung ist das zentrale Forum für alle, denen unsere heimischen Gewässer am Herzen liegen. Auch in diesem Jahr bringen wir Ehrenamt, Politik und Verwaltung an einen Tisch, um über drängende ökologische und strukturelle Fragen zu beraten.

Starkes Signal für die Basis: Dialog mit der Politik

Dass die Anliegen unserer Fischer und Angler Gehör finden, zeigt das hochkarätige Programm. Zur Eröffnung erwarten uns wichtige Impulse aus den Landesministerien und Regierungspräsidien – ein klares Zeichen für den engen, direkten Austausch auf Augenhöhe.

Die Highlights des Programms:

  • Politischer Besuch: Wir freuen uns besonders auf Ministerin Marion Gentges (Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat), die als große Unterstützerin der Fischerei gilt und sich unter anderem stark für das Lachswiederansiedlungsprojekt und die Lachszucht Wolftal einsetzt.
  • Direkter Draht zur Verwaltung: Für den Austausch mit den Vereinen und Bezirken reisen Dr. Jasminca Behrmann-Godel und Herr Hertenberger (Ministerium für Ländlichen Raum) sowie Dr. Frank Hartmann und Stefan Hüsgen (Regierungspräsidium Karlsruhe) an.
  • Starke Partner: Auch Herr Häußer vom Landesjagdverband begleitet die Veranstaltung, was die enge Verbundenheit unsrer klassischen Naturnutzer unterstreicht.

Schulterschluss für Angelpraxis und Naturschutz

Ob Klimawandel, Gewässerausbau oder der Schutz bedrohter Fischarten – die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur gemeinsam meistern. Deshalb setzen wir auf eine starke Vernetzung mit unseren Partnerverbänden:

  • Dr. Roland Rösch vertritt vor Ort den Landesverband der Berufsfischer und Teichwirte Baden-Württemberg e.V.
  • Dr. Isabelle Pergner bringt für den Landesbauernverband Baden-Württemberg e.V. die wichtige Perspektive des ländlichen Raums und der Flächennutzung ein.

Der Landesfischereitag 2026 bietet die ideale Plattform, um die Weichen für ein nachhaltiges Angeln in Baden-Württemberg zu stellen. Wir freuen uns auf den konstruktiven Austausch!

ℹ️ Hinweis für Medienvertreter

Vertreter der Presse sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen. Interviewwünsche koordinieren wir gerne vorab über unsere Pressestelle.

Pressekontakt: Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. Ansprechpartnerin: Karin Nowak Mail: karin.nowak@lfvbw.de | Tel: (+49) 711 25294753

Pressemitteilung erstellt von Simon Wachter _ Bezirksreferent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW _ Bezirk Südbaden.
Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

Tag des Gewässers 2026 – Fischereivereine räumen auf: Engagierter Einsatz für saubere Gewässer in Baden-Württemberg

Der Tag des Gewässers 2026 stand erneut unter dem Motto „Fischereivereine räumen auf!“. Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Angel- und Fischereivereine des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg (LFVBW) aktiv für den Schutz unserer Gewässer eingesetzt – trotz teils widrigen Wetters wie Regen, hohen Wasserständen oder Schmuddelwetter. Die Rückmeldungen zeigen eindrucksvoll das anhaltende ehrenamtliche Engagement der Anglerschaft für Umwelt- und Naturschutz.

Beeindruckende Beteiligung und Ergebnisse

Insgesamt haben sich 16 Vereine mit ihren Berichten zurückgemeldet. Mit mehreren Hundert Helferinnen und Helfern – darunter viele Jugendliche, Familien und engagierte Ehrenamtliche – wurden Uferbereiche, Flussabschnitte und umliegende Landschaften von Müll befreit. Die gesammelten Mengen liegen bei rund 20–25 Kubikmetern Unrat (basierend auf den detaillierten Rückmeldungen). Viele Vereine stellten erfreulicherweise eine Abnahme der Müllmenge im Vergleich zu den Vorjahren fest. Gereinigt wurden Abschnitte an Gewässern wie Murr, Federsee, Jagst, Brenz, Rhein, Glatt, Heimbach, Schussen, Aach, Ostrach und weiteren Bächen und Seen.

Besonders positiv: Viele Aktionen fanden in enger Kooperation mit Kommunen, Bauhöfen, Sportvereinen oder anderen Organisationen (z. B. TSV Hohebach, NABU, LEO-Clubs „Jan Hus“) statt. Die Vereine sorgten nicht nur für die Reinigung, sondern auch für Verpflegung und gemütliches Ausklingen – von Leberkäse und Bier über Linsen mit Spätzle bis hin zu gemeinsamen Vespern.

Highlights aus den Vereinsberichten

  • Anglerverein Backnang u. Umgebung: 25 Mitglieder, fast 100 ehrenamtliche Stunden, über 2,5 m² Müll an der Murr.
  • Fischereiverein Bad Buchau: Kooperation mit der Stadt, 25 Helfer, ca. 2,5 m³ Müll – Reinigung des Federsees vom Boot aus, Steg und Wanderwege.
  • Fischereifreunde Dörzbach und Umgebung: Trotz Regen ca. 50 Teilnehmer an zwei Terminen an der Jagst, über 1 m³ Müll. Rückläufige Angler-Hinterlassenschaften, aber weiterhin viel Plastik und Silofolie.
  • ASV Forelle Rielasingen-Worblingen: Jungangler-Aktion im Rahmen der Stadtputzaktion an der Aach (21.03.2026).
  • Anglergemeinschaft Gamshurst: 9 motivierte Mitglieder am Hubersee, Ziegelhütte und entlang Industriestraße/Kreisstraße.
  • Fischerei-Verein Giengen/Brenz: 28 Teilnehmer, ca. 20 Säcke auf 4 km an der Brenz.
  • SFV Petri Heil Gochsen: Ca. 25 Helfer (20 Aktive, 3 Jugendliche, 2 Rentner) trotz Wasserstandsproblemen am Kocher, kuriose Funde wie Rasierapparat oder Sturmhaube.
  • Gögemer Angelverein: 8 Angler (inkl. Jugendliche), ca. 3 m³ Müll am Jugendweiher, Ostrach und Nebenbächen – inkl. gebündelter Zeitungen und Fahrradteilen.
  • FV Gommersdorf: 35 Teilnehmer (davon 15 Jugendliche) auf 6,5 km an Jagst und Nebenflüssen, ca. 3 m³ Müll. Problematisch: Altreifen und Silofolie.
  • FV Herbolzheim Jagst: 37 Angler auf 7,4 km, ca. 2 m³ Müll – spürbare Abnahme der Müllmenge.
  • Angel- und Fischereiverein Herbrechtingen: 27 Mitglieder (inkl. Jugendlicher, einer sogar aus Freiburg angereist) an der Brenz, besondere Funde wie Gartengrill, Kindertretroller und Partybierfass.
  • ASV Konstanz: Über 30 Helfer (20 Erwachsene, 10 Jugendliche + LEO-Club „Jan Hus“) am Rhein – geringere Ausbeute dank regelmäßiger Aktionen.
  • ASV Leinstetten: 7 Erwachsene + Kinder, 1,5 m³ Müll auf ca. 3 km an Glatt und Heimbach.
  • FV March-Neuershausen: 16 Jugendliche und Erwachsene.
  • FV Marlach-Winzenhofen: 53 Personen an Jagst, Sindelbach und Angellochbach, ca. 2 m³ – starke Jugendbeteiligung.
  • Angelsportverein Meckenbeuren-Kehlen: Eine der größten Aktionen mit ca. 100 Helfern (viele Familien und Kinder) an Schussen und gesamtem Gemeindegebiet, inkl. „Kipp it clean“-Projekt (Zigarettenkippen-Recycling).

Viele Vereine hoben kuriose oder problematische Funde hervor: Autoreifen, Silofolie (Gefahr für Vögel und Fische), Gartenmöbel, Fahrräder oder Verpackungsmüll. Gleichzeitig wird deutlich, dass die kontinuierlichen Aktionen Wirkung zeigen.

Gewinnspiel und Dank

Der LFVBW hatte auch 2026 wieder ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen ausgelobt.

Die glücklichen Gewinner sind:

  • Angel- und Fischereiverein Herbrechtingen e.V.
  • Anglerverein Backnang u. Umgebung
  • Anglergemeinschaft Gamshurst

Jeder der drei Vereine erhält ein Überraschungspaket, freundlicherweise gesponsert von der Stein GmbH aus Öhringen (www.stein-promotion.net) – herzlichen Dank an das Team der Stein GmbH für die tolle Unterstützung!

Der LFVBW bedankt sich herzlich bei allen teilnehmenden Vereinen, Helferinnen und Helfern, Jugendlichen, Vorständen sowie den vielen unterstützenden Kommunen und Bauhöfen! Euer Einsatz leistet einen wertvollen Beitrag zum Gewässerschutz und macht die Anglerschaft zu aktiven Naturschützern.

Wir freuen uns bereits auf den Tag des Gewässers 2027 und weiteres starkes Engagement für saubere Gewässer in Baden-Württemberg!

 

 

 

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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