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10.7.18 Das Jugendlager des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg im Bezirk Südwürttemberg fand in diesem Jahr vom 31.05.- 03.06.2018 am Lausheimer Weiher (Landkreis Sigmaringen) statt.
Der Fischerei- und Naturschutzverein Forelle Zollernalbkreis 1966 e.V. hatte uns dieses Jahr als ausrichtender Verein an sein Pachtgewässer eingeladen.
So reisten an Fronleichnam insgesamt 7 Vereine aus dem Bezirk Südwürttemberg mit insgesamt 48 Jugendlichen und 34 Betreuern an. Teilnehmende Vereine waren der FV Kiebingen, FV Wangen, FV Laupheim, FV Schwendi, KSFV Biberach und der KFV Freudenstadt.

Der ausrichtende Verein war aus organisatorischen Gründen bereits Tage zuvor angereist und hatte die WC- und Sanitäreinrichtungen aufgebaut.
Von den eingetroffenen Gastvereinen wurden zunächst ihre Vereinszelte und anschließend das große Gemeinschaftszelt aufgestellt. Dann erfolgte die Anmeldung sowie die Einteilung der Vereine in den organisatorischen Lagerablauf, d.h. die Jugendlichen werden in die Reinigungsdienste wie Gemeinschaftszelt, Waschplatz und WC mit eingebunden.
Für die Verpflegung sorgte, wie seit vielen Jahren bestens bewährt, das Küchenteam um Christian Ege. Die Stromversorgung wurde freundlicherweise von der Feuerwehr Magenbuch, durch Herrn Jürgen Haug und Herrn Stefan Matheis, eingerichtet.
Nach dem gemeinsamen Abendessen erfolgte die Begrüßung durch den Bürgermeister der Gemeinde Ostrach, Herrn Christoph Schulz und dem Ortsvorsteher der Ortschaft Magenbach-Lausheim, Herrn Hubert Frank, sowie dem Kompetenzteam Jugend des Bezirks Südwürttemberg Bernhard Scherer, Matthias Straub, Wolfgang Weiblen, Erwin Schädler und Uli Junghans.
Nach der Begrüßung durften die Jugendlichen mit ihren Betreuern im Lausheimer Weiher bis um 24:00 Uhr angeln.
Am Freitagmorgen, nach dem Frühstück, war für alle Jugendlichen Casting angesetzt. Jeder Jugendliche hatte 10 Würfe auf die Tuchscheibe in der Disziplin Arenberg.
Die nächsten beiden Wettbewerbe verlangten von jedem jugendlichen Teilnehmer das Erkennen von 10 Tierarten die im und am Gewässer vorkommen. Auf Bildern und Fotos mussten in einer vorgegebenen Zeit von 2,5 Minuten Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere erkannt und aufgeschrieben werden.
Auch das Erkennen von 10 Wasserinsekten wurde von jedem Jugendlichen ebenfalls in der Zeit von 2,5 Minuten anhand von detailgenauen Bildern und Präparaten gefordert. Der gesamte „Wettkampf“ während des Jugendlagers diente der Ermittlung der Vereins- und Einzelwertungen.
Der besonders an diesem Tag eng gesetzte zeitliche Ablauf von drei Wettbewerben stellte Jugendliche sowie auch die Betreuer und das Kompetenzteam vor eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.
Der „Wettbewerbswille“ und die hervorragende Disziplin der Jugendlichen machte es uns, vom Organisationsteam, sehr leicht.
Bis zum Mittag hatten wir die Wettkämpfe erfolgreich abgeschlossen und so konnten die Jugendlichen am Nachmittag am Lausheimer Weiher angeln.
Am Samstagmorgen, nach dem Frühstück, sollten die Jugendlichen in ihren Vereinsgruppen verschiedene Aufgaben absolvieren. Dabei wurde den Jugendlichen neben der Angelfischerei, ein breites fundiertes Fachwissen über das Gesamtspektrums Gewässer vermittelt.
Der FV Kiebingen und der KSFV Biberach waren aufgrund ihrer hohen Gruppen-Teilnehmerzahl, von bis zu 10 Jugendlichen, in zwei Gruppen aufgeteilt worden.
Ein Parcours mit insgesamt 30 vorkommenden Pflanzenarten bestehend aus Bäumen und Sträuchern, krautigen Pflanzen und Gräsern hatten wir im benachbarten Gelände auf einer Länge von 1,2 km abgesteckt. Hierbei mussten die Jugendlichen in ihren Vereinsgruppen, ohne Betreuer, die Pflanzen mittels Bestimmungsbücher erkennen und richtig aufschreiben. In einem räumlich begrenzten Abschnitt des Baches hatten die Jugendlichen dann noch die Aufgabe eine „Biotopkartierung“ zu erstellen, d.h. alle Strukturen des Geländes wurden von den Gruppen visuell erfasst und maßstabsgetreu aufgezeichnet. Zusätzlich war die biologische Gewässergüte und der Korpulenzfaktor einer vorgegebenen Fischart zu berechnen. Die Jugendlichen waren bei diesen Aufgaben auf sich alleine gestellt, unterstützend wurden sie von den Mitgliedern des Kompetenzteams gecoacht.
Bis zum Mittagessen waren die Wettkämpfe erfolgreich abgeschlossen und so konnte am Nachmittag und Abend wieder geangelt werden.
Für das Kompetenzteam ging dann die Arbeit richtig los. Alle Gruppenwettbewerbe, wie Pflanzenparcours, die Biotopkartierung und Berechnungen sowie die Einzelwettbewerbe wie das Casting und die Tiererkennungen mussten ausgewertet werden. Dies erfolgte in langjährig bewährter und kollegialer Weise, so dass am Abend bereits die Wertung feststand. Dies sollte aber bis zur Siegerehrung zum nächsten Tag für die Jugendlichen ein Geheimnis bleiben.
Karin Nowak vom Landesfischerverband, von der Außenstelle in Sigmaringen, ein gern gesehener Gast besuchte uns am Samstagnachmittag.
Sonntagfrüh konnte wieder ab 4:20 Uhr geangelt werden. Nach dem Frühstück war dann gemeinsames Abbauen angesagt. Bis um 12:00 Uhr war der Zeltplatz geräumt, so dass pünktlich nach dem Mittagessen mit der Siegerehrung begonnen werden konnte.
Bei den Jugendlichen und auch bei den Betreuern war die Spannung natürlich sehr hoch.
Zuerst erfolgte aber noch die Abschluss- und Dankesrede an die Gastgeber und an alle weiteren Unterstützer und Helfer durch das Kompetenzteam. Dann konnte es endlich mit der Vereinswertung losgehen:
Der FV Kiebingen (Gruppe 1) siegte mit 421 Punkten, vor dem FV Wangen mit 371 Punkten. Den dritten Platz erkämpfte sich der FV Schwendi mit 322 Punkten. Damit konnte die Gruppe 1 des FV Kiebingen den Wanderpokal in Empfang nehmen.
In der Einzelwertung holte sich Jan Frank Jehle vom FV Wangen mit 431 Punkten den ersten Platz. Zweitplatzierter wurde Jannis Mühl vom FV Kiebingen mit 427 Punkten. Der dritte Platz mit 425 Punkten ging an Dennis Bachmann, ebenfalls FV Kiebingen. Sie alle durften sich über einen Pokal und einen Sachpreis freuen.
Den Mädchenpokal für das bestplatzierte Mädchen errang Celina Galgenmaier vom Fischerei- und Naturschutzverein Forelle Zollernalbkreis 1966 e.V.. Alle übrigen Teilnehmer durften sich über Sachpreise für ihre erfolgreiche Teilnahme freuen.
Geangelt wurde natürlich auch. Die Teilnehmer fingen an den 4 Tagen insgesamt
38 Fische wie Aal, Karpfen, Hecht, Barsche und Rotfedern mit einem Gesamtgewicht von 12,40 kg gefangen. Der größte gefangene Fisch war ein Hecht mit 2.400 Gramm.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass Verbandsjugendlager 2018 am Lausheimer Weiher hatte einen sehr hohen Spaßfaktor. Die Harmonie zwischen den einzelnen Gruppen und Vereine war hervorragend. Das außergewöhnliche Engagement der Jugendlichen bei allen Wettbewerben war bemerkenswert. Ein großes Lob an alle Jugendleiter und Betreuer aus den Vereinen für ihre geleistete Jugendarbeit.

Für das Kompetenzteam Jugend Bezirk Südwürttemberg
Uli Junghans

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