Pricing Table Particle

Quickly drive clicks-and-mortar catalysts for change
  • Basic
  • Standard Compliant Channels
  • $50
  • Completely synergize resource taxing relationships via premier market
  • 1 GB of space
  • Support at $25/hour
  • Sign Up
  • Premium
  • Standard Compliant Channels
  • $100
  • Completely synergize resource taxing relationships via premier market
  • 10 GB of space
  • Support at $15/hour
  • Sign Up
  • Platinum
  • Standard Compliant Channels
  • $250
  • Completely synergize resource taxing relationships via premier market
  • 30 GB of space
  • Support at $5/hour
  • Sign Up

Artenschutz beginnt im Wasser!

Der Fischereiverband setzt sich für eine Fortführung und Verbesserung der Kormoranverordnung ein, unter dem Motto "Artenschutz beginnt im Wasser".
Im Mittelpunkt steht dabei die Verantwortung für einen artgerechten Schutz der Fische und anderer Wassertiere.
Heute werden für Europa ca. 2.000.000 Kormorane geschätzt.

Informieren Sie sich dazu auf diesen Seiten über die ökologischen und ökonomischen Dimensionen.

Kormorane haben sich auf den Fang von Fischen spezialisiert, von denen sie sich ausschließlich ernähren. Körperbau, physiologische Leistungen und Verhalten sind dieser Lebensweise angepaßt. Die Fischnahrung wird tauchend mit dem Schnabel erbeutet, wobei Tauchtiefen von 25 m belegt sind. Beobachtungen am Bodensee lassen vermuten, daß auch Tiefen bis zu 60 m erreicht werden können.
Kormorane haben ein Durchschnittsgewicht von ca. 2,50 kg und einen Nahrungsbedarf im Schnitt von ca. 500 Gramm Fisch pro Tag (fischfressende Vögel benötigen im Verhältnis rund 20% ihres Körpergewichts als tägliche Nahrungsmenge). Kormorane fressen ausschließlich Fische.

Natürliche Feinde haben Kormorane kaum zu fürchten. In den Brutkolonien, soweit sie auf Bäumen angelegt sind, haben Bodenfeinde keine Chance und selbst Greifvögel wie Seeadler und Wanderfalke, die ihnen gefährlich werden könnten, dürfte es kaum gelingen, einen Kormoran zu schlagen. Bei der Nahrungssuche im Wasser gibt es ebenfalls keine natürlichen Feinde. Die einzige Gefahr droht ihnen dort von Fischnetzen und Reusen.

Ausführliche Infos, Hintergründe und Fakten finden Sie unter www.aktion-kormoran.de

Wir fordern:

  • Schutz für unsere heimischen Fischarten durch maßvolle ganzjährige Eingriffe in die Kormoranpopulation.
  • Kormoranvergrämung auch in Schutzgebieten, wenn artgeschützte Fische gefährdet sind und das Schutzziel nicht nachhaltig beeinträchtigt wird.
  • Konsequente Kormoran-Vergrämungen an Stauwehren und Fischpässen sowie in Fischschongebieten und Wiederansiedlungsbereichen.
  • Ein europaweites Kormoran-Bestandsmanagement.

Die Landesregierung hat im Oktober 2010 die Novellierung der so genannten Kormoranverordnung beschlossen. Außerhalb der Schutzgebiete und der bebauten Bereiche dürfen Kormorane vom 16. August bis 15. März eines jeden Jahres ohne behördliche Genehmigung abgeschossen werden. Veröffentlichung im Gesetzblatt für Baden-Württemberg erfolgte in Ausgabe Nr. 12, 6. August 2010, S. 527.

pdf icon Kormoranverordnung 2010

pdf icon Hinweise zur Neufassung der Kormoranverordnung

KormoDat AppKormoDat 2.0 - Aktueller Datenstand und neue selbsterklärende Internetoberfläche
Die Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg hat die Kormorandatenbank überarbeitet. Kormoranbeobachtungen können über den rechts genannten Link direkt eingetragen werden. Mit der zentralen Erfassung soll der Kenntnisstand über den aktuellen Kormoranbestand und dessen Entwicklung in Baden-Württemberg vervollständigt und verbessert werden. Link zu KormoDat 2.0

Auch als kostenlose App für Smartphone und Tablet in den Stores von Android, iOS und Windows Phone.

pdf icon Download Infofaltblatt zur App

 

QR-Code-Links zu den App-Stores

Apple/iOS:

QR Code App KormoDat ios

Android:

QR Code App KormoDat android

 

pdf icon Bericht zur Vergrämung von Kormoranen im Winter 2014/15 gemäß Kormoran-Verordnung
Auszug aus dem Bericht: In der Zeit vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 (in Anlehnung an das Jagdjahr) wurden insgesamt 1.459 Kormorane erlegt, davon 790 an Fließgewässern, 612 an stehenden Gewässern und 53 an teichwirtschaftlichen Anlagen (vier ohne Zuordnung). Die Anzahl der letal vergrämten Kormorane lag zwar etwas unter der Anzahl im vorangegangenen Winter, jedoch auf dem Niveau der Jahre zuvor.
Im Frühjahr 2016 lag die Zahl der brütenden Kormorane in Baden-Württemberg bei 1.126 Brutpaaren. Der Bestand an übersommernden Kormoranen wird auf rund 6.300 Vögel geschätzt. Schätzungen des Winterbestands liegen zwischen 5.000 und 10.000 Individuen.
Im aktuellen Berichtszeitraum zeigten sich in stark von Kormoranen beflogenen Gewässerstrecken im Vergleich zu gering beflogenen Strecken a) signifikant niedrigere Dichten bei den Leitfischarten Äsche und Bachforelle, b) Schädigungen im Längenklassenaufbau bei den Arten Barbe, Döbel und Nase sowie c) eine hohe Zahl verletzter Fische.
Fazit und Ausblick: In Baden-Württemberg steigt der Brutbestand des Kormorans weiter an. Der Winterbestand ist wahrscheinlich unverändert hoch oder nimmt zu.
Mit der Zunahme an Kormoranen in Baden-Württemberg nehmen parallel auch die Gefährdung von geschützten und seltenen Fischarten, z.B. Äsche, Strömer und Nase, sowie der Einfluss auf die Berufsfischerei und Teichwirtschaft zu. Laut internationaler Roter Liste steigt der Bestand des Großen Kormorans auch international weiter an.
Ein europaweites Management ist derzeit nicht absehbar und für die nahe Zukunft unwahrscheinlich. Mit der Kormoran-Verordnung besteht in Baden-Württemberg jedoch die Möglichkeit, Kormorane im Winter außerhalb von Schutzgebieten zu vergrämen. Für Vergrämungsmaßnahmen in Schutzgebieten muss zuvor eine artenschutzrechtliche Ausnahme (Vogelschutzgebiet)
bzw. naturschutzrechtliche Befreiung (Naturschutzgebiet) vorliegen. Hierfür ist die höhere Naturschutzbehörde im entsprechenden Regierungspräsidium zuständig.
Dieses Verfahren ist jedoch die einzige Möglichkeit, auch sensible Gewässerabschnitte bzw. Gewässer in Schutzgebieten vor intensiver Prädation durch Kormorane zu schützen.