Weichenstellung für unsere Gewässer: Der Landesfischereitag 2026 in Stuttgart-Degerloch

Die Zukunft der Fischerei, des Angelns und des praktischen Artenschutzes in Baden-Württemberg steht im Fokus: Am 13. Juni 2026 lädt der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) zum diesjährigen Landesfischereitag nach Stuttgart-Degerloch ein.

Die traditionsreiche Tagung ist das zentrale Forum für alle, denen unsere heimischen Gewässer am Herzen liegen. Auch in diesem Jahr bringen wir Ehrenamt, Politik und Verwaltung an einen Tisch, um über drängende ökologische und strukturelle Fragen zu beraten.

Starkes Signal für die Basis: Dialog mit der Politik

Dass die Anliegen unserer Fischer und Angler Gehör finden, zeigt das hochkarätige Programm. Zur Eröffnung erwarten uns wichtige Impulse aus den Landesministerien und Regierungspräsidien – ein klares Zeichen für den engen, direkten Austausch auf Augenhöhe.

Die Highlights des Programms:

  • Politischer Besuch: Wir freuen uns besonders auf Ministerin Marion Gentges (Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat), die als große Unterstützerin der Fischerei gilt und sich unter anderem stark für das Lachswiederansiedlungsprojekt und die Lachszucht Wolftal einsetzt.
  • Direkter Draht zur Verwaltung: Für den Austausch mit den Vereinen und Bezirken reisen Dr. Jasminca Behrmann-Godel und Herr Hertenberger (Ministerium für Ländlichen Raum) sowie Dr. Frank Hartmann und Stefan Hüsgen (Regierungspräsidium Karlsruhe) an.
  • Starke Partner: Auch Herr Häußer vom Landesjagdverband begleitet die Veranstaltung, was die enge Verbundenheit unsrer klassischen Naturnutzer unterstreicht.

Schulterschluss für Angelpraxis und Naturschutz

Ob Klimawandel, Gewässerausbau oder der Schutz bedrohter Fischarten – die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur gemeinsam meistern. Deshalb setzen wir auf eine starke Vernetzung mit unseren Partnerverbänden:

  • Dr. Roland Rösch vertritt vor Ort den Landesverband der Berufsfischer und Teichwirte Baden-Württemberg e.V.
  • Dr. Isabelle Pergner bringt für den Landesbauernverband Baden-Württemberg e.V. die wichtige Perspektive des ländlichen Raums und der Flächennutzung ein.

Der Landesfischereitag 2026 bietet die ideale Plattform, um die Weichen für ein nachhaltiges Angeln in Baden-Württemberg zu stellen. Wir freuen uns auf den konstruktiven Austausch!

ℹ️ Hinweis für Medienvertreter

Vertreter der Presse sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen. Interviewwünsche koordinieren wir gerne vorab über unsere Pressestelle.

Pressekontakt: Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. Ansprechpartnerin: Karin Nowak Mail: karin.nowak@lfvbw.de | Tel: (+49) 711 25294753

Pressemitteilung erstellt von Simon Wachter _ Bezirksreferent für die Öffentlichkeitsarbeit beim LFVBW _ Bezirk Südbaden.
Mail: Simon.Wachter@lfvbw.de

 

Tag des Gewässers 2026 – Fischereivereine räumen auf: Engagierter Einsatz für saubere Gewässer in Baden-Württemberg

Der Tag des Gewässers 2026 stand erneut unter dem Motto „Fischereivereine räumen auf!“. Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Angel- und Fischereivereine des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg (LFVBW) aktiv für den Schutz unserer Gewässer eingesetzt – trotz teils widrigen Wetters wie Regen, hohen Wasserständen oder Schmuddelwetter. Die Rückmeldungen zeigen eindrucksvoll das anhaltende ehrenamtliche Engagement der Anglerschaft für Umwelt- und Naturschutz.

Beeindruckende Beteiligung und Ergebnisse

Insgesamt haben sich 16 Vereine mit ihren Berichten zurückgemeldet. Mit mehreren Hundert Helferinnen und Helfern – darunter viele Jugendliche, Familien und engagierte Ehrenamtliche – wurden Uferbereiche, Flussabschnitte und umliegende Landschaften von Müll befreit. Die gesammelten Mengen liegen bei rund 20–25 Kubikmetern Unrat (basierend auf den detaillierten Rückmeldungen). Viele Vereine stellten erfreulicherweise eine Abnahme der Müllmenge im Vergleich zu den Vorjahren fest. Gereinigt wurden Abschnitte an Gewässern wie Murr, Federsee, Jagst, Brenz, Rhein, Glatt, Heimbach, Schussen, Aach, Ostrach und weiteren Bächen und Seen.

Besonders positiv: Viele Aktionen fanden in enger Kooperation mit Kommunen, Bauhöfen, Sportvereinen oder anderen Organisationen (z. B. TSV Hohebach, NABU, LEO-Clubs „Jan Hus“) statt. Die Vereine sorgten nicht nur für die Reinigung, sondern auch für Verpflegung und gemütliches Ausklingen – von Leberkäse und Bier über Linsen mit Spätzle bis hin zu gemeinsamen Vespern.

Highlights aus den Vereinsberichten

  • Anglerverein Backnang u. Umgebung: 25 Mitglieder, fast 100 ehrenamtliche Stunden, über 2,5 m² Müll an der Murr.
  • Fischereiverein Bad Buchau: Kooperation mit der Stadt, 25 Helfer, ca. 2,5 m³ Müll – Reinigung des Federsees vom Boot aus, Steg und Wanderwege.
  • Fischereifreunde Dörzbach und Umgebung: Trotz Regen ca. 50 Teilnehmer an zwei Terminen an der Jagst, über 1 m³ Müll. Rückläufige Angler-Hinterlassenschaften, aber weiterhin viel Plastik und Silofolie.
  • ASV Forelle Rielasingen-Worblingen: Jungangler-Aktion im Rahmen der Stadtputzaktion an der Aach (21.03.2026).
  • Anglergemeinschaft Gamshurst: 9 motivierte Mitglieder am Hubersee, Ziegelhütte und entlang Industriestraße/Kreisstraße.
  • Fischerei-Verein Giengen/Brenz: 28 Teilnehmer, ca. 20 Säcke auf 4 km an der Brenz.
  • SFV Petri Heil Gochsen: Ca. 25 Helfer (20 Aktive, 3 Jugendliche, 2 Rentner) trotz Wasserstandsproblemen am Kocher, kuriose Funde wie Rasierapparat oder Sturmhaube.
  • Gögemer Angelverein: 8 Angler (inkl. Jugendliche), ca. 3 m³ Müll am Jugendweiher, Ostrach und Nebenbächen – inkl. gebündelter Zeitungen und Fahrradteilen.
  • FV Gommersdorf: 35 Teilnehmer (davon 15 Jugendliche) auf 6,5 km an Jagst und Nebenflüssen, ca. 3 m³ Müll. Problematisch: Altreifen und Silofolie.
  • FV Herbolzheim Jagst: 37 Angler auf 7,4 km, ca. 2 m³ Müll – spürbare Abnahme der Müllmenge.
  • Angel- und Fischereiverein Herbrechtingen: 27 Mitglieder (inkl. Jugendlicher, einer sogar aus Freiburg angereist) an der Brenz, besondere Funde wie Gartengrill, Kindertretroller und Partybierfass.
  • ASV Konstanz: Über 30 Helfer (20 Erwachsene, 10 Jugendliche + LEO-Club „Jan Hus“) am Rhein – geringere Ausbeute dank regelmäßiger Aktionen.
  • ASV Leinstetten: 7 Erwachsene + Kinder, 1,5 m³ Müll auf ca. 3 km an Glatt und Heimbach.
  • FV March-Neuershausen: 16 Jugendliche und Erwachsene.
  • FV Marlach-Winzenhofen: 53 Personen an Jagst, Sindelbach und Angellochbach, ca. 2 m³ – starke Jugendbeteiligung.
  • Angelsportverein Meckenbeuren-Kehlen: Eine der größten Aktionen mit ca. 100 Helfern (viele Familien und Kinder) an Schussen und gesamtem Gemeindegebiet, inkl. „Kipp it clean“-Projekt (Zigarettenkippen-Recycling).

Viele Vereine hoben kuriose oder problematische Funde hervor: Autoreifen, Silofolie (Gefahr für Vögel und Fische), Gartenmöbel, Fahrräder oder Verpackungsmüll. Gleichzeitig wird deutlich, dass die kontinuierlichen Aktionen Wirkung zeigen.

Gewinnspiel und Dank

Der LFVBW hatte auch 2026 wieder ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen ausgelobt.

Die glücklichen Gewinner sind:

  • Angel- und Fischereiverein Herbrechtingen e.V.
  • Anglerverein Backnang u. Umgebung
  • Anglergemeinschaft Gamshurst

Jeder der drei Vereine erhält ein Überraschungspaket, freundlicherweise gesponsert von der Stein GmbH aus Öhringen (www.stein-promotion.net) – herzlichen Dank an das Team der Stein GmbH für die tolle Unterstützung!

Der LFVBW bedankt sich herzlich bei allen teilnehmenden Vereinen, Helferinnen und Helfern, Jugendlichen, Vorständen sowie den vielen unterstützenden Kommunen und Bauhöfen! Euer Einsatz leistet einen wertvollen Beitrag zum Gewässerschutz und macht die Anglerschaft zu aktiven Naturschützern.

Wir freuen uns bereits auf den Tag des Gewässers 2027 und weiteres starkes Engagement für saubere Gewässer in Baden-Württemberg!

 

 

 

Die IG Dreisam e.V. ist Gewässer-Verbesserer im Februar 2026

Die Interessengemeinschaft zur Renaturierung der Dreisam wurde im Jahr 2001 gegründet und vereint seither verschiedene an der Dreisam tätige Hegegemeinschaften in Baden Württemberg. Die IG Dreisam arbeitet eng mit regionalen Angelvereinen sowie dem Landesfischereiverband Baden Württemberg zusammen und zeigt beispielhaft, wie ehrenamtliches Engagement, fachliche Expertise und behördliche Kooperation zu nachhaltigen Verbesserungen an einem Gewässer führen können. Ihr Ziel ist es, das Fließgewässer als wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten und gleichzeitig als Erholungsraum für die Bevölkerung zu stärken.

Monitoring als Basis für ein innovatives Renaturierungs und Schutzkonzept zur Stabilisierung der Fischfauna, Foto: IG Dreisam e.V.

Herausforderungen eines belasteten Flusses

Die Dreisam ist ein charakteristischer Schwarzwaldfluss, der im Raum Freiburg seit Jahren unter klimatischen Veränderungen leidet. Besonders die extremen Hitzesommer 2018, 2019 und 2021 führten dazu, dass einzelne Abschnitte zeitweise vollständig austrockneten. Für die Fischfauna, insbesondere für die Bachforelle, bedeutete dies massive Bestandsrückgänge. Das Monitoring der IG Dreisam zeigte deutlich geschwächte Populationen, fehlende Jungfische und Konditionsfaktoren, die weit unter dem erwartbaren Niveau lagen. Vor diesem Hintergrund entwickelte die IG Dreisam in Zusammenarbeit mit dem RP Freiburg – Landesbetrieb Gewässer unter Leitung von Bernd Walser sowie Claudio Schill vom LFVBW ein innovatives Konzept, das sowohl auf wissenschaftlichen Erkenntnissen als auch auf langjähriger Erfahrung im Gewässermanagement basiert.

V Buhnen schaffen strömungsberuhigte Bereiche und leisten einen Beitrag zur Revitalisierung der Dreisam, Foto: IG Dreisam e.V.

Das Projekt „Revitalisierung der Dreisam“

Im Mittelpunkt der Auszeichnung steht das Projekt „Revitalisierung der Dreisam“, das seit 2022 an mehreren Standorten umgesetzt wurde. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Freiburg, dem Landesbetrieb Gewässer und dem Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. entstanden drei sogenannte Kaltwasserpools. Diese Rückzugsräume nutzen gezielt kalte Grundwassereintritte, die durch strukturreiche Elemente wie V‑Buhnen, Wurzelstöcke und Auskolkungen ergänzt werden. Die IG Dreisam übernahm sämtliche Monitorings, die Dokumentation sowie die Begleitung der baulichen Maßnahmen und investierte dafür mehr als 600 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Die Finanzierung und behördliche Planung erfolgten durch das Regierungspräsidium Freiburg.

Fische nutzen strukturreiche Wurzelbereiche als Rückzugs und Aufenthaltsraum – Ausdruck der verbesserten Bedingungen im Gewässer, Foto: IG Dreisam e.V.

Messbare ökologische Erfolge

Bereits ein Jahr nach der Umsetzung zeigten die Kontrollmessungen deutliche Verbesserungen. Die Größenklassenverteilung der Bachforellen stabilisierte sich, die Konditionsfaktoren stiegen und die Laichaktivität nahm spürbar zu. Die positiven Ergebnisse führten zur Einrichtung weiterer Kaltwasserpools in Nimburg (2023) und March‑Neuershausen (2025). Insgesamt konnten 14 Fischarten nachgewiesen werden, darunter auch die Nase, die in diesem Abschnitt der Dreisam jahrzehntelang nicht vorkam. Ergänzend führt die IG Dreisam seit drei Jahren ein kontinuierliches Temperatur‑ und Sauerstoffmonitoring mit eigenen Loggern durch, um langfristige Entwicklungen zu dokumentieren und zukünftige Maßnahmen gezielt auszurichten.

Die Wirkung gezielter gewässerökologischer Maßnahmen zeigt sich unmittelbar im Gewässerbild, Foto: IG Dreisam e.V.

Vorbild für Gewässerarbeit unter Klimadruck

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass fundierte gewässerökologische Maßnahmen in Verbindung mit konsequentem ehrenamtlichem Engagement innerhalb kurzer Zeit deutliche Verbesserungen schaffen können. Die Entwicklungen an der Dreisam dienen als anschauliches Praxisbeispiel dafür, wie Revitalisierungsmaßnahmen auch unter zunehmenden klimatischen Belastungen erfolgreich umgesetzt werden können. Die IG Dreisam steht damit stellvertretend für viele engagierte Akteure, die sich mit Fachwissen und Ausdauer für den Schutz und die ökologische Entwicklung unserer Gewässer einsetzen.

„…doch entscheidend ist nicht nur, dass wir Maßnahmen umsetzen, sondern dass sie wirken. Unsere gemeinsame Arbeit zeigt Wirkung – sichtbar im Gewässer und messbar in den Ergebnissen.“

(Timo Heimann, Vorsitzender der IG Dreisam)

Angler für die Natur

Angler sind über ihre Vereine und Verbände nicht nur zur Nutzung von Fischen berechtigt, sondern als Eigentümer oder Pächter von Fischereirechten auch zu deren Hege und Pflege gesetzlich verpflichtet.

Jahr für Jahr werden deutschlandweit Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden von Anglerinnen und Anglern scheinbar im Verborgenen geleistet. So werden unter Anderem Gewässer renaturiert, Brutplätze für Fische eingerichtet, Maßnahmen zum Artenschutz ergriffen und Ufer vom Müll bereinigt. „Es ist uns ein Anliegen mit dem Projekt Gewässer-Verbesserer das vielfältige ehrenamtliche Engagement der organisierten Anglerinnen und Angler in Deutschland mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.“, so Klaus-Dieter Mau, Präsident des Deutschen Angelfischerverbandes.

Fisherman’s Partner, die Zeitschrift Blinker und der DAFV sagen herzlichen Glückwunsch und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmern ganz herzlich für das ehrenamtliche Engagement und die Verdienste um die Hege und Pflege unserer Gewässer bedanken.

Macht mit!

Auch in den folgenden Monaten gibt es wieder einen Gewinner. Auf der Webseite https://gewaesser-verbesserer.de könnt ihr eure Gewässer-Verbesserer-Umweltaktion kurz beschreiben. Unter allen Einsendungen verlosen wir jeden Monat eine Zuwendung von €500 von Fisherman’s Partner für die Vereinskasse. Macht mit! Zeigt uns euer Projekt.

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV)

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. besteht aus 23 Landes- und Spezialverbänden mit ca. 9.000 Vereinen, in denen mehr als 500.000 Mitglieder organisiert sind. Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung.

Kontakt: Clemens Wildt  Tel: +49 151 18569249 • E-Mail: c.wildt@dafv.de  Web: www.dafv.de

Text: © DEUTSCHER ANGELFISCHERVERBAND e.V. 2026

Jahreshauptversammlung Angelsportverein Dittigheim

Vorstandschaft teilweise im Amt bestätigt, zwei Positionen im Vorstand neu besetzt.

Fischerkönig 2025 Wolfgang Streng.

Dittigheim: Zur 45.Jahreshauptversammlung des ASV-Dittigheim e.V. begrüßte 1.Vorsitzender Manfred Beck um 19:30 Uhr die Mitglieder im Vereinsheim in Dittigheim. Ein besonderer Gruß galt dem Kreisvorsitzenden des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg e.V. Wolfgang Fleck.
Nach einer Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder, verlas Schriftführer Tobias Link das Protokoll der letztjährigen Versammlung und 1. Vorsitzender Manfred Beck gab den Geschäftsbericht von 2025 bekannt.

Im Jahr 2025 gab es keine besonderen Vorkommnisse. Die Vorstandschaft traf sich zu drei Vorstandsitzungen. Wie in den Vorjahren war der Angelsportverein mit Gewässerwart Thomas Kerner und einigen Mitgliedern wieder an der Aktion Picobello aktiv beteiligt. Bei der Reinigungsaktion wurden die Uferregionen des Gewässers gesäubert, der angeschwemmten Unrat eingesammelt und fachgerecht entsorgt.

Der Kassenbericht von Kassenwart  Harry Schönleber zeigte  trotz steigender laufenden Kosten einen soliden Kassenstand.

Die Kassenprüfer Anton Kimmelmann und Matthias Thalmann bescheinigten dem Kassenwart eine vorbildliche und ordenliche Kassenführung.

Den Sportbericht gab David Dschymalla bekannt. Er stellte die Ergebnisse der Vereinsfischen vor und bemerkte, dass sich das Gesamtfangergebnis im Jahr 2025 verbessert hat. Beim Pokalfischen gewann Hermann Maasen und beim Nachtangeln Thomas Kerner.

Gewässerwart Thomas Kerner berichtet über fünf Fischeinsätze im vergangenen Jahr. Hierbei wurde bei den Besatzmaßnahmen beachtet, ein Gleichgewicht des Fischvorkommen im Gewässer weiter zu erhalten. Unter Anderem wurden wieder Forellenbrüttlinge und Farmaalen eingesetzt.

In seinen Ausführungen setzte er weiter voraus, dass Schonzeiten, Mindestmaße und das korrekte Ausfüllen der Fanglisten ordnungsgemäß eingehalten werden.

Jugendwart Marcel Schmitt konnte im vergangenen Geschäftsjahr über einen Neuzugang eines Jugendlichen berichten. Allerdings konnten umständehalber keine aktive Jugendarbeit oder Aktivitäten durchgeführt werden. Allerdings wären Aktivitäten an einem Angelsee in Planung.

Ehrenratsvorsitzender Hermann Maasen war auch in diesem Jahr zufrieden und bescheinigte im Verein Ruhe und Frieden, es gab nichts zu berichten und er hoffte, dass es auch in Zukunft so bleibe. Er richtete einen Appell an alle Angler, an allen Hege- und Vereinsfischen, sowie vermehrt an Vereinsveranstaltungen teil zu nehmen.

Danach stellte er den Antrag auf Entlastung des Kassenwarts und der Vorstandschaft , die von den Mitgliedern einstimmig gewährt wurde.

Es standen Neuwahlen eines zweiten Kassenprüfers an. Anton Kimmelmann schied nach zwei Jahren Amtszeit aus. Wahlleiter Manfred Beck führte die Wahl durch. Aus der Versammlung stellte sich Wolfgang Streng zur Wahl und wurde für zwei Jahre einstimmig (mit einer Enthaltung) als 2. Kassenprüfer gewählt. Der neue Kassenprüfer nahm die Wahl an.

Die Neuwahl der Vorstandschaft wurde vom Ehrenratsvorsitzenden Hermann Maasen durchgeführt. Die Wahl erfolgte einstimmig, jeweils mit einer Enthaltung.

Aufgrund des Ausscheidens des bisherigen Kassenwarts sowie des Todes eines Amtsinhabers mussten zwei Positionen im Vorstand neu besetzt werden.

Die neu gewählte Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Manfred Beck (1. Vorsitzender), Wilhelm Schönleber (2. Vorsitzender), Tobias Link (Schriftführer), Thomas Kerner (Gewässerwart), David Dschymalla (Sportwart) und Marcel Schmitt (Jugendwart) wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Simon Schimpf als Kassenwart sowie Matthias Thalmann als Gerätewart.

Unter dem Punkt Verschiedenes erfolgten anschließend Geburtstagsehrungen für das Geschäftsjahr 2025. Matthias Thalmann bekam zum 60. Geburtstag ein Filitiermesser überreicht. Die Jubilare Wilfried Schmitt zum 70. Geburtstag und Wolfgang Schilling zum 85. Geburtstag jeweils einen Boxbeutel.

Sportwart David Dschymalla gab den Fischerkönig 2025 bekannt und überreichte dem Sieger Wolfgang Streng den Königspokal.

Im Schlusswort bedankte sich Manfred Beck stellvertretend im Namen der gesamten Vorstandschaft bei den Mitgliedern für ihr Kommen und für das entgegen gebrachte Vertrauen.

Besonderen Dank galt den Mitgliedern, die sich bei Aktivitäten, Veranstaltungen, Reinigungsaktion, Pflege des Vereinsgelände oder bei den Fischhegemaßnahmen für den Verein engagieren. Bewirtschafter des Vereinsheim Willi Schönleber mit seinen Helfer/innen Jessica und Achim Blankenburg, Elke Schmitt und Jutta Correia wurde ein kleines Dankeschön überreicht.

Danach wurde die Versammlung um 20.22 Uhr beendet.

Die neue gewählte Vorstandschaft von links nach rechts: Tobias Link (Schriftführer), Manfred Beck (1.Vorsitzender) neu gewählt Simon Schimpf (Kassenwart) Marcel Schmitt (Jugendwart) David Dschymalla (Sportwart), Wilhelm Schönleber (2. Vorsitzender), Thomas Kerner (Gewässerwart) und neu gewählt Matthias Thalmann (Gerätewart).

Fischerkönig 2025 Wolfgang Streng (links) nimmt die Glückwünsche und den Königspokal von Sportwart David Dschymalla (rechts) entgegen.

 

Text ASV Dittigheim (Manfred Beck, 1.Vst) Bilder ASV Dittigheim (Wolfgang Fleck)

Foto: ASV-Dittigheim e.V

 

 

 

Aufschwung bei der Aqua Fisch 2026

10.03.2026 – Mehr Aussteller und mehr Besucher lautete die Maxime für die 32. Auflage der Aquafisch und diese wurde vollumfänglich erfüllt. Trotz oder vielleicht gerade wegen einem schönen und frühlingshaften Wochenende strömten fast 18.000 Besucher zur Aquafisch und genossen sichtlich die Messe. Zum umfangreichen Informationsangebot gehörten auch wir vom LFV BW in Kombination mit unserem Fischmobil-Anhänger und in Kooperation mit Fishing-King auf unserem 100 m² Stand. Vom Andrang überwältigt stellten wir bereits Samstagnachmittag fest, dass unsere „Give-Aways“ in Form von Plakaten, Postern, Kalendern, Taschen und weiteren Infobroschüren sehr gefragt waren, sodass wir rationieren mussten, um für Sonntag überhaupt noch Material zum Verteilen übrig zu haben.

Viele schöne und informative Gespräche und Anfragen rund um das Angeln konnten geführt bzw. beantwortet werden. Auch Themen bezüglich Verbandsaktivitäten und Mitgliedschaft, gerade von „Neu-Anglern“ wurden häufig angesprochen. Bedauern wurde geäußert, dass unsere Gewässerwarte-Ausbildungen ständig ausgebucht seien und man keinen Platz bekäme, weil die Nachfrage so groß sei. Hier wurde der Wunsch nach mehr Kursen geäußert und natürlich Verständnis gezeigt, dass unsere Ausbilder schon jetzt an die Grenzen des Machbaren stoßen. Reichlich Lob bekamen wir für unsere Präsenz und unseren Stand, für das Fischmobil und die Kooperation mit Fishing-King, diese würde wohl tadellos funktionieren. Auch wurde gerne unser Angebot der kindgerechten Information über die Zusammenhänge im Gewässer als Lebensraum mittels unserem Fischmobil-Anhänger und einer kompetenten Betreuung genutzt. Eltern waren dankbar für die Verweilqualität und die Kinder begeisterten sich für das Angebot zum „Forschen“ Malen und Spielen. Auf unserem Stand war fast immer etwas los.

Ein besonderes „Schmankerl“ ist das Interview, welches vom Veranstalter mit Jörg Klausmann, Betreuer des Fischmobil-Anhängers geführt und bereits beim Zoologischen Zentral Anzeiger, Boot Magazin und Fisch & Fang veröffentlicht wurde. Link: https://www.aqua-fisch.de/medien-presse/hoerfunkservice

Überhaupt kann man zusammenfassend sagen, das Interesse am LFV BW, seinen Aufgaben und Tätigkeiten war sehr groß und dies nicht nur bei unseren Mitgliedern. Auffällig waren die vielen freundlichen und anerkennenden Worte, sodass man im Resümee sagen kann, es ist uns gelungen, ein positives Image zu vermitteln und somit war unsere Beteiligung an der Messe Aquafisch dank dem Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort wieder ein Erfolg.

 

Bericht Aquafisch 2026 © Text Wolfgang Groth / LFVBW

LFVBW-Wahlprüfsteine: Parteipositionen zur Angelfischerei und Gewässerpflege in Baden-Württemberg

Liebe Anglerinnen und Angler, Vereinsmitglieder und Interessierte,

im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 hat der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) – als Vertretung der organisierten Angelfischer im Land – den im Landtag vertretenen Parteien (Grüne, CDU, SPD, FDP und AfD) 20 gezielte Fragen zu Themen wie Gewässerschutz, Fischereigesetz, Naturschutz und wirtschaftlicher Bedeutung der Fischerei gestellt.

Die unveränderten Originalantworten der Parteien geben Ihnen einen transparenten Überblick über ihre Positionen und Pläne.

Entdecken Sie die Antworten in unserem Reader oder laden Sie das vollständige Dokument als PDF herunter. So können Sie sich bestens informieren und fundiert entscheiden – für gesunde Gewässer, starke Vereine und eine zukunftsweisende Fischereipolitik!

LFVBW_Wahlpruefsteine_Landtagswahl_2026

EU Wassergesetze verteidigen – EAA bittet um Unterzeichnung von Petition

DAFV, 23.02.2026 – Flüsse, Seen und Feuchtgebiete Europas stehen zunehmend unter Druck. Auf EU‑Ebene wird derzeit diskutiert, ob wichtige Umweltvorschriften erneut geöffnet und überarbeitet werden könnten – darunter auch die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), der Eckpfeiler der europäischen Wasserschutzpolitik.

Für Angler ist dies keine abstrakte politische Debatte: Saubere Gewässer und gesunde Fischbestände sind die Grundlage intakter Ökosysteme.

Die European Anglers Alliance (EAA)

Der DAFV ist seit Gründung der EAA 1994 ein aktives Mitglied der Allianz. Die EAA unterhält in Brüssel ein Büro mit hauptamtlichen Mitarbeitern und nutzt die Leistungen einer Lobbyagentur, um im Sinne der Angler Europas, Einfluss auf Regelungen und Verordnungen zu nehmen. Die EAA vertritt die Interessen von geschätzten 25 Millionen Anglern in ganz Europa.

Warum ist der Schutz der Wasserrahmenrichtlinie für uns Angler wichtig?

Die European Anglers Alliance (EAA) begleitet die Umsetzung der WRRL seit vielen Jahren. Seit ihrer Verabschiedung im Jahr 2000 verfolgt die Richtlinie u. a. folgende Ziele:

  • Verringerung der Umweltverschmutzung
  • Wiederherstellung der Flusskontinuität
  • Verbesserung des ökologischen Zustands europäischer Gewässer

Die WRRL umfasst Flüsse, Seen, Grundwasser, Flussmündungen und andere aquatische Ökosysteme – also genau jene Lebensräume, auf die unsere heimischen Fischarten angewiesen sind.

Trotz Fortschritten erreichen viele Gewässer in der EU jedoch immer noch keinen guten ökologischen Zustand (GÖZ). Klimawandel, Lebensraumfragmentierung, Wasserentnahme und Schadstoffeinträge beeinträchtigen weiterhin unsere Süßwasserökosysteme, Fischbestände und die aquatische Biodiversität.

Was wir jetzt brauchen, ist eine konsequente Umsetzung und Durchsetzung der bestehenden Vorschriften – nicht eine Öffnung oder Überarbeitung der WRRL, wie sie die Europäische Kommission im Rahmen ihres angekündigten Überprüfungsprozesses für das zweite Quartal 2026 erwägt.

Für uns Anglerinnen und Angler ist der Zusammenhang klar:

  • Sauberes Wasser bedeutet gesunde Fische.
  • Wiederhergestellte Flussverbindungen ermöglichen erfolgreiche Fischwanderungen.
  • Starke Umweltstandards sichern nachhaltige Angelmöglichkeiten – heute und in Zukunft.

Angler gehören oft zu den ersten, die Veränderungen der Wasserqualität, des Fischverhaltens oder eine Verschlechterung des Lebensraums bemerken.

Warum die Petition unterschreiben?

Eine EU‑weite Petition europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen fordert die Entscheidungsträger der EU dazu auf, die europäischen Umweltgesetze – einschließlich der WRRL – zu bewahren und vollständig umzusetzen, anstatt sie zu öffnen und abzuschwächen. Dies steht im Gegensatz zu Überlegungen der EU‑Kommission im Rahmen ihres Aktionsplans ResourceEU.

Süßwasser ist eine unverzichtbare Ressource – für Europas Wohlstand, für Unternehmen, für die Natur und für die Menschen, die sie nutzen.

Mit Ihrer Unterschrift senden Angler eine klare Botschaft:

Europa muss strenge Wasserschutzvorschriften einhalten – und sicherstellen, dass sie umgesetzt werden!

Die European Anglers Alliance unterstützt diese Initiative ausdrücklich, denn der Schutz aquatischer Ökosysteme ist für uns Angler in Europa von zentraler Bedeutung.

Stehen Sie für Wasser, Natur, unsere Süßwasserökosysteme und heimische Fischarten ein!

Unterschreiben Sie die Petition jetzt!
Zur Petition

Beitrag und Bilder: DAFV

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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