Castingsport Jugend- und Junioren Weltmeisterschaft in Budapest / Ungarn

Jessica Bosler neue Weltmeisterin.

Mädchen- und U23 Team der Jungs sichern sich die Bronzemedaille.

Am 14. – 17. Juli 2022 fand für die Jugendlichen und Junioren endlich die Weltmeisterschaft im Castingsport in Budapest, Ungarn, auf die unsere Werfer sich lange vorbereitet haben, statt. So fuhren unsere sieben Sportler am 14. Juli, zusammen mit einigen Werfern anderer Bundesländer nach Ungarn, um dort unter der Deutschen Flagge gegen Werfer aus Tschechien, Polen, Slowakei, Slowenien, Kroatien und natürlich Ungarn anzutreten. Nachdem sie am 15. Juli dann auf dem Platz vor Ort noch ein letztes Mal trainiert haben, ging es am 16. Juli auch schon los.

Am ersten Tag wurden die Zieldisziplinen D1 – Fliege Ziel; D3 – Arenberg; D4 – Skish und für die Junioren auch D6 – Fliege Zweihand Weit geworfen. Am zweiten Tag wurde dann wieder nur für die Junioren D7 – Gewicht Zweihand Weit und dann für alle D2 – Fliege Einhand Weit und D5 – Gewicht Einhand Weit absolviert.
Bei einigen Disziplinen schafften es ein paar der für Deutschland angetretenen Werfer sogar ins Finale der besten 6 Mädchen, bzw. der besten 8 Jungs um dort um den Meistertitel zu kämpfen.

In der Kategorie Jungs U18 hatten wir gleich 4 Werfer am Start.
Sven Hepting konnte trotz seines jungen Alters schon gut mit seinen bis zu 5 Jahre älteren Gegnern mithalten, schaffte es aber oft aufgrund von 1 – 2 Treffern bzw. Metern oder aus zeitlichen Gründen nie ins Finale und auch im Teamkampf landete er, zusammen mit seinen Teamkollegen Philipp Bestle, Robin Jäger und Niklas Möst, wegen wenigen Punkten auf Platz vier hinter dem Slowakischen Team.
Sein Teampartner Philipp Bestle, für den es die erste WM war, lief es ähnlich. So verpasste dieser in D5, wegen noch nicht einmal einem Meter, als 9. knapp das Finale der besten 8.
Robin Jäger erreichte in eben dieser Disziplin, seiner Paradedisziplin, in welcher er im letzten Jahr den Vizemeistertitel holen konnte, das Finale, konnte seinen Titel jedoch nicht verteidigen und landete auf Platz 6.
Zweimal im Finale stand Niklas Möst. Einmal in Fliege Ziel, wo es im Finale sehr knapp wurde. So ging es wegen einem Treffer und ein paar Sekunden mehr für ihn nicht so gut aus und platzierte sich auf Platz 5. In Fliege Einhand Weit warf er sogar eine neue persönlichen Bestleistung von 58,66 Metern und kam als drittbester ins Finale, wo er dann jedoch von seinen Gegnern, auch wegen wenigen Zentimetern bis Metern, nochmals auf Platz 5 verwiesen wurde.

Bei den Mädchen U18 konnten wir ebenfalls ein Team, bestehend aus Lena Groß und   Jessica Bosler, stellen.

Lena Groß, welche mit ihren gerade einmal 9 Jahren mit Abstand die jüngste Werferin war, erreichte noch kein Finale, sammelte aber wichtige Punkte für den Teamkampf, bei dem sie sich dann zusammen mit Jessica Bosler die Bronzemedaille, vor dem Team der Kroatinnen, sichern konnte.
Jessica Bosler erreichte neben der Bronzemedaille im Teamkampf dreimal das Finale. In Disziplin 1, wo sie im Vorkampf 100 von möglichen 100 Punkten erwarf, was ihr bis jetzt nie auf einem Turnier gelang und, zumindest im Vorkampf, auch keiner ihrer Gegnerinnen, in D4 und in D5. In D3 verpasste sie das Finale um 17 Sekunden. Wie ihre Deutschen Teamkollegen konnte sie in den Finalen von D1 und D4 keine Platzierung holen – wieder ging es nur um wenige Treffer. Beim Finale von Gewicht Einhand Weit, für welches sie sich in den Jahren zuvor schon zweimal qualifizieren konnte, kam der Durchbruch. Mit einem Wurf von 67,88 Metern warf sie sich an die Spitze und holte sich vor ihren Generinnen aus Polen und Tschechien die Goldmedaille und den Meistertitel.

Jessica Bosler aus Iffezheim konnte ihren Traum erfüllen und wird erste Weltmeisterin der Jugend für BW.

In der Gesamtwertung konnte sie mit einer neuen persönlichen Bestleistung ebenfalls einen kleinen Erfolg feiern, jedoch fehlten ihr knappe zwei Punkte auf die Bronze-, bzw. Silbermedaille und sie landete auf Platz vier.

Jessica Bosler und ihr Trainer nach spannendem Finale.

Auch bei den Junioren U23 konnte ein deutsches Team, bestehend aus Nick Breitkreuz (Hessen), Yannick Jund (AK Iffezheim), für den es ebenfalls die erste WM war, und Vincent Cöllen (NRW), antreten. Die drei holten sich, wie ihre Teamkolleginnen, ebenfalls die Bronzemedaille, wobei sie die Silbermedaille nur um 4 Punkte verpassten.
Des Weiteren erreichte Yannick Jund, nachdem er in Fliege Einhand Weit als Neunter knapp das Finale verpasste, wie Robin Jäger und Jessica Bosler das Finale von D5, wo er sich einen starken sechsten Platz sicherte.

Yannick Jund in seiner Paradedisziplin Einhand Weitwurf.

Das U23 und das Mädchenteam sichern sich Teambronze:

Von Links U23: Nick Breitkreuz (Hessen), Vincent Cöllen (NRW) und Yannick Jund (BW, Iffezheim)
Von Links Mädchenteam: Lena Groß, Jessica Bosler (Beide AK Iffezheim) und Andreas Kirchner (LFVBW)

Trotz großer Aufregung konnten alle bei diesen starken Gegnern ausgezeichnete Erfolge erzielen. Ein riesiger Dank hierfür an die Trainer Olaf Schulz (Thüringen), Andreas Kirchner (Iffezheim), Hermann Gleinser (Biberach) und Christian Bestle (Iffezheim), ohne deren Training diese Erfolge gar nicht erst möglich gewesen wären und die unsere Werfer auch während des Turniers fabelhaft unterstützten. Des Weiteren an Frank Jäger, der als Schiedsrichter fungierte, an die „Chauffeure“ unserer Jugendlichen Andreas Kirchner, Yannick Jund, Vincent Cöllen, Niklas Möst, Frank Jäger und Kuno Anthöfer-Jung (Hauptkampfrichter)und an alle anderen Helfer, die die Teilnahme für unsere Werfer möglich machten und hier nicht namentlich erwähnt sind.

Rauschender Empfang in der Heimat.

Deutscher U23 Rekord für Yannick Jund

Ein voller Erfolg, Deutsche Meisterschaft im Castingsport Leistungsklasse und Senioren

In Kellinghusen (Schleswig- Holstein) fanden vom 07.07.-10.07.2022 die Deutschen Meisterschaften im Castingsport statt. Baden- Württemberg schickte 2 Mannschaften an den Start. Die Witterungsbedingungen waren sehr wechselhaft und verlangten den Sportlern einiges ab. Von traumhaftem Sonnenschein bis hin zu Regen war dabei alles vertreten.

Die Damenmannschaft bestand aus Paula Martini (AK Iffezheim) und Bianca Heyner (KSV Biberach a.d. Riß). Die Herrenmannschaft bestand aus Yannik Jund (AK Iffezheim), Hermann und Leander Gleinser (KSV Biberach a.d. Riß). In den Einzelwertungen gelang den Damen ein Doppelsieg in der Disziplin Gewichtpräzision (Arenberg).

Von links: Paula Martin mit Silber und Bianca Heyner mit Gold auf das Arenbergtuch.

Bianca Heyner holte sich den Sieg vor Paula Martini, die sich damit bei Ihren ersten Meisterschaften in der Leistungsklasse direkt Edelmetall sichern konnte. Bianca Heyner gewann darüber hinaus noch zwei weitere Goldmedaillen in den Disziplinen Gewichtziel (Skish) und Multi Weit. In der Disziplin Fliege Ziel gelang es Bianca Heyner den 2. Platz zu erreichen. Die Damenmannschaft erreichten den 1. Platz.

Bei den Herren gelang es Leander Gleinser, in der Leistungsklasse, die Silbermedaille in Fliege Weit zu gewinnen.

Deutscher Vize-Meister Leander Gleinser aus Biberach in der Disziplin Fliege Weit Einhand mit der 38 Gramm Schnur.

Hermann Gleinser gewann in der Seniorenklasse 2, in der Disziplin Fliege Weit Zweihand den Titel. In der Disziplin 2, Fliege Weit  Einhand, folgte die Bronzemedaille.

Deutscher Meister der Senioren Hermann Gleinser aus Biberach in der Disziplin Fliege Weit Einhand mit der 120 Gramm Schnur.

Eine Überragende Weite von 80,80 Metern erreichte Yannik Jund in der Disziplin 5, Gewicht Einhand Weit 7,5g, in der Leistungsklasse der Herren. Mit dieser Weite, die gleichzeitig seine persönliche Bestleistung bedeutete, kämpfte sich Yannick an die Spitze und wurde erstmals Deutscher Meister. Zugleich verbesserte er den Deutschen Rekord von Philipp Haubenestel / Bandenburg um 1,5m in der U23 Klasse.

Jugendturnierwerfer schreiben LFVBW Geschichte

Casting in Posen, Polen

Casting in Posen, Polen wide

Vom 11.-15. August waren fünf unserer BW Castingsportler mit drei Sportlern aus Thüringen, Sachsen Anhalt und Rheinland Pfalz mit den Nationalmannschaft auf der Jugend WM in Posen, Polen.

Jessica Bosler erreichte in den Disziplinen D1 Fliege Ziel, D4 Gewicht Ziel (Gelbe Skishscheiben) und D5 Weitwurf das Finale der besten 6 Mädchen, musste sich dann aber den Gegnern geschlagen geben und erreichte zwei Mal den 6. und ein Mal den 5. Platz. In der Gesamtwertung kam sie mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 423 Punkten auf den 5. Platz.
Im D3 Gewicht Präzision (Arenbergtuch) der Mädchen warf Paula Martini 94 von 100 möglichen Punkten und rückte ins Finale ein. Dort sicherte sich so den 6. Platz bei ihrer ersten WM.

Sven Hepting, mit seinen 12 Jahren der jüngste Teilnehmer, verpasste in Skish wegen 3 Sekunden den Finalkampf der besten 8 Jungen denkbar knapp.
In den Disziplinen Fliege Ziel, D2 Fliege Weit Einhand und Arenberg erreichte Niklas Möst das Finale und holte sich zweimal den 8. und einmal den 7. Platz.
Robin Jäger kam als drittbester in den Finalkampf in Weitwurf und konnte seine Leistung sogar noch steigern. Mit starken 69,32 Metern warf er sich auf den zweiten Platz. In der Mehrkampfwertung schaffte es der neue Vizeweltmeister in Weitwurf mit einer persönlichen Bestleistung von 438 Punkten auf einem guten 12. Platz.

Im Teamkampf erreichte sowohl das Mädchenteam mit Jessica Bosler und Paula Martini, als auch das Team der Jungen mit Robin Jäger, Niklas Möst, Kilian Reif (Rheinland-Pfalz) und Nick Breitkreuz (Thüringen) den 3. Platz hinter den Teams der Tschechen und Polen. Über die zwei Wettkampftage lieferten wir mit der Slovakei ein knappes Kopf an Kopf Rennen um die ersehnten Bronzemedaillen, die mit den sehr guten Fünfkampfergebnissen (Mehrkampf) knapp erkämpft werden konnten. Mit vier Medaillengewinner Heim zu kehren ist nach vielen Jahren Aufbauarbeit im Castingsport der Lohn der Arbeit. Wir gratulieren somit allen Sportlern, Trainern und Verantwortlichen des LFVBW.

Medaillenregen für Baden-Württemberg

Juniorcastingmeisterschaft

Am Wochenende vom 7. und 8. August 2021 fanden die 53. Deutschen Jugend- und Juniorencastingsportmeisterschaften in Lohfelden, Hessen, statt.

Eine Baden-Württembergische Delegation von 18 Personen nahm unter Coronabedingungen den Weg nach Nordhessen auf sich. 10 Turnierwerfer, Schiedsrichter, Trainer und Betreuer sammelten insgesamt 46 Medaillen und 9 Pokale. Darunter 22x Gold in den verschiedenen Altersklassen und Ziel- und Weitwurfdisziplinen.

Alina Palau konnte sich in der D-Jugend Weiblich 3-Kampf, mit guten 187 Punkten im Dreikampf, gegen ihre Mitstreiterinnen behaupten und errang vier Meistertitel. Lena Groß, ebenfalls in der D-Jugend Weiblich, holte sich währenddessen mit insgesamt 121 Punkten im Dreikampf zweimal den Vizemeistertitel und zweimal Bronze.

In der D-Jugend Männlich wo sich unsere Werfer Sven Hepting, Diego Schmidt und Moritz Binz gegen sechs weitere Gegner durchsetzen mussten holte sich Sven mit starken 258 Punkten im Dreikampf vier Goldmedaillen. Diego schaffte es mit seiner Leistung, sich auf seiner ersten Deutschen Meisterschaft, gleich drei Bronzemedaillen zu sichern. Moritz konnte durch seinen Trainingsfleiß tolle Würfe zeigen und überzeugte seine Trainer. Das Treppchen wird für ihn in Zukunft möglich sein. Im freiwilligen Fünfkampf der D- und C-Jugend Männlich/Weiblich setzte sich Sven ebenfalls gegen seine Gegner durch und ergatterte noch drei weitere Goldmedaillen für Baden-Württemberg.

Jessica Bosler und Ann-Katrin Kaufmann, für die es ebenfalls die erste Deutsche Meisterschaft gewesen war, starteten in der B- und A-Jugend Weiblich. Hier sicherte sich Jessica mit insgesamt 413 Punkten im Fünfkampf sechs Deutsche Meistertitel und Ann-Katrin errang dreimal Bronze und einmal einen Deutschen Vizemeistertitel im Dreikampf.

In der Kategorie B- und A-Jugend Männlich holten unsere Siebenkämpfer Robin Jäger und Niklas Möst insgesamt sieben Deutsche Meistertitel, acht Vizemeistertitel und einmal Bronze. Robin Jäger schaffte es hier, sich sowohl im Fünf-, als auch im Siebenkampf, vor Niklas Möst an die Spitze zu setzen. In den Fliegendisziplinen siegte jeweils Niklas mit sehr guten Weiten von 49m in Einhand und 61m in Zweihand. Robin´s Stärken lagen bei den Gewicht Weit Würfen. Hier siegte er mit 68m in Einhand und 94m in Zweihand Weit.

In der U23 Weiblich konnte sich Paula Martini mit ihrem ersten Deutschen Meistertitel bei den Erwachsenen gegen ihre Gegnerinnen in Gewicht Präzision D3 mit 94 von 100 Punkten behaupten. Des Weiteren errang sie einen Deutschen Vizemeistertitel und vier Bronze Medaillen, wobei ihr meist nur ein paar Punkte zur Zweitplatzierten fehlten.

Des Weiteren gingen, für ihre bemerkenswerten Leistungen, drei Wanderpokale an Sven Hepting, Jessica Bosler und Robin Jäger.

Es war wieder ein erfolgreiches Wochenende und für unsere Werfer Sven Hepting, Jessica Bosler, Robin Jäger, Niklas Möst und Paula Martini eine gute Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Polen nächstes Wochenende.

Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
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