Der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV) schreibt auch im Jahr 2025 seinen renommierten Förderpreis aus. Die mit 1.000 € dotierte Auszeichnung würdigt herausragende Abschlussarbeiten, die einen wertvollen Beitrag zu den Zielen der Angelfischerei, zum Gewässer- und Naturschutz oder zur modernen Verbandsarbeit leisten.
Ob naturwissenschaftlich, juristisch, pädagogisch oder journalistisch geprägt – jede Arbeit, die unsere nachhaltige Angelfischerei stärkt, ist willkommen.
Der Europäische Wels ist nicht nur der größte ausschließlich im Süßwasser lebende Fisch Europas, sondern für 2026 auch offiziell Fisch des Jahres.
Mit Rekordexemplaren von über 2,50 m Länge und mehr als 130 kg beeindruckt dieser Raubfisch durch Kraft, Anpassungsfähigkeit und eine rasante Ausbreitung in Baden-Württemberg
Unser neues Handout-Flyer fasst alles Wichtige zusammen:
-Merkmale & Biologie
-Laichverhalten & Nachwuchsbetreuung
-Verbreitung in Baden-Württemberg
-Ökologische Auswirkungen als Spitzenprädator
-Angel-Tipps & kulinarische Highlights (inkl. Saltimbocca-Rezept)
Der Wilde Welten Kalender ist Teil der naturpädagogischen Arbeit von Fischern und Jägern und ergänzt unsere Initiativen Fischmobil und Lernort Natur. Er wird aus Mitteln der Fischereiabgabe gefördert.
Wir wollen die Schüler für unsere Tierwelt begeistern, denn Entdecker wilder Welten werden überall fündig: im Wald und in der Feldflur, in Bächen, Flüssen und Seen, selbst in der Stadt.
Der kostenlose Wandkalender wird über die örtlichen Fischervereine und Jägervereinigungen an die Schulen in Baden-Württemberg verteilt. Für jede Klasse können wir zwei Kalender kostenlos zur Verfügung stellen. Sprechen Sie den Bedarf mit Ihrer örtlichen Schule und der ansässigen Jägervereinigung ab. Nutzen Sie die Möglichkeit, auf örtlicher Ebene die Fischerei und die Vereinsarbeit ins Gespräch zu bringen.
Jetzt bestellen: Sie erhalten den Schulkalender „Wilde Welten 2026“ über die Hauptgeschäftsstelle des Landesfischereiverbandes (LFVBW). Bestellen Sie die Schulkalender per E-Mail an schulkalender@lfvbw.de, per FAX 0711-252947-99 oder telefonisch unter 0711-25294750. Bitte geben Sie Ihren Namen, Vereinsnamen und die vollständige Versandadresse an.
Einer unserer engagiertesten Mitstreiter, um den es erst in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden ist, hat uns nun verlassen.
Im Alter von 22 Jahren übernahm Hans-Rainer Würfel im Jahr 1972 den Vorsitz im Sportfischerverein Ludwigsburg, einen Posten, den er bis zu seinem Tod inne hatte.
Er verstand sehr schnell, dass Gewässer und die darin lebenden Bewohner nicht an Orts- oder Kreisgrenzen halt machen, dass man größer denken muss. Das tat er nicht nur in seinem Verein, dem er durch seine Strategie, eigene kleine Gewässer zu verkaufen und stattdessen größere Gewässer und Fischrechte zu erwerben, mit 120 ha hervorragendem Fischwasser eine gute Zukunft gesichert hat.
Für sein Engagement ehrte ihn damals der VFG (Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V.) mit Gold (1990) und Großgold (1995) und der VDSF (Verband Deutscher Sportfischer) mit Silber (1995).
Seit 1998 war er Ausbilder im Verband und unterrichtete die Jungangler in Vorbereitungslehrgängen zur Fischerprüfung im Landkreis Ludwigsburg, ab 2016 als Lehrgangsleiter. Überregional dachte er weiter – 1999 wurde er Vorsitzender vom Fischerei-Hegebereich Neckar VII , und 2007 für 4 Jahre Bereichsvorsitzender beim VFG für den Regierungsbezirk Stuttgart. Die Landesehrennadel, die er 2009 erhielt, war eine weitere Ehrung von vielen.
Die Vereine und Verbände in allen vier Landesteilen verstanden schließlich Anfang der 2010er Jahre endlich auch, dass sie nur gemeinsam und über ihre Bezirksgrenzen hinaus für die Gewässer und ihre Bewohner stark sein konnten – und Hans-Rainer Würfel wurde 2011 in Nordwürttemberg der Vize-Präsident des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz und schließlich im April 2015 der letzte Präsident des VFG vor der Verschmelzung der Landesverbände aller Landesteile zum Landesfischereiverband Baden-Württemberg im Oktober 2015.
Nun hätte er sich zur Ruhe setzen können und ganz auf seine Tätigkeiten als Vereinsvorsitzender des SFV Ludwigsburg und als Vorsitzender vom Fischerei-Hegebereich Neckar VII konzentrieren können. Aber das war nicht seine Art. Er stellte seine Fähigkeiten als Schatzmeister dem neuen Landesfischereiverband zur Verfügung und brachte auch hier noch bis 2021 seine Expertise ein. Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg ernannte ihn 2022 zum Ehrenpräsidenten.
Mit Hans-Rainer Würfel verliert die Fischerei nicht nur einen hochkarätigen und besonnenen Ratgeber, sondern auch einen fürsorglichen und hilfsbereiten Menschen und Freund. Der hinterbliebenen Familie gilt unser aufrichtiges Beileid.
Unser Bezirksreferent für Gewässer in Südbaden, Claudio Schill, war gestern im SWR Fernsehen. Er hat Maßnahmen gezeigt und erklärt zur Stärkung der Resilienz unserer Fließgewässer. Ab Minute 42 unter folgendem Link:
Am 28. Juni 2025 laden der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. und der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV) zur Bezirksmeisterschaft Nordbaden und zum 4. Weltcup im Castingsport ein, ausgerichtet von der Anglerkameradschaft Iffezheim e.V.!
Auf dem Sportplatz der Maria-Gress-Schule in Iffezheim erwarten euch spannende Wettkämpfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – vom Anfänger bis zum Profi. Die Veranstaltungen bieten Disziplinen nach ICW-Regeln, ein buntes Rahmenprogramm mit gemeinsamen Abendessen und Siegerehrungen sowie die Möglichkeit, die idyllische Region rund um Iffezheim, Baden-Baden und Rastatt zu entdecken.
Alle Infos zu Anmeldung, Kosten und Zeitplan findet ihr in den beigefügten Ausschreibungen. Seid dabei und erlebt Castingsport hautnah!
Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Gewässer zu hegen und zu pflegen. Ebenso ist er bestrebt – und dies mit Erfolg –, sinnvoll Naturschutz und Ökologie umzusetzen.
Ein weiteres Ziel des Verbandes ist die Förderung der Gemeinschaft und der Angelfischerei. Aus diesem Grund möchte er fischereiliche Veranstaltungen verstärkt in den Vordergrund seiner Verbandsarbeit stellen.
Für das Bezirksjugendkönigsfischen Nordwürttemberg hat in diesem Jahr der FV Gaildorf e.V. den Holzmühlsee in Rosenberg am 17.05.2025 zur Verfügung gestellt. Zehn jugendliche Angler aus der Umgebung haben sich mit ihren Betreuern angemeldet.
Bei wunderbar sommerlichen Temperaturen ging es darum, innerhalb der nächsten sechs Stunden einen möglichst schweren Fisch zu überlisten. Mit einem respektablen Karpfen gelang dies am besten Hannah Börret vom FV Gaildorf. Sie wurde zur Fischerprinzessin gekürt. Auf dem zweiten Platz folgte Paula Bayerlein vom FV Jagstheim, ebenfalls mit einem schönen Karpfen.
Der Fischerprinz wurde Luca Puskaric vom Gastgeberverein mit einem tollen Karpfen. Lukas Frank, ebenfalls vom FV Gaildorf, belegte den zweiten Platz bei den Jungen mit einer prächtigen Brasse. Den dritten Platz erhielt sein Bruder Johannes Frank, ebenfalls mit einer Brasse. Insgesamt wurden von den zehn Teilnehmern 16 Fische gefangen.
Die gefangenen Fische wurden im Anschluss an die Veranstaltung von den jugendlichen Teilnehmern zum heimischen Verzehr mitgenommen.
Die Teilnehmer erhielten vom Bezirksreferenten für Jugend in Nordwürttemberg, Herrn Martin Gall, Pokale als Ehrengabe überreicht.
Doch damit war es noch nicht zu Ende: Dank des LFVBW und des Sponsors Jenzi, der den Verband mit preislich vergünstigten, hochwertigen Angelutensilien unterstützte, konnte auch eine Verlosung stattfinden.
Alle teilnehmenden Jugendlichen erhielten tolle Preise, um ihre Angelutensilien aufzustocken.
Die Vereine fanden zueinander und berieten sich bereits über ein nächstes Treffen für ein weiteres gemeinsames Angeln. Der FV Gaildorf versorgte alle Teilnehmer während des Tages mit Essen vom Grill und Getränken und sorgte für eine hervorragende Betreuung. Die Jugendlichen hatten an diesem Tag viel Freude. Der Dank gilt dem Gastgeber FV Gaildorf sowie dem LFVBW, vertreten durch Martin Gall, der den Tag leitete. Ebenso ein herzliches Dankeschön an die Firma Jenzi für die großzügige Unterstützung!
Der Landesfischereitag in Bad Herrenalb am 24.05.2025
konnte mit leichter Verzögerung beginnen. Es begrüßte Thomas Wahl als Präsident des LFVBW die Ehrengäste und die zahlreich erschienenen Teilnehmer zum diesjährigen Landesfischereitag in Bad Herrenalb und dankte Herrn Minister Hauk von der CDU für seine Anwesenheit, der es sich trotz vehementem Termindruck nicht nehmen ließ, dabei zu sein. Stellvertretend für den verhinderten Bürgermeister von Bad Herrenalb ging Thomas Wahl mit ein paar Informationen auf den diesjährigen Veranstaltungsort ein, bevor er das Grußwort an Minister Hauk weitergab.
Grußwort Herr Hauk (CDU)
Erfreut über die Möglichkeit seiner Anwesenheit berichtete Herr Minister Hauk über den Zusammenhang zwischen den Naturverbundenen und dem nachhaltigen Nutzungsaspekt. Auch erwähnte er nochmals den Erfolg der Herabsetzung des Alters für den Jugendfischereischeins und die damit verbundenen politischen Auseinandersetzungen – es wäre nicht einfach gewesen! Ebenfalls lobte er das Engagement des LFVBW für die Lachszucht im Wolfachtal und die Bemühungen der Wiederansiedelung des Maifisches. Der Schulterschluss zwischen Politik und den Fischern wird bereits mit zahlreichen gemeinsamen Projekten praktiziert und auch finanziell unterstützt.
Die Pflege und Hege der Gewässer könne die Landesregierung ohne die ehrenamtlich tätigen Angler gar nicht leisten und er möchte hierfür seinen Dank aussprechen. Mit den Wünschen eines erfolgreichen Landesfischereitages verabschiedete er sich und eilte kurze Zeit später zum nächsten Termin.
Nachfolgend begrüßte Herr Dietz vom Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. die Anwesenden und berichtete von einem bunten Strauß an Themen, beginnend mit dem Tag der Artenvielfalt mit rund 200 Veranstaltungen, die Dringlichkeit der Jugendeinbindung, Berichte – einfach und verständlich erklärt, aber auch Probleme mit Krankheiten wie z.B. die „Einwanderung“ der Schweinepest. Es müsse jeder möglichst alles dazu beitragen um Übertragungen zu verhindern. Weiterführend erwähnte er den Waldumbau, dieser solle jagdlich begleitet und mit Äsungsflächen und Ruhezonen für das Wild auch auf kommunalen Flächen bereichert werden. Als Utopie bezeichnete er die Einstellung, man bräuchte keine Schutzmaßnahmen. Zum Beispiel dient Monitoring auch zur Versachlichung und Entspannung in Diskussionen. Als gutes Bespiel bezeichnete er das Luchsmonitoring, so konnte mithilfe dieses Monitorings festgestellt werden, was ein Luchs an Nahrung jährlich aufnimmt und in welcher Fläche er diese erbeutet. Mit diesen Daten konnten etliche Vorurteile und Falschbehauptungen entkräftet werden. Wünschenswert wäre in diesen Belangen auch eine bessere Zusammenarbeit mit den Ministerien.
Er reicherte sein Grußwort mit einer Anekdote an, er habe den Traum eines geregelten Kormoranvorkommens, damit auch andere Lebewesen im Wasser eine Chance bekommen und informierte abschließend über seine Abdankung als Bezirksjägermeister des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg aus privaten Gründen. Mit der Danksagung an den LFVBW für die immer gute Zusammenarbeit und den Wünschen, wir mögen weiterhin viel Erfolg haben, beendete er sein Grußwort.
Grußwort Dr. Hartmann (Fischereireferent beim Regierungspräsidium Karlsruhe)
Als Beauftragter der Fischereibehörde des RP Karlsruhe eröffnete er, dass allen Naturschutzverbänden wie auch dem LFVBW alles daran liegen muss, die Tiere zu schützen, mit denen sie sich beschäftigen. Er ging auf die natürliche Ertragsfähigkeit ein und das Angebot, hier helfen zu können um einen gesunden Kompromiss zu finden. Eine ganz wichtige Säule in der Angelfischerei sei natürlich die Ausbildung, die sich zunehmend verändert und erweitert, um auch zukunftssicher zu sein. Ein Umdenken mit eventuell entstehendem Generationenkonflikt mag zwar begleitend sein, doch die großen Herausforderungen der Zukunft könnten wir nur gemeinsam lösen.
Videogruß Herr Hagel (CDU)
Er bedankte sich, zumindest per Videogruß am Landesfischereitag teilnehmen zu dürfen und lobte das Engagement und die Heimatliebe der Fischereivereine. Ebenfalls dankend für die vielen ehrenamtlichen Einsätze betonte er die Wichtigkeit dieser Bemühungen für die Fischbestände und der Jugendarbeit. Mit dem Erwähnen von Herausforderungen ging er auch auf das Befahren von Forstwirtschaftlichen Wegen ein und erklärte die Komplexität dieser Praxis, betonte jedoch, dass dies zur Hege- und Pflegemaßnahme gehöre und genehmigt werden müsse. Daran anknüpfend erweiterte er die Aufgabenstellung mit Aufnahme des Bibers ins Jagdrecht, der Wasserknappheit mit den verbundenen Problemen und bezeichnete die Angler als das Frühwarnsystem der Gewässer und dass eben diese Angler viel mehr leisten als nur ihrem Hobby nachzugehen, sie sind Dienstleister der Natur!
Vortrag: Vorstellung Gewässerbündnis BUND, NABU und LFVBW durch Frau Dr. Pascher
Nach diesen wohlwollenden Worten startete nun der Vortrag: Vorstellung Gewässerbündnis durch Frau Dr. Pascher. Sie begann mit der ausführlichen Erklärung, wieso Gewässerschutz für uns Menschen so wichtig ist und wie dieser Schutz sich auf welche Gewässer auswirken soll. Welche mechanischen Einschnitte z.B. durch Wasserkraftwerke gibt es und wie sind die Auswirkungen. Der zeitliche Ablauf dieser Erhebungen ist in mehreren Jahren aufgeteilt um z.B. Planungsverfahren und baurechtliche Genehmigungen mit einzubeziehen. Kommunale und übergeordnete Behörden wurden in ihrer Zuständigkeit genannt. Nur 6% der Gewässer in BW seien in ökologisch gutem Zustand. Die Landesverbände BUND, Nabu und LFVBW haben sich zusammengeschlossen, um schnellstmöglich eine Änderung zu bewirken. Ein großes Ziel ist es, ein landesweites Netzwerk aufzubauen, um auf alle Daten zurückgreifen zu können. Die Projektträger dieses Gewässerbündnisses wurden vorgestellt und die Ziele wie z. B. der Austausch von Erfahrungen oder Vermittlung von Experten, Fachexkursionen – auch vor Ort, definiert.
Hinweise zu Veranstaltungen sowie auf die Webseite:www.gewaesserbuendnis-bw.de und der Ausblick auf die zukünftige Vorgehensweise ergänzten den sehr informativen Vortrag. Die anschließende Fragerunde der Teilnehmer bezüglich allgemeiner und aktueller Probleme, WRRL und deren Überwachung oder auch Fördertöpfe wurde intensiv genutzt.
Damit endete der informative Teil des Landesfischereitages 2025 und nach der Mittagspause begann die Jahreshauptversammlung. Der Bericht hierzu wird nach Erstellung des Protokolls nachgereicht.